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Laives, lezioni di nazionalismo.

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A Laives/Leifers ieri, in occasione del 154° anniversario dell’unità d’Italia si è svolta una cerimonia per celebrare la «Giornata dell’unità nazionale, della Costituzione, dell’inno e della bandiera», organizzata dal Comune (governato da PD ed SVP) assieme alla sezione locale dell’Associazione Nazionale degli Alpini (ANA).

Secondo quanto è dato apprendere hanno partecipato all’evento

il comandante delle Truppe Alpine, generale Federico Bonato, autorità  in rappresentanza del Commissariato del Governo e della Questura di Bolzano, la sindaca Liliana Di Fede [PD], il vicesindaco Bruno Ceschini [SVP!], l’assessore [alla cultura!] Dino Gagliardini [PD], diversi consiglieri comunali, una folta rappresentanza dell’Arma dei Carabinieri e del Corpo degli Alpini e numerosi rappresentanti delle associazioni combattentistiche e d’arma.

Quel che però sconcerta maggiormente è che alla «festa», culminata in un alzabandiera con tanto di canto dell’inno nazionale, svoltasi nel piazzale del passaggio scolastico (!) Maria Damian, avrebbero partecipato un centinaio di studenti delle scuole dell’obbligo (!) Gandhi, Franzelin (di lingua tedesca) e Filzi. Da quanto individuabile dalle foto pubblicate dal Comune sarebbero stati proprio alcuni di loro a issare le bandiere.

Nel suo discorso la sindaca Di Fede, appartenente a un partito che si dichiara autonomista e di centrosinistra, avrebbe affermato che pur parlando lingue diverse «siamo tutti italiani».

Ritengo profondamente disgustoso e assolutamente inaccettabile che un Comune sostenga e partecipi attivamente all’indottrinamento politico e militare, di stampo nazionalista, degli alunni, cui oltretutto sarebbero stati distribuiti opuscoli informativi dai militari. A maggior ragione ciò è scandaloso in una terra dalle sensibilità eterogenee come il Sudtirolo.

Vedi anche: 1/ 2/ 3/ 4/ 5/ 6/ 7/ 8/

Bildung Militär Nationalismus Politik Scola Symbolik | SX di DX | | | Südtirol/o | Alpini PD&Co. SVP | Italiano

67 replies on “Laives, lezioni di nazionalismo.”

Nel suo discorso la sindaca Di Fede, appartenente a un partito che si dichiara autonomista e di centrosinistra, avrebbe affermato che pur parlando lingue diverse «siamo tutti italiani».

Hat Frau Di Fede eine Erklärung zu dieser Aussage? Im nationalstaatlichen Kontext und Italien definiert sich als Nationalstaat mit einheitlicher Sprache, Geschichte, Kultur und Tradition, ist darunter wohl nichts anderes zu verstehen, dass alle SüdtirolerInnen in erster Linie Italiener sind und als sekundäres Anhängsel folgt dann evtl. eine andere Sprache oder eine kulturelle bzw. geschichtliche Tradition, die aber maximal als Ausdruck einer “piccola patria” zu definieren ist. Die große Patria kann und darf wohl nichts anderes sein als der Nationalstaat mit all seinen vereinheitlichenden Dynamiken. Und die SVP spielt beim gesamten Spektakel brav mit. Und selbst SchülerInnen übernehmen dabei allem Anschein nach wichtige Aufgaben, wie das Hissen der Fahne. Erinnert fast an Nordkorea.

Als das Gesetz eingebracht wurde, mit dem die Schüler zum Singen der Nationalhymne verpflichtet werden sollten, wurden wir kritisiert: Es sei doch nur ein Entwurf und es werde aller Voraussicht nach nicht dazu kommen.

Als es dann doch dazu kam, hieß es, das Gesetz werde sicher nicht umgesetzt, schon gar nicht in Südtirol und eh nicht in den deutschsprachigen Schulen.

Inzwischen zwitschern minderjährige Pflichtschüler aller Sprachgruppen — zugegebenermaßen nicht flächendeckend — schon den (aggressiv nationalistischen und österreichfeindlichen) Inno di Mameli, und das wie in diesem Fall unter der Schirmherrschaft eines SVP-Vizebürgermeisters.

Rom hatte damals zugestanden, dass das Gesetz in Südtirol in Übereinstimmung mit dem Minderheitenschutz umgesetzt werden soll. Was damit wohl gemeint war? Etwa die Vereinnahmung durch das italienische Heer?

Und in Bozen hat Giorgia Meloni von Fratelli d’Italia am gleichen Tag “Siegesdenkmal” Blumen hinterlegt. Damit haben sich die Befürchtungen bewahrheitet, dass weiterhin oben dem Faschismus gehuldigt wird, während er im Keller “historisiert” wird. Die Meloni hat übrigens, ähnlich wie die Di Fede die Südtiroler zu Italienern erklärt, denen Italien aus purer Großzügigkeit die Kommunikation in deutscher Sprache erlaubt.

wobei man schon auch sagen muss, dass di fede bei gott keine hardcore-nationalistin ist. sie spricht auch nahezu akzentfrei deutsch und hat somit verbindenden charakter für leifers. ähnlich wie in bozen vor spagnolli haben ihre vorgänger kaum bis nie öffentlich deutsch gesprochen.

Es ist interessant, dass es bereits als Zeichen guten Willens gilt, wenn ein Italiener Deutsch spricht. Hardcore-Nationalisten zeichnen sich normalerweise nicht durch Sprachunkenntnisse aus (selbst Mussolini sprach gerne, wenn auch nicht besonders gut, Deutsch, Putin beherrscht die deutsche Sprache perfekt). Es gibt auch Italiener, die kein Wort Deutsch beherrschen, aber eindeutig gegen jeden italienischen Nationalismus sind.

ich hab da keine verbindung hergestellt, sondern einfach aufgezählt, wie ich di fede erfahren habe. ich habe auch nicht gesagt, dass ich ihre deutschkenntnisse als “zeichen des guten willens” verstehe, sondern ich habe gemeint, dass sie im gegensatz zu ehemaligen leiferer und bozner bürgermeistern sprachliche “normaltität” an den tag legt.

Übrigens lieber gadilu, wenn ich den letzten Satz aus deinem Artikel zitiere, dann bezweifle ich, ob du verstanden hast, worum es geht:

Così, tanto per poi dover leggere su un altro blog indipendentista al contrario che gli italiani sono stati DEGRADATI a “normali sudtirolesi”. Usciremo mai da questa merda?

Südtirol ist kein Nationalstaat. In Südtirol muss sich niemand aufgrund seiner Sprachangehörigkeit rechtfertigen. Südtirol ist per se Heimat für mehrere Sprachgemeinschaften.
Essere sudtirolese include per se che una persona può essere di madrelingua italiana, ladina o tedesca (und viele mehr, wenn wir die neuen SüdtirolerInnen dazunehmen, aber dies ist kein Alleinstellungsmerkmal Südtirols).
Essere italiano significa per se che sei di madrelingua italiana, altrimenti sei un caso speciale che viene tutelato da un autonomia speciale.
Wenn du im Kontext des Aufmarsches in Leifers Italien und Südtirol gleichsetzt, dann vergleichst du Birnen mit Äpfeln oder verwechselst x und y in der Algebra. Du vergleichst ein per se einsprachiges, nationalstaatliches Narrativ mit einem per se mehrsprachigen, regionalen Narrativ.

Die Verfechter des Status Quo progagieren gerne das Ignorieren von Missständen.
Wir könnten z.B. Machosprüche einfach ignorieren, rassistische Äußerungen einfach ignorieren, das Überschreiten der Grenzwerte auf der Brennerautobahn einfach ignorieren oder den Klimawandel einfach ignorieren.
Ehrlicher wäre es gleich zuzugeben, dass man am Status Quo nichts auszusetzen hat oder zu träge ist dagegen aktiv etwas zu unternehmen. Aber lieber propagiert man nonchalant das Ignorieren von Missständen
Institutionalisierter Nationalismus hat in einem mehrsprachigen Gebiet nichts verloren.

Bestimmte Dinge sollte man aber in der Tat ignorieren, wie etwa gadilus salto Artikelchen.

Sinn und Zweck dieser Veranstaltungen ist die Zementierung eines nationalstaatlichen Narrativs. Darin werden sich im Südtiroler Kontext viele BürgerInnen nicht wiederfinden. Sollte es irgendwann so sein, dass sich ein Großteil der SüdtirolerInnen als Teil eines nationalstaatlichen Narrativs versteht, können wir uns auch Diskussionen über Mehrsprachigkeit oder Brückenfunktion zwischen Nord und Süd sparen. Der nationalstaatliche Kontext ist kein Rahmen innerhalb dem diese Werte und Visionen langfristig gedeihen.
Nur ein regionales Narrativ, losgelöst von jedem Nationalstaat, kann Träger der kollektiv geteilten Werte, Normen und Vorstellungen sein, die Südtirol ausmachen.
Übrigens: auch ein Großteil der Sportveranstaltungen wird dazu missbraucht ein nationalstaatliches Narrativ zu etablieren.

Uno dei capisaldi della “nuova narrativa” dovrebbe consistere nell’ignorare completamente la vecchia. Ogni citazione della vecchia narrativa – specialmente secondo le modalità  usate da chi ha scritto l’articolo qui sopra – serve solo alla sua perpetuazione.

@hunter
Ah, so, ich dachte zuerst, das sei eine südtiroler Wortschöpfung :-)

Im Zweifelsfall ist dann doch der Gebrauch der Muttersprache vorzuziehen.

Sinn und Zweck von bbd ist die Überwindung ethnischer Spannungen sowie der demokratiehemmenden Identität (Übereinstimmung) von Ethnie und politischem Wahlverhalten.) ($12). Wie will man mit populistisch gefärbter Berichterstattung eine solidarische Gemeinschaft schaffen ($11), die dann eine postethnische, postnationale, demokratische Gesellschaft rapräsentiert die dann eine deliberative Demokratie betreibt?
Ein derartiges Unterfangen grenzt schon fast an die Quadratur des Kreises und die Unterscheidung zu völkisch-nationalen Gesinnungen die sich teilweise (Betonung auf teilweise!) hinter Heimatschützern sämtlicher Coleur verbergen fällt zunehmend schwer.

@pervasion: völlig richtig! Sag mal einem chinesischen Kommunisten er soll den Kapitalismus ignorieren.

Vielmehr muss man sich darauf konzentrieren, dass in der dzt. Eurokrise die Verwalter “den Erfolg einer linken Regierung (Tsipras) offenkundig mehr als die milliardenschweren Verluste auf ihre Kredite fürchten” (http://www.tagesspiegel.de/politik/griechenland-krise-die-unterwerfung-athens-ist-ein-verheerendes-signal/11506994.html).
In einem derartigen Narrativ kann ein nationaler Charakter verschwinden und gemeinsame Lösungsstrategien von solidarischen Regionen in einer europäischen Gemeinschaft gefunden werden, ganz im Sinne des Leitspruchs:
it`s the economy stupid!

Lieber Simon! Meine Kritik bezieht sich auf den benaspruchten Narrativ! Ganz im Sinne eines aufgeklärten Umgangs mit Medien ist die Fortführung vom “Opfermythos” der Überwindung der nationalen Problematik dienlich?

@ mair
was ist daran “populistisch gefärbt”, wenn man militarismus und die instrumentalisierung von schulkindern für einen solchen kritisiert?
über die amis, die mit der hand auf der brust in der schule die hymne singen und ehrfürchtig zur fahne hochschauen, die ein irakveteran hisst, lachen wir doch auch, oder nicht? zumindest find ich persönlich das lächerlich und völlig unpassend. ähnlich geht’s mir mit obiger begebenheit. ich bin in meiner 13-jährigen schullaufbahn in nordtirol nie mit militär, hymne oder fahne in berührung gekommen (außer im geschichtsunterricht). und das ist gut so.

@hunter: guter Punkt!
Wir könnten über Italiener die die Fahne hissen und dazu ein Lied singen auch lachen und diese Begebenheit nicht wieder in den Koral des geschichtlichen Unrechts einfügen.
Wie soll meine postnationale Seele durch nationale Lieder erniedrigt werden?

Bestimmte Missstände änderst du nicht indem du darüber lachst oder sie ignorierst.
Machosprüche, sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz, rassistische Äußerungen oder institutionalisierter Nationalismus (siehe Leifers), um nur einige Beispiele zu nennen, werden nicht dadurch verhindert, indem man darüber lacht oder sie ignoriert. Missstände, besonders im Umfeld in dem ich lebe, werden dadurch geändert, indem ich sie thematisiere.

@ mair

Kann deine unfaschistische Seele durch Nazilieder erniedrigt werden? Meine schon.

Und über die Amis kann ich lachen, weil sie weit weg sind und solange mich ihre Gepflogenheiten nicht betreffen. Wenn ich dort wäre und meine Kinder mitsingen müssten, würde ich mich sehr wohl darüber aufregen.

@ mair
stimme dir zu, dass man das ganze nicht in den “koral geschichtlichen unrechts” einbetten muss, denn damit erreicht man bei den kritisierten nicht. das geht richtung zelebrierung des opferstatuses. reines auslachen ist aber auch kontraproduktiv, glaub ich. das geht bei den amis, denn die sind weit weg. aber wenn ich die soldaten beim fahne-hissen in leifers auslache, kommt das nicht gut.
ich denke, dass wir es schaffen müssen, dass solche dinge nicht als “normalität” wahrgenommen werden. egal ob sie nun in leifers oder regensburg stattfinden.
im gegensatz zu pervasion bin ich allerdings der meinung, dass “meine seele” durch solche dinge nicht persönlich erniedrigt werden kann. dafür ist meine haltung zu stark. ich kann sie aber geschmacklos, unpassend, lächerlich usw. finden.

Ich denke es gibt schon einen Unterschied zwischen dem amerikanischen Verfassungspatriotismus, wo per se jeder willkommen ist, auch wen manche rechte Gruppierungen in den USA das nicht verstanden haben! Nicht umsonst werden amerikanische Flaggen auch von den Protestanten in Ferguson benutzt, und auch von anderen liberalen [amerik.] Bewegungen genutzt. Ob man das ganze verpflichtend machen sollte, da hege ich meine Zweifel. Ich persönlich hätte, für mich, nichts dagegen in der Schule die europäische/tiroler Flagge wehen zu sehen.

@liberte
du hast recht, dass die amerikanische flagge sogar noch “inklusivistischer” ist als jene der europäischen nationalstaaten. dennoch halte ich dieses übersteigerte getue gepaart mit militarismus in den usa für lächerlich.

@hunter der Begriff lächerlich ist etwas deplatziert, ich würde eher sagen übertrieben.

Mal abgesehen vom militaristischen und nationalistischen Kontext unter Anwesenheit von Schulkindern; eine Feier zum 154. Jahrestag der Einigung Italiens ist in Leifers so deplatziert wie nur möglich. Die Tatsache, dass sich Leifers von diesem Tag an noch fast 60 Jahre außerhalb des “geeinten” Italien befand, scheint den Veranstaltern ein unwichtiges Detail am Rande gewesen zu sein. Das hat schon etwas Revisionistisches an sich.
Auch das hat wieder ein Südtiroler Gegenstück; den Anbringern der Bronzeplakette am Klockerkarkopf, die ihn “mitten in Tirol” lokalisiert, entging auch das Detail, dass er auf der uralten Grenze zum Salzburgischen liegt.
Wir lernen: Nur ganz wenige Sachen sind dem Zufall geschuldet.

Rhetorische Fehlgriffe und Misinterpretationen sind in diesem Beitrag auf beiden Seiten im Einsatz. Könnte ich schlichten, würde ich auf die einzig sachlichen Feedbacks – insbesondere von Simon und Sabina – hinweisen, auf die eine Kenntnisnahme, Widerlegung oder mea culpa sinnvoll gewesen wäre, und die geeignet zur Deeskalation gewesen wären. Ich bedaure, dass darauf nicht gebührend eingegangen wird.

Wäre höfliches Feedback gestattet, würde ich noch anmerken dass auch du dich – eventuell sporadisch – im Eifer des Gefechts an persönlichen Angriffen bedienst. Einen solchen hat Karl-Heinz weiter oben freundlicherweise hervorgehoben.

Deine eigene Antwort darauf:

Es war ein rethorischer Satz, es ist klar dass es die zweite Möglichkeit sein muss.

klammert gar die rhetorische Frage aus, es bleibt aus deiner Aussage nur noch ein bescheidenes argumentum ad hominem übrig.

Die “Uni Eitelberg” des Karl-Heinz hingegen, könnte ich – wohlwollend betrachtet – durchaus noch als Ironie durchgehen lassen. Ein bisschen überspitzte Kritik kann auch Gadilu vertragen, und sicherlich auch einbetten.

könnte ich – wohlwollend betrachtet – durchaus noch als Ironie durchgehen lassen.

You made my day. :-)

Boh, Gabriele, di solito ti muovevi consapevolmente sull’orlo della faziosità , senza però dare elementi sufficienti per fartene un’accusa. Era un gioco che ti piaceva praticare soprattutto con Simon. Ora, invece, citare un commentatore per travisare consapevolmente il senso del testo originale è una vigliaccata. Sarebbe come se uno di noi ripescasse i commenti di un Bertoldi o un Signani sul tuo blog e dicesse che in sostanza il succo del tuo articolo, detto con parole diverse era quello.
Balle.
La metafora dell’inferno che non lo vedi, se ci sei dentro, si applica perfettamente anche al tuo metro di giudizio: sei fazioso, ma essendone abituato ormai ti sfugge.
Relativizzi il nazionalismo italiano nelle sue manifestazioni, ma poi ti incazzi per gli Scrinzi o i Freiheitlichen di turno, salvo da ultimo tirare le orecchie agli inclusivisti. E’ legittimo: bravo! Vai avanti: se ti piace, se in fondo ti appassiona farlo, FALLO, evita solo di dare lezioni di imparzialità ; se invece, come dici, non ci provi nemmeno gusto, allora è solo cretineria. Nel qual caso fatti qualche domanda.

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