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F100: Versöhnlicher Abschluss.

Gestern fand die letzte Sitzung des Forums der 100 statt. Der Tag stand ganz im Zeichen des Abschlusses der Arbeiten. Die acht Arbeitsgruppen berichteten am Morgen vom Stand der Arbeiten. Dabei stellte sich heraus, dass einige Arbeitsgruppen in den letzten Wochen sehr intensiv gearbeitet hatten, bis zu vier ausserterminliche Treffen hatten manche AGs absolviert. Die AG 2 zum Thema “Selbstbestimmung, Euregio und Südtirolaktivisten”, an der ich mich beteiligt hatte, hatte hingegen bis gestern nur einige Bausteine vorzuweisen. Dementsprechend intensiv waren dann die Arbeiten und wir schafften es bis 16.00 Uhr, unsere Dokumente vorzubeiten. Bemerkenswert war für mich der Umstand, dass alle Forderungen im Konsens formuliert wurden. Somit zeigte die anfangs viel diskutierte Arbeitsweise, dass auch bei heiklen Themen mit entsprechendem guten Willen gemeinsame Punkte gefunden werden können. Andere Arbeitsgruppen fanden jedoch nicht überall einen Konsens, hier wurden in den Abschlussdokumenten die unterschiedlichen Meinungen entsprechend gekennzeichnet.

SprecherInnen der AGs im F100

Am 12. Mai findet zum Thema eine K33-Sitzung statt, bei der die Ergebnisse des F100 vorgestellt und diskutiert werden.

Um 16.00 Uhr wurde ein gemeinsamer Umtrunk organisiert, bei dem immerhin noch ca. 50 TeilnehmerInnen anwesend waren. Das Präsidium des Konvents war mit Christian Tschurtschenthaler (SVP), Laura Polonioli (PD) und Edith Ploner (SVP) vollständig vertreten. Der vom Rücktritt wieder zurückgetretene Roberto Bizzo (PD) als Landtagspräsident und Maria Hochgruber Kuenzer (SVP) vertraten den Landtag. In den Ansprachen wurde betont, wie wichtig die Arbeiten des F100 sind und dass diese keinesfalls in den Schubladen landen werden, sondern als wichtiger zivilgesellschaftlicher Input und Beginn für die Umsetzung angesehen werden. Ich hoffe, dass die entsprechenden Ankündigungen auch wirklich ernstgemeint sind und wir in den nächsten Jahren einen deutlichen Schritt beim Ausbau der Autonomie im Sinne des F100 sehen werden.

In Gesprächen mit anderen TeilnehmerInnen bekam ich den Eindruck, dass nach anfänglichen Querelen die meisten Beteiligten gestern die Arbeiten als persönlich bereichernd betrachteten und trotz aller unterschiedlicher Meinungen vieles letztdendlich im Konsens erarbeitet werden konnte. Die nicht im Konsens erarbeiteten Forderungen stehen nun gleichberechtigt in den Dokumenten und spiegeln auch die Vielfalt der Meinungen im Land wider. Insgesamt herrschte beim Abschlußumtrunk ein versöhnlicher Ton vor, ein für mich schönes Ende der Arbeiten. Daran haben sicherlich die Moderatorinnen und das Team der Eurac einen wesentlichen Anteil, die die Arbeiten sehr professionell betreut haben und denen an dieser Stelle herzlich gedankt werden soll.

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