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Grenzillusionen.
Quotation 261

Zu gut erinner ich mich an das großartige Gefühl, als ich das erste Mal über den Brenner fuhr, nachdem die Grenzkontrollen gefallen waren. Es war nicht nur das Überwinden einer lästigen bürokratischen Hürde. Es war vielmehr die Ahnung, nun echt Teil eines geeinten Europa zu sein. Dass das eine Einbildung war, kommt nun klar heraus: Schengen, das war nicht die Aufhebung der inneren Grenzen, sondern nur der Grenzkontrollen. Wir machen also einen Schritt zurück, wenn wir am Brenner einen Zaun errichten. Und wir müssen uns damit von einer zweiten Illusion verabschieden, nämlich dass ein so ein kreatives, modernes, die Grenzen überwindendes Gebilde wie die Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino tatsächlich möglich wäre.

sagt Brigitte Foppa, Landtagsabgeordnete der Grünen, im Barfuss-Deathmatch mit Pius Leitner (Freiheitliche). Letzteren, der sich für mehr Hilfe in den Heimatländern der Flüchtlinge wünscht, stellt Foppa übrigens bloß, indem sie ihn darauf hinweist, dass die Freiheitlichen gegen den Antrag der Grünen gestimmt hatten, die Entwicklungshilfe auf 0,25% des Landeshaushalts aufzustocken.

Unterstreichung von mir.

Siehe auch: 1/ 2/

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6 replies on “Grenzillusionen.
Quotation 261

Aber was hat das mit Kriegsflüchtlingen zu tun? Ich denke nicht, dass er nach Syrien “Entwicklungs”hilfe schicken will.

Die Südtiroler haben grundsätzlich ein offenes Herz für Notleidende und für Hilfesuchende, sie schalten aber deshalb nicht den Verstand aus. Dieser sagt ihnen, dass alles im Leben eben Grenzen hat. So wie es keine grenzenlose Freiheit gibt, so gibt es keine grenzenlose Gesellschaft. Versuche, den “einen” Menschen zu schaffen, werden auch künftig scheitern.

Pius Leitner
Sätze eines Politikers, dessen Partei sich auf die französische Revolution beruft.

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