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Splitter im Auge.

Das EU-Parlament hat 1998 an seinem Sitz eine permanente Ausstellung eingerichtet, die Objekte und Symbole zeigt, welche die europäischen Demokratien versinnbildlichen. Spanien hat zu diesem Zweck ein »prachtvolles« Exemplar seiner Verfassung von 1978 zur Verfügung gestellt, die kurz nach dem Tode Francisco Franco verabschiedet wurde. Es ist unter anderem mit einem franquistischen Adler, dem Motto Una, grande y libre sowie dem Symbol der ebenso franquistischen Falange verziert. Erst 1981 entledigte sich Spanien dieser Symbolik.

Vor wenigen Tagen wurde dieser Fauxpas durch einen spanischen EU-Abgeordneten entdeckt. Seitdem fordern zahlreiche Mitglieder des Parlaments, vor allem Spanier, das Exemplar durch eine neuere Fassung zu ersetzen. Heute hat die katalanische Tageszeitung Avui folgenden Artikel zu diesem Thema veröffentlicht:

Deutsche und italienische Europaabgeordnete fordern ebenfalls eine Entfernung der franquistischen Symbole

Sie nennen es eine »Katastrophe«, dass der vorkonstitutionelle Adler in einer Vitrine des Parlaments gezeigt wird und erinnern, dass es in Deutschland und Italien verboten wäre, ein Hakenkreuz an einem öffentlichen Ort auszustellen

Deutsche und italienische Europaabgeordnete fordern die Zurücknahme der franquistischen Symbole, welche am Brüsseler Sitz des Europaparlamentes ausgestellt sind. »Es ist eine Katastrophe, dass im Europaparlament ein franquistisches Symbol gezeigt wird. In Deutschland wäre es völlig unvorstellbar, ein Hakenkreuz in einem solchen Gebäude auszustellen«, sagt die Abgeordnete Cornelia Ernst. Auch in Italien wäre das nicht möglich, wie der sozialistische Europarlamentarier Rosario Crocetta erklärt. Von den drei europäischen Staaten, die faschistische Regimes kannten, verbietet nur Spanien nicht verfassungsmäßig den Gebrauch faschistischer Symbole.

In Deutschland »ist es gesetzlich untersagt, nationalsozialistische Symbole an öffentlichen Orten zu zeigen oder etwa Heil Hitler zu rufen. Das sollte in allen europäischen Staaten so sein, und selbstverständlich auch hier im Europaparlament« fordert Frau Ernst. Sie ist Verteterin der Vereinten Europäischen Linken und Mitglied des Ausschusses für die Freiheiten und Rechte der Bürger, Justiz und Innere Angelegenheiten. Auf der selben Linie ist der Europaabgeordnete der Grünen/EFA Jan Philipp Albrecht, der glaubt, dass es »sehr wichtig [ist], einen derartigen Passus im Strafgesetz zu haben, denn wir möchten alle nicht, dass sich der Nationalsozialismus wiederholt«. Außerdem beleidige die öffentliche Zurschaustellung solcher Symbole »die Gefühle jener Menschen, die das nationalsozialistische Regime selbst erlebt haben«.

Ebenso verbiete »ein konkreter Artikel der italienischen Verfassung die Wiedergründung der faschistischen Partei und alle Symbole, die sich auf den Faschismus beziehen, weshalb ihre Wiedergabe untersagt ist. Von allen öffentlichen Bauten wurden der Fascio, der den Faschismus bezeichnet, das Motto Viva il Duce und alle anderen Inschriften entfernt, die den Krieg verherrlichen oder die Juden beleidigen«.

»Spanien ist heute kein faschistisches Land und deshalb ist es nötig, dieses Symbol des alten Regimes zu entfernen, welches das Land nicht repräsentiert« fordert Crocetta. »Symbole sind nicht zweitrangig, sie sind sehr wichtig. Nicht zuletzt beinhaltet die mit diesen Symbolen versehene Verfassung völlig andere Werte als die Symbole selbst«, urteilt er.

Offizielle Beschwerden

Die Parlamentsverwaltung hat die Anwesenheit franquistischer Symbole im eigenen Gebäude damit begründet, dass der spanische Kongress diese Originalversion der Verfassung zur Verfügung gestellt hat — als er gebeten wurde, dem Europaparlament ein repräsentatives Symbol seiner Demokratie für die Ausstellung zu schenken. Alle Originalfassungen der spanischen Verfassung wiesen diese Merkmale auf, da diese Symbole zur Zeit ihrer Verabschiedung noch gültig gewesen seien. Der belgische Senat habe dem Europäischen Parlament einen Stuhl seines Saales geschenkt, Italien ein Stenografiegerät, Frankreich eine Büste Victor Hugos und sein Manuskript des Amnistiegesetzes von 1876 mit handschriftlichen Randbemerkungen.

»Ich gehe davon aus, dass dieses Symbol entfernt wird. Wenn dem nicht so ist, werden wir beim Präsidenten des EU-Parlaments Jerzey Buzek eine offizielle Beschwerde einreichen«, droht die Abgeordnete Ernst. Schon diesen Donnerstag hat Oriol Junqueras (ERC) dem Parlament seine Beschwerde zur Kenntnis gebracht, während CiU und ICV (katalanische Konservative und katalanische Grüne) angekündigt haben, eine entsprechende Anfrage zu formulieren. Der PSC (katalanische Sozialisten) hat versprochen, die spanische Regierung zum sofortigen Austausch der Originalfassung durch eine neue aufzurufen.

Übersetzung: – Link zum Originalartikel.
Faschismen Geschichte Medien Politik | Zitać | Oriol Junqueras | | Catalunya Deutschland Europa Spanien | ERC EU-Parlament PSC Vërc | Deutsch

50 replies on “Splitter im Auge.”

Danke für den erleuchtenden Artikel, das ist ein Skandal! Wenn man bedenkt was in Südtirol alles an faschistischen Symbolen samt Inschriften und Mussoliniabbildungen, Liktorenbündel usw. ohne Erklärung dastehen, ist die Erklärung des ital. Abgeordneten purer Spott und Hohn! Es scheint als hätte Europa samt Deutschland und allen anderen Länder kein Schamgefühl mehr. Niemand kann mir erzählen dass niemand was vom Siegesdenkmal in Bozen weiß von diesen Abgeordneten. Wenn ich das nächste mal außerhalb Europas im Urlaub bin, werde ich die Bezeichnung Europäer weglassen wenn ich gefragt werde woher ich komme. Dafür nur mehr Tiroler und als zweites diesmal Weltbürger. Als ich das zum ersten las, dachte ich mir beim Abschnitt über den ital. Abgeordneten, das darf nicht war sein.

Wenn Italien diese Symbole verbietet, könnte man also als Land Südtirol Anzeige erstatten, weil es ja gegen die Verfassung ist solche öffentlich zu zeigen und zu verherrlichen (siehe Siegesdenkmal, Mussolinirelief etc.).

man sollte diese „Gscheiden“ hierher einladen und Ihnen mal die Situation zeigen. Oder noch einfacher: man sollte ihnen die Fotos der Relikte zumailen vielleicht gingen ihnen dann man die Augen auf.

@pérvasion
was genau benötigst du, ich hab die vom 10.01. noch irgendwo

Jetzt müssten unser EU-Parlamentarier und andere Südtiroler Politker mindestens diese beiden Herrschaften aufklären was in Südtirol los ist. Hier gibt es ja nicht „nur“ eine Falange, sondern neben dem Siegesdenkmal noch Mussolini himself auf öffentlichen Gebäuden und Hitler- und Mussolinisouveniers (Wein und Kalender) zu verkaufen.
Falls da niemand protestiert, nehme ich an wir leben ähnlich wie damals in der DDR in einer Paralellwelt und wir werden nur verarscht, weil in Wirklichkeit niemand daran interessiert ist, diese Schandflecken zu entfernen.

italienische Europaabgeordnete fordern die Zurücknahme der frankistischen Symbole..

peinlich, peinlich….. die sollten mal im eigenen Heim (Italien) aufräumen…

die sollten mal im eigenen Heim (Italien) aufräumen…

Wieso??? Ist jetzt plötzlich Süd—Tirol wieder Italien geworden ??? Peinlich, peinlich…

Nein Gadilu, peinlich ist es wenn ein Historiker wie du und noch dazu erklärter Angehöriger einer politisch moderaten Linie solche Aussagen tätigt, und nicht gegen diesen lebhaften Faschismus protestiert. Da kannst du dir von Hans Heiss eine große Scheibe abschneiden, der jetzt gerade im Radio 2000 Andreas Khol eine große Abfuhr erteilt hat für seine unsinnige Aussagen (wie er sagte), die er getätigt hat bez. zweiter Staatsbürgerschaft.

Mi viene in mente un aneddoto. Anni fa lo stadio di Livorno venne restaurato. La costruzione risaliva agli anni trenta (il suo primo nome fu quello di Stadio Edda Ciano, intitolato cioè a una donna del regime) e aveva, come tutti gli stadi simili costruiti quel tempo (Bari, Torino, Firenze, Bologna…), una torretta piazzata in alto al centro della tribuna scoperta. Bene. Alla fine dei lavori di „restauro“ quella torretta venne eliminata. Perché? Perché qualcuno pensò che rappresentasse un simbolo fascista. Ovviamente non era vero, era una semplice torretta, senza alcun segno particolare che la collegasse al regime di Mussolini. Fu insomma un gesto gratuito (e idiota: il valore architettonico dell’impianto subì un notevole danno) giustificato in modo ancora più idiota.

Un aneddoto molto carino, che però non c’entra nulla col tema. E, comunque, mi sta più simpatico un errore come quello livornese piuttosto di quelli bolzanini. Lo dico anche come architetto, cui in linea di principio la conservazione sta molto a cuore.

Uno storico come me ha a cuore la verità  storica e dunque anche la verità  (o la falsità ) di alcune espressioni. Chi considera il Monumento alla Vittoria e le altre schifezze fasciste di Bolzano come un esempio di „fascismo vivente“ non ha capito nulla. C’è poco da fare. Non si tratta di fascismo né vivente né morente. Si tratta di tracce provenienti dal passato che qualcuno vuole conservare (per motivi vari, ma molto limitatamente attinenti a un giudizio sull’epoca fascista e ancor meno su una loro improbabile riattualizzazione) e altri vogliono togliere (sicuramente non per esemplificare un genuino atteggiamento anti-fascista). Le cose stanno così e sono talmente chiare che è veramente penoso starne ancora a discutere.

L’aneddoto c’entra molto col tema, caro Pérvasion, perché gli antifascisti sudtirolesi assomigliano putroppo più a quei deficienti antifascisti livornesi di quanto tu ti possa immaginare (con la differenza ovvia che quelli sudtirolesi hanno sicuramente più materiale sul quale esercitare la propria voglia di negare il passato e dunque di cancellarne le tracce).

Cavoli, Gadilu… siamo alle solite. Sempre io e te a chiacchierare; e sempre sulle stesso cose… Bon, visto che nella discussione ci sono già  l’architetto e lo storico, allora sfoggio le mie credenziali di primo trombone contralto di riserva della banda musicale di Gargazzone.
Comunque quello che vorrei sottilmente farti capire è che la Storia scritta con la „S“ maiuscola non può diventare un contenitore per contrabbandarci di tutto. Se una cosa diventa Storia, non per questo è intoccabile.
Esiste una Storia che è fatta e finita nel passato ed una storia che è ancora viva nel presente, indipendentemente dalla distanza temporale. Esempi pratici? Mercoledì ho preso il mal di gola ed io non lo considero „storia“ per il semplice fatto che ho ancora male e non posso uscire. Le speculazioni sui diritti televisivi di Berlusconi sono successe molti anni or sono, ma io non le considero „storia“ perchè condizionano prepotentemente il dibattito politico presente. Le ricerche di Tolomei sono successe ancora prima, ma io non le considero un capitolo chiuso, perchè, vedi caso AVS, riescono ancora a monopolizzare l’attenzione sui giornali.
Cosa dire dei monumenti fascisti? A sentire alcuni sembra che li abbiano inventati gli Schuetzen e che se si fossero chiusi la bocca loro sarebbe andato tutto bene. I dibattiti sui simboli franchisti mostra che non è così e che, casomai, l’eccezione è lasciar perdere, abituarsi e tacere.
Altri dicono semplicemente che i monumenti non sono fascisti, che erano fascisti solo l’ispiratore, l’architetto e il committente; come se si dicesse che un crocifisso dipinto da un frate per un frate su raccomandazione di un frate non è un’opera sacra.
Altri sostengono che dei simboli così odiati da una parte della popolazione da richiedere misure di protezione speciali per il rischio, fino a tempi recentissimi, di attentati, debbano seduta stante trasformarsi in memoria condivisa a monito delle generazioni future. A questi chiedo solo quale sarebbe la parola magica, l’incantesimo o la pozione per rendere possibile tutto ciò… A meno che non mi vengano a dire che il trucco non sono la coda di rospo o le ali di pipistrello, ma la rimozione dei simboli fascisti propriamente detti (Busto del duce, motto, scritte e fasci littori) e la loro traslazione in un museo; il tutto accompagnato magari da tabelle che inquadrino storicamente le opere in questione.
Nel qual caso direi di essere d’accordo.

Bell’intervento Fabius, ma non capisco bene a chi sia diretto. Certamente non a me.

Per me si può fare tutto, anche rimuovere i monumenti (certamente non mi metterei a piangere). La soluzione migliore è quella della loro musealizzazione (si possono attuare molte iniziative). Le targhe esplicative a mio avviso non bastano. Ma il punto non sono io o tu. Il punto è: in che modo è possibile generare un consenso autocritico nella popolazione di lingua italiana? Sicuramente non con le marce degli Schützen e le belle argomentazioni che possiamo leggere qui contro il fascismo ancora vivo, perché di fronte a queste critiche gli italiani si chiudono a riccio (come ha dimostrato ad abundantiam il referendum per il cambio del nome della piazza). Questa è la situazione. E con QUESTA situazione dobbiamo fare i conti.

@ pérvasion: Sehr interessant. Es ist ein Fauxpas (also ein Fehlschritt) Spaniens den man schnell durch den Austausch des Exemplars beheben wird. Der „Fauxpas“ bezeichnet aber, dass es eine Ausnahme ist: Spanien hat jetzt ein Gesetz das im Land für die Eliminierung der frankistischen Unrats sorgt. Statuen von Franco und andere frankistische Symbole werden fleißig abgerissen oder ins Museum gebracht. Hier bei uns ist diese Einsicht (s. Kommentare von fabivs und gadilu) noch sehr weit weg. Ich frage mich daher schon was ein Rosario Crocetta den Spaniern beizubringen hat.

Mi rivolgevo in parte a te, in parte no, facendo una specie di „summa“ delle posizioni correnti.
Ed in realtà  credo di essere giunto più vicino alle tue posizioni, di quanto non sembri dai tuoi interventi precedenti sullo stadio di Livorno.
Quello che occorre fare quei monumenti non è una caccia alle streghe o un pogrom sommario. Occorre finalmente distinguere la costruzione in sè dal suo significato. Il fatto che delle pietre bianche in sé non abbiano un significato così pregnante, devono averlo capito pure i progettisti, se si son presi la briga di aggiungere scritte, fasci e busti del Duce. Così la posizione che mi pare idealmente migliore è quella che ho prospettato di un intervento soft e di musealizzazione dei reperti fascisti.
Ora, capisco le tue ansie per il fatto che si dovrebbe trattare di un‘ operazione condivisa. E d’altra parte mi piacerebbe che nel passato ci fossero stati molti più giornalisti come te, specialmente sull’Alto-Adige. Il fatto è stato che per i bolzanini gli Schuetzen sono l’uomo nero, perchè gli son stati agitati davanti come uno spauracchio per decenni. Sono l’incubo del bolzanino medio (ed io ogni volta mi ci diverto un sacco).
E‘ una specie di „reductio ad Hitlerum“, per cui una volta che i „tiratori“ abbiano fatto una manifestazione contro quei monumenti, chiunque condivida almeno in parte le loro posizioni viene percepito come malvagio ed anti-italiano. Non importa se sia Pius Leitner o Armando Cossutta.
Non si può piangere sul latte versato e non si possono cancellare decenni con un colpo di spugna, ma in qualche modo occorre pure cominciare. La manifestazione era questo che si proponeva: puntare i riflettori sul problema, più che il giretto con le fiaccole e i tamburi (dovevi esserci, era divertentissimo), ma, alla fine, il dibattito sui monumenti non solo non ha portato a nulla, ma non c’è proprio quasi stato.
Proprio come recentemente a Rosarno si è parlato un po‘ di tutto, più che della pericolosa deriva razzista della nostra società , a Bolzano si è parlato fin da subito degli striscioni di quei perfidi Schuetzen. Hanno fallito, è vero, però sono anche stati gli unici. Gran parte delle forze politiche tendenzialmente moderate (PD, Verdi, SVP) hanno più interesse a carezzare le false aspirazioni della pancia dell’elettorato italiano, che ad intavolare una discussione seria fatta di argomenti e fatti storici. E i giornali gli fan spesso da controcanto.

Sisì, per carità , a modo loro… tante belle parole ispirate a principi universali, una bella foto suggestiva, pochissimi esempi concreti, tutto bello rotondo, in modo che ognuno ci veda dentro quel che vuole. Così sulla carta sono contenti tutti… wow, poi a quel che vedo son a ben 96 firme!
Bolzano capitale della cultura europea grazie al Monumento alla Vittoria bello restaurato a lucido e senza i cancelli? mah, mi sembra una proposta davvero ottimale, non vale la pena di andare al risparmio: ginnastica e canti fascisti per grandi e piccini, squadracce nere che posano per fare fotografie e magari anche costruire una statua equestre di Hitler e Mussolini, tanto per abbellire un po‘ la città  museo, no? Poi basterebbe un parco a tema per giocare a Softair contro i partigiani e vedrai che poi avremo più fascio-turisti che Predappio! La Memoria non sarà  mai stata così divertente e condivisa!

Allora lancio anch’io la mia proposta: facciamo un treno diretto speciale Bolzano-Livorno e facciamo venir su un po‘ dei tuoi concittadini „compagni“(possibile che con tutti quelli che c’erano ci sei capitato proprio tu? :-D ) e facciamogli trovare un paio di martelli da demolizione casualmente dimenticati sotto il Monumento… ops… vedrai che a quel punto i „contrasti etnici“(mio Dio che termine orripilante) si sfogherebbero nel duro lavoro di braccia!!!

Va bene Fabius. Faremo la capitale della cultura con i tamburi e le fiaccole. Però sarà  la capitale della cultura dell’anno 1909. Così viene anche Carlo Techet.

No, dai, non facciamo sforzi inutili: alla fine Bolzano ha già  Oetzi e i Monumenti, quindi è già  capitale della cultura preistorica. Noi con le fiaccole e i tamburi siamo arrivati almeno almeno al Basso medioevo… :-p

Scherzi a parte, ti rendi conto di quanto sia velleitaria e impraticabile la musealizzazione statu quo di quei monumenti grazie solo a delle fantomatiche tabelline con „immagini d’epoca“? Io ci sto alla musealizzazione, ma voglio proposte concrete che entrino nel merito e che rendano presentabili quei cumuli di pietra che oggi non lo sono.
Non si può fare un cumulo di letame a lato del marciapiedi e poi metterci semplicemente un cartello con su scritto: „attenzione c’è puzza“ e pensare che poi vada bene a tutti… bisogna anche eliminare la causa dello schifo per quanto sia possibile.

Il progetto di musealizzazione non prevede affatto la semplice apposizione delle targhe. Ma tanto è inutile parlare. Tu non conosci la proposta in questione e come hai detto altrove usi i blog solo per fare due chiacchiere. Buon divertimento.

Falls diese Herren wie z.b. der Herr vom Landesarchiv aus freien Stücken diese Relikte des Faschismus verteidigen, muss man in Zukunft wirklich darüber nachdenken, Südtirol den Rücken zu kehren in Richtung bescheidenere Gefilde.
Was man da fast täglich für Aussagen von deutschsprachigen Historikern, Politikern und anderen Intelektuellen zum Umgang mit bestimmten Abschnitten der Geschichte bzw. aktuellen pol. Fragestellungen liest, lässt einem das Blut in den Adern gefrieren.
Die ganze demokratische Welt beseitigt (!) Denkmäler aus der nazifaschistischen Zeit – letztes Beispiel Spanien. Nur aus den Südtirolern leuchten wieder die Dollarzeichen und man denkt sogar eine Stadt der Diktaturen zu errichten, um somit durch die Gunst der Neofaschisten zur Kulturhauptstadt zu werden. Grauslig. Dass man überall bald nur mehr unbeliebt ist wundert keinem mehr.

Vedi Hansi, da un lato ci sono gli intellettuali, che studiano e valutano, ricercano e pensano. Con la testa. E poi ci sono quelli un po‘ come te (mi pare). Tutta pancia. Ma con la pancia non si va da nessuna parte.

Da parte mia condivido le parole di Hannes Obermair al 100%.

Tratto da: http://www.firmiamo.it/memoriaerinnerung

rimandiamo all’esperienza fatta dalla città  di Bolzano attraverso la rielaborazione della storia del ”Lager” in via Resia mediante tavole illustrative contenenti fotografie, documenti e testi. Un simile percorso dovrà  essere allestito nelle immediate vicinanze del Monumento alla Vittoria come pure accanto al ”Bassorilievo” in Piazza del Tribunale

Sul monumento alla Vittoria, sottoposto a vincolo di tutela dalla Soprintendenza per i beni e le attività  culturali di Verona, una simile operazione non può prescindere dall’ultimazione dei lavori di restauro, e dalla rimozione della recinzione di sicurezza che circonda il manufatto.

Vedi, io sparo cazzate e mi ci diverto pure, ma in questo caso non son del tutto frutto del mio sacco… io nel testo non ho trovato tracce di interventi concreti a rimozione dei simboli della dittatura. E poi non capisco come eliminare questi simboli sia andare unilateralmente contro il gruppo linguistico italiano, a meno che i tuoi amici Verdi non facciano conto che tanto siamo tutti fascisti o quantomeno ci riconosciamo in quei simboli ed è meglio abituarvisi che rimuoverli per non disturbare la convivenza… Ed è proprio per questo motivo, caro Gadilu che sto con più volentieri con gli Schuetzen che coi Verdi: almeno loro sicuramente non mi considerano fascista!!!

Ich kann mir kaum vorstellen dass normale Historiker in anderen Ländern genauso denken wie ihr. Die politische Realität zeigt uns doch, dass ihr eine verschwindend kleine Minderheit seid, die sich auf das Staatsgebiet Italien beschränkt innerhalb Europas. Ich denke in den Ländern außerhalb Italiens schüttelt man den Kopf über Personen die solch irrwitzige Vorstellungen von Geschichtsaufarbeitung haben.

Tratto da: http://www.firmiamo.it/memoriaerinnerung

…rimandiamo all’esperienza fatta dalla città  di Bolzano attraverso la rielaborazione della storia del ”Lager” in via Resia mediante tavole illustrative contenenti fotografie, documenti e testi. Un simile percorso dovrà  essere allestito nelle immediate vicinanze del Monumento alla Vittoria come pure accanto al ”Bassorilievo” in Piazza del Tribunale

…Sul monumento alla Vittoria, sottoposto a vincolo di tutela dalla Soprintendenza per i beni e le attività  culturali di Verona, una simile operazione non può prescindere dall’ultimazione dei lavori di restauro, e dalla rimozione della recinzione di sicurezza che circonda il manufatto. …

Vedi, io sparo cazzate e mi ci diverto pure, ma in questo caso non son del tutto frutto del mio sacco… io nel testo non ho trovato tracce di interventi concreti a rimozione dei simboli della dittatura. E poi non capisco come eliminare questi simboli sia andare unilateralmente contro il gruppo linguistico italiano, a meno che i tuoi amici Verdi non facciano conto che tanto siamo tutti fascisti o quantomeno ci riconosciamo in quei simboli ed è meglio abituarvisi che rimuoverli per non disturbare la convivenza… Ed è proprio per questo motivo, caro Gadilu che sto con più volentieri con gli Schuetzen che coi Verdi: almeno loro sicuramente non mi considerano fascista!!!

Nessuno li difende. Se non capisci la differenza tra musealizzazione e difesa non ci posso fare nulla. Allo stesso modo potresti protestare conro i musei che custodiscono strumenti di tortura dicendo che lì si fa un’apologia della stessa.

Fai conto che io ci abbia già  parlato… ora torno da te;
Non ti sembra che, buona volontà  a parte, sia quantomeno nebulosa come proposta? Perchè non si parla di allontanamento delle scritte e dei fasci, ma di restauro? perchè un Verde vorrebbe volerli conservare?
Io non sono un estremista, anche se magari tu lo credi, solo che su alcuni punti non bisogna transigere. Toccare quel monumento è estremamente spinoso a causa della diffusa mancata presa di coscienza dei crimini del fascismo e dei decenni di malintesa tolleranza nei confronti dei neofascisti. Basta guardare la gioventù bolzanina di oggi… ma non si può semplicemente prenderne atto e fare del buonismo su queste cose…

I fasci sono le colonne. Non puoi allontanare nulla, o le rimuovi o le lasci. La scritta potrebbe senz’altro essere rimossa e collocata in un museo. Il buonismo non c’entra proprio nulla. Io faccio considerazioni pragmatiche su quello che si potrebbe fare, valutando le conseguenze. Uso la testa, non la pancia.

@gadilu

I fasci sono le colonne. Non puoi allontanare nulla, o le rimuovi o le lasci.

Das ist genau die Argumentation jener, die im Grunde nichts verändern wollen. Und mit Pragmatismus hat das auch nichts zu tun, im Gegenteil!
Es soll also nicht möglich sein sie zu entfernen? Klaaar! Hier ein paar einfache Vorschläge von einem Laien: man macht nur die Beile etc. ab, schon sind es nur mehr stinknormale Säulen. Wenn man Beil und Säule aber bewahren will (z.B. für Museum) trennt man das Stück mit Beil heraus und ersetzt es durch ein identisches Stück ohne Beil, o.ä. Evt. andere Reste kann man abschleifen usw. ich bin da kein Fachmann. Furchtbar kompliziert, nicht wahr?
Manchmal hab ich eher den Eindruck es mangelt am Willen, denn an den technischen Möglichkeiten (und scheinbar auch Geld) mangelts sicher nicht.

Andernorts (Deutschland) hat man die Gebäude auch nicht plattgemacht sondern einfach die Symbole entfernt, u.a. auch indem man die betroffenen Stellen ersetzt hat. DAS nenne ich eine pragmatische Lösung.
Wobei ich auch der Überzeugung bin, daß man sich bei so einem „Denkmal“ diese Mühe nicht gemacht hätte.

Se togliamo le colonne-fasci o comunque le modifichiamo strutturalmente avremo un altro monumento il cui scopo non si capisce bene quale sarebbe (ricordare l’originale?). Tanto vale lasciarlo lì (com’è) per dismostrare in piena luce che cosa era e perché fu piazzato lì.

Da hast du vollkommen recht, jede Änderung führt zu einem anderem Monument. Dann dürfte auch die (beleidigende) Inschrift nicht entfernt werden.
Aber dann erinnere ich alle daran, daß das Monument schon verändert wurde. Es wurden nämlich Statuten und Büsten entfernt.
Es ist eine Grundsatzentscheidung nötig: will man es im Originalzustand belassen (was es aber ohnehin nicht mehr ist) und wenn ja warum eigentlich? Es heisst zwar Siegesdenkmal, aber wir alle wissen daß es eine ganz andere Aussage und Bestimmung hat. Oder wäre es besser das ganze Monument komplett zu verändern bzw. durch was anderes zu ersetzen? Etwas mit dem sich alle Volksgruppen identifizieren könnten und vor dem auch alle zusammen Feiern abhalten und Kränze niederlegen könnten? z.B. ein Denkmal für die Opfer der totalitären Regime und Kriege (gibs schon sowas in der Rom-Strasse, aber ziemlich unscheinbar und unbekannt).

Guarda, è un po‘ lo stesso discorso che fa sempre Pallaver a proposito dell’autodeterminazione. Se ci fosse consenso si potrebbe fare tutto. Il punto è trovarlo, quel consenso. Bisogna pensare o ripensare tutto, anche i luoghi di un eventuale dialogo (senza però scordarci che gli storici di questa provincia – sia italiani che tedeschi – hanno visioni molto simili al riguardo, anzi, direi identiche). La legge fondamentale dell’autonomia (tradotta un po‘ volgarmente) finora è stata: ognuno pensi per sé. Se si vuole però mettere mano a questi simboli così ingombranti l’ognuno pensi per sé non va più bene, perché si finisce per pestarsi i piedi. Quindi?

@hansi: „Da kannst du dir von Hans Heiss eine große Scheibe abschneiden, der jetzt gerade im Radio 2000 Andreas Khol eine große Abfuhr erteilt hat für seine unsinnige Aussagen (wie er sagte), die er getätigt hat bez. zweiter Staatsbürgerschaft.“

Was hat Heiss genau gesagt?

Also es gab im Radio 2000 am vergangenen Samstag eine Diskussionsrunde mit Pius Leitner, Siegfried Brugger (am Telefon) und eben Hans Heiss bez. zweite Staatsbürgerschaft. Hans Heiss hat seine Ansichten kundgetan, z.B. dass die zweite Staatsbürgerschaft territorial und nicht ethnisch vergeben werden sollte und dass das Trentino auch das Anrecht darauf hätte. Bei der Frage nach der Reaktion von Andreas Khol antwortete er, dass er diese überhaupt nicht verstehen kann und dass sie total überzogen wäre. Zumal ja viele andere Minderheiten in Europa wie z.b die deutsche Minderheit in Osteuropa oder die ital. Minderheiten im Balkan auch über eine solche verfügen. Er könne sich eventuell vorstellen, dass die Aussagen unter diplomatischen Druck Italiens hin entstanden sind.
Er sagte außerdem dass er einen sehr großen Bezug zu Österreich habe und es für ihn auch persönlich ein schönes Geschenk wäre, diese Staatsbürgerschaft zu bekommen. Allerdings bemängelte er dass man in Südtirol immer nur fordert, ohne bereit wäre etwas zu geben. Weiters beklagte er das teils schlechte Image der Südtiroler in Österreich, die eben oft als „nur auf den eigenen Vorteil bedacht“ gelten. Deshalb war sein Standpunkt, man solle die Staatsbürgerschaft ausweiten auf die Italiener in Südtirol und Österreich auch etwas dafür zurückgeben. Dann wäre er dafür, da es eine gute Sache in einem Europa der schwindenden Grenzen wäre.

L’Austria giudica la doppia cittadinanza inutile e irrealistica. Figuriamoci un’estensione di questa patacca (intendo il passaporto) a tutti: altoatesini, trentini, bellunesi… e chi più ne ha più ne metta. Leggevo oggi sulla Tageszeitung che perfino Durnwalder si è rotto le p…. di questa storia. Ne parleremo ancora per una settimana al massimo e poi calerà  il silenzio per altri vent’anni.

Diese Angelegenheit deckt auf eklatante Weise die völlige Planlosigkeit der Südtiroler Politik auf. Sven Knoll weiß zwar nicht, was er mit der Unabhängigkeit anfangen soll, aber die SVP hat auch kein Konzept für dieses Land. Und wenn schließlich die Grünen den Vorschlag der doppelten Staatsbürgerschaft »begrüßenswert, aber […] unausgereift« nennen, dann zeigen auch sie, dass sie keine Ahnung haben, wie es weitergehen soll.

Esatto. E allora, per completezza, mettiamoci anche i partiti italiani, che brancolano nel più assoluto buio fatto d’opportunismo e inettitudine.

E tu vorresti rendere indipendente un coacervo del genere?

Die Orientierungslosigkeit der Politik führe ich gerade auf die Abwesenheit eines Zukunftsprojekts zurück. Deshalb versuche ich hier zusammen mit anderen, an einem Ansatz zu arbeiten. Der Impuls muss von der Gesellschaft kommen, und kleine Teile davon sind durchaus bereit dafür.

Zum Thema Splitter im Auge. Der Webauftritt der Antifa-Meran ist oft wirklich erleuchtend. Da werden rechtsradikale Tendenzen unabhängig der Sprachgruppe im Lande aufgezeigt. Neulich war dort Folgendes zu lesen:

http://antifameran.blogspot.com/2009/12/die-1700-freundinnen-von-casapound.html

Die ital. Neofaschistenszene feiert fröhliche Urstände in Bozen und andernorts in Südtirol und die Staatsgewalt schaut einfach weg, aus welchen Gründen auch immer. Auffallend ist dieses mit zweierlei Maß messen auf ital. Seite seit geraumer Zeit.
Kein Mensch scheint sich unterdessen mehr an die Vorfälle in den Kasernen vom vergangenen Sommer zu erinnern, auch das sollte doch anfänglich schnellstens geklärt sein (das ist verdächtig, falls nix passiert wäre hätte man es gleich geklärt). Der neueste dubiose Vorfall: eine bekannte Diskothekenbesitzerin wird von zwei Männern eiskalt überfallen und niedergeprügelt. Zufällig ca. zwei Wochen davor: Das für seine ethnischen Hetztiraden bekannte Tagblatt „Alto Adige“ macht einen riesen Aufmacher auf der Titelseite, dass scheinbar einige Jugendliche wegen ihrer Sprache nicht in eine bestimmte Diskothek im Überetsch reindurften (ohne konkrete Beweise hierfür anzuführen). Ich kann mich noch erinnern, es war an jeder Tabaktraffik der große Aufmacher. Man kann sich ja vorstellen wie dies manche Leute aufnehmen, die vielleicht nur die Überschrift lesen und es sofort als absolute Wahrheit sehen.
Ganz zufällig ist die Frau, die diese Woche brutal zusammengeschlagen worden ist, die Besitzerin genau jener Diskothek. Reiner Zufall? Wir werden es vielleicht wieder am Eifer der Aufklärungsarbeit „unserer Justiz“ merken.

[…] Bereits im Juni des letzten Jahres hatte das EU-Parlament anerkannt, dass der Adler, das Pfeilbündel und das franquistische Motto (»Einheit, Größe und Freiheit«), welche in einem am Sitz des EU-Parlaments in Brüssel ausgestellten Exemplar der spanischen Übergangsverfassung aufscheinen, »beleidigend« wirken könne, weshalb die betreffende Seite nicht mehr öffentlich gezeigt wird. Ein halbes Jahr nachdem [die katalanische Nachrichtenagentur] ACN entdeckt hatte, dass in einer Vitrine des Parlaments ein Original der spanischen Verfassung von 1978 gezeigt wird, wo die Symbole des Franquismus aufschienen, und nachdem katalanische, deutsche und italienische Abgeordnete formale Beschwerde eingereicht hatten, beschloss die Kammer, zu handeln. [vgl.] […]

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