Vor knapp einem Monat haben die Grünen im Landtag eine schriftliche Anfrage (Nr. 1644/26) eingereicht, die einen umfangreichen Fragenkatalog zur Militarisierung der Forschung in Südtirol beinhaltet. Es geht unter anderem um Dual-Use-Technologien, um die Zusammenarbeit von Forschungszentren in Südtirol mit Militär und Rüstungsindustrie sowie um das »Spannungsfeld zwischen wissenschaftlicher Freiheit und ethischer Verpflichtung«.
In den Prämissen der Anfrage wird aber auch ein konkretes Ereignis erwähnt: Am 20. April habe die Kommandoübergabe der Alpini (Gebirgstruppen) mit einer Beteiligung von rund 300 Personen in den Räumlichkeiten der Eurac stattgefunden.
Im Rahmen dieser militärischen Veranstaltung kam es zu besonderen Sicherheitsmaßnahmen, darunter auch der Einsatz von Sicherheitskräften in Zivil, temporäre Zugangsbeschränkungen sowie die teilweise Nutzung zentraler Infrastruktur der Einrichtung für protokollarische und repräsentative Zwecke. Eurac Research erklärte in diesem Zusammenhang, „geehrt“ zu sein, als Austragungsort für diese Zeremonie ausgewählt worden zu sein.
– Landtagsanfrage Nr. 1644/26 (Auszug)
Außerdem erfährt man, dass Iveco Defence Vehicles (IDV) zwischen 2022 und 2023 ein Stipendium (an der Universität Bozen1Auskunft von Brigitte Foppa auf Nachfrage von
) finanziert habe, bei dem es um »Trajektorienplanung für unbemannte Bodenfahrzeuge [und] Verdeckte Navigation in umkämpften Umgebungen« gegangen sei. Und am terraXcube der Eurac sei im März 2025 eine militärische Übung durchgeführt worden.
All das nehmen die Grünen mit ihrer Anfrage unter die Lupe, indem sie sich nach Kooperationen von Universität Bozen und Eurac mit IDV und dem Rüstungsunternehmen Leonardo erkundigen, aber auch nach entsprechenden Richtlinien, Vorkehrungsmaßnahmen und Prüfmechanismen sowie nach Transparenz gegenüber der Öffentlichkeit und Einbindung der Mitarbeitenden in die einschlägigen Entscheidungen.
Eine Antwort von Landesrat Philipp Achammer (SVP) steht im Augenblick noch aus.
Cëla enghe: 01 02 03 04 05 06 || 01
- 1Auskunft von Brigitte Foppa auf Nachfrage von


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