Respirazione solid·aria.

Respirare le emissioni dell’inceneritore può essere una forma di solidarietà?

Come ormai noto il governo Renzi, facendo leva sul concetto ipercentralista di interesse nazionale, vorrebbe costringere il Sudtirolo a bruciare qualcosa come 20.000 tonnellate annue di rifiuti provenienti da regioni italiane. Ancora una volta dunque ciò che rimane dell’autonomia — ormai ridotta all’osso — verrà prevedibilmente messo a dura prova. Scrive il quotidiano A. Adige che secondo il cosiddetto decreto Sblocca Italia

gli impianti individuati dal ministero costituiscono infrastrutture e insediamenti strategici di preminente interesse nazionale che attuano un sistema integrato e moderno di gestione dei rifiuti urbani [e] garantiscono l’autosufficienza nazionale […]

All’autosufficienza nazionale si potrà pur subordinare la qualità della vita in una regione periferica, approccio non dissimile — attenzione — a quello di Bolzano nei confronti degli ospedali di vicinato.

Per contro la legislazione sudtirolese, onde salvaguardare la salute pubblica, vieta espressamente di importare immondizia da altri territori. Se davvero città e regioni incapaci di una corretta gestione dei propri rifiuti verranno premiate garantendo loro il diritto di spedirli altrove di certo non si potrà parlare di solidarietà. Piuttosto si abbia il coraggio di ammettere che si tratta, effettivamente, di deresponsabilizzazione, imposizione, sopraffazione — oltre che di un’irresponsabilità imperdonabile, considerato che il nostro è un territorio martoriato da uno dei valichi alpini più trafficati e inquinati. Insomma, definire solidarietà la coazione a respirare le accresciute emissioni dell’inceneritore null’altro sarebbe che la famosa beffa a coronamento del danno.

Intanto però il sindaco di Bolzano, Luigi Spagnolli (PD), ha annunciato di volere opporsi «con le unghie e con i denti» all’imposizione del suo collega di partito:

Se bisogna intervenire in aiuto di territori in emergenza da un punto di vista ambientale, ebbene tali aiuti devono essere fatti sulla base di scelte operate da noi e non a fronte di decisioni prese dal ministero.

— Luigi Spagnolli

Un concetto molto simile peraltro a quello sostenuto da BBD, in quanto non crediamo che «affondare» assieme all’Italia (ossia la famigerata unità nazionale) possa essere considerata una forma particolarmente intelligente e sensata di dare aiuto.

Vedremo se almeno questa volta l’autonomia reggerà.

2 Pingbacks/Trackbacks

  • Christian Mair

    Anstatt die Regelungen von Rom zu akzeptieren braucht es konkrete aktive regionale Antworten:
    1. Müllverbrennung aus benachbarten Provinz Trentino?
    2. Was passiert mit der kalorischen Energie bis zum Anschluss an das Fernwärmesystem Bozen?

    • Siehst du einen wesentlichen Unterschied zwischen Trientner Müll und neapolitanischem Müll?

      • Christian Mair

        Der Unterschied ist eine regionale Lösung, Verminderung von Transportkosten-und emissionen und die Nutzung einer bereits gebauten Struktur, welche sicherlich situationsangepasst an die Luftgüte zu nutzen ist.
        Der Skandal ist nicht der Import von Müll, sondern die offensichtlich zu gross gebaute Anlage.

      • Wenn die Anlage schon zu groß gebaut wurde, müssen wir konsequenterweise die Menschen damit vergiften.

  • Steve

    Abgesehen von der übergangenen Autonomie, was ich für inakzeptabel halte…
    stelle ich nun einige Fragen, über welche ich zu wenig Bescheid weiß und daher hoffe, hier kompetente Antworten zu bekommen.
    1.) Ist es wahr, dass es eine Mindestmüllmenge braucht, damit die Verbrennung einwandfrei funktioniert und es daher sogar kontraproduktiv wäre, den Ofen mit zu wenig Müll zu fahren?
    2.) Ist es wahr, dass der Verbrennungsofen in Bozen für die Müllmenge aus Südtirol viel zu groß dimensioniert wurde und daher für einen reibungslosen Betrieb sogar zusätzlicher Müll angeliefert werden MUSS? Wer hat die Dimensionierung vorgenommen: der Staat oder die Autonome Provinz Südtirol?
    3.) Ist es wahr, dass über 99,9% der Schadstoffe aus den Abgasen gefiltert werden (abgesehen von eventuellen Störfällen) und damit die Belastung durch den Verbrennungsofen um einiges geringer ist, als allein durch den Bozner Hausbrand entsteht?

    Natürlich finde ich es nicht gut, wenn uns vom Staat etwas aufgezwungen wird, aber für mich hat es den Anschein, dass Südtirol hier einen gewaltigen Teil selbst beigetragen hat. Und Möglichkeit bedeutet nun mal immer auch Verantwortung, und sei es indem man Müll verbrennt, dem man anderswo nicht mehr Herr wird. Und falls die Belastung ohnehin nicht nennenswert hoch sein sollte, um so besser.

  • Senoner

    Wenn ich im Archiv des Landtags nach “Müll” suche, so stelle ich fest, dass es hauptsächlich die Freiheitlichen sind/waren, die regelmäßig Anfragen zum Müllverbrennungsofen gestellt haben. Und jedesmal wurde versichert, dass kein Müll von Ausserhalb der Provinz verbrannt wird, da “per Landesgesetz beschlossen wurde, dass Importe von Müll untersagt sind”.

    Schon im April 2006 befürchtete Klotz, “der [geplante] Ofen hat reichliche Überkapazitäten” und fragt daher ob “die Landesverwaltung die restlichen Kapazitäten auszuschöpfen plant, indem sie diese den angrenzenden Provinzen zur Verfügung stellt”
    Laimer antworteet darauf:

    man hat sich darauf verständigt, dass 130.000 Tonnen als Maß gelten sollen

    Wer gerne Zahlen liest, für den ist diese Dokument aufschlussreich: http://www.provinz.bz.it/umweltagentur/download/Landesplan_2000.pdf
    Im März 2008 antwortete Laimer an dF:

    2. Die Müllverbrennungsanlage Bozen hat laut Projekt eine Auslegungskapazität von etwa. 90.000 t/Jahr. Das Alter der Anlage (1.Linie: Baujahr 1988, 2.Linie: Baujahr 1996) und die sich in der Zeit veränderte Zusammensetzung des Abfalls haben dazu geführt, dass die Anlage derzeit nur mehr zwischen etwa 70.000 und 80.000 tonnen/Jahr an Hausabälle entsorgen kann. 2007 waren es genau 68.300. Die restlichen Abfällen müssen wegen dieses Engpasses über die Deponie endgelagert werden. 2007 waren es 45.000 t/Jahr an Hausbafälle.
    3. Es wird kein Müll dazugekauft
    4. Nachdem die heutige Müllverbrennungsanlage in Bozen bereits für den in Südtirol erzeugten Hausmüll (2007: 115.000 t/Jahr) zu klein ist kommt auch nicht in Frage, dass der Müll aus Neapel in Südtirol verbrannt wird.

    Am 1.4.2008 antwortet Laimer weiters:

    Die Kosten belaufen sich auf knapp 100 Millionen Euro

    für den neuen Ofen.

  • kompatscher

    Also ich sehe das etwas weniger emotional.
    Mir ist es lieber der Ofen ist etwas zu gross dimensioniert, als das Gegenteil.
    Die Umweltbelastung ist für Volllast berechnet worden und glaubt man den offiziellen Angaben, ist sie zu vernachlässigen. Was spricht also dagegen auch auswärtigen Müll zu verbrennen? Es ist ein Geschäft wie jedes andere auch. Bei Müll aus Neapel habe ich allerdings die Sorge ob dieser auch dem entspricht, der in Bozen verbrannt werden darf. Man weiss ja wie “einfallsreich” Müll in Neapel deklariert wird.
    Dazu kommt ob Neapel sich das Verbrennen in Bozen überhaupt leisten kann, bzw. die Rechnungen auch bezahlt und nicht wir wieder zum Handkuss kommen. Deshalb auswärtiger Müll ja aber nur unter strengsten Kontrollen und unter Prüfung der Kreditwürdigkeit.

    • Überspitzt formuliert: Solange du persönlich nicht groß etwas gegen (s)eine Entscheidung einzuwenden hättest, könntest du auch mit einem (»weisen«) Diktator leben. Dass die SüdtirolerInnen bzw. unser Landtag das genaue Gegenteil entschieden haben, als uns nun aufgezwungen werden soll, ist dir schließlich wurscht. Mit »emotional« hat das wenig zu tun.

      • kompatscher

        Immer den Meldungen glaubend ist die Anlage offensichtlich nicht ausgelastet, aber bei solchen Anlagen scheint das aber wichtig zu sein. Wenn das so ist und ein zusätzlicher Müll von Aussen allen ein Vorteil bringt, ist mir in diesem speziellen Fall wirklich egal ob die Bestimmung aus Rom kommt oder nicht. Der Landtag kann und soll auch einen Beschluss mal ändern, wenn sich herausstellt, dass es von Vorteil ist. Dabei muss der lokal erzeugte Müll natürlich immer Vorrang haben.
        Wenn man anfängt mit Diktator zu argumentieren fängt das sehr wohl an emotional zu werden. Leider ist meist die öffentliche Debatte immer mehr emotional als sachlich, wie der Rentenskandal trefflich zeigt.

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