Was früher Sommer, Sonne, Strand und Meer war, ist heute Sellner, Sonnenbrille, Sachsen-Anhalt und Wasserturm. Côte d’Azur, Dubai und Capri sind sowas von 2025. Neuer Anziehungspunkt des Jetsets ist die 224-Einwohner-Metropole Schnellroda bei Mücheln im Geiseltal. Dort sind die Rechten und Schönen noch unter sich. Pöbelfreie Zone sozusagen.
Glanz & Glamour: Höhepunkt eines jeden Schnellroda-Urlaubs ist der Wasserturm, auch Eifelturm des Ostens genannt. (Quelle: Jwaller, CC BY-SA 3.0)
Wenn da nur nicht die lästigen Paparazzi wären, die die journalistischen Sommerlöcher füllen müssen. Und während Stol ganz offen Kompatscher und Co. jedes Jahr die gleiche, brennende und journalistisch hochrelevante Frage stellt (Wohin geht’s heuer in den Urlaub?), stochert der Zottellige von der Tageszeitung doch tatsächlich in linkslinken Onlinefotoarchiven rum – und wird fündig. Auch die Südtiroler High Society hat den neuen Hotspot für sich entdeckt. Doch nicht etwa Jannik Sinner, Reinhold Messner oder Ingemar Gatterer genießen den sachsen-anhaltinischen Flair Schnellrodas. Nein, es ist Melanie Mair. Jene Melanie Mair, die auf dem besten Weg ist, die neue Grande Dame der Süd-Tiroler Freiheit zu werden, und das schicke Schnellroda dem spießig-schnöden FKK-Urlaub auf Korsika vorzieht. Kleckern statt Klotzen ist offenbar ihre Devise. Zu ihrer Rechten, wie die Klatschseite ORF Tirol berichtet, der Innsbrucker FPÖ-Gemeinderat Fabian Walch, mit Schildkappe und – wie Mair – dunkler Sonnenbrille. Doch nicht etwa, weil die zwei aus Angst vor eifernden Südtiroler Freiheitlichen unerkannt bleiben wollten, sondern weil sich beide unlängst einer Netzhautoperation unterziehen mussten, da sie auf dem rechten Auge nahezu blind sind, wie
exklusiv in Erfahrung bringen konnte. Auf Nachfrage der Tageszeitung war Mair höflich, aber kurzangebunden: “Ich war drei Tage in Deutschland. Das war ein privater Ausflug, über den ich nichts sagen möchte.“
Ein Vögelchen hat
indes gezwitschert, dass akkurat an jenen Tagen, an denen Mair und Walch in Schnellroda weilten, dort ein Vernetzungstreffen europäischer Rechtsextremisten stattgefunden hat.
hat Mair telefonisch erreicht und gefragt, ob es da irgendeinen Zusammenhang gäbe. Die etwas ungehaltene Antwort: “Ihr Kubitschekts aber auch gar nichts. Ich hab Fabian hier im Gedeutschtümmel als einen von tausenden und abertausenden Touristen ganz zufällig bei der Schnellrodaer Wild- und Landmetzgerei an der Promenade, der Copacabrauna, getroffen und mich dann bei einem Glas Martin(i) mit Herrn S. am Anblick des Wasserturms erGötzt, wo wir zusammen Fendrichs “Schickeria” und “Schrei nach Liebe” von den Ärzten gesungen haben. Zudem bot sich mir die Gelegenheit, beim Verlag Antaios in Ruhe meine wissenschaftlichen Studien über die unseligen und skandalösen Fascho-Treffen in Predappio zu vertiefen.”
Cëla enghe: 01 02 03 04 05 06 07 08 09


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