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Sport, solita presa in ostaggio.

Puntuale come un orologio (svizzero) in occasione di eventi internazionali che vedano la partecipazione di atleti sudtirolesi parte la loro presa in ostaggio in senso nazionale e nazionalista: pur rappresentando oltre il 40% della squadra olimpica («nazionale»!), lo spirito accentratore e assimilatore la fa da padrona — italiani come tutti gli altri, senza possibilità di scelta o sfumature. Solo i nomi e i cognomi, se tedeschi (ma molto meno se ladini o italiani) rendono intuibile la reale pluralità, del resto ben nascosta dalle uniformi, le tute e le bandiere. Ma d’altro canto un nome un po’ diverso dà anche adito al dubbio e, dunque, a maggior ragione necessita di una dimostrazione di italianità.

Imparata la lezione di Torino, quando Plankensteiner e Haselrieder furono esposti alla gogna mediatica per non saper cantare l’inno italiano, la presa in ostaggio continua con toni più o meno pacati, ma non meno rivelatori. Lo sfottò di Fiorello indirizzato ad Armin Zöggeler per via del suo nome, seguito a ruota da un quotidiano liberale e di sinistra come la Repubblica, che ai sudtirolesi concede un «ja» ed i cognomi con «le acca e le zeta», ma solo perché in cambio «ja, sono italiani».

E nel frattempo il Landtag sudtirolese boccia la proposta di concedere agli atleti della nostra terra almeno la possibilità  di optare — liberamente, e quindi senza sostituire una presa in ostaggio con un’altra — per il servizio provinciale, invece di essere costretti a militare nei gruppi dell’esercito, della Finanza o dei Carabinieri. Per tutta risposta il consigliere Urzì in modo liberale e democratico minaccia, addirittura, di presentare un esposto alla magistratura per vilipendio.

E tutto questo mentre in varie realtà d’Europa le squadre territoriali sono ormai consolidate: la Scozia e il Galles partecipano alle competizioni calcistiche o di rugby con i propri colori, le isole Faroer e la Groenlandia sono sportivamente (quasi) indipendenti dalla Danimarca, e la Catalogna gareggia con proprie squadre in molti sport considerati minori, spesso anche contro la volontà di Madrid.

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19 replies on “Sport, solita presa in ostaggio.”

… eher werden die “medaillenverdächtigen altoatesini” der verschiedenen Italienisch-uniformierten Gattungen vor den kommenden großen Sportereignissen einen italienisierten Vor- u. Zunamen annehmen, als dass sich hier am Respekt vor Südtirols Athleten etwas ändert …

Der Zentralstaat instrumentalisiert Südtirols Sportlerinnen systematisch im Sinne der nationalstaatlichen Staatsräson. Werden Alternativen zu dieser inakzeptablen Situation im regionalistischen nicht nationalstaatlichen Sinne aufgezeigt, heißt es lapidar man solle Sport nicht mit Politik vermischen. Ein Heuchler oder Narr der uns weismachen will oder tatsächlich glaubt Sport wäre apolitisch. Wo bleiben hier unsere Autonomie-Patrioten?

Ich freue mich schon darauf, wie Herr Zöggeler nun bald mit der Kelle in der Hand am Straßenrand steht und Autofahrer kontrolliert…

Auszug aus der anscheinend linksliberalen Zeitung “Repubblica”: “riunificano davvero l’Italia, fanno sì che un siciliano esulti e sia orgoglioso di un altoatesino, fanno trattenere il fiato e recitare scongiuri in dialetto pugliese come in ladino.”

Die nationalstaatliche Logik der Zeitung “Repubblica” bewirkt auch, dass unser Regionalsender, RAI Südtirol, zuerst über den sportlichen Erfolg eines Süditalieners berichtet, als über den eines Nordtirolers. Aber es gibt keine Grenzen mehr in Europa.

Gestern Abend wurde der dort anwesende Armin Zöggeler bei Sanremo (Rai) angeblich mal wieder wegen seines Akzents verarscht, von Luciana Littizzetto, einer Komikerin, die ich sonst eigentlich schätze. Das ist das Verständnis für die hier so hochgehaltenen Werte wie Mehrsprachigkeit und Pluralismus in Italien… wenn man sich nicht vollständig assimiliert hat, wird man quasi als Hinterwäldler andauernd nur durch den Kakao gezogen. Wenn Herrn Zöggeler das gefällt — bitteschön. Ich finde es für uns Südtiroler (aller Sprachen) jedenfalls entwürdigend.

Herr Constantini, wie recht Sie haben. Ach unsere Landespolitik und die Sportler dazu wollen da.
Ich konnte mich nicht über die Medaillen von Innerhofer und Zöggeler freuen….

Warum erstattet das Land Südtirol oder sonst irgendein Verband in solchen Fällen nicht Anzeige wegen Rassismus und zieht die Anzeige notfalls bis zur höchsten europäischen Menschenrechts-Instanz durch? Sich immer entschuldigen, rechtfertigen und in vorauseilendem Gehorsam fügen. Hier gilt es in die Offensive zu gehen. Nur weil irgendwelche nationalstaatlichen, ewiggestrigen Kleingeister ein Problem damit haben, dass es italienische Staatsbürger gibt, die sich auch nach 95 Jahren (unfreiwilliger) Zugehörigkeit zu diesem Staat erlauben einen Akzent zu haben oder gar eine andere Sprache als die lingua nazionale als Muttersprache zu verwenden, ist dies kein Grund solche nicht akzeptablen Verhaltensweisen hinzunehmen.

Warum erstattet das Land Südtirol in solchen Fällen nicht Anzeige?

Lassen wir bitte um Himmels Willen die Kirche im Dorf. Ich war unlängst in einem Alfred Dorfer Kabarett wo er sich über Tiroler und im Besonderen Südtiroler lustig gemacht hat und einige mehr oder minder bekannte gehörig ob ihrer Sprache verarscht hat. Dann hat er auch noch gewisse Italiener nachgemacht. Es war herrlich.

Ich glaube zwischen deiner Auffassung und der von niwo gibt es noch ein paar Nuancen. Wenn jemand in einer Sendung zu Gast ist braucht man ihn nun wirklich nicht zu verarschen: Es ist was anderes, ob man Schwarzenegger nachmacht oder ob man ihn (z.B.) zu »Wetten dass« einlädt und dort in seiner Anwesenheit verarscht. Hier geht es außerdem um den Umgang mit einer Minderheit, der immer und immer wieder auf diese Art erfolgt. Stell dir vor ein geouteter schwuler Athlet wird zu Sanremo eingeladen und die Moderatorin verarscht ihn wegen seines (angeblich) »tuntenhaften« Verhaltens… kaum vorstellbar, was dies zur Folge hätte (und dies völlig zu Recht).

Der Unterschied ist ein Schwuler wird sich voll dazu bekennen Schwul zu sein, wobei es unsere Sportler, wie der Teufel das Weihwasser, es vermeiden zuzugeben das sie Teil einer österreichischen Minderheit sind (bzw. zumindest Sudtirolese).
Aber langsam erweckt sich mich der Eindruck das sich viele unserer Athleten voll als Italiener fühlen…

… aber bitte diese Figuren wie Vespa und Co. nicht gleichsetzen mit den Italienern die guten Willens sind – innerhalb und außerhalb der Landes(BZ)grenzen! – Leider bilden diese keine herausragende Gesellschaftsgruppe !

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