Basta!
Hetze gegen den Konvent

Il dramma della convenzione dell’autonomia è tutto qui: in una “cosa” che doveva restare piccola e che invece le ha sparata talmente grosse da far paura. Paura che alla fine qualcosa rimanga tra inviti alla secessione e la ghigliottina per la Regione. Neanche un’assemblea volante composta da Marine Le Pen, Nigel Farage, Hofer (quello austriaco), Orban (quello ungherese) e qualche altro aizzapopolo sarebbe riuscita a mettere insieme tante bombe populiste come quelle che la nostra si appresta a mettere nero su bianco dopo aver concluso i suoi lavori. Sembra che 50 anni di Europa siano passati invano.

Paolo Campostrini im A. Adige vom 12. Mai 2017

Es reicht! Immer und immer wieder hat dieser sogenannte Journalist den Autonomiekonvent in den Dreck gezogen. Obwohl kaum ein Medienvertreter die Arbeiten verfolgt hat, werden von der größten italienischen Tageszeitung die ehrenamtlichen Arbeiten verunglimpft und versucht, Stimmung gegen die TeilnehmerInnen zu machen. Gerade Europa, nach 60 Jahren seit der Unterzeichnung der römischen Verträge mit seiner Vielfalt an Sprachen und Kulturen, ist das beste Beispiel für die Vielschichtigkeit der Meinungen. Offensichtlich möchten gewisse Kreise den BürgerInnen Denkverbote auferlegen bzw. sie mit dem Totschlagargument des Populismus in eine bestimmte Ecke drängen.

Auch die Eurac bekommt ihr Fett weg, indem ihre Arbeitsweise mit jener eines Elefanten im Prozellanladen verglichen wird. Wer zündelt hier eigentlich? Es ist Zeit, diesen Hetzkampagnen Paroli zu bieten.

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Siehe auch: [1] [2] [3] [4]

  • Dieser Herr hat schon gegen die direkte Demokratie gehetzt und 2009 wohl nicht unwesentlich dazu beigetragen, dass die Landesvolksabstimmungen knapp am Beteiligungsquorum gescheitert sind. Und jetzt hetzt er eben auch gegen die deliberative Demokratie, die viele — meiner Meinung nach zu Recht — als gute Lösung zur Wahrung der politischen Minderheitenrechte (durch Berücksichtigung aller Positionen) gesehen hatten.

  • @schierhangl

    Nicht nur der Alto Adige, sondern alle Medien des Landes haben den öffentlichen Auftrag, die Bevölkerung zu informieren nicht wahrgenommen. Stattdessen werden die Arbeiten für nichtig erklärt und bewertet.
    Qualitativer Journalismus müßte eine inhaltliche Auseinandersetzung führen, Argumente finden, Umfragen in der Bevölkerung machen etc.

    Woran liegt diese Tatsache?
    Wem liegt daran, dass der Konvent nicht in der Öffentlichkeit ankommt?
    Wofür gibt es eigentlich öffentliche Zuschüsse für Medien? Daß Sie uns sagen Partizipation bringt nichts und ist sinnlos?
    Wofür gibt es Zuschüsse für öffentliche Medien?

    Anstatt Urteile abzugeben, sollten jetzt die besten Ideen vorgestellt werden.
    Statt Deutungshoheit , müssen die realistischsten Ziele herausgefunden werden.

    Der Vorteil von Demokratie liegt darin, dass eine Nähe zwischen Entscheidungsträgern und Bürgern entstehen kann, und damit Veränderungen wesentlich dynamischer von Statten gehen,
    Davon sind wir leider noch weit entfernt.

    • bzler

      @@schierhangl: es ist ganz einfach jenes Missverständnis, dass Partizipation ein Service wäre. Weder F100 noch K33 waren auch nur ansatzweise daran interessiert, über die eigens dafür eingerichtete Webseite mit der breiteren Bevölkerung in Dialog zu treten. Partizipation hat aber auch mit Informationspflicht zu tun. Die klassische Gewaltenteilung zwischen Medien und repräsentativer Politik greift nicht, auch deshalb nicht, weil der Informationsfluss bidirektional sein muss, wenn man ihn als partizipativ bezeichnen möchte. K33 und F100 sind in die Falle der repräsentativen Selbstzufriedenheit getappt und die Medien haben das nicht mitgespielt. So einfach ist das. ( die zaghaften Versuche von Dello Sbarba, Dejaco, Mair sind mir durchaus bewusst, gewiss lobenswert, aber als Privatinitiativen auf nicht geeigneten Kanälen niemals ausreichend)

      Ich halte die Passivität bzw. Skepsis der Medien weder für zufällig noch für bösartig gesteuert, sondern sehe sie als logische Konsequenz der neuen Spielart.

      • max

        Sollten Journalisten nicht aktiv an etwas arbeiten, anstatt auf den Informationsfluss zu warten?
        Sonst tut´s ein Diktiergerät auch.
        Abgesehen davon, eine Verunglimpfung seitens bestimmter Menschen kommt einem Ritterschlag gleich.

      • hunter

        @bzler
        man sollte schon aber auch sehen, dass es sich bei den gremien um freiwilligenarbeit handelt und nicht um profipolitiker, die dafür bezahlt werden und ihre ganze arbeitszeit für eben diese politische arbeit aufwenden. im f100 sitzen leute mit 38-stunden-jobs in ihrer freizeit. da den standard anzulegen, den du da anlegst, ist unmöglich.

      • @schierhangl

        @bzler: Der Konvent ist noch nicht zu Ende. Das F100 ist der Informationspflicht mit Veröffentlichung und Vorstellung der Ergebnisse nachgekommen (mit all seinen Fehlern). Jetzt liegt der Ball an den Medien, an der Öffentlichkeit, am Landtag, am K33!

        Auf der Konventsseite können noch Kommentare abgegeben werden, die vom K33 mitberücksichtigt werden!

        Das Enddokument des Forums der 100 ist auf http://www.konvent.bz.it veröffentlicht und kann dort auch auf der Online-Plattform von interessierten Bürgerinnen und Bürgern kommentiert werden. Alle Beiträge auf der Online-Plattform, die bis zum 15. Juni eintreffen, werden vom Konvent der 33 bei der Erstellung seines Abschlussdokuments mit berücksichtigt.

        P.S.: Demokratie ist nicht ein kurzer Akt, wo mal irgendwas geschieht und dann ist alles anders. Demokratie ist ein langer komplizierter Prozess.

      • bzler

        @hunter: absolut korrekt. Mir geht es nicht um Schuldzuweisungen, der Einsatz aller sei gewürdigt. Den Zeit- und Energieaufwand konnte auch niemand im Vorfeld abschätzen. Trotzdem sollte man die Analyse zu Ende denken.

        @@schierhangl: ja, wer unter “Dokumente” sucht, findet das Abschlussdokument. Aber jetzt ehrlich, da liegt ein PDF. In der Notiz heisst es auch schön

        Das Enddokument des Forums der 100 ist auf http://www.konvent.bz.it veröffentlicht und kann dort auch auf der Online-Plattform von interessierten Bürgerinnen und Bürgern kommentiert werden. Alle Beiträge auf der Online-Plattform, die bis zum 15. Juni eintreffen, werden vom Konvent der 33 bei der Erstellung seines Abschlussdokuments mit berücksichtigt.

        Nur kein Link zum Dokument, noch wie man ein PDF kommentieren sollte. Von den bisherigen Beiträgen, die von einigen Engagierten seit Start gepostet wurden, wäre mir nicht bekannt, dass eines in irgendeiner Form berücksichtigt oder überhaupt gelesen wurde. Das ändert sich also ab heute?

  • Ainer von Fielen

    Die ablehnende Haltung der italienischsprachigen Bevölkerung war bereits durch die fehlende Motivation zur Teilnahme ersichtlich und wird jetzt politisch missbraucht um Stimmung zu machen. So hält man das Feuer am lodern.

    Der Einsatz der freiwilligen Teilnehmer ist löblich und vorbildhaft. Der ein oder andere Fehler passiert bzw. ist passiert, wird aber hoffentlich den gewünschten Lerneffekt haben. Auch denke ich mir, dass dieser Prozess uns insgesamt einen Schritt nach vorne bringt.

    Jedoch ist es mehr als naiv zu glauben, dass der Großteil der Bevölkerung am Konvent überhaupt interessiert ist. Viele Mitbürger würden wahrscheinlich bei einem Artikel wie “F100: Abschlussveranstaltung im K33” wegpennen. Da verkaufen sich die “Einbrecherjagd mit großem Jeep” oder eine “nackte Frau auf dem Manago-Platz” deutlich besser bzw. generieren Klicks.

    Ich möchte den Autonomiekonvent auf gar keinen Fall schlecht reden (habe mich auch selbst beteiligt) und es wäre wirklich schön wenn die Medien mehr darüber berichten, somit Erfolge vermittelt werden und auch eine Wertschätzung zurückkommt. Allerdings würden sich einige gut daran tun, anzuerkennen, dass es sich hier um, banal ausgedrückt, “first world discussions” handelt. Es gibt Teile der Bevölkerung die zwar gedanklich berücksichtigt werden, aber de facto ausgeschlossen sind. Als Beispiel: Eine Freundin von mir (alleinerziehende arbeitslose Mutter) hat bis heute überhaupt keine Ahnung über die Existenz des Konventes und auch wenn, hätte sie wahrscheinlich weder Zeit noch Energie sich daran zu beteiligen, was auch verständlich ist.

  • @schierhangl

    @Alle:
    Jedenfalls gilt es zu verhindern, dass die Zukunft der Autonomie hinter verschlossenen Türen entschieden wird. Je mehr hier nicht pragmatisch über Vorschläge debattiert wird, desto mehr gibt man die “Macht” über die Entscheidung an die bisherige politische Elite ab. Und es ist alles andere als sicher, dass die das Gemeinwohl im Sinne hat.

    Die besten Vorschläge:
    – Landesverfassung?
    – Verfassungsgerichtshof Bozen?
    – Landesparlament?
    – Selbstbestimmung?
    – Subsidiarität und Kooperation zur Kompetenzverschiebung auf Gemeinde-oder -Landes- oder Regionalebene?
    – Gemeingüter?
    – Europa der Regionen?

  • @schierhangl

    CLIL Unterricht:
    Anstelle eines CLIL Unterrichts könnten eingeführt werden:
    – Wahlfächer in der anderen Sprache (z.B. max 4 Stunden/Woche)
    – gemeinsamer Englischunterricht sollte möglich sein, oder?

    Das würde ein Beibehalten der italienischen, ladinischen und deutschsprachigen Schule garatieren!

  • @schierhangl

    Proporz:
    Beibehaltung der Proporzregelung

    Aber:
    Gewährleistung der Gruppenaufteilung nach Prozenten durch Kontrolle über Zeiträume und nicht über Stellenauschreibung!
    Zweitsprachigkeitsnachweis und Sprachgruppenzugehörigkeit mit Inkrafttreten der Ansässigkeitsklausel!

  • @schierhangl

    Warum Minderheitenschutz doch irgendwie wichtig ist:
    https://twitter.com/Furiouskurd/status/864086034123849728/photo/1

  • Laut heutigem AA geht der Konvent schon wieder in Brüche. Wie oft haben sie das so oder ähnlich schon geschrieben?

  • Was macht eigentlich die Eurac, um den Konvent als Prozess (nicht notwendigerweise die Inhalte) zu verteidigen? Mein Eindruck: Goa nix!

    Dazu kommt noch Francesco Palermo, der immer wieder von »Unreife« spricht… wie heute im TAZ-Interview.