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Das Siegesdenkmal entzaubern.
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Die Boznerin Nora Viehweider plädiert für einen demokratischen Umgang mit dem faschistischen Relikt.

Der Blick von der Talferbrücke westwärts, das Siegesdenkmal. Protzig, umzäunt, nachts beleuchtet und videoüberwacht. Nicht nur deshalb ist es nicht zu übersehen. Seine Botschaft, noch immer, »[…] von hier aus bildeten wir die Übrigen durch Sprache, Gesetze und Künste«.

Italienische Rechtsradikale nutzen diesen Standort für ihre Remigrations-Demos, Südtirols Rechte fordern die Schleifung des »faschistischen Tempels«.

Es gibt noch einen anderen Weg, einen demokratischen, sagt Nora Viehweider, Absolventin der Liberal Arts and Sciences an der Universität Amsterdam.

Ein Podcast von Wolfgang Mayr:

Nora Viehweider freut sich über Anregungen, Vorschläge, Kritik und Fragen: nora.viehweider[at]gmail.com

Cëla enghe:


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Comentârs

2 responses to “Das Siegesdenkmal entzaubern.
Podcast

  1. Simon avatar

    Junge Menschen wie Nora Viehweider machen Hoffnung. Lediglich ihre Einschätzung zu Claudio Corrarati teile ich nicht.

    Danke für diesen Podcast, Wolfgang — und natürlich auch für all die anderen Podcasts an dieser Stelle.

  2. Cicero avatar
    Cicero

    Nora Viehweider kann man nur gratulieren zu ihrem Einsatz für eine Aufarbeitung der faschistischen Zeit bzw. der Denkmäler die in einen zeitgemäßen Kontext gestellt werden, bzw. eine weitere Entschärfung erfahren sollen.
    Dazu hatte ich schon vor einiger Zeit einen Vorschlag unterbreitet, der mit der Neugestaltung des Parks Hand in Hand gehen könnte: Man möge das Denkmal einhausen evtl. mit einer modernen Glaskonstruktion um den musealen Charakter zu verstärken. Gleichzeitig möge man die Mittel eines modernen Museums nutzen um im Inneren die Geschichte des Faschismus und des Denkmals bzw. deren einzelner Teile Stück für Stück zu erklären. Niemandem würde etwas genommen.
    Aber meine Erwartungen an das Ganze sind grundsätzlich eher pessimistisch. Denn die Italiener im Land identifizieren sich immer noch mit den faschistischen Symbolen die einen Ankerpunkt zur Italianita bedeuten.
    Man denke nur an die faschistischen Ortsnamen, die ja noch auffälliger präsent sind, wo die amtliche Wiederherstellung der ursprünglich gewachsenen Namen von italienischer Seite seit jeher verhindert wird. Europaweit einzigartig.
    Und die SVP ist da auch nicht der große Promotor in dieser Sache. Sie fürchten einen ethnischen Konflikt mehr als alles andere, weshalb sie sich bei diesem Themen auffallend zurückhalten.
    Trotzdem ist es wertvoll dass junge Menschen sich dieses Themas annehmen, denn Gleichgültigkeit ist das am wenigsten Fruchtbringendste.

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