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«Gay Pride» e minoranze solidali.

Negli ultimi giorni ha preso forza la proposta di organizzare a Bolzano un Gay Pride (o Christopher Street Day), incontrando aperture importanti da parte del sindaco Luigi Spagnolli (PD), del vicesindaco Klaus Ladinser (SVP) e del candidato Landeshauptmann Arno Kompatscher (SVP) — e alle quali, anche in nome di , mi sento di aggiungere un «Sì» forte e chiaro.

Dopo la nostra critica all’adunata degli Alpini, identificabili con la violenza militare e la sopraffazione (nonostante il loro impegno anche umanitario), il benvenuto all’iniziativa rivendicativa di una minoranza sociale ancora troppo spesso «sopraffatta» non è solamente logico, ma consente anche di ribadire e di provare la non-pregiudizialità nei confronti di ciò che proviene da e ci collega allo stivale. Ovvero: il rifiuto degli Alpini era rivolto agli Alpini (e a ciò che — volenti o nolenti — rappresentano), e non ‘agli italiani’, mentre il sostegno convinto delle istanze LGBT è un valore universale e assoluto.

Da parte nostra c’è la speranza che la festa, se (come speriamo) si svolgesse a Bolzano, possa trasformarsi da un avvenimento (‘solo’) trans-sessuale in un’occasione pure trans-culturale e trans-frontaliera. Vladimir Luxuria ha salutato l’eventuale organizzazione di un Gay Pride in Puglia e uno in Sudtirolo affermando che così si unirebbe l’Italia «dal tacco all’estremo nord». Sarebbe invece auspicabile una maggiore consapevolezza e solidarietà — bidirezionale — fra minoranze sessuali e linguistico-culturali; il ‘corsetto’ nazionale, infatti, alla pari di quello eterosessuale, ad alcuni può risultare troppo stretto.

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Cultura Grundrechte Kohäsion+Inklusion LGBTQIA Militär Minderheitenschutz Nationalismus Politik Solidarieté | | Arno Kompatscher Luigi Spagnolli | | Südtirol/o | Alpini PD&Co. SVP | Italiano

6 replies on “«Gay Pride» e minoranze solidali.”

ich bin nicht sicher, ob derartige paraden (heute noch) ihren zweck erfüllen und nicht eher kontraproduktiv sind. ich möchte niemandem vorschreiben, wie er/sie seine/ihre belange vorzubringen hat. ich denke aber, dass derartige paraden nicht zielführend sind, wenn sie für toleranz und verständnis werben sollen. auch unter schwulen sind derartige veranstaltungen nicht unumstritten. ich teile voll und ganz die einschätzung eines schwulen kommentators auf zeit.de

Die Diskussion über die Sinnhaftigkeit von »Regenbogenparaden« darf und soll ruhig geführt werden, übrigens in erster Linie unter Vertretern der LGBT-Gemeinde selbst. Aber wie du richtig schreibst, sollten zuletzt auch sie selbst entscheiden, wie sie ihre Anliegen vorbringen möchten.

Ich würde nebenbei auch nie von einem schrillen Streik darauf schließen, dass Arbeiter im Alltag mit Trillerpfeifen durch ihre Fabriken ziehen… bei solch speziellen Anlässen, wie bedingt sie auch miteinander vergleichbar sind, muss es schon gestattet sein, etwas über den Strang zu schlagen und auch die Toleranz der Mitmenschen zu beanspruchen. Das richtige Maß zu finden wird wohl immer eine Gratwanderung bleiben und zu unterschiedlichen Einschätzungen führen.

Vladimir Luxuria ha salutato l’eventuale organizzazione di un Gay Pride in Puglia e uno in Sudtirolo affermando che così si unirebbe l’Italia «dal tacco all’estremo nord». Sarebbe invece auspicabile una maggiore consapevolezza e solidarietà  fra minoranze, in ambe le direzioni — ché il ’corsetto’ nazionale, alla pari di quello eterosessuale, ad alcuni può risultare un po’ troppo stretto.

Dem ist nichts hinzuzufügen. Wer mit nationalstaatlichen Denkmustern argumentiert hat von den eigentlichen Anliegen von Minderheiten, die tagtäglich mit Dynamiken des Mainstreams zu kämpfen haben, wohl wenig verstanden.
Vereinheitlichung im nationalstaatlichen Sinne. Nachdenken Vladimir Luxuria.
Eigenartig, dass dies wiederum (nur) BBD thematisiert.

Interessant ist die Straßenumfrage zur Regenbogenparade in der heutigen TAZ: Einerseits sagt mehr als ein Befragter (insbesondere eine gewisse Frau Saxer), die Südtiroler seien provinziell bzw. verschlossen, weshalb unserem Land eine derartige Veranstaltung guttun würde. Andererseits konnte die TAZ bei sieben Befragten keinen finden, der sich dagegen ausspricht. Das verdeutlicht für mich einmal mehr den Unterschied zwischen Vorurteil (verschlossene, hinterwäldlerische Südtiroler) und einer viel differenzierteren Wirklichkeit.

Das deckt sich mit den Aussagen von Enrico Oliari (GayLib), der der Südtiroler Gesellschaft bescheinigt, nicht homophob zu sein. Trotzdem sollten wir darüber nicht vergessen, dass wir zu einem Staat gehören, der bzgl. rechtlicher Gleichstellung von LGBTs zu den absoluten Schlusslichtern in der EU gehört, weshalb unsere nicht heterosexuellen Mitbürger nach wie vor Diskriminierungen ausgesetzt sind. Auch auf Landesebene gäbe es noch einiges zu verändern, so zum Beispiel in der Wohnbauförderung, die — anders als im Trentino — nur heterosexuelle Paare anerkennt. Mit breiteren Zuständigkeiten auf dem Gebiet der Bürgerrechte (die wir jedoch nicht haben), könnten wir zudem den Rückstand zum europäischen Durchschnitt und zu unseren Nord-/Osttiroler Nachbarn abbauen.

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