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Italiani, innanzitutto.

Qualche giorno fa il Presidente sudtirolese Arno Kompatscher (SVP) decideva di non genuflettersi dinnanzi all’imposizione del «governo amico» di festeggiare l’ingresso in guerra dell’Italia, cent’anni or sono, contro l’impero austro-ungarico. Una guerra nel corso della quale lasciarono la vita milioni di giovani e alla cui fine il Tirolo venne spaccato in tre parti senza tenere minimamente conto della volontà delle sue abitanti. Se festeggiare l’inizio di una guerra — issando una bandiera o in qualsiasi altro modo — è di per sé un’idiozia, lo è a maggior ragione in una terra come la nostra, indipendentemente da chi vinse e chi perse o da chi fu o meno nel giusto e nel torto.

Se la bandiera è un simbolo carico di significati, anche le reazioni seguite al rifiuto — saggio, circostanziato e «autonomo» — del Landeshauptmann ci aiutano a comprendere simbolicamente qual’è il grado di sensibilità  con cui dopo un secolo di appartenenza allo stato italiano siamo confrontati. Non solo in tanti decenni nessuno ha sentito il dovere di rivolgere una parola di rammarico agli abitanti di questa terra, ma ogni qualvolta la nostra sensibilità  si discosta da quella «nazionale» veniamo prontamente redarguiti.

Questa volta a dare inizio ai festeggiamenti è stato Bruno Vespa — presentatore televisivo nonché vecchia conoscenza di Arno Kompatscher — criticando duramente la scelta del Landeshauptmann e aggiungendo che in cent’anni, se avessero voluto, i sudtirolesi avrebbero potuto passare «dall’altra parte» [del confine]. Affermazioni fatte nel corso di una trasmissione ospitata da quella stessa televisione pubblica che avrebbe il compito di informare e concorrere alla formazione dei cittadini, educandoli al reciproco rispetto, alla tolleranza e quindi anche alla conoscenza delle molteplici anime e identità che lo stato (volente o nolente) contiene. La ministra della difesa presente in studio non solo non trovava nulla da eccepire, ma esprimeva, anch’essa, la sua irritazione e incomprensione per la decisione di Kompatscher. Non paga, ed evidentemente incapace di comprendere le ragioni dei sudtirolesi, successivamente tornava sulla questione, invitando il Presidente a rivedere la sua posizione. Nel frattempo un’altra ministra del governo Renzi, Maria Elena Boschi, si associava affermando che «prima di tutto siamo italiani».

Giorgia Meloni, leader del movimento «Fratelli d’Italia», è giunta addirittura a invitare Arno Kompatscher ed il suo collega trentino a dimettersi dalle loro cariche e a lasciare l’Italia. Mentre è di poche ore fa l’annuncio dell’ex ministro Maurizio Gasparri di voler chiedere al ministro degli interni Angelino Alfano quali misure [punitive] intenda addottare nei confronti dei due governatori.

Ve ne fosse stato bisogno, l’elenco di quest’incredibile escalation, degna forse di una dittatura ma certamente non di una moderna democrazia europea, ci dimostra — sul versante simbolico — quanto stretti (se non inesistenti) sono gli spazi di «distinzione» e di «autodefinizione» che lo stato-nazione ci concede. Prima di tutto siamo italiani. C’è poco da meravigliarsi in una «nazione» che nel XXI secolo ha bisogno di festeggiare la morte di milioni di individui perché hanno portato a compimento l’unità nazionale.

E qui purtroppo ci stiamo riferendo a un’élite politica e giornalistica, trasversale alle ideologie e agli schieramenti politici, per cui invocare l’attenuante secondo cui «non conoscono le particolarità sudtirolesi» sarebbe veramente ozioso.

Vedi anche:

Medien Militär Politik Vorzeigeautonomie Zentralismus | SX di DX | Arno Kompatscher Maria Elena Boschi | Rai | Italy Südtirol/o | PD&Co. PDL&Co. SVP | Italiano

22 replies on “Italiani, innanzitutto.”

Wie am Rande der Landesgedenkfeier in Innsbruck zu hören war, hat Landeshauptmann Kompatscher für seine Haltung bis zum Samstag, dem 23. Mai, über 800 elektronische Nachrichten mit Kritik, Beschimpfungen und Beleidigungen,… von italienischen Mitbürgern des nationalen Lagers erhalten.

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wenn du uns jetzt noch erklärst, was die idiotische beflaggungsidee und die antworten darauf mit dem opfernarrativ zu tun haben, dann hilft uns das weiter.

Nun 100 Jahre nach Eintritt Italiens in den 1.Weltkrieg könnte man in der historischen Aufarbeitung viell. mit weiterer “Hetze” aufhören. Ist es wirklich sinnvoll weiterhin mit erhobenem Finger auf “die Italiener” zu zeigen? Bezeichnend dafür ein Satz in der Reportage Claus Gatterers “Nationalismus ist eine Krankheit die man durchgemacht haben muss um immun zu sein”.
Die Reportage ist sehenswert und bietet hochaktuelle Ansatzpunkte zu einem Problem wie es sich in der EU derzeit darstellt und zwar ein anationaler Staatenbund ganz im Sinne eines konföderalem Europa.

was hat das mit hetze zu tun, wenn man auf eine schwachsinnige und in einem europäisch-demokratischen kontext äußerst bedenkliche idee und die noch bedenklicheren reaktionen im nachspiel aufmerksam macht und diese kritisiert. die aktion erinnert an nordkorea – und nicht an eine europäische demokratie.

es gibt auch genügend italienischsprachige, die von einer festbeflaggung (mit trauerflor und halbmast hätte kaum jemand ein problem) in erinnerung an eine kriegserklärung wenig halten. sind das dann auch “hetzer” und “fingerzeiger”? oder sind das nur wir? hat man nur als “ethnisch reiner” italiener das recht, italien zu kritisieren, ohne des bashings beschuldigt zu werden, oder darf man das auch tun, wenn man in diesem land lebt und arbeitet – egal woher man kommt? wenn nein, dann hast du wohl den nationalismus viel mehr verinnerlicht, als es dir lieb ist. du siehst unsere kritik als eine “kritik von außen” obwohl wir teil italiens sind. wir müssten also entweder “national” konform gehen – oder zumindest im nationalen sinne italiener sein um uns über die verordnung und die kommentare danach aufregen zu dürfen.

das ganze hat also im kern wenig mit südtirol zu tun. den kriegseintritt italiens zu feiern ist vielmehr für ganz italien keine gute idee.

wenn deutschland den überfall auf polen mit festbeflaggung beginge und vielleicht auch noch eine solche für die die ehemals besetzten gebiete forderte, wäre das gelinde gesagt befremdlich.

Nun 100 Jahre nach Eintritt Italiens in den 1.Weltkrieg könnte man in der historischen Aufarbeitung viell. mit weiterer ”Hetze” aufhören.

Ich glaube du verwechselst Ursache und Wirkung. Wer betreibt hier Hetze? Eine angemessene Reaktion auf eine nicht akzpetable Verordnung (Fahnenerlass) wird demokratiepolitisch wohl noch zulässig sein.

Ist es wirklich sinnvoll weiterhin mit erhobenem Finger auf ”die Italiener” zu zeigen?

Wer zeigt auf DIE Italiener. Bitte etwas differenzieren. Die Reaktion galt einer nicht akzeptablen Entscheidung der italienischen Regierung.

Opfernarrativ

In Zusammenhang mit einer nicht akzeptablen Entscheidung (Fahnenerlass) mit Opfernarrativ-Argumenten herumzuwerfen ist etwas sonderbar. Wenn der Fahnenerlass für dich in Ordnung ist, dann kannst du ja deine Argumente hierfür erläutern, aber nicht herumlavieren.

Wer zeigt auf DIE Italiener. Bitte etwas differenzieren. Die Reaktion galt einer nicht akzeptablen Entscheidung der italienischen Regierung.

Vor allem weil DIE Italiener eine reine nationalistische/nationalstaatliche Erfindung sind, siehe STF-Link oben.

Wenn der Vertreter der österreichischen Minderheit den Fahnenerlass ablehnt scheint doch der eigenen Autonomie genüge getan. Weitere Bemühungen zu einem aufgeklärten Umgang versuchte ich mit der verlinkten Dokumentation zu liefern und einen Narrativ eines bereits vor 100 Jahren revolutionärem anationalen Bestreben zu einem friedlichen Zusammenleben auf bundesstaatlicher Basis in Mitteleuropa fortzuführen.
Den Konzepten Innensicht und Aussensicht kann ich wenig abgewinnen, da es zumindest Rücksicht auf nationale Zugehörigkeiten impliziert. Der Vergleich mit Deutschland hinkt, da Deutschland wohl das beste Beispiel dafür ist wie man sich selbst an der Nase nimmt.
#Rattenlinie
http://www.welt.de/geschichte/zweiter-weltkrieg/article124863191/Fluchthilfe-fuer-Nazis-vom-Vatikan-und-US-Agenten.html
#1809
http://diepresse.com/home/politik/541253/Tirols-Ayatollah_Auf-den-Spuren-von-Andreas-Hofer-
#Bergfeuer
http://www.suedtirol.info/Wissenswertes/Land–Leute/Brauchtum–Tradition/artikel/1694c2d2-097b-4758-a2e1-a1d42f981574/Bergfeuer-im-Gedenken-an-den-Herz-Jesu-Bund.html
……..

#StoppOpfernarrativ

Wollen Sie Schlussstriche ziehen? Lassen Sie’s, es funktioniert nicht.

Nach Bruno Vespa’s “Entgleisungen” habe ich einen (bösen) Protestbrief an die Agentur der Einnahmen, Abt. RAI-Fernsehgebühr, Turin, geschrieben und u. a. mitgeteilt, dass ich – wortwörtlich – “daraus die Konsequenzen ziehen und in Zukunft die RAI-Fernsehgebühr nicht mehr entrichten werde.”
Heute nun habe ich eine Antwort erhalten, in gutem Deutsch, das sei löblich erwähnt. Mit keinem einzigen Wort wird allerdings auf meine Vorwürfe gegen die RAI und Bruno Vespa eingegangen. Es ist eine rein formelle Antwort:

Zu Ihrer Kenntnisnahme weisen wir Sie auf folgendes hin: Die Zahlungspflicht für ein Fernsehabonnement resultiert aus dem Besitz von Geräten, die für den Empfang von Fernsehsendungen geeignet sind (dieser Grundsatz ist vom Verfassungsgericht mit Urteil … aus dem Jahr 1988 und vom Bundesgerichtshof mit Urteil … aus dem Jahr 2002 bestätigt worden).

Im Grunde habe ich mir nichts anderes erwartet, enttäuscht bin ich jetzt aber trotzdem.

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