→→ Autorinnen →→ Gastbeiträge →→

Die FPÖ, Putins nützliche Idioten.

Autor:a

ai


Die österreichischen Freiheitlichen und ihr Kampf gegen die EU und gegen die Ukraine

Im Europawahlkampf vor zwei Jahren plakatierte die FPÖ flächendeckend aggressiv gegen die EU, gegen die EU-Kommission und besonders gegen die Ukraine. Gegen die Kriegstreiber in Brüssel wetterten die angeblichen österreichischen Patrioten, die die Unterstützer der Ukraine als Kriegshetzer verunglimpften. Ihr Vorbild, der kriegsführende russische Präsident Wladimir Putin, wurde und wird nie von diesen »Patrioten« wegen seines Eroberungskrieges kritisiert.

Die FPÖ im Europaparlament treibts wie die Partner aus Ungarn, hassgetrieben gegen die Ukraine. Wie letzthin im EU-Parlament in Straßburg, »90 Milliarden für den Krieg sind 90 Milliarden gegen unsere Bürger!«, pöbelte der Delegationsführer der FPÖ gegen das genehmigte Darlehen an die Ukraine. Von den 90 Milliarden Euro sind 60 für Verteidigungsausgaben vorgesehen.

Die blaue Truppe aus Österreich stimmte geschlossen gegen den Kredit. Delegationsführer Harald Vilimsky, der sich mit seinen Aktionen als künftiger österreichischer Außenminister empfiehlt, kanzelte das Darlehen als ein »fatales Signal für weitere Eskalation statt echter Friedensbemühungen« ab.

Die »Patrioten«-Fraktion plädiert für die Einstellung aller Hilfen für die Ukraine. Weil damit, da treffen sich all die verbohrten Links- und Rechtsradikalen, der Frieden ausbricht. Der Wahnsinn ist, dass die blauen Wähler das auch noch glauben. Offensichtlich hoffen diese angeblichen Patrioten auf einen Sieg Russlands über die Ukraine.

Die Folgen

Zwei Institute rechneten nach, was der russische Sieg über die Ukraine die übrigen europäischen Staaten kosten würde. Astronomische Unsummen. Das österreichische Wochenmagazin Profil kommentiert folgendermaßen: »Im Vergleich mit den Ausgaben, die in diesem Fall auf uns zukommen würden, sind die aktuellen Unterstützungsleistungen für die Ukraine peanuts.«

Das Institut für Risikoanalyse »Corisk« und das »Norwegian Institute of International Affairs« rechneten nach und kamen zum Schluss, ein russischer Sieg gefährde Europa in seinen wirtschaftlichen und finanziellen Grundlagen.

Die ukrainische Niederlage beziffern die beiden Institute im ersten Jahr mit 463 Milliarden Euro, vier Jahre später klettert diese Summe auf 1.633 Milliarden Euro. Gelder, die die europäischen Staaten aufbringen müssen, um den gewaltigen Flüchtlingsstrom (bis zu elf Millionen) aus der Ukraine — der jenen von 2015 in den Schatten stellt — bewältigen zu können, um das Militär zu stärken und noch vieles mehr.  

Eine ukrainische Niederlage bedeutet für die EU und ihre Mitgliedsstaaten — außer den russlandaffinen Ungarn, Slowakei, Tschechien und Bulgarien — eine Rundum-Katastrophe. Die »Patrioten« im Europaparlament, allen voran die österreichischen Freiheitlichen, sehen es völlig anders.

Für sie ist die Unterstützung der Ukraine ein »Kriegs- und Milliarden-Wahnsinn«, der die »wirtschaftliche Stabilität« der EU grundlegend zerstören wird. Die freiheitliche Botschaft an die Öffentlichkeit: Wird die militärische Solidarität mit der Ukraine eingestellt, endet der Krieg. Nicht Russland ist der Feind, sondern die Ukraine.

Statt auf militärische Hilfe soll Europa auf Diplomatie setzen, tönt Harald Vilimsky. So wie US-Präsident Donald Trump es betreibt, zugunsten Putins, auf Kosten der Ukraine, nachfolgend auf Kosten der EU.

Der russische Kriegspräsident wird sich tierisch über die »patriotische« Unterstützung im Europaparlament freuen. Und nach einem russischen Sieg werden die Europäer — leider nicht nur die freiheitlich Wählenden — einen hohen Preis zahlen müssen.

Cëla enghe:


Autor:innen- und Gastbeiträge widerspiegeln nicht notwendigerweise die Meinung oder die Position von BBD, so wie die jeweiligen Verfasser:innen nicht notwendigerweise die Ziele von BBD unterstützen.· I contributi esterni non necessariamente riflettono le opinioni o la posizione di BBD, come a loro volta le autrici/gli autori non necessariamente condividono gli obiettivi di BBD. — ©


Einen Fehler gefunden? Teilen Sie es uns mit. | Hai trovato un errore? Comunicacelo.

Comentârs

Scrì na resposta

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You are now leaving BBD

BBD provides links to web sites of other organizations in order to provide visitors with certain information. A link does not constitute an endorsement of content, viewpoint, policies, products or services of that web site. Once you link to another web site not maintained by BBD, you are subject to the terms and conditions of that web site, including but not limited to its privacy policy.

You will be redirected to

Click the link above to continue or CANCEL