Des einen Freund, des anderen…

Seit der Bruno-Vespa-Sendung und dem Runden Tisch auf RAI Südtirol könnte man meinen, Südtirol habe keine Freunde mehr; weder südlich von Salurn noch nördlich des Brenners. Alle um uns herum sind neidisch und/oder wollen der Autonomie an den Kragen. Das stimmt aber so überhaupt nicht. Südtirol hat ganz viele Freunde. Laut SVP sind fast alle Freunde Südtirols. Egal ob tot oder lebendig, ob links oder rechts, ob alt oder jung. Alles andere wäre ja auch völlig realitätsfremd und reine Panikmache. Hier der Beweis:

Mit Edmund Stoiber geht ein bayerischer Ministerpräsident, der ein großer Freund und wertvoller Ansprechpartner für Südtirol gewesen ist.

LH Luis Durnwalder, 28. September 2007

Es ist eine unerhörte Frechheit, wie die FPÖ gegen den früheren ÖVP-Nationalratspräsident und Südtirolfreund Andreas Khol zu Felde zieht.

Kammerabg. Siegfried Brugger, 6. Februar 2010

Hans-Jochen Vogel ist ein großer Freund Südtirols.

LH Luis Durnwalder, 20. Juli 2010

Cossiga hat stets bewiesen, ein Freund Südtirols zu sein.

LH Luis Durnwalder, 17. August 2010

Mit Otto Habsburg verliert Südtirol einen großen Freund.

LH Luis Durnwalder, 4. Juli 2011

Renato Ballardini war ein Südtirol-Freund in schwierigen Jahren.

LH Luis Durnwalder, 5. September 2011

Peter Jankowitsch ist bekannt als besonderer Freund Südtirols.

Christoph Gufler, 5. September 2012

Mit Ministerpräsident Prodi hat die SVP einen Freund und Partner in Rom gehabt, mit dem wesentliche Fortschritte für die Autonomie erzielt werden konnten.

Sen. Oskar Peterlini, 27. November 2012

Bersani hat nicht nur in den Verhandlungsrunden zum Abkommen, sondern bereits zuvor während seiner Zeit als Minister unter der Regierung Prodi bewiesen, ein Kenner und Freund der Südtirol-Autonomie zu sein.

Philipp Achammer, 29. Jänner 2013

Napolitano ist nicht nur ein Kenner und Freund Südtirols, sondern hat oft bewiesen ein Garant unserer Autonomie zu sein.

Die SVP-Parlamentarier, 21. April 2013

Wir kennen Enrico Letta schon seit langem. Er ist ein Freund Südtirols und wir sind froh, dass nach dem Scheitern von Pierluigi Bersani Staatspräsident Napolitano ihm den Auftrag zur Regierungsbildung erteilt hat.

LR Richard Theiner, 25. April 2013

Mit Letta und Bressa gehört Dario Franceschini zu den größten Südtirol-Freunden im Parlament.

Senator Karl Zeller, 28. April 2013

Mit Andreotti hat Südtirol einen Ansprechpartner und einen großen Freund des Landes und der Sonderautonomie verloren.

Sen. Karl Zeller, 6. Mai 2013

Der neue und alte Tiroler Landeshauptmann Platter ist nicht nur ein persönlicher Freund, sondern auch ein Freund des Landes Südtirol.

LH Luis Durnwalder, 24. Mai 2013

Letta hat sich bislang als Freund der Sonderautonomien und verlässlicher Partner erwiesen.

Sen. Karl Zeller, 2. Oktober 2013

Wir freuen uns sehr, dass dem ehemaligen Landeshauptmann von Nordtirol, ausgewiesenem Südtirol-Freund und Förderer der Tiroler Landeseinheit [Wendelin Weingartner] die Ehrenmitgliedschaft der SVP verliehen wird.

Forum Heimat der SVP, 6. August 2013

Pier Luigi Bersani ist ein Unterstützer der Autonomien und ein besonderer Freund Südtirols.

LR Richard Theiner, 7. Jänner 2014

Claudio Abbado war ein großer Freund Südtirols.

LR Philipp Achammer, 21. Jänner 2014

Auch Renzi ist ein Freund Südtirols.

LH Arno Kompatscher, 12. Februar 2014

Auch Matteo Renzi ist ein Freund Südtirols.

Kammerabg. Renate Gebhard, 13. Februar 2014

Der scheidende Premier Letta ist ein großer Freund Südtirols.

Sen. Karl Zeller, 14. Februar 2014

[Datum und Reihenfolge der Veröffentlichung.]

13 Pingbacks/Trackbacks

  • Libertè

    Sinnlos…?

    • hunter

      was ist sinnlos?

  • fabivS

    … mit solche Freunde darf man sich berechtigt fragen ob Südtirol wohl noch Feinde braucht… Übrigens: wenn man das wort “Südtirol” mit dem wort “SVP” wechselt, dann ist es schon klar was hier gemeint wird.

  • Knickerbocker

    Was hält die BBD davon, wenn sich die Europaregion Tirol (Nordtirol, Südtirol und das Trentino, bzw. Innsbruck, Bozen/Bolzano, Trento/Trient) für die übernächsten Olympischen Winterspiele bewirbt?
    Ich persönlich wäre sehr glücklich darüber!

    • Libertè

      Offtopic?

    • Christian Mair

      gute idee!
      ziel dabei wäre es die ersten Spiele ohne Neubau von Infrastruktur zu veranstalten. Viell. als grosses Fest zur Eröffnung des Brennerbasistunnels.!!!!!!

  • Obervinschger

    Guten Morgen Herr Knoflach. Wer solche Freunde hat, der braucht aber schon gar keine Feinde mehr…..
    Wie tickt nur diese SVP…….

  • Barbara Klotz

    Unsere Autonomie ist kein Geschenk Italiens an Südtirol, sondern das Ergebnis des Verzichts der SVP auf Selbstbestimmung und Freiheit.
    Die Autonomie Südtirols braucht weder “Freunde” noch “gewogene Politiker” in Rom, sondern verlässliche Vertragspartner, die Südtirol den Sonderstatus als selbstverständliches Recht zuerkennen. Entweder hat Südtirol eine vertraglich gesicherte Autonomie oder nicht!
    Keine Regierung ließ dieses unveräußerliche Recht bisher unangetastet, aber die SVP begnügt sich mittlerweile sogar damit, dass Rom uns nicht sofort alle autonomen Befugnisse nimmt.
    Sie lässt es auch jetzt dabei bewenden, auf einen autonomie-freundlichen Kurs der neuen Regierung zu hoffen! Hoffen…..
    Der Druck muss von unten auf die SVP ausgeübt werden, damit sie endlich einen anderen, sicheren und zukunftsweisenden politischen Weg einschlägt.

    Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.
    — Aristoteles

    • proEuregio

      … genau! – Dies gehört alles zum Katz-und-Maus-Spiel, das Rom mit SüdTIROL spielt! – Und die SVP lebt davon ! ! !

  • hunter
  • hunter

    jetzt gibt es sogar welche, die laut alfreider explizit “keine freunde” südtirols sind!
    http://www.stol.it/Artikel/Politik-im-Ueberblick/Politik/Attacke-auf-Suedtirols-Autonomie

  • Jonny

    Das Komische ist doch, alle sind so lange Freunde Südtirols, solange sie nicht unser Geld wollen! Wegen ein paar Medikamente, die man nur einsprachig bekommt, wegen der Toponomastik, oder wegen der Nichteinhaltung anderer elementarer Regeln unserer Autonomie wird locker hinweggesehen, aber sobald es ums Geld geht, da werden wir Tiroler zu Tieren!
    Und dann soll noch einer sagen, den Selbstbestimmungsbefürwortern ginge es nur ums Geld. mir scheint es andersrum eher zuzutreffen.

  • CSVR

    Freund Dario kommt ja sogar zur Eröffnung des Siegesdenkmal-Museum. Also ein ganz großer Freund!

    • proEuregio

      … Du meinst die Sieges-Mahn-Doku-Krypta von Frau Mur und Nachlaßverwaltern … ?

      • proEuregio

        … was kostet der Spaß in Anschaffung und “Erhaltung” ?

  • Harald Knoflach
  • Lustig finde ich, dass der LH im Salto-Interview, auf die schwache Performance der Freunde hingewiesen, unterstreicht, man müsse zwischen persönlicher Freundschaft und institutioneller Rolle unterscheiden. Dabei war (s. Zitate hier oben) nie von persönlicher Freundschaft, sondern immer von Freunden der Autonomie oder Freunden Südtirols die Rede. Die ersten, die offenbar außerstande sind, zwischen persönlicher Freundschaft und institutioneller Rolle zu unterscheiden, sind also unsere Politiker selbst.

    • proEuregio

      … dies alles passt genau in das surreale Bild, welches das südliche Tirol, – besser gesagt Hochetsch gegenwärtig abgibt …

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  • Halt! Mal was Neues: Renzis Kandidat zur Staatspräsidentschaft, Mattarella, ist ein Freund Südtirols — sagt Karl Zeller im TAZ-Interview. Zeller bezeichnet inzwischen alles und jeden, der nicht bei drei auf den Bäumen ist, als Freund.

    • Steffl

      Wie kann eine Autonomie, die historisch gerechtfertigt ist und im Prinzip auf einen Verzicht auf die Selbstbestimmung (1969 hist. Händedruck zw. Paketgegner Brugger und Magnago) zurückgeht, dauernd dem pol. Gutdünken italienischer Vertreter ausgesetzt sein. Das alleine ist doch schon Beweis genug, auf welch tönernen Füßen diese “weltbeste” Autonomie doch steht.

  • Glück gehabt: Der neue Staatspräsident Sergio Mattarella ist ein Freund.

    Er ist ein persönlicher Freund und auch ein Freund Südtirols.

    Senator Karl Zeller im Tageszeitungsinterview (http://www.tageszeitung.it/2015/01/31/optimaler-kandidat/)

    Er war von vorneherein einer unserer Wunschkandidaten für die Nachfolge von Napolitano. Er ist ein Freund Südtirols.

    SVP-Parlamentarier in einer Aussendung (http://www.stol.it/Artikel/Politik-im-Ueberblick/Lokal/SVP-Parlamentarier-Begruessen-Wahl-von-Mattarella-zum-Staatspraesidenten)

  • Harald Knoflach

    Auch Toni Ebner stimmte kürzlich in einem Dolomiten-Leitartikel in den Freu(n)desgesang mit ein. Die Südtiroler könnten sich glücklich schätzen, wiederum einen Freund unseres Landes an der Spitze des Staates zu haben.

    • Steffl

      Als ich das las, war mir sofort klar, dass das Gegenteil der Fall ist und es in nächster Zeit wohl ziemlich zentralistisch zugehen wird. Immer wenn ich von diesem Herrn einen Leitartikel lese, fühlt es sich für mich irgendwie unrichtig an. Es tut mir leid falls ich ihm irgendwie Unrecht tue, aber rein vom Gefühl her ist das bei mir persönlich so.

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  • Harald Knoflach

    Ciampi kennt Südtirol sehr gut und ist ein Freund unseres Landes

    Karl Zeller über den Beitritt des ehemaligen Präsidenten zur Autonomiegruppe im Senat (http://www.svp.eu/de/medienmitteilungen/ciampi-tritt-der-autonomiegruppe-bei)

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  • Wer hätte das ahnen können? Der neue Carabinieri-Chef Massimo Mennitti ist ein Südtirol-Freund!

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  • hunter

    Renzi war ein Freund unserer Autonomie und wir haben mit ihm viel weitergebracht

    Karl Zeller hat einen neuen Freund
    https://www.suedtirolnews.it/politik/svp-wuerdigt-renzi-freund-der-suedtiroler-autonomie

  • G. P.

    Bin mir sicher, dass auch der neue Ministerpräsident Paolo Gentiloni ein “ganz großer Freund Südtirols” ist … für die SVP jedenfalls.

  • LH Kompatscher war in Wien bei Kanzler Kern, oder laut Tageszeitung: »Unter Freunden«.

  • G.P.

    Herbert Dorfmann zur Wahl des neuen EU-Parlamentspräsidenten:

    Aus Südtiroler Sicht ist Tajani eine gute Wahl, er kennt unser Land sehr gut. Er hat den Minderheiten immer eine große Aufmerksamkeit geschenkt und die Minderheitenfrage auch zu einem Anliegen seiner Arbeit als Präsident erklärt. Bei seiner Ansprache bei Beginn der Wahl gab er bekannt, dass er einen Verantwortlichen für Minderheiten in seinem Kabinett haben will.

    Praktisch der nächste Freund Südtirols …

    • Ob Dorfmann da nicht politische und sprachlich-kulturelle Minderheiten verwechselt? Hat wer die Ansprache gehört?

  • Guess what. Der neue deutsche Bundespräsident ist ein Freund Südtirols – wobei ich ihm tatsächlich auch schon mal am Ritten begegnet bin.

    […] ein besonderer Freund Südtirols, der unser Land so gut kennt wie kaum ein anderer bundesdeutscher Politiker. […]
    Wir freuen uns, den neuen Bundespräsidenten weiterhin als Gast und guten Freund in Südtirol willkommen heißen zu dürfen.

    ÖVP-Obmann Philipp Achammer laut Salto

    • Achammer ist ÖVP-Obmann? Was für eine steile Karriere 😉

    • Johann

      Derselbe Achammer hat auch folgendes gesagt: »Mir graut vor Hofer als Bundespräsident! «
      http://www.tageszeitung.it/2016/05/04/mir-graut-vor-hofer/
      Graut ihm deshalb vor dem bösen Norbert Hofer, weil er sich für eine Selbstbestimmung für Südtirol ausspricht und der gute Frank-Walter Steinmeier nicht?
      Steinmeier lobt immer die Südtirol-Autonomie nicht nur als beste Autonomie der Welt, sondern auch noch als Vorbild für die ganze Welt, wenn er wiedereinmal in Südtirol urlaubt!

      Gestern hat Steinmeier bei seiner Antrittsrede, Deutschland als »Anker der Hoffnung für die ganze Welt. « bezeichnet.
      Und gleich anschließend in einer TV-Diskussion hat eine SPD-Diskutantin, die wenige Stunden vorher Steinmeier gewählt hat, folgendes gesagt:

      Ich durfte bei einer Sternstunde der Demokratie anwesend sein! Ich habe noch selten zuvor soviel Demokratie eingehaucht, wie bei der Wahl Steinmeiers zum Bundespräsidenten

      Und natürlich konnte eine ordentlicher Seitenhieb vom Bundestagspräsidenten Lamprecht nicht fehlen, der die AfD-ler scharf kritisierte, weil sie wohl aufgestanden sind- aber nicht applaudiert haben, als Steinmeier seine weltberühmte Antritts- Rede hielt!
      Das erinnert schon etwas an die weltberühmte Deutsche Demokratische Republik (DDR), wo jeder applaudierte wenn jemand das Zeichen dazu gab- und dann solange atemlos in diesem Zustand verharrte, bis wieder jemand ein Zeichen gab, das Applaudieren zu beenden.

      In der DDR-Zeit wurden die unbequemen Dissidenten entweder ausgebürgert- oder ins Gefängnis verbannt.
      Heute werden die Unbequemen (Rechtspopulisten werden sie heute genannt) ins »Dunkeldeutschland« verbannt, wo sie solange schmoren müssen, bis sie wieder ein guter Menschen sind, und eine der etablierten Parteien kritiklos folgen dürfen …

      LG, ihr Helden der weltbesten Demokratie!

      • Graut ihm deshalb vor dem bösen Norbert Hofer, weil er sich für eine Selbstbestimmung für Südtirol ausspricht und der gute Frank-Walter Steinmeier nicht?

        Mir fallen da auch noch ein paar andere Gründe ein.

  • G.P.

    Ich frage mich ernsthaft, ob Südtirol – bei so vielen Freunden – eventuell auch den einen oder anderen Feind hat.

  • Den hatten wir noch nicht:

    Südtirol-Freund Alois Mock [82] ist tot

    SüdtirolNews

    • „Die Südtiroler Volkspartei und mit ihr das Südtiroler Volk verliert mit Alois Mock einen Verbündeten und Freund, der vorbehaltlos immer zu Südtirol und seinen Anliegen gestanden ist“ erklärt Philipp Achammer. „Die Südtiroler Volkspartei trauert um ihn.“

      SVP

  • KarlNickel

    auch helmuth kohl war

    Ein Freund Südtirols

    Tageszeitung

    • Die SVP bestätigt:

      Die Südtiroler Volkspartei gedenkt mit den Bildern der SVP-Landesversammlung 1999 „dem großen Europäer und Südtirol-Freund“ Helmut Kohl

      Quelle

  • Pingback: Napolitanos Partei. – Brennerbasisdemokratie.()

  • Auch Heiner Geißler (CDU) war laut Philipp Achammer ein Freund Südtirols.

  • Pingback: Riesenglück: Fast gerettet! – Brennerbasisdemokratie.()