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Testis Relikte.
Quotation 40

Der Architekt des Siegesdenkmals, Marcello Piacentini hat in Rom das Forum Italicum gebaut, wo sich das Olympiastadion befindet, das Marmorstadion und das olympische Schwimmstadion. Das hat die Gemüter der Römer nie beunruhigt. […] Hier in Südtirol gibt es eine andere Realität, dessen bin ich mir bewusst.

Hier in Südtirol hat auch niemand die Schleifung des Drususstadions, des Lido oder der Grieser Lauben gefordert. Es gibt nicht nur einen Unterschied zwischen Rom und Bozen, sondern auch noch einen zwischen »funktionaler« Architektur und einem Denkmal.

Ich bin dafür, den Namen Vetta d’Italia beizubehalten. […] Es geht ja darum, wie verbreitet ein Name ist — in Zeitungen, im Internet, nicht nur in Südtirol, sondern auch auf dem gesamten Staatsgebiet.

Nicht nur Geographiewissenschaftler weltweit, sondern auch die UNO sieht das völlig anders. Und: Heißt Trient bald auch offiziell Trient, wenn wir den überregionalen Kontext mitberücksichtigen? Oder gilt dieses Privileg nur für nationale Mehrheiten?

Wenn ich heute die auf Deutsch verfassten Medienberichte verfolge, dann verstehe ich viel mehr als 2007. Deutsch sprechen ist jedoch schwierig. Wenn man sich wirklich verstehen will, dann sind Sprachkenntnisse aber kein Hindernis.

Klar, die lingua franca spricht ja jeder. Auf regionale Folkloresprachen ist der Herr nicht angewiesen.

(Kommentierte Auszüge aus dem heutigen Dolomiten-Interview mit Regierungskommissär Fulvio Testi aus Anlass seiner Frühpensionierung.)

Siehe auch:

Arch+Raum Faschismen Medien Nationalismus Ortsnamen Plurilinguismo Politik Zentralismus | Faschistische Relikte Geschichtsaufarbeitung Quote | | Dolo | Südtirol/o | Regierungskommissariat UNGEGN | Deutsch

3 replies on “Testis Relikte.
Quotation 40

:clap:

ich weiß nicht, was die im schädel haben :vogel:

wird denn gar nichts mehr hinterfragt? kann jeder einfach so seine “weisheiten” unters volk bringen und alle nicken mit dem kopf? testis aussagen wären doch leichter zu zerlegen als ein truthahnfilet. wo sind die kritischen journalistenkommentare und die presseaussendungen der parteien, die so einen blödsinn zurechtrücken?

Nur an diesen drei Aussagen erkennt man, wie Testi in seinen Regierungsjahren (ich bevorzuge nach wie vor Besatzungsjahren) unser Land und unsere Leute, unser Brauchtum, unsere Kultur und unsere Geschichte verstanden hat. Interessant dazu die Fotos von seinem alljährlichen Empfang im Herzogspalast (ehemalige Villa Wendtland, wo man schon Courage haben muss, von dort aus ein Land zu regieren), wo man sich anbiedern kann und darf.

http://www.gemeinde.bozen.it/events_detail.jsp?IDAREA=21&ID_EVENT=2060&GTEMPLATE=cultura_home.jsp

Wenn ich heute die auf Deutsch verfassten Medienberichte verfolge, dann verstehe ich viel mehr als 2007. Deutsch sprechen ist jedoch schwierig. Wenn man sich wirklich verstehen will, dann sind Sprachkenntnisse aber kein Hindernis.

Wow che bravo: in solo 5 anni è migliorato! Io per la cronaca nel 2007 ero ancora a Bologna e di tedesco non sapevo più parlare una parola, sapevo solo cantare qualche canzoncina (Die Internationale, Dem Land Tirol die Treue, In München steht ein Hofbräuhaus e cose del genere ) ma in pochi anni l’ho imparato ad un discreto livello, tanto che spesso in giro mi scambiano per un venostano (colpa dei miei amici)! :-D

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