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Europawahl-Entscheidungshilfe.

Wie schon so oft gibt es auch (und gerade!) bei dieser Wahl aus -Sicht keine Wahlempfehlung, sondern — zusätzlich zum Memorandum — eine kleine Hilfe, sich für das geringere Übel zu entscheiden. Hier sind die vier Südtiroler Kandidatinnen, alphabetisch gereiht und mit der Angabe von Gründen, die aus unserer Perspektive für und wider ihre Wahl sprechen:

  • Herbert Dorfmann (SVP):
    + eine Stimme für Südtirol in der wichtigen EVP-Fraktion
    + ein Vertreter der Euregio (und darüber hinaus)
    + für die Beibehaltung der Einheitswährung
    eine Stimme für: »die Selbstbestimmung ist unrealistisch«
    eine Stimme für TTIP und TAFTA
    maßgeschneidertes Wahlrecht ohne 4%-Sperrklausel
    eine Stimme für Jean-Claude Juncker und das »Weiter so«
  • Johann Gruber (IdV/SdW):
    + für ein solidarisches Europa
    + gegen TTIP und TAFTA
    eine Stimme für einen erklärten Gegner der -Idee
    antideutsche Stimmungsmache
  • Pius Leitner (Lega/F):
    + setzt sich für ein Europa der Regionen ein
    + gegen TTIP und TAFTA
    + befürwortet das Selbstbestimmungsrecht, aber
    stärkt die Lega und das Bündnis der Ultranationalisten
    eine Stimme gegen die europäische Idee und gegen den Euro
    abstruser Vorschlag der Aufteilung in Nord- und Süd-Euro
    Ausländerfeindlichkeit und exklusivistisches Modell

Die Gewichtung der Punkte ist den Wählerinnen überlassen.

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18 replies on “Europawahl-Entscheidungshilfe.”

Danke dafür. Ist wahrlich nicht einfach.
Ich persönlich störe mich am Gedanken, jemandem meine Stimme zu geben, der den Anspruch hat, seinen eigenen Staat, oder eine Region wie Südtirol zu vertreten. Das entspricht schon mal nicht der europäischen Idee. Trotzdem wird hauptsächlich mit diesem Argument geworben.

yep. und das wird leider auch so bleiben, solange wir keine echten europäischen listen haben. freilich sollen die mep ein föderalistisches verständnis mitbringen, aber zu oft äußert sich dieses in einer “alles was möglich ist für uns rausholen”-haltung ohne die gesamteuropäische perspektive im blick zu behalten. jemanden bei einer europawahl nicht wählen zu können, nur weil er/sie auf der falschen seite der nicht existierenden grenzen wohnt, ist absurd.

Bei pius leitner wurde der wichtigste punkt – vor allem fuer bbd – vergessen.er unterstuetzt als einzigster kandidat das demokratische selbstbestimmungsrecht fuer suedtirol.fuer mich der entscheidende punkt.immerhin sind die fh die zweitstaerkste demokratisch gewaehlte partei im lande.

This site has been hacked several times by some dirty old ****; I’m just going to rebuild it, but it takes time.

Selber schuld, ich würd’ ich mal schleunigst Joomla updaten, oder am besten zu einer weniger anfälligen CMS wechseln :)

es ist ja nicht nur das. auch wenn sie nicht gehackt worden wäre. die seite ist keine seite, sondern ein zustand.

Das »aber« macht darauf aufmerksam, dass es zwischen beiden Punkten einen Widerspruch gibt. Leitner ist für die Selbstbestimmung, gleichzeitig aber Teil eines Bündnisses, das die Prozesse in Schottland und Katalonien (und europaweit) mit Sicherheit nicht unterstützt.

Und nein, unparteiisch wollten wir nicht sein.

Ich wuerde eine EFA-partei (europaeische freie allianz) waehlen,aber leider darf ich nicht die fraktion der selbstbestimmungsparteien waehlen…tolle eu, tolles europa! Und dann auch noch die geschlechterquote,mit wahlfreiheit bzw demokratie hat dies wenig zu tun :((

Nicht nur hat der gruber eine beschaemende webseite,auch seine aussagen zur selbstbestimmung sind und bleiben die uebliche antidemokratische leier.und wenn man sich nicht mehr zu helfen weiss,schert man stf und fh ueber den gleichen “rechtsextremen” schwamm,denn die nazikeule schmeissen einige linke nur allzu gern.selbstbestimmung und sezession betrifft nicht nur rechts,sondern auch mitte und links.fh ist rechts,aber nicht rechtsextrem,stf schon eher mitte.nur weil in suedtirol keine linke partei dazu steht,heisst es nicht,dass es anderswo in europa nicht solche gibt,die sich fuer selbstbestimmung einsetzt.

… ich würde gern erinnern, dass wir es Calderoli “verdanken”, dass die faschistischen Ortsnamendekrete weiterhin in Kraft sind …

… ich muß wohl präzisieren: ich spiele auf den Wahlwerbeauftritt des Pius Leitner zusammen und an der selben Tischkante mit dem damaligen Minister Calderoli an, welcher sich seinerzeit aufgefordert sah, nach einem “Wink” von Biancofiore für die weitere, amtliche Gültigkeit der faschistischen Ortsnamen “zu sorgen” …

und wieso wird der M5s hier ignoriert? hat zwar keinen lokalen Kandidaten, aber ist immerhin die einzige nationale Bewegung die sich für das Selbstbestimmungsrecht einsetzt. Einige der Plus die ich hier oben sehe, sind sicher auch bei uns auszumachen (die Minus, die überlasse ich euch):
5SB:
+ eine Stimme für ein alternatives, solidarisches Europa
+ gegen TTIP und TAFTA (haben soeben Begehrensantrag gg TTIP eingereicht, M5s in Rom unterstützt diesen) – Auch gegen TISA
+ unterstützt Europa der Regionen
+ für freie Ausübung des Selbsbestimmungsrechtes, auch in Südtirol
+ für eine Eindämmung der Macht der Lobbies und Hochfinanz
+ für Stärkung des Europaparlamentes
+ für Einführung direkter Demokratie in EU

Ich denke weil es hier eben um die suedtiroler kandidaten geht paul. Ich werde trotzdem m5s waehlen die suedtiroler kandidaten sind meiner meinung nach alle nicht waehlbar. Am ehesten ueberschneiden sich meine ansichten nicht mit pius leitner, jedoch erscheint mir einfach die nicht zurueckgezahlte rente und manche extreme ansicht nicht mehr zeigemaess. Ich halte leitner aber trotzdem fuer den demokratischsten aller suedtiroler kandidaten. Auch wenn seine meinungen kontrovers sein moegen ich mag leute die auch unbequeme dinge ansprechen und ihre ehrliche meinung offen dazu sagen.

dorfmann ist auf jeden fall ein totalausfall. Brugger meiner einschaetzung (interview tageszeitung: “ich bin fuer die vereinigten staaten von europa”) nicht viel besser.

ps: leitner ist gegen das ttip, habt ihr vergessen

Paul, personalmente credo che se tu fossi stato tra i candidati, avresti avuto un buon successo. Probabilmente avresti anche ricevuto il mio voto. Ma, per via di vicende storiche che conosci bene, è oggi difficile per la gente credere che le istanze del proprio territorio vengano portate avanti da un partito “nazionale” o da candidati non legati al sudtirolo.
Al di là  del merito se questa visione sia giusta o meno è ormai un fatto culturale dell’elettorato.

danke Paul! Wäre zwar schön gewesen einen lokalen Kandidaten zu haben, aber meine Stimme habt ihr trotzdem.

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