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Das Militär an Südtiroler Schulen.

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Kürzlich ist auf Salto ein Beitrag über die »Militarisierung Südtirols« erschienen, in dem Valentino Liberto unter anderem die einschlägige Landtagsanfrage der Grünen thematisiert. Darüber hinaus macht er darauf aufmerksam, wie das Militär zunehmend versucht, in den schulischen Bereich vorzudringen.

Anlässlich seines fünfzigjährigen Bestehens organisierte etwa das Hubschrauberregiment Altair am 22. Mai einen Tag der offenen Tür, zu dem gezielt auch Schulen zum Militärflugplatz eingeladen wurden. Die entsprechende Mitteilung war von Leutnant Massimo Trigolo als »Eventmanager« der Einheit unterzeichnet — jenem Massimo Trigolo, der von LH-Stellvertreter Marco Galateo (FdI) offiziell empfangen wurde und der gleichzeitig als CasaPound-Mitglied für die Lega im Stadtviertelrat von Oberau-Haslach sitzt. Außerdem war er Mitorganisator der neofaschistischen Remigrationsdemonstration vom Februar und hatte sich wegen unserer antifaschistischen Beiträgen an einem Einschüchterungsversuch gegenüber beteiligt.

Da in Italien — anders als etwa in Deutschland — für Heeresmitglieder keine klare Verpflichtung existiert, sich zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung zu bekennen und entsprechend zu agieren, können Rechtsextremistinnen Positionen beim Heer dafür missbrauchen, indirekt ihre ideologischen Ziele zu propagieren. Auch das Heer als Institution glänzt nicht durch konsequente Distanzierung von seiner eigenen faschistischen Vergangenheit. Traditionspflege, Symbolik und Umgang mit dem historischen Faschismus weisen erhebliche Ambivalenzen (vgl.) auf.

Dies macht den Eintritt des Militärs in die Schulen selbstverständlich noch problematischer, als er es per se schon wäre.

Wie Liberto in seinem Beitrag aufzeigt, ging es bei der Veranstaltung vom 22. Mai ausdrücklich darum, »die Beziehungen zwischen Streitkräften und Gesellschaft zu stärken und Orientierungs- wie Reklutierungsmaßnahmen zu unterstützen«.1Übersetzung von mir – Original laut Salto: »rafforzare il rapporto tra Forza Armata e comunità locale, nonché a sostenere le attività di orientamento e reclutamento« Die Einladung, die das Militär an die Schulen verschickt hatte, war mit der Bitte verbunden, sie an Lehrkräfte der vierten und fünften Oberschulklassen weiterzuleiten. Laut Salto landete sie sogar im digitalen Klassenbuch des Bozner Carducci-Gymnasiums.

Bildungsinstitutionen müssen aber geschützte und neutrale Räume bleiben und nicht Schauplatz aktiver Rekrutierungsmaßnahmen für das Militär werden. Dass diese Entwicklung in einem sprachlich-kulturellen Minderheitengebiet wie Südtirol zusätzlich besorgniserregend ist, liegt auf der Hand. Das Militär war hierzulande nie bloß eine neutrale Institution, sondern stets auch ein Instrument »nationaler« Integration und kolonialistischer Machtausübung.

Wenn schließlich Personen aus offen neofaschistischen und extrem rechten Kreisen in solche Aktivitäten verwickelt sind, sollten sämtliche Alarmglocken schrillen.

Cëla enghe: 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10

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    Übersetzung von mir – Original laut Salto: »rafforzare il rapporto tra Forza Armata e comunità locale, nonché a sostenere le attività di orientamento e reclutamento«


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