Der rechtsextremistische Landtagsabgeordnete Jürgen Wirth Anderlan hat es vorgemacht, jetzt ist die Süd-Tiroler Freiheit an der Reihe: Sie hat im Landtag eine Anfrage (Nr. 1965/26) eingereicht, mit der sie sich in Bezug auf »finanzielle Unterstützungen durch das Land bzw. durch öffentliche Mittel« an »Organisationen und Vereine« »einen Überblick über die Verwendung der Steuergelder« verschaffen will.
Es folgt eine umfangreiche Liste, die über hundert NROs, Vereine und Medien umfasst, wobei der gemeinsame Nenner — mit wenigen Ausnahmen — zu sein scheint, dass sie der nach rechts offenen Bewegung aufgrund ihrer Gesinnung ein Dorn im Auge sind. Und dass man sie wohl nicht ungern unter Generalverdacht stellt.
Im Verzeichnis enthalten sind dabei etwa
- die Antifa Meran
- Bozen Solidale
- Centaurus – schwul-lesbische Initiative Südtirol
- Extinction Rebellion
- die linksgerichtete Fanszene Obermais
- der Frauenmarsch
- Fridays for Future
- Grupa per la defendura di uciei
- das Haus der Solidarität (HdS)
- der Klima Club Südtirol (KCS)
- Nosc Cunfin
- die Organisation für eine solidarische Welt (OEW)
- die Omas gegen Rechts
- der OstWestClub
- die Südtiroler HochschülerInnenschaft
- der Südtiroler Jugendring (vgl.).
Daneben zahlreiche weitere Jugend-, Theater- und Umweltgruppen. Aber auch Medien wie Dolomiten, ff, Salto und Tageszeitung, deren Einstufung als »Organisationen und Vereine« (mit Ausnahme vielleicht von Salto) merkwürdig erscheint.
Mindestens genauso aufschlussreich ist aber, wonach sich die STF nicht erkundigt. Dazu gehören unter anderem
- der Heimatbund
- die Schützen
- Trachtenvereine
- Volkstanzgruppen
- Musikkapellen
- Sportvereine
- die sogenannten Blaulichtorganisationen
- UnserTirol24 bzw. die dahinter stehende Du[-]bist[-]Tirol-Genossenschaft.
Für den angeblichen »Überblick über die Verwendung der Steuergelder« scheinen sie für die STF merkwürdigerweise nicht relevant zu sein.
Mit auf dem Index von Sven Knoll & Friends steht auch
, was wir als Adelung empfinden. Wir gehören nicht zu jenen, die wegschauen und schweigen, wenn sich die gerne als antifaschistisch auftretende STF mit Rechtsextremistinnen trifft oder rassistische Positionen vertritt. Das wird sich auch in Zukunft nicht ändern.
Natürlich steht es der STF frei, sich danach zu erkundigen, was ihr beliebt. Dass es sich bei der Anfrage um einen bedenklichen Einschüchterungsversuch mit faschistoiden Zügen handelt, darf aber ebenfalls benannt werden.

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