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EU: Konkreter Vorstoß gegen Geoblocking.

Die EU-Kommissärinnen Elżbieta Bieńkowska (Binnenhandel), Günther Oettinger (Digitale Wirtschaft) und Věra Jourová (Verbraucherschutz) wollen dem Geoblocking und ähnlichen den Binnenmarkt einschränkenden Technologien und Praktiken einen Riegel vorschieben. Außerdem soll der Paketversand ins EU-Ausland günstiger werden.

Dazu wurde ein konkreter Verordnungsvorschlag ausgearbeitet, der nun den Mitgliedsstaaten und dem Europaparlament vorgelegt wird.

Die Diskriminierung zwischen EU-Verbrauchern mit dem Ziel, den Markt entlang nationalstaatlicher Grenzen zu segmentieren, hat im Binnenmarkt keinen Platz.

— EU-Kommissärin Elżbieta Bieńkowska

Wenn Verbraucherinnen einen Laden in einem anderen EU-Land betreten, werden sie nicht nach dem Ausweis gefragt. Online würden aber KonsumentInnen zu oft daran gehindert, Angebote in anderen Ländern wahrzunehmen, indem sie auf eine länderspezifische Webseite weitergeleitet oder mit der Verpflichtung, eine landesspezifische Kreditkarte zu benützen, konfrontiert würden.

Der Verordnungsvorschlag spart jedoch den gerade für sprachliche Minderheiten relevanten Zugriff auf urheberrechtlich geschützte Inhalte (Filme, Musik…) aus dem Diskriminierungsverbot aus. Zumindest vorläufig: Demnach soll eine Ausweitung des Verbots auch auf diesen Bereich erst zu einem späteren Zeitpunkt überprüft werden.

Siehe auch:
Cultura Grenze Medien Minderheitenschutz Plurilinguismo Politik Recht Tech&Com Verbraucherinnen Wirtschaft+Finanzen | Geoblocking Zitać | | | | EU | Deutsch

28 replies on “EU: Konkreter Vorstoß gegen Geoblocking.”

Haha, ach komm :)
Jap. Und wenn man mich bis jetzt nicht verstanden hat, wird das auch in Hinkunft nicht passieren.

Aber warst nicht du und pervasion diejenigen die behauptet haben die Grenzen wären das Problem?
U.a. weil das so prima in eure Vorstellung, von den bösen Grenzen innerhalb Europas gepasst hätte?

Ich lese aber: Diskriminierung von seiten der Anbieter und nicht der Nationalstaaten. Die ändern nichts an den Grenzen/Staaten, sondern nehmen die Anbieter in die Mangel. Wer die Verantwortung für’s Geoblocking trägt wird damit ein weiteres mal deutlich.

Das allgemeine Ziel dieses Vorschlags ist es, den Verbrauchern besseren Zugang zu Waren und Dienstleistungen im Binnenmarkt zu verschaffen, indem direkte und indirekte Diskriminierungen seitens der Anbieter, die auf dem Wohnsitz der Kunden basieren und eine künstliche Segmentierung des Marktes bewirken, verhindert
werden.

Lieber m.gruber weshalb gibt es dann das Problem in den USA nicht? Eben, weil es dort keine Grenzen gibt…

Nein. Dein Verlinkter Artikel betont es abermals recht deutlich, warum es dieses Problem gibt. Nicht wegen der Grenzen, sondern:

Die Ursache ist in der verworrenen Rechtesituation zu suchen: Die meisten Filmstudios und TV-Sender weigern sich bislang globale Lizenzen an Netflix oder andere Anbieter zu vergeben.

Weshalb gibt es das Problem in den USA nicht? Weil es dort keine Grenzen gibt! Und nicht weil dort die Firmen andere Verträge haben.

Bonzen ist nichts anderes wie ein Codewort für Juden. Schön das ein solcher Antisemismus hier geduldet wird

Herzlichen Glückwunsch , Sie haben 1 Godwin-Punkt gewonnen.

Ich finde es besonders erstaunlich, dass man sich nicht mehr einsetzt das Geblocking von Inhalten aus öffentlich-rechtlicher Produktion abzuschaffen. Wir wollen ja dass Europa zusammenwachst, so wenn jemand Spanisch, Englisch oder Deutsch lernen will, sollte er uneingeschränkt auf alle Inhalte zugreifen können die auch für Inländer zugänglich sind.
Nur damit schafft man es langfristig eine europäische Öffentlichkeit aufzubauen. Auch wäre es toll, würden Sendungen aus den Mediatheken einschaltbare Untertitel für zumindest für die großen 5 Sprachen haben.

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