[Die italienischen Landesräte Marco Galateo (FdI) und Christian Bianchi (FI)] sind relativ stark, empfinde ich. Also sie sind präsent, sie nutzen diese Bühne viel mehr als ihre Vorgänger, wenn man an die beiden Lega-Landesräte denkt, die in der vorigen Legislatur ein Amt hatten. Von denen hat man fast nichts gehört, Christian Bianchi und Marco Galateo sind [hingegen] sachpolitisch, aber eben auch als Vertreter der italienischen Sprachgruppe sehr präsent und sie nutzen das immer wieder — und sie halten sich da auch nicht an irgendwelche Präambeln, wenns darum geht, ihre eigene Klientel am rechten Rand zu bedienen.
Wer ist derzeit der politische Gewinner, wenn man auf den gesamten Landtag schaut? Aber sie dürfen nur einen Namen nennen…
Christian Bianchi, […] der am meisten aus seinen Möglichkeiten gemacht hat.
Herrmann Atz im heutigen Morgengespräch von Rai Südtirol – Transkription von mir
Die SVP hat als Grenzpartei unter anderem die italienischen Rechten in die Landesregierung geholt und — laut Einschätzung des Meinungsforschers und Politologen, die ich teile — nicht etwa gezähmt oder gar kolonisiert, sondern ihnen eine institutionelle Bühne geboten, die sie besser als alle anderen für ihre Zwecke nutzen.
Die Volkspartei mit 13 Mandatarinnen lässt sich also von zwei Koalitionspartnern, die gemeinsam auf nur drei Landtagssitze kommen, in den Schatten stellen. Das muss man erst einmal hinbekommen. Da diese eine unverhohlen ethnische Politik betreiben, ist das aber nicht nur zum Nachteil der SVP, sondern der Sprachminderheiten an sich.
Cëla enghe: 01 02 03 04 05 06 07 08

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