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Landtag, insensato vietare il dialetto.
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Il Consiglio provinciale non è una scuola di pronuncia, è il luogo della rappresentanza democratica. E indignarsi oggi per il dialetto non serve a nulla: è solo un diversivo, perché il dialetto non è un errore da correggere, fa parte della lingua tedesca. Questa polemica secondo me serve solo a spostare l’attenzione dai problemi veri.

Questa Giunta attuale non ha una visione chiara, una visione politica sulla formazione e sul plurilinguismo in Alto Adige.

Abbiamo un servizio di traduzione, e questo servizio nel Consiglio provinciale funziona benissimo. Ho parlato con le colleghe lì, e non [ci] sono mai stati problemi con la traduzione. Non c’è spazio per una polizia linguistica.

Stephanie Risse, linguista, docente presso Unibz, intervistata dal TGR Rai di Bolzano, venerdì 3 aprile. Trascrizione mia.

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15 responses to “Landtag, insensato vietare il dialetto.
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  1. artim avatar
    artim

    Wer versteht hier die Verbotspolitik?
    Wie kann man ethnozidialer Politik zustimmen?
    Die dt. Minderheit Italiens (0,.%); 2025 Bozen: 25% – im Jahr 1910: 89 %; in der Provinz heute 66 %.
    Vgl. dazu Sprachgeschichte Trient-Tirols (Salurner bis Berner Klause – Borghét) von 1150-1920.
    Dogmen sind Geräteschaft, nicht Heimat mit all seinen Varianten. Auch in Italien (s. Tullio De Màuro).
    Traurig führwahr all der sprachlichen Schätze!
    Oh Zeiten, oh Sitten! Was geht in BZ?
    Wann hört endlich das ständige übergriffige Angehen wegen des Sprachgebrauchs Deutsch (d.h Varietät) auf?
    Wieso hat man dieses Problem symbolischer Ordnung seltsamerweise in der von Pragmatismus bestimmten Schweiz und in den Kantonen nicht?
    Es ist eine Frage des Mindsets einzelner, der Ideologie der Auslöschung und wohl doch nicht Schutz und Recht des dt. Sprachgebrauchs (d.h. “German element”).
    Im BZ-TN-Regional- und Provinzlandtag wird eh problemlos alles stets auf Italienisch übersetzt (auch die Beiträge des Landtagsabgeordneten Hannes Rabensteiner). Nur, weil Volksvertreter-innen nicht mal (passiv) die Sprache der eigenen Bürgerschaft verstehen (wollen).
    Wieso aber die Praxis in Ordnung ist, dass selbst hohe Amts- und Entscheidungsträger öffentlich stets nur einsprachig auf Italienisch kommunizieren und damit andere diskriminieren und die Landesinstitutionen beschädigen dürfen, sollten Galateo, Bianchi … mal eher beantworten, denn jeder Amtsinhaber hat vor Antritt doch Gesetzeseinhaltung: „Esecuzione del Trattato di Pace fra l’Italia e le Potenze Alleate ed Associate, firmato a Parigi il 10 febbraio 1947.“ (GU Serie Generale n.295 vom 24.12.1947) zu beschwören.
    Der Rest ist Würde – ein Gang.
    Man fragt sich, was spricht hier gegen eine Duldung der Varietät moderates „Trentìn“ und Tiroler Deutsch eines freien Volksvertreters in der 🇺🇳 Tiroler Autonomie Italiens mit transgenerationaler, kolonialer Minderheitenerfahrung, die ja auch nach 1947 Minderwertigeit, dh Ungleichwertigkeit, Diskriminierung und Hetze in der politischen Kommunikation bestimmt.
    Da werden bekanntlich immer noch propagandistisch Probleme ge- bzw. erfunden, ideologisch überformt (strategisch „gehypt“), polarisiert und toxisch instrumentalisiert.
    Ein infames Spiel!

  2. Sigmund Kripp avatar
    Sigmund Kripp

    Also ich denke mir so: Es leben in Südtirol etwa 550.000 Menschen verschiedenster Muttersprachen.
    35 (Fünfunddreißig!) dieser Menschen werden in den Südtiroler Landtag gewählt und dafür mit mindestens 10.000 € im Monat entschädigt.
    Ich denke, es ist gerade in einem mehrsprachigen Land wirklich nicht zu viel verlangt, wenn diese 35 Menschen während der Sitzungen des Landtages die Standardversion einer der drei amtlich anerkannten Sprachen sprechen.
    Davor und danach können sie schnabeln, wie sie möchten!

    1. Simon avatar

      Hallo Sigmund, den Zusammenhang mit der Anzahl und mit dem Abgeordnetengehalt verstehe ich ehrlich gesagt nicht ganz.

      Zudem ist es leider gar nicht gestattet, im Landtag die dritte Amtssprache (Ladinisch) zu sprechen, von der aber sowieso praktisch niemand die Standardvarietät mündlich beherrscht.

      1. Sigmund Kripp avatar
        Sigmund Kripp

        Es geht um die Pyramide der öffentlichen Diskurse: Wenn Du Fraktionsvorsteher bis, kannst du im Dialekt deiner Fraktion reden. Wenn Du Bürgermeister bist, mehrere Sprachgruppen im Dorf hast, dann den Dorfdialekt. Wenn Du aber im Landtag sitzt und statistisch 16.000 Menschen vertrittst, müssen auch alle deine Sprache wirklich verstehen. Wenn Du Staatspräsident bist, wird es noch mehr Zwang zur Standardsprache und letztlich der Papst: Wenn der auf Villanderisch vor sich hin redet, ist es halt umsonst! :-) Alles andere ist für mich eine unangebrachte Selbstverehrung nach dem Motto: I red, wia mir dr Schnobl gwoxn isch. Ok, kann man machen, zeigt aber wenig soziale Intelligenz. Und wenn die Gesellschaft dem Sprecher noch 10k im Monat gibt, ist er ihr noch mehr verpflichtet!

      2. Simon avatar

        Da sind wir unterschiedlicher Meinung, wenigstens teilweise. Ich sehe es wie Frau Prof. Risse oder wie zum Beispiel die Grünen in Baden-Württemberg. Wir haben hier bei uns einen (Süd-)Tiroler Dialekt, den im Grunde alle verstehen. Noch nie musste ich im Umgang mit Südtirolerinnen, egal welcher Herkunft, Standarddeutsch sprechen, um gegenseitige Verständigung zu ermöglichen. Notfalls passt man ein zwei Wörter an, die die andere Person nicht versteht, das wars.

        Im Parlament in Wien oder im deutschen Bundestag wäre es sicher wichtig(er), eine überregionale Variante zu sprechen, aber doch nicht im Südtiroler Landtag.

        Wenn Du aber im Landtag sitzt und statistisch 16.000 Menschen vertrittst, müssen auch alle deine Sprache wirklich verstehen.

        Wenn überhaupt ist es eine Frage derer, die Rabensteiner gewählt haben — die vertritt er nämlich. Sollten sie ein Problem damit haben, werden sie ihn nicht mehr wählen. Ich glaube aber nicht, dass es Christian Bianchi um die STF-Wählerinnen geht.

        Ok, kann man machen, zeigt aber wenig soziale Intelligenz.

        Das Problem entsteht, wenn man es plötzlich nicht mehr »machen kann«, weil es verboten werden soll. Ich denke, da ist eine Grenze überschritten.

        Ganz grundsätzlich finde ich, dass wir als Gesellschaft und als Sprachminderheit wieder einmal den italienischen Rechten auf den Leim gegangen sind. Christian Bianchi, der für so viele Gesellschaftsgruppen keinerlei Respekt aufbringt und sogar leugnet, dass die Deutschsprachigen eine Minderheit sind, hat eine Nebelkerze gezündet, mit deren Hilfe er wieder einmal implizit behaupten kann, wie ungebildet und hinterwäldlerisch die deutschen Südtirolerinnen doch sind. Dafür spricht auch, dass er seinen Vorwurf ausdrücklich nicht auf Rabensteiner begrenzt, der bewusst Dialekt spricht, sondern auch ungenannten anderen vorwirft, nicht so »pures« Deutsch zu sprechen, wie es angeblich der Landeshauptmann und Sven Knoll tun. Er, der nur gebrochen Deutsch spricht erhebt sich da zum Schiedsrichter über die Deutschkenntnisse der deutschsprachigen Minderheit — und kommt damit auch noch durch.

        Auf Simultanübersetzung und Kopfhörer will er dann — laut Interview mit der Tageszeitung — aber doch nicht verzichten, selbst wenn ihm die Kolleginnen »gehorchen« und so sprechen würden, wie er es ihnen vorschreiben möchte (ceteros excoluimus).

        Und nicht zuletzt: Er als Landesrat repräsentiert — im Unterschied zu Rabensteiner — tatsächlich nicht nur seine Wählenden, sondern die gesamte Bevölkerung. Die richtige Debatte wäre demnach, warum die italienischen Landesräte (so gut wie) nie Deutsch sprechen, und zwar weder Standarddeutsch noch Dialekt. Stattdessen lassen wir uns — während unsere Sprachrechte tagein, tagaus verletzt werden — von ihnen vor sich hertreiben und springen über jedes Stöckchen, das sie uns hinhalten. Dumm, dümmer…

      3. Hartmuth Staffler avatar
        Hartmuth Staffler

        Mich fasziniert die Vorstellung von einem Papst, der Villandrerisch redet. Die Villanderer wären sicher begeistert, die Latzfisser vielleicht weniger, aber allen kann man es nicht recht machen.

      4. Sigmund Kripp avatar
        Sigmund Kripp

        Also das sehe ich wirklich anders!
        Der Landtag ist nicht die Bühne, von der aus man zu seinen Fans spricht!
        Er ist die Legislative, das gesetzgebende Organ, wo es eine klare und präzise Sprache braucht, um Gesetze gut zu formulieren! Und die Zuhörer sind hauptsächlich die anderen 34 Abgeordneten, die in Südtirol eben auch andere Muttersprachen haben! Nachgeordnet natürlich auch das Publikum, das direkt oder indirekt zuhört, auch über die Presse und Medien. (Und auch Letztere sollten die Texte verstehen, gerade, wo die rechten Fraktionen in letzter Zeit unmögliche Sätze von sich geben, die vor Rassismus und Menschenverachtung nur so strotzen!)
        Und Bianchi ist für mich in dieser Diskussion auch zweitrangig: mich hat es von Anfang an gestört, dass ein Abgeordneter sich das Recht herausnimmt, gegen alle Gepflogenheiten des Landtages, seinen Heimatdialekt besonders stark und – auch für mich – teilweise einfach unverständlich zu benutzen!
        Wenn das alles so toll ist, dann brauchen wir auch keine Deutsche Schule mehr, weil ja der Dialekt so unglaublich originär ist!
        Allerdings sicherte der Pariser Vertrag der d e u t s c h sprachigen Bevölkerung den Schutz ihrer ethnischen Identität und kulturellen Entwicklung zu, nicht der Villanderer!
        Wenn wir nicht auf unser Standarddeutsch achten, geht es erbarmungslos verloren und wir werden einen Niedergang wie die Zimbern oder die Elsässer mitmachen.
        Der Landtag ist – neben der Judikative und der Exekutive (!) eine der hohen Institution unserer autonomen Provinz und es liegt auf der Hand, dass gerade in seinen Hallen ein für alle verständliches, österreichisches Standarddeutsch gesprochen wird!

      5. Simon avatar

        Der Landtag ist nicht die Bühne, von der aus man zu seinen Fans spricht!

        Einverstanden.

        Er ist die Legislative, das gesetzgebende Organ, wo es eine klare und präzise Sprache braucht, um Gesetze gut zu formulieren!

        Machen dann Schweizer Kantonsparlamente, in denen Schwizerdütsch gesprochen wird oder der Landtag von Baden-Württemberg schlechte Gesetze? Das glaube ich nicht.

        Davon abgesehen, dass im Plenum keine Gesetze geschrieben sondern Debatten geführt werden.

        Und die Zuhörer sind hauptsächlich die anderen 34 Abgeordneten, die in Südtirol eben auch andere Muttersprachen haben!

        Die haben notfalls einen Übersetzungsdienst, auf den sie ohnehin nicht zu verzichten gewillt sind — und der (siehe Zitat von Frau Prof. Risse) keine Schwierigkeiten mit dem Dialekt hat.

        Nachgeordnet natürlich auch das Publikum, das direkt oder indirekt zuhört, auch über die Presse und Medien.

        Und du denkst, das Publikum und die Medien verstehen in einem Land, in dem hauptsächlich Dialekt gesprochen wird, den Dialekt nicht?

        Wenn das alles so toll ist, dann brauchen wir auch keine Deutsche Schule mehr, weil ja der Dialekt so unglaublich originär ist!

        Das ist jetzt doch völlig übertrieben. Braucht es in der Schweiz, braucht es in Baden-Württemberg keine deutsche Schule mehr? Braucht es in Südtirol keine deutsche Schule mehr, wenn ein Abgeordneter von 35 — oder meinetwegen auch mehrere — im Dialekt sprechen?

        Allerdings sicherte der Pariser Vertrag der d e u t s c h sprachigen Bevölkerung den Schutz ihrer ethnischen Identität und kulturellen Entwicklung zu, nicht der Villanderer!

        Der Pariser Vertrag sicherte der deutschsprachigen Bevölkerung in Südtirol den Minderheitenschutz — und diese Bevölkerung hat damals wie heute hauptsächlich Dialekt gesprochen. Die Tiroler Dialekte (einschließlich des in Villanders gesprochenen Dialekts) gehören zur deutschen Sprache, wie auch Frau Prof. Risse in dem obigen Zitat sagt. Wenn wir anfangen, den Tiroler Dialekt von der deutschen Sprache zu trennen, ihn als etwas anderes zu bezeichnen, dann geben wir tatsächlich denen Argumente in die Hand, die uns den Minderheitenschutz streichen wollen, weil wir ja eh nicht Deutsch sprechen. Und die gibt es.

        Wenn wir nicht auf unser Standarddeutsch achten, geht es erbarmungslos verloren und wir werden einen Niedergang wie die Zimbern oder die Elsässer mitmachen.

        Standarddeutsch, das bis auf einige Nachrichtensprecherinnen und Schauspielerinnen im gesamten deutschen Sprachraum sowieso niemand spricht, sollten wir in jedem Fall so gut wie möglich erlernen und pflegen. Für eine Minderheit ist das besonders wichtig, er dient aber seiner Funktion nach vor allem dem überregionalen Austausch.

        Das »Problem« der Zimbern und der Elsässerinnen ist, dass sie Standarddeutsch nicht als ihre Dachsprache »anerkennen«. Ihre Dachsprache ist vielmehr Italienisch bzw. Französisch.

        So wie aber die Schweizerinnen in fast allen Lebenslagen Schwizerdütsch sprechen und trotzdem (schweizerisches) Standarddeutsch als ihre Dachsprache anerkennen, können das auch die Südtirolerinnen — dafür ist aus meiner Sicht unerheblich, ob ein Landtagsabgeordneter Dialekt spricht.

        Der Landtag ist – neben der Judikative und der Exekutive (!) eine der hohen Institution unserer autonomen Provinz und es liegt auf der Hand, dass gerade in seinen Hallen ein für alle verständliches, österreichisches Standarddeutsch gesprochen wird!

        Dem liegt ein Vorurteil gegenüber dem Dialekt zugrunde.

      6. Sigmund Kripp avatar
        Sigmund Kripp

        Der deutschen Sprachwelt und der Welt insgesamt ist es ziemlich egal, was wir paar Hansln hinterm Brenner für einen Dialekt sprechen. Und auch, ob wir in den Schulen noch Deutsch lernen oder nicht.
        Wenn der Dialekt vorherrschend wird (Menschenrechte! Alte Kultursprache!) dann wird Standarddeutsch noch mehr in den Hintergrund gedrängt, als es das eh schon ist. Selbst die SprecherInnen von RAI-Südtirol tun sich teilweise hart, korrekte Sätze herauszubringen bzw. ein (österreichisches) Standarddeutsch zu sprechen. Wenn nun z.B. alle im Landtag so reden würden wie Rabensteiner, dann wird diese Institution eine sprachliche Geheimversammlung von ein paar Zwergen hinter den Bergen.
        Woher soll denn die Sprachkompetenz kommen, wenn niemand mehr korrektes Standarddeutsch spricht? Nicht im Landtag, nicht auf der Uni, nicht in Kindergarten und Schule.
        Und wenn wir ein Vollzentrum der deutschen Sprache werden, festigen sich noch all die Italianismen, die unsere Alltagssprache schon durchsetzen. Wer weiss dann noch, wie man “collaudo” oder “targa” auf Deutsch wirklich sagt? Welcher Anwalt kann dann noch die deutschen Fachbegriffe verwenden, statt der an Gericht und Polizei schon jetzt so verbreiteten italienischen?
        Ok, kann auch egal sein; aber den ursprünglichen Auftrag und Zweck der Südtiroler Autonomie zur Sicherung der deutschen Sprache und Kultur werden wir dann irgendwann nicht mehr erfüllen. Die übergeordnete Sprache wird dann Italienisch sein, weil der Dialekt zu schwach ist, um sich den Sprachentwicklungen einer sich wandelnden Welt anzupassen, es werden dann eben die – massiv vorhandenen – italienischen termini tecnici eingesetzt werden.
        Aber selbst das kann egal sein! Europa entwickelt sich auch ohne unsere Deutschkenntnisse weiter, auch Südtirol wird sich weiterentwickeln, aber mit weniger Deutsch.

      7. Harald Knoflach avatar
        Harald Knoflach

        Woher soll denn die Sprachkompetenz kommen, wenn niemand mehr korrektes Standarddeutsch spricht? Nicht im Landtag, nicht auf der Uni, nicht in Kindergarten und Schule.

        x
        Das halte ich für einen guten Punkt. Es braucht tatsächlich “Vorbilder” bzw. “sprachliche Anker” um eine Sprache lebendig zu halten. Gerade auch in unserem Kontext (ähnlich wie in Österreich), wo das bundesdeutsche Standarddeutsch über die Medien dominiert und die Gelegenheiten, in denen österreichisches Standarddeutsch gesprochen wird, weniger werden.

      8. Simon avatar

        Du und Sigmund scheint mit dem Dialekt ja quasi gegenteilige Befürchtungen zu verbinden. Einerseits, dass wir zu deutsch werden (»verpiefken«), andererseits, dass wir den Kontakt zum deutschen Sprachraum verlieren.

        Vor allem aber: Denkt ihr wirklich, dass diese Befürchtungen, denen ich schon auch was abgewinnen kann, ein Dialektverbot (und sei es nur im Landtag) rechtfertigen? Ich nicht.

      9. Sigmund Kripp avatar
        Sigmund Kripp

        @Simon, ich zitiere Dich:

        Vor allem aber: Denkt ihr wirklich, dass diese Befürchtungen, denen ich schon auch was abgewinnen kann, ein Dialektverbot (und sei es nur im Landtag) rechtfertigen? Ich nicht.

        Es wird und kann kein Dialektverbot im engeren Sinne im Landtag geben, weil die Grenzen – wie bei allen mündlichen Sprachangelegenheiten – fließend sind.

        Trotzdem kann und darf ein Landtagspräsident von den 35 Mitgliedern dieses hohen Hauses verlangen, dass sie sich um eine verständliche Standardsprache bemühen.

        Da bricht keinem eine Zacke aus der Krone!!

  3. Martin Brugger avatar
    Martin Brugger

    Ich finde auch, dass niemandem das Recht zusteht, sprachliche Freiheit einzuschränken und kann mir nicht erklären, warum mir gerade in diesem Zusammenhang das Zitat von Hannah Arendt in den Sinn kommt: “Kein Mensch hat das Recht zu gehorchen”… wie auch eine Zeile der Punk Rock Band “Die Ärzte” in “Schrei nach Liebe”, die so “lieblich in mir summet” und wo der “Sprachdisagio” der Ewiggestrigen zum Ausdruck kommt:

    “du hast nie gelernt, dich zu arti-ku-lie-ren”…

    1. Harald Knoflach avatar
      Harald Knoflach

      wobei sie dann genialerweise “du hast nie gelernt dich arti-zu-ku-lie-ren” singen

  4. Simon avatar

    Falls es jemanden interessiert: Hier ist der Link zum Video einer aktuellen Sitzung des Berner Kantonsparlaments (Grosser Rat), das ebenfalls zweisprachig — Deutsch und Französisch — ist.

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