Freiwillig soll gehen können, wer von selber geht, das ist im Grunde die Idee. Und wer nicht freiwillig geht, soll unter Druck gesetzt werden, soll drangsaliert werden, dem soll das Leben so ungemütlich gemacht werden, dass er irgendwann letztlich die Flucht ergreift — und deshalb, finde ich, ist es auch angemessen, da von Vetreibung zu sprechen. Also, Abschiebungen und Vetreibungen sind die Bestandteile von »Remigration«.
Was ich sehr wohl wichtig fände ist, dass man sich keine Illusionen darüber macht, worum es [bei der Kundgebung in Bozen] geht, und auch wenn man auf dieser Demonstration vermutlich nicht massenhaft Springerstiefel und Glatzen und Baseballschläger sehen wird — und auch vermutlich auch nicht »Ausländer raus!« als Parole hören wird —, ist das, was da gefordert wird, im Grunde dasselbe. Auch wenn die Leute, die es fordern, anders angezogen sind und sich anders frisieren.
Bernhard Weidinger, Rechtextremismusforscher am Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands (DÖW) beim Morgengespräch von Rai Südtirol, 26. Februar 2026. Transkription der Auszüge von mir.
Cëla enghe: 01 02 03 | 04 || 01 02

Scrì na resposta