Kürzlich haben die Färöer einen Antrag auf Mitgliedschaft in der Welthandelsorganisation (WTO) gestellt, nachdem sie bereits in die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eingetreten waren.
Doch auch Katalonien und Euskadi sollen Teil internationaler Organisationen werden, genauer gesagt der Unesco und der Weltorganisation für Tourismus (UNWTO), die beide zu den Vereinten Nationen gehören. Den Antrag auf Mitgliedschaft will die spanische Regierung von Pedro Sánchez (PSOE) schon in wenigen Tagen stellen, wie der Regierungschef gestern in einer Pressekonferenz wissen ließ. Die Maßnahme sei Teil der Forderungen von Junts, der Partei des ehemaligen katalanischen Präsidenten Carles Puigdemont, die die spanische Regierung duldet, auch wenn die Zusammenarbeit in letzter Zeit zum Stillstand gekommen war.
Junts wirft Spanien insbesondere vor, mit der Anerkennung von Katalanisch, Baskisch und Galicisch als Amtssprachen der Europäischen Union auf der Stelle zu treten.
Eigenen Angaben zufolge will sich Sánchez bei Unesco und UNWTO dafür einsetzen, dass Katalonien und Euskadi ab sofort stärker eingebunden werden — noch bevor also der Antrag auf eigenständige Mitgliedschaft in eine tatsächliche Aufnahme mündet.
Die zu Finnland gehörenden Ålandinseln sind schon seit 2021 in der Unesco.
Die Rolle von Südtirol bei der UNO ist hingegen auf die des angeleinten Schoßhundes von Italien beschränkt. Landeshauptmann Arno Kompatscher (SVP) darf dann als Token vorführen, wie gut es uns doch geht, wie autonom wir sind und wie vorbildlich wir uns unterordnen. Dann gibt es möglicherweise auch ein Leckerli.

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