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Ortsnamen apportiert.

Die Landesregierung kuscht mal wieder wie ein Schoßhund vor Rechtsaußen Alessandro Urzì (FdI). Der hatte in einer Landtagsanfrage (Nr. 2168/22) darauf hingewiesen, dass das WLAN im Bozner Krankenhaus offiziell von Limitis am Margaretenplatz in Welsberg angeboten wird. Geht natürlich mit Blick auf den kolonialistischen Prontuario gar nicht.

Zuverlässig wie immer hat die Landesregierung also für den Neofaschisten interveniert , damit endlich alle wissen, dass Limitis — natürlich — im schönen Monguelfo sitzt.

Dies, während in Südtirol seit Monaten abertausende Ausweise ausgestellt werden, auf denen keine deutschen Adressen mehr aufscheinen. Während gerade im Digitalbereich eine Italianisierung ohnegleichen stattfindet. Und die deutsche Sprache beim Gesundheitsbetrieb an allen Ecken bröckelt (vgl. 1/ 2/ 3/ 4/).

Aber um Zweisprachigkeit bzw. -namigkeit geht es ja auch nicht. Es geht um den Vorrang von Tolomei und der lingua franca — immer, überall und ausnahmslos. Alles andere kommt später, wenn überhaupt.

Siehe auch: 1/ 2/ 3/ 4/

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10 replies on “Ortsnamen apportiert.”

Kann mir jemand erklären, warum die Landesregierung vor Urzì so kuscht … und das nicht zum ersten Male.

… der Mehrheit der noch deutschsprachigen Bürgerschaft ziemlich egal …
Immer wenn ich mich diesbezüglich zu Wort melde, wird man automatisch in die rechte Ecke gestellt!

Schon lange verschonen wir Südtiroler von offizieller Seite die Italiener vor einer Konfrontation mit ihrer Geschichte bezüglich Südtirol. Stattdessen labern einige sogar von den sogenannten verschiedenen “Narrativen”.
Es gibt hingegen eine Ursünde und die ist nicht der Faschismus sondern 1915. Die jetzige Situation fusst auf keinerlei alten Rechten oder Konsens, sondern wurde gewaltsam herbeigeführt, während die Italiener aus den damaligen Ereignissen eine für mich nicht nachvollziehbare Legitimation ableiten.
Von daher das ständige gegenseitige Unverständnis.
Deshalb kann die Autonomie auch nur eine Krücke sein auf dem Weg des Aufwachens und der Bewusstwerdung.

RICHTIG – und Ausdruck der fortschreitenden Kolonisierung ist u. A. der Zustand – im Jahre 2022 n. C. – das Amtliche Ortsnamenverzeichnis (!) …

… und dann wäre die ZERREISSUNG TIROLs, was hingenommen wird als handelte es sich um ein Naturereignis (!) …

Auch wer bei der Provinz Bozen als Bürger-in ein Mycivis-Account besitzt, darf nach Vorgabe der Betreiber im Profil seine Adresse nur einsprachig auf Italienisch angeben. Man stelle sich den Aufschrei eines Urzì und seiner Freunde vor, es gebe eine Verpflichtung, diese (zudem) auch auf Deutsch anführen zu müssen.

Seltsam. Auf myCIVIS mit deutscher Spracheinstellungen findet man im Bereich Profil sowohl bei Wohnsitz als auch bei Domizil die Vorgabe: “Adresse auf Italienisch:”.
Und das findet sich bei dir hingegen nicht?

Achso, jetzt verstehe ich was du meinst.

Das ist aber eine Zusatzangabe: Neben der Adresse auf Deutsch soll man sie auch auf Italienisch angeben, ich habe sie einfach zweimal auf Deutsch eingetragen.

Unter »nur einsprachig auf Italienisch« hätte ich jetzt verstanden, dass sie nur so — und nicht doppelt — abgefragt wird.

Keine Ahnung, wozu die doppelte Adressangabe überhaupt nützlich sein soll. Ob auch auf der italienischen Seite die deutsche Adresse abgefragt wird, ist mir hingegen nicht bekannt… müsste man nachsehen.

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