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Alpini, prova di convivenza?

Sull’A.Adige di oggi è apparso, in prima pagina, un commento del sindaco di Bolzano, Luigi Spagnolli (PD), nel quale esprime il proprio compiacimento per l’imminente adunata nazionale [sic] degli Alpini. Non solo: L’esponente di centrosinistra giunge a definire la presa della capitale sudtirolese da parte di decine di migliaia di (ex) militari nientemeno che una «prova di maturità per la convivenza».

Secondo il sindaco gli Alpini con il nazionalismo non c’entrerebbero nulla. Mi si permetta di obiettare, anche a rischio di sembrare ripetitivo: Ma gli Alpini hanno mai riconosciuto — in qualsiasi forma — che l’annessione del Sudtirolo (di cui si sono resi materialmente corresponsabili) fu un’ingiustizia storica? Hanno mai riflettuto sul proprio ruolo durante la dittatura fascista? Hanno mai, nei fatti, rispettato il plurilinguismo di questa nostra terra? E infine: hanno mai smesso di deporre corone davanti ai monumenti del fascismo? No? E allora di quale convivenza stiamo parlando?

Gentile sindaco Spagnolli, a mio avviso la convivenza sarà matura quando (tutti!) sapremo rinunciare a qualsiasi tipo di simbologia marziale.

Vedi anche: 

Faschismen Geschichte Kohäsion+Inklusion Medien Militär Nationalismus | SX di DX | Luigi Spagnolli | AA | Südtirol/o | Alpini PD&Co. | Italiano

20 replies on “Alpini, prova di convivenza?”

Für die Weiterentwicklung der politischen Karriere (evtl. Kandidatur bei den Landtagswahlen 2013) wird sich eine kritische Haltung gegenüber dem paramilitärischen Alpini-Aufmarsch wohl nicht vereinbaren lassen. Die Anbiederung an rechte Wählerschichten ist eine Sache – das Geschwafel von alpinen Werten, der Reifeprobe für die Autonomie und friedlichem Zuammenleben kann sich der Bürgermeister von Bozen in diesem Zusammenhang sparen.
Die nationalstaatliche Logik bedingt übrigens auch, dass Kritiker dieses „Militärspektakels“ größerem Rechtfertigungsdruck ausgesetzt sind als dessen Befürworter. Eine Schieflage, die etlichen selbst deklarierten kritischen Zeitgeistern und selbstgerechten Kommentatoren nicht aufzufallen scheint.

@ Karl-Heinz

ich glaube anhand deiner kommentare feststellen zu können, dass du einiges missinterpretierst bzw. durcheinander bringst.

1. es geht hier nicht um italien-bashing sondern um das ureigenste bedürfnis einer (überschaubaren und sich irgendwie zusammenhörig fühlenden) gesellschaft, ihre geschicke in die eigenen hände nehmen zu dürfen.

ich nehme mal an, du stammst aus deutschland. wie würde es dir gefallen, wenn die amerikanische regierung die gesetze für dich und deine mitbürger erlässt. wärst du glücklich, teil der usa zu sein, wo diese doch die mächtigste industrienation auf erden sind?

2.

Seien Sie doch zufrieden im ”Bel Paese” leben zu dürfen. Dafür beneide ich Sie von Herzen!

dieser satz ist ausdruck eines phänomens, welches weit verbreitet ist: die unargumentierte verklärung (meist fremder) lebensumstände.

klar sind „bel paese“ und „dolce vita“ schöne – wenngleich etwas abstrakte – attribute für italien. und besonders im urlaub genießt halb europa das „bel paese“. sie sind aber auch wie potemkinsches dörfer. urlaub und leben sind zwei paar schuhe. meine usa-urlaube zählten auch zu den schönsten erfahrungen, die ich je gemacht habe. dort leben möchte ich aber um alles in der welt nicht. und da ich auch bereits in großbritannien, österreich und nun eben in südtirol/italien gelebt habe bzw. lebe, weiß ich, wovon ich spreche.

3. abgesehen von den motivationen in punkt eins ist es im moment leider so, dass in italien europpäische standards was demokratie, rechtssicherheit, medienfreiheit und dergleichen betrifft, nicht mehr erreicht werden. das heißt nicht, dass in anderen ländern diesbezüglich alles perfekt läuft, aber ein bestimmtes grundniveau wird dort nicht unterschritten bzw. eine übertretung der regeln wenigstens sanktioniert.

@Hunter

Sie haben Recht, ich komme aus Deutschland, aus der Nähe der Stadt auis der der Dichter mit dem nome ostrogoethico kam und die Ex-Frau des Politikers Stefano Stefani wohnt

Ich verkläre L’Italia gewiss nicht, okay, sie hat schöne Beine

http://notizie.virgilio.it/gallery/michela_rossa_vita_brambilla.html,zoom=379456.html

(die von Marlene waren schöner)

aber auch eine Vorliebe für aufgehobene Rechte

http://www.youtube.com/watch?v=QZLV2Vd0__Q

Ich wundere mich ein bisschen, dass die deutschen Muttersprachler aus S sich immer stark von A und D distanzieren, dann aber unsere Solidarität einfordern. Ich war oft im Trentino, komme mit den Leuten in den Dörfern sehr gut aus, man stört sich nicht daran, dass ich Deutscher bin, freut sich, wenn ich z.B. den Anich Atlas hole und nach der Gesachichte ihres Orts frage. Da könntet Ihr Euch ein Scheibchen abschneiden.

Warum „hunter“ und nicht „(Kaiser)jager“ :-) ?

wärst du glücklich, teil der usa zu sein

Sowohl Italiens als auch Deutschlands Hauptstadt ist doch Washington, DC.
Warum sonstz gibt es Rammstein und Aviano? Vor ein paar Jahren haben ein paar Rotznasen der USAF in Cavalese eine Gondel zum Absturz gebracht. Wurden die vor Gericht gestellt ?

@ karl-heinz

deine aussagen sind einigermaßen pauschalierend. und dass der umgang mit der geschichte im trentino aufgrund der demographischen zusammensetzung recht ungezwungen sein kann, ist auch bekannt.

eine offensichtliche deutschen- bzw. österreicherfeindlichkeit innerhalb der deutschsprachigen südtiroler orte ich jedoch generell nicht. (solltest mal hier sein, wenn die deutsche fußballnationalmannschaft gewinnt :-) – wobei ich diesem gehabe auch ein gehörig maß an schwachsinn attestiere.

jedenfalls hat sich hier noch niemand daran gestört, dass ich österreicher bin.

was mich aber wieder zur unbeantworteten frage bringt. vielleicht bekomm ich ja jetzt eine antwort:

worum genau beneidest du uns, die wir im „bel paese“ leben dürfen/müssen?

@ karl-heinz

oder hab ich nur die subtile ironie nicht verstanden und du magst die deutschsprachigen südtiroler in bausch und bogen nicht, wirfst ihnen aber gleichzeitig vor, nicht nett genug den österreichern und deutschen gegenüber zu sein. ortest du in deiner haltung keinen widerspruch? wie gesagt, mir scheint in deinem kopf geht vieles durcheinander.

@ Karl-Heinz: Ihre Italophilie in allen Ehren, doch sagen Sie dasselbe mal zu den Scharen junger Italiener, die hier keine Arbeit finden und gezwungen sind, ins Ausland zu ziehen (hier übrigens eine interessante Dokumentation dazu, u. a. von einem Südtiroler gemacht). Oder wie es mir einmal ein Mitarbeiter einer jener zahlreichen, gut finanzierten bundesdeutschen Historischen Institute in Rom gesagt hat: Es ist herrlich, in Rom leben zu dürfen — aber dabei die Vorteile der deutschen Tarif-, Renten-, und Urlaubsrechte genießen zu können. Was ich damit ausdrücken möchte: Italien ist nicht nur Ferienland, sondern ein Staat voller Probleme, der bei all seinen (im höchsten Grade beachtenswürdigen!) Baudenkmälern, Kunstschätzen und geistigen Errungenschaften es nicht schafft, den Bürgern auch nur annähernd jene Leistungen zu bieten, die für nördliche EU-Länder selbstverständlich sind. Diese beiden „Sphären“ auseinander zu halten ist, denke ich, basal, um unseren Standpunkt zu verstehen. Falls Sie mir nicht glauben, können Sie ja dank des europäischen Freizügigkeitsabkommens gerne ausprobieren, hier eine Zeitlang zu leben. Danach reden wir weiter…
:-)

Guten Morgen,

ich lebe gern im Rhein-Main Gebiet – aber den pathetischen Ausdruck „Bel Paese“ würde ich dafür höchstens auf der Brettlbühne verwenden.
Beppi, ich habe in den Sechzigern mit einem Sohn einer Einwandererfamilie aus Kalabrien Fußball gespielt, arme Menschen. die Familie lebt noch immer hier, der Sohn ist längst Deutscher. In der Familie war immer neben dem Heimweh der Eltern ein Groll gegen den italienischen Staat zu spüren, der es ihnen nicht möglich gemacht hat, in ihrer alten Heimat gut über die Runden zu kommen.
Und dazu: ein Land, das solche Minister wie Herrn Stefani oder Frau Balilla
hatte, ist zu bedauern.

Was die Trentiner angeht – von ihnen waren doch vor dem 1.Wk 90% für einen Verbleib bei A (so mehrere Trentiner selbst); interessant, wie dann ab 1919 die einheimischen Gefallenenen der k.u.k. Armee dort in den Dreck getreten wurden (s. Forschungen von Aldo Miorelli aus Torbole, Recuperanti aus Primiero usw). Die Frontlinie lief ja durchs Trentino, ich kam also mit Einheimischen ins Gespräch und oft wurde mit Stolz der Bisnonno erwähnt, der bei den „cacciatori“ war, erwähnt. Auch in Fodom oder Anpezo habe ich das erlebt.

Warum ist das in S denn anders?

Ich war mit fünfzehn Jahren zuerst in S, kleines , beschauliches Dorf in der Nähe von Bruneck. Als wir eine Tour nach Pieve de Cadore machten (Tizian) hieß es vom Vermieter „dort ist es nicht schön, Italiener“ – meine Eltern haben den Kopf geschüttelt. D als Wunderland gesehen, in dem alles besser funktioniert als in I.
Mittlerweile habe ich den Eindruck, dass etliche Südtiroler uns als zurückgebliebene Verwandte ansehen, denen „Kultur und Wissenschaft“
nicht vom SPQR gebracht wurden :-)

I politici sudtirolesi hanno fatto lunghe battaglie politiche perché i sindaci non fossero obbligati a portare la fascia tricolore e perché gli stemmi ufficiali dei comuni e della provincia siano liberi da aggiunte imposte dallo stato.

Come riferisce il quotidiano Alto Adige, l’associazione nazionale degli alpini (ANA) ha pensato bene di regalare un tricolore al comune di Laives, consegnandolo alla sindachessa Liliana di Fede perché possa esporlo nel proprio ufficio. Come avevano notato gli alpini, infatti, lì finora c’era solo il gonfalone del comune.

Una vera dimostrazione di sensibilità . Quando si chiede loro di prendere le distanze dal proprio passato durante l’epoca fascista, gli alpini rifiutano [!] avvertendo che loro non fanno politica. Già .

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