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Zum EU-Wahlergebnis.

Fakten und Bewertungen zur gestern Abend zu Ende gegangenen Europawahl 2014 aus -Sicht:

  • Die Südtirolerinnen stehen zu Europa und seinen Errungenschaften (Grenzabbau, Integration, Währung…) und machen den europaskeptischen Schwenk nicht mit, den zum Beispiel die Freiheitlichen vorgegeben haben.
  • Das einzige Südtiroler Mitglied des Europaparlaments wird Herbert Dorfmann (SVP) sein, der in der EVP-Fraktion sitzt und somit den Selbstbestimmungsgegner Juncker unterstützt. Für seine Wahl waren für Dorfmann aufgrund des maßgeschneiderten Wahlgesetzes 50.000 Vorzugsstimmen erforderlich, erreichen konnte er insgesamt rund 94.000.
  • Die Wahlbeteiligung in der Euregio geht insgesamt zurück: In Nord-/Osttirol beteiligten sich 31,2 Prozent (-4,9), in Südtirol 52,3 Prozent (-10,6%) und im Trentino 53,05 Prozent (-4,49) der Wahlberechtigten am Urnengang. Den deutlichsten Einbruch gibt es in Südtirol, während Nord-/Osttirol nicht nur in der Euregio, sondern österreichweit die geringste Beteiligung aufweist.
  • In Südtirol sinkt die Wahlbeteiligung auf dem Land stärker, als in den Städten, was sich auch auf das Wahlergebnis nach Parteien auswirkt.
  • Die SVP sinkt in Südtirol unter 50%, gesamtstaatliche Bündnisse erringen (z.T. mit tatkräftiger Unterstützung Südtiroler Parteien) die Stimmenmehrheit, wobei hierfür das Wahlrecht (Sperrklausel, Größe der Wahlbezirke…) mit ausschlaggebend sein dürfte.
  • Die SVP punktet in Ladinien — länderübergreifend — stark: Sie ist in allen ladinischen Gemeinden erste Kraft, außer in Anpezo (dritte) und Moena (zweite). In den heute zu Belluno gehörenden ladinischen Gemeinden Col und Fodom ist die SVP sogar stärker, als im Südtirol-Schnitt.
  • Im Trentino ist die SVP mit 12,02 Prozent drittstärkste Kraft hinter PD und 5SB.
  • Die PD, die auf gesamtstaatlicher Ebene ein sensationelles Ergebnis einfährt, kann in Südtirol ihren Anteil auf 15,7 Prozent verdoppeln, wozu auch (aber nicht nur) die bereits genannte schwache Wahlbeteiligung auf dem Land beigetragen hat.
  • Sehr stark schneidet in Südtirol auch die Liste Tsipras ab, der sich die Südtiroler Grünen angeschlossen hatten. Mit einem Anteil von 9,9 Prozent wird sie nach SVP und PD drittstärkste Kraft, für Oktavia Brugger reicht es aber trotzdem nicht. Die Unterstützung der Südtiroler Grünen ist für Tsipras ausschlaggebend, um in Italien die 4%-Hürde zu schaffen und drei Mandatarinnen ins Straßburger Parlament zu entsenden.
  • Die Fünf-Sterne-Bewegung (5SB) kann in Südtirol (im Vergleich zur Landtagswahl 2013) ihren Stimmenanteil von rund 2,5 Prozent auf über 8 Prozent mehr als verdreifachen, was mit Sicherheit auch auf die gute Arbeit des Landtagsabgeordneten Paul Köllensperger zurückzuführen ist.
  • Die Allianz mit den belluneser Autonomisten des BARD bringt der SVP zwar auch im Südosten knapp 10.000 wertvolle Stimmen, insgesamt liegt sie in der Provinz Belluno mit 9,6 Prozent jedoch nur auf Platz fünf hinter PD, 5SB, Lega und FI.
  • In Nord-/Osttirol wird die FPÖ hinter ÖVP und Grünen drittstärkste Kraft, fährt hier jedoch nach Vorarlberg österreichweit das zweitschlechteste Ergebnis ein.
  • Die Tiroler Grünen sind in Innsbruck Stadt, Zirl und Telfs stärkste Partei in einem ansonsten fast gänzlich schwarz dominierten Bundesland.
  • Das starke Abschneiden der PD ist eine Bestätigung für Matteo Renzis Reformpolitik, aber auch für seinen ultrazentralistischen Kurs. Aus Sicht der Autonomien ist dies kein gutes Omen.
  • In Katalonien werden die Selbstbestimmungsbefürworter ERC, CiU und ICV-Grüne erste, zweite und viertstärkste Kraft. Gemeinsam mit der neuen spanischen, sozialdemokratischen Podemos, die eine Abstimmung über die Unabhängigkeit des Landes befürwortet, erringen sie in Katalonien über 60% der Stimmen. ERC und CiU entsenden je zwei Abgeordnete, ICV-Grüne einen.
  • Auch die katalanische Region València schickt erstmals einen Selbstbestimmungsbefürworter (von Compromí­s) nach Straßburg.
  • Sowohl die linke EH Bildu, als auch die zentristische EAJ/PNV entsenden für das Baskenland einen Unabhängigkeitsbefürworter ins EU-Parlament. EH-Bildu wird seinen Sitz nach der ersten Hälfte der Legislatur zugunsten eines Abgeordneten aus Galicien räumen.
  • Insgesamt entsendet Spanien diesmal neun Unabhängigkeitsbefürworter ins EU-Parlament, in der letzten Legislatur waren es fünf. Dazu kommen die selbstbestimmungsfreundlichen Abgeordneten, wie die fünf von Podemos.
  • In Wales behält Plaid Cymru seinen Europaabgeordneten, die schottische SNP bleibt bei zwei Sitzen (verfehlt den Dritten wegen des starken Abschneidens von UKIP), während die linke Sinn Féin in Nordirland wahrscheinlich einen Abgeordneten entsenden wird.
  • Trotz 21,5% auf Korsika kann der Autonomist François Alfonsi (Partitu di a Nazione Corsa) seinen Sitz im EU-Parlament nicht halten. Er war diesmal kein Wahlbündnis mit den Grünen von Europe Ecologie eingegangen.
  • Die Demokratische Union der Ungarn in Rumänien erringt zwei Sitze im Europaparlament. Auch die ungarische Minderheit in der Slowakei entsendet zwei MEPs.
  • Die Volkspartei der Finnlandschweden behält einen Abgeordneten wie schon in der vorhergehenden Legislatur.
  • Die nur 50.000 Wahlberechtigte zählenden deutschsprachigen Belgierinnen, die — anders als Südtirol! — einen eigenen Wahlkreis mit einer garantierten Abgeordneten haben, wählten einen Vertreter der Christlich-Sozialen nach Straßburg.
  • Die Minderheiten des italienischen Staates entsenden keine einzige Unabhängigkeitsbefürworterin und mit Herbert Dorfmann nur einen einzigen ausdrücklichen Minderheitenvertreter.
  • Auf gesamteuropäischer Ebene bestätigt sich die EVP als stärkste Fraktion, obschon sie von allen Fraktionen die meisten Sitze verliert. Jean-Claude Juncker erhebt somit den Anspruch auf die Kommissionspräsidentschaft.
  • Besorgniserregend für die weitere Entwicklung der Union sind die Erfolge ultranationalistischer, rechtsextremistischer und -populistischer Kräfte in vielen Ländern: Insbesondere in Frankreich (FN), Großbritannien (UKIP) und Dänemark, wo sie zur stärksten Kraft aufsteigen, aber auch das gute Ergebnis der FPÖ in Österreich, der Einzug der AfD und gar der NPD ins EU-Parlament. Die rechtsextremistische Jobbik wird in Ungarn zweitstärkste Kraft.
  • In Italien setzt sich der atypische Populismus von Matteo Renzi durch, der die Rechten in die Schranken weist. Die Lega Nord schneidet besser ab, als von den Umfragen vorhergesagt. Das Verhalten der 5SB in Europa ist noch schwer einschätzbar. Die deutschlandfeindlichen Töne von Beppe Grillo sowie einige seiner Äußerungen (Euro-Austritt, Volkstribunale…) im Wahlkampf sind zumindest kein gutes Omen.

Siehe auch:
Comparatio Democrazia Politik Umfrage+Statistik | Europawahl 2014 | Herbert Dorfmann Jean-Claude Juncker Matteo Renzi Oktavia Brugger | | Baskenland-Euskadi Catalunya Corsica Ladinia Nord-/Osttirol País Valencià Scotland-Alba Souramont Spanien Südtirol/o Trentino Wales-Cymru | 5SB/M5S ERC EU-Parlament Euregio EVP Freiheitliche Lega PD&Co. Podem/os SNP SVP Vërc | Deutsch

24 replies on “Zum EU-Wahlergebnis.”

Gutefrage.net ist nicht wirklich eine autoritative Quelle. In dem von dir verlinkten Artikel von gutefrage wird allen ernsts folgendes genannt:

Der Apostroph kann dort gesetzt werden, wo jemand ein Gewerbe eröffnen und dazu ein Schild mit Genitiv anbringen will: Bellini’s Bar; Gerti’s Grillstation; Willi’s Weinkontor

Mit Verlaub: Bellini’s, Gerti’s und Willi’s sind allesamt leuchtender Deppenapostrophe, oder? (ok, Firmenname, wegen mir macht was ihr wollt, aber…)

Aus einer anderen Quelle:
(http://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/zwiebelfisch-abc-der-gebrauch-des-apostrophs-im-ueberblick-a-283781.html)

Wo ein Apostroph nicht gesetzt werden darf:
Der Apostroph wird nicht gesetzt bei Verschmelzung von bestimmtem Artikel und vorangehender Präposition:
aufs Dach, unters Bett, ins Haus, hinterm Deich, unterm Tisch, beim Essen, vorm Tor, fürs Kind, durchs Fenster, vors Auto, übern Harz

In’s EU-Parlament?

Ceterum c.: gute Wahl-Kurzanalyse. Apostroph hin oder her.

aber hallo, gilt jetzt irgend ein Kommentar in irgendeinem Blog als Beleg für Richtigkeit? Ich hätte auch noch nie gehört, dass das Apostroph (die Träne) irgendetwas anderem nachweinen kann als einem ‚e‘ bzw. einem ‚ei‘. Ich halte es lieber mit dem Duden und bleibe bei „ins“.
http://www.duden.de/rechtschreibung/ins
Das hat aber mit Deppen genauso wenig zu tun, wie das im gleichen Kommentar zitierte „Willi’s“, das ich für gleich falsch halte.
PS. ich mische hier nicht mit, weil ich irgendwie dazu befähigt wäre, sondern weil mir ähnliche Patzer passieren und dann doch immer wieder meine Zweifel hege,

Mit der Zuverlässigkeit von Gutefrage habt ihr sicher recht. Trotzdem ist »in’s« kein Deppenapostroph, sondern durchaus zulässig:

In vielen Fällen können die Schreibenden selbst entscheiden, ob sie einen Apostroph setzen wollen oder nicht (vgl. Regel 14).

[…]
Regel 14:
[…]

1. Bei den allgemein üblichen Verschmelzungen von Präposition (Verhältniswort) und Artikel setzt man in der Regel keinen Apostroph.

  • ans, aufs, durchs, fürs, hinters, ins, übers, unters, vors
  • […]

Unterstreichung von mir.

Regel 16 gestattet seit der Rechtschreibreform tatsächlich auch einige vormalige Deppenapostrophen:

2. Nicht als Auslassungszeichen, sondern in Verdeutlichung der Grundform eines Personennamens wird der Apostroph gelegentlich in folgenden Fällen gebraucht:

[…]
b) Vor dem Genitiv-s < § 97E>.

  • Andrea’s Blumenecke (zur Unterscheidung vom männlichen Vornamen Andreas)
  • Willi’s Würstchenbude

Mit letzterer Neuerung bin ich persönlich nicht ganz glücklich, da sie im Deutschen eigentlich nichts zu suchen hat.

Quelle für beide Zitate: Duden.

Da dann sage einer, dass man bei bbd nichts lernen kann :-)
Auch wenn sich alles in mir gegen diese Regelung sträubt, danke pèrvasion.

Ich hatte ausdrücklich geschrieben „(kein Kommentar – soll gelöscht werden)“, und meinte damit, dass dies nur ein Hinweis an Simon auf einen „Tippfehler“ ist und nicht hier ausdiskutiert werden soll. BBD ist ja sonst nicht bekannt dafür die Dikussionen ins off-topic ausarten zu lassen… aber ich wurde heute eines besseren belehrt. :-(

Sorry, das war tatsächlich ein Missverständnis… hatte deinen Hinweis (bzgl. »kein Kommentar«) anders interpretiert. Jedenfalls nicht weiter schlimm, hab immerhin was dazugelernt.

In Zukunft »keine Kommentare« einfach nicht mehr hier posten ;) sondern mailen.

Besorgniserregend für die weitere Entwicklung der Union sind die Erfolge ultranationalistischer, rechtsextremistischer und -populistischer Kräfte in vielen Ländern: […] der Einzug der AfD[…]

Ich will hier nicht die AfD verteidigen, aber dass sie als einzige der deutschen Parteien mit teils berechtigter Kritik an der EU, aber besonders am Euro (die AfD ist ja eine Euroskeptische(!), keine Europaskeptische bzw. EU-skeptische Partei auch wenn das gerne, auch wissentlich von den Medien gleichgesetzt wird) aufgewartet hat, ist es nicht verwunderlich, dass sie den Einzug mit 7% geschafft hat. Ich sehe das Ergebnis viel mehr als leichtes Korrektiv zu den sonst in Europafragen einförmigen „Immer weiter so, ohne die Leute auf der Straße mitzunehmen“-Bündnisses der restlichen riesigen Einheitspartei von CDUSPDGRÜNEN…

AfD als einzige EU-kritische Partei in D zu beschreiben stimmt nicht ganz. Selbst wenn man beim ‚‚mainstreamparteiischen’’ Einheitsbrei nicht mitmacht, wären mMn die Freien Wähler oder eben auch die Piraten eine sinnvollere Wahl gewesen. In Bayern hat die CSU selbst immer gerne über die EU rumgewettert, geschweige denn von der mit unserer Südtiroler-Freiheit verbündeten (http://bit.ly/1r96nRN) Bayernpartei. Eine ‚‚Alternative zur Alternative’’ hätte es also schon gegeben :) – hinterm Wahlerfolg der AfD steckt also nicht nur reiner ‚‚Euroskeptizismus’’, sondern wohl ein tieferes gesellschaftliches Unbehagen. Was das alles in den kommenden Jahren zu Folge haben wird, kann man nur darüber rätseln.

Non si é ancora fatto perché ci sono enormi interessi in gioco, in riferimento all’industria tedesca.

Natürlich, die böse deutsche Industrie. Späte Genugtuung für den verlorenen Krieg? Welchen Profit GER aus dem Euro zieht, bei einem gleichzeitigen Target2-Saldo von 750 Mrd. (was de facto heißt, dass die Deutschen ihre Waren verschenken), musst du mir noch erklären.

Bin ich der einzige, der eine Verschwörungstheorie wittert? Würde mich nicht wundern, wenn A.C. auch Impfgegner wäre…

Welchen Profit GER aus dem Euro zieht…

http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xchg/bst_engl/hs.xsl/nachrichten_116155.htm

Comunque anche l’argomento secondo cui il Unit Labour Cost in Germania é piú basso non é un argomento valido per spiegare la differente competitività¡ tra Italia e Germania. in quanto tale parametro non é correlato con la competitività¡, e questo conferma il ruolo fondamentale giocato da moneta unica troppo forte e austerità¡ nella attuale crisi.

http://rwer.wordpress.com/2013/07/21/seven-technical-reasons-why-real-unit-labour-costs-are-not-a-valid-macro-indicator-of-competitiveness/

Späte Genugtuung für den verlorenen Krieg?

Eh, sà­. Per i pro-UE deve essere dura. Il trend ormai é questo specialmente al centro nord europeo… :-D

Lustig, mit welchen Verrenkungen du widersprüchliche Argumente allesamt zu »deinen« nationalistischen Gunsten interpretierst.

  • Zuerst sagst du, man könne jetzt die Italiener nicht mehr als Faschisten bezeichnen (was wir nie gemacht haben), weil sie — anders als zum Beispiel die Franzosen — keine euroskeptischen Parteien gewählt haben (was nicht stimmt, da diese Parteien insgesamt fast 50% erreicht haben). Dann wiederum schreibst du, die Italiener hätten nicht aus Überzeugung keine euroskeptischen Parteien gewählt, sondern nur, weil angeblich keine zur Wahl standen.
  • Einerseits schreibst du, dass die bösen Deutschen und andere Länder im Norden von der Misere im Süden profitieren. Andererseits schreibst du dann aber wieder, dass Wilders in den Niederlanden und die AfD in Deutschland deshalb punkten, weil die Schwäche der südeuropäischen Länder auch den Ländern im Norden schadet.

Ja was nun?

Pervasion. È molto semplice. L’Euro di per sé avvantaggia industrialmente gli stati centrali (Germania e Olanda in primis).
E questo é ancora cosà­ attualmente. TUTTAVIA alla lunga, questo vantaggio sta venendo meno per il fatto che la moneta unica causa recessione e discoccupazione in periferia: questo va a compromettere l’export intra-europeo (senza considerare neanche i vari salvataggi…). Questo é il motivo per cui anche negli stati centrali stanno diventando sempre piú euroscettici, perché se é vero che attualmente i vantaggi per loro ci sono, ci saranno sempre meno in futuro. Quindi nessuna contraddizione.

In merito ai partiti euroscettici in Italia. Per euroscettico intendo un partito che sia anti-Euro. In Italia solo la Lega e FdI lo sono. Le Lega fa quello che puó, FdI ha fatto una campagna elettora pessima. M5S non é anti-Euro (almeno per ora) e si spera che abbiano capito…come lo hanno capito i transalpini.

Ich war diesmal Nicht-Wähler. Ich finde die demokratiepol. Situation in Südtirol mittlerweile bedenklich und ich persönlich werde mich in Zukunft wohl viel weniger für Politik interessieren als vorher. Unabhängig ob einem das Angebot bei diesen Wahlen (so wie mir) nicht passte, so wurde das Wahlergebnis doch MASSIV von mind. einem bekannten Medienhaus wegen des aufgebauschten Rentenskandals beeinflusst. Ob dies rechtlich alles in Ordnung ist, ich weiß es nicht. In dieser eingeengten pol. und medialen Situation wird sich jedenfalls nie und nimmer ein einigermaßen normaler demokratiepolitischer Ablauf entwickeln können. Und man muss wohl eingestehen, dass sowohl südlichere (wie Katalonien, Venetien usw.) und auch nördlichere (Quebec, Schottland usw.) Regionen vom politischen her viel sympathischer sind als unser Land, wo politisch und medial eher Einfalt statt Vielfalt herrscht.
Nebenbei können sich die Macher vom Weinbergweg auf die Schulter klopfen, denn sie haben es geschafft, die Südtiroler Minderheitenparteien mit „ihrem“ aufgebauschten Rentenskandal zu schwächen und die „nationalen“ Parteien zu stärken.

una bella legnata per i pro-UE… :-D
Francia, UK, Danimarca…ma anche Austria, Olanda. Fra poco a difendere l’euro ci sarà¡ solo Renzino e zia Angela.

E perfino l’AfD arriva al 7%…
La dissoluzione dell’UE sta partendo dal centro dell’Europa, ed é anche meglio che sia cosà­.

Da notare che i partiti anti-euro e anti-EU hanno fatto risultati migliori (rispetto al sud Europa) perfino in Germania (7%), Austria (19,5%) e Olanda (13,2%). E questi sono i paesi che approffittano di piú dall’Euro.
E quindi anche tralasciando il successo straordinario di Francia, Regno Unito e Danimarca, direi che il quadro é abbastanza chiaro… :-D

Wie man sich — z.B. — über das gute Abschneiden einer ausländerfeindlichen, antisemitischen, homophoben Partei freuen kann, nur (?) weil man sich davon zweifelhafte wirtschaftliche Vorteile erhofft, ist mir ein Rätsel.

Interessant ist auch, dass Catalano die Wiedereinführung nationaler Währungen wünscht, weil man durch deren Entwertung angeblich die eigene Wettbewerbsfähigkeit steigern kann — der FN jedoch gerade gegen Länder, die abwerten, die Einführung von Strafzöllen fordert, um die französische Wirtschaft zu schützen.

adesso non si puó piú dire: ah „italiani fascisti“. per dirlo bisogna puntare il dito al di là¡ delle alpi… ahaha :-D

Die sogenannte Abwertungsstrategie haben die wenigsten zu Ende gedacht. In einer Wirtschaft, die mit jahrelangen Finanzierungen aufgebaut ist, kann man nicht die Währung wechseln, ohne Bankpleiten hervorzurufen.
Über Nacht müsste die Kapitalverkehrsfreiheit eingeschränkt werden. Die Folgen solcher Schritte muss man sich vor Augen halten.
Wäre es einfach bzw. mit einem überschaubaren Risiko zu lösen, dann wäre es wohl auch gemacht worden.
Würde ein solcher Währungswechsel gemacht werden, wären planwirtschaftliche Schritte (wie in Argentinien) unabdingbar. Herr A. C. hätte dann wohl auch keine Freude.

Wäre es einfach bzw. mit einem überschaubaren Risiko zu lösen, dann wäre es wohl auch gemacht worden.

Non si é ancora fatto perché ci sono enormi interessi in gioco, in riferimento all’industria tedesca. Tuttavia alla lunga gli effetti dell’Euro si ripercuoteranno anche là­, perché l’export intra-europeo viene penalizzato dalla disoccupazione degli stati piú periferici (chi é disoccupato non compra). Questo spiega il fatto che perfino negli Stati centrali (Germania, Olanda e Austria) dove l’interesse per tenere l’Euro é maggiore, si é osservato un notevole risultato elettorale dei partiti euroscettici. L’AfD al 7% pesa molto di piú di una Lega che prendesse anche il 15%…
Tuttavia c’é un altro punto fondamentale che non riguarda gli interessi tedeschi sull’Euro. Riguarda paradossalmente quelli italiani. Ormai la grande industria italiana (Confindustria) ha massicciamente delocalizzato. Questo significa che i grandi industriali sono degli IMPORTATORI in Italia. Quindi a loro una moneta troppo forte fa comodo: infatti se tornassimo ad una valuta piú debole é piú adatta alla nostra economia, coloro che hanno delocalizzato sarebbero fortemente indotti a ritrasferirsi in Italia e dare lavoro agli italiani. È da notare che hanno delocalizzato fortemente proprio per l’Euro che in Italia paralizza l’export.

Schade um François Alfonsi, den stolzen Korsen!
Gruß Barbara Klotz

Wahlerfolg der Europäischen Freien Allianz (EFA) ist ein starkes Signal für die Unabhängigkeitsbestrebungen

Die SÜD-TIROLER FREIHEIT zeigt sich sehr erfreut über den Wahlerfolg der Europäischen Freien Allianz (EFA). Die EFA konnte ihre Sitze im EU-Parlament von bisher sieben auf zwölf aufstocken. Die größten Zuwächse sind in Flandern, Katalonien sowie in Schottland zu verzeichnen, also in jenen Regionen, in denen die Bestrebungen nach Selbstbestimmung und Unabhängigkeit besonders weit fortgeschritten sind.

Die Mandate im Einzelnen: Flandern 4, Katalonien 2, Baskenland/Galicien 1, Aragón/València 1, Schottland 2, Wales 1, Russen in Lettland 1. Auf Grund des minderheitenfeindlichen italienischen Wahlgesetzes hat die SÜD-TIROLER FREIHEIT auf eine eigene Kandidatur verzichtet. Das sensationelle Wahlergebnis ihrer europäischen Verbündeten kommt der Bewegung jedoch durchaus zu Gute: Dank der nunmehr zwölf Abgeordneten kann das Anliegen der Selbstbestimmung in Brüssel auch für Süd-Tirol noch erfolgreicher und mit noch mehr Nachdruck vorangebracht werden als dies bisher der Fall war.

Was bedeutet das Wahlergebnis nun für das Referendum in Schottland?
Da Großbritannien ja möglicherweise einen EU Austritt anstrebt und dies auf der Insel eine breite Zustimmung zu finden scheint, könnte die EU-freundliche Haltung der SNP nun die Schotten abschrecken, YES zu wählen, da man fürchtet, den Herrn in London lediglich mit jenem in Brüssel zu vertauschen?
Kann mir jemand dazu was sagen?

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