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CLIL auf Ladinisch, aber nicht in Südtirol.

Die Usc di Ladins berichtet in ihrer Ausgabe vom 9. September von der Situation der ladinischen Sprache in den Schulen von Fascia und Souramont. Und siehe da: Sowohl im Trentino, als auch in Venetien gibt es inzwischen CLIL-Projekte auf Ladinisch, während dies in Südtirol nicht der Fall ist.

Hierzulande ist die ladinische Muttersprache in der oft als vorbildlich gepriesenen paritätischen Schule ausschließlich im Fach Ladinisch und teilweise in Religion Unterrichtssprache. In anderen Fächern dient sie lediglich als Behelfssprache, falls ladinische Schülerinnen etwas nicht verstehen sollten. Ladinischer Geschichts-, Geografie- oder Mathematikunterricht, wie nun in den ladinischen Tälern außerhalb Südtirols möglich, sind hingegen ausgeschlossen.

Laut Usc werden die Schulen in Souramont bei der Implementierung von CLIL auf Ladinisch von der Universität Udine wissenschaftlich begleitet. In Anpezo gibt es darüberhinaus Bestrebungen, die ladinische Sprache schon im Laufe von 2016/17 auch im Kindergarten einzuführen.

Das gesamte Projekt wird in Souramont mithilfe des Grenzgemeindefonds finanziert.

Siehe auch:

Bildung Comparatio Medien Minderheitenschutz Plurilinguismo Scola | CLIL/Immersion | | Usc di Ladins | Ladinia Souramont Venetien-Vèneto | | Deutsch

8 replies on “CLIL auf Ladinisch, aber nicht in Südtirol.”

Finde gut, dass dir immer genau jene — und fast ausschließlich jene — Artikel gefallen, wo wir Unzulänglichkeiten des Landes aufzeigen. A bissl einseitig halt vielleicht.

Endlich erkennst Du den Hauptunterschied meiner Position:
ich habe eben kein Feindbild, sondern kehre viel lieber vor der eigenen Tür.

Ein jeder Kehr vor seiner Tür und sauber ist das Stadtquartier

W. Schäuble

Schöne Grüsse von der schwäbiuschen Hausfrau.

Das ist keine Position, sondern eine — in Südtirol weit verbreitete — Haltung. Eine Haltung, die ich sehr ideologisch und vor allem problematisch finde, weil der Staat unseren Alltag massiv (und leider häufig negativ) beeinflusst. Mündige BügerInnen sollten keine derartigen Tabus kennen und schon gar nicht, was oft damit einhergeht, als quasi gottgegeben hinnehmen, was »vom Staat kommt«.

Auch Ideologien sind Positionen. Ein Feindbild hingegen versperrt den Blick.
Übrigens ist auch das Land eine “staatliche” Struktur.

Socialist: Capitalism is bad!
Libertarian: The State is bad
Libertarian Socialist: Both are bad.
Socialist: But we need the state!
Libertarian: But we need capitalism!
Libertarian Socialist: Like we needed feudalism, theocracy, slavery, etc?

Wäre gespannt was @Liberte dazu sagt.

P.S.: Alles andere: Krimskrams für römische Imperialisten.

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