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  • Gegen den Alpiniaufmarsch in Trient.
    Anarchistische Szene nimmt Stellung

    Trientner Anarchistinnen machen gegen den fürs Wochenende vom 11. bis 13. Mai geplanten Alpiniaufmarsch in ihrer Stadt Stimmung. In einem Blogbeitrag bezeichnen sie die Veranstaltung als eine Invasion von »besoffenen, handgreiflichen und sexistischen Männern«.

    »Willkommensbanner, Tricolori, Flaggen und ähnliche Abscheulichkeiten« würden überall aufgehängt, um ein verhältnismäßig kleines Gebiet auf die Ankunft von 600.000 Männern vorzubereiten. Dabei hätten Unbekannte während der letzten Nächte Dutzende von Flaggen und sogar ein Transparent verschwinden lassen. Es sei offensichtlich, dass die Anwesenheit der Alpini in der Stadt nicht allen passe.

    Auch wenn der Alpini häufig als Helden gedacht wird oder als Menschen, die der Gemeinschaft Dienste (welche?) erweisen, vergisst man immer ihre wahre Rolle in der Geschichte. Man vergisst die Vergewaltigungen in Russland, Albanien, Griechenland; dass der Korps dem Faschismus und der Monarchie treu war; und all die Gewalt und die Frevel der weltweiten »Friedensmissionen« (Somalia, Irak, Afghanistan, Libanon); stets mit jener verfluchten Feder am Hut, die aber mit unschuldigem Blut getränkt ist, das nicht vergessen werden darf.

    — aus dem Blog ‘romperelerighe’

    Übersetzung:

    Abschließend bezeichnen die Anarchistinnen die Alpini noch als »ein Rudel von Mördern«, denen man — klar ironisch — einen warmen Empfang wünsche.

    Cëla enghe: 01 02 03 04 05 06 || 01 02



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  • Si sentiva la mancanza di… una Vetta Sacra alla Patria.
    Ultranazionalismo istituzionale – Italia, secolo XXI

    Il 7 luglio 2018 sarà un giorno importante per la commemorazione della prima guerra mondiale: in tale data infatti, l’Adamello — Val Camonica, Lombardia — sarà proclamato Vetta Sacra alla Patria. Oltre al Piave dunque, Fiume Sacro alla Patria, grazie a un comitato di importanti autorità civili e militari, anche il massiccio diventerà — vomitevolmente — un luogo di nazionalistica religiosità.

    Secondo quanto si desume dal sito (www.adamellovettasacra.it) appositamente creato, questo sarebbe

    il modo migliore per ricordare e celebrare il sacrificio di molti uomini che su queste montagne combatterono e morirono valorosamente.

    Infatti

    Qui tanti ragazzi, gli Alpini, hanno dato la vita per il bene [sic] dell’Italia: le loro lacrime e il loro sangue hanno bagnato questa terra, che li ha accolti tra le sue braccia.

    e dunque

    Vogliamo che i giovani lo conservino nella memoria perché sappiano quanta fatica e quanto dolore sono stati necessari per “fare l’Italia e per farci sentire un popolo unito”.

    Allo scopo, dopo l’alzabandiera di rito e la benedizione del massiccio, verrà inaugurata una targa commemorativa. Oltre a un vessillo nazionale che sventolerà sulla vetta, un’altro tricolore di 50 metri per 9 verrà disteso lungo il versante sud della cima

    a simboleggiare l’abbraccio della Nazione ai Caduti.

    Amen.

    Cëla enghe: 01 02 03 04 05 || 01



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  • 1. Mai: LH verhöhnt Arbeitslose.
    Wettbewerbsfähigkeit ist alles

    Landeshauptmann Arno Kompatscher (SVP) hat zum heutigen 1. Mai eine Pressemitteilung veröffentlicht, die nachdenklich stimmt. Denn neben der Verbreitung von Eigenlob fällt dem Südtiroler Regierungschef am Tag der Arbeit nichts besseres ein, als ausschließlich den Blickpunkt der Wirtschaft einzunehmen.

    Wahlkampf und Eigenlob in Ehren — doch ist es wirklich nötig, die angebliche Vollbeschäftigung mit einer Stigmatisierung der Arbeitslosen zu verknüpfen?

    Wer Arbeit sucht, findet sie.

    heißt es da unter anderem, was im Umkehrschluss bedeutet, dass Arbeitslose — darunter noch zuviele Jugendliche — zu faul sind, um sich nach einer Arbeit umzusehen.

    Dass zum Beispiel

    • die Gehälter hierzulande zum Teil so niedrig sind, dass viele nicht würdevoll davon leben können;
    • die Armut trotz steigender Beschäftigung nicht abnimmt;
    • es auch hierzulande immer mehr prekäre Arbeitsverhältnisse gibt;
    • in Südtirol überdurchschnittlich viele, auch tödliche Arbeitsunfälle verzeichnet werden;
    • Frauen nach wie vor deutlich weniger verdienen, als Männer (Gender Paygap);
    • die Aushöhlung der Südtiroler Zuständigkeiten bei der Festlegung von Öffnungszeiten die Sonn- und Feiertagsarbeit in die Höhe schnellen lässt

    ist dem Landeshauptmann in der Pressemitteilung hingegen keine einzige Silbe wert.



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  • Südtiroler Neonazis in Ostritz.
    Anlass »Führergeburtstag«

    Wie die Meraner Antifa berichtet, haben am 20. und 21. April mehrere Neonazis aus dem Raum Meran-Naturns an einem rechtsextremen Treffen im sächsischen Ostritz (Oberlausitz) — übrigens im Siedlungsgebiet der sorbischen Minderheit — teilgenommen. Wohltuenderweise wurde diese äußerst beunruhigende Meldung von mehreren Südtiroler Medien aufgegriffen.

    Insgesamt konnten laut Antifa Meran auf der Grundlage veröffentlichten Fotomaterials sieben Personen identifiziert und der heimischen Neonaziszene zugeordnet werden. Eine davon sei der Sohn eines Lokalpolitikers der Süd-Tiroler Freiheit. Es sei jedoch wahrscheinlich, dass noch weitere Teilnehmerinnen aus Südtirol vor Ort waren.

    Dass einige der nun identifizierten Rechtsextremistinnen auch am Treffen im thüringischen Themar teilgenommen hatten, spreche dafür, dass es beste Verbindungen zur Szene in der BRD gibt. Die Antifa verortet deshalb massiven Handlungsbedarf aufgrund eines nicht zu unterschätzenden Gefahrenpotentials.

    Den Befürchtungen der Meraner Antifaschistinnen kann man sich nur vorbehaltslos anschließen. Muss erst etwas passieren, bevor eingegriffen wird?

    Cëla enghe: 01 02 03 04 05



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  • Libertad.
    Quotation

    La libertad no hace felices a los hombres, los hace sencillamente hombres.

    Freiheit macht die Menschen nicht glücklich, sie macht sie einfach zu Menschen.

    La libertà non rende felici gli uomini, li rende semplicemente uomini.

    Manuel Azaña (1880-1940), 1936-39 Präsident der Zweiten Spanischen Republik/presidente della Seconda Repubblica di Spagna.

    Übersetzungen/Traduzioni:

    Cëla enghe: 01 02 03 || 01


    Feuilleton/ · Quotation/ · · · · · Italiano/

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  • Ohne EU-Staatsbürgerinnenschaft kein Deutsch.

    Heute gibts mal wieder eine — wie man so schön sagt — Geschichte aus dem echten Leben. Ich habe kürzlich ein Pärchen (er EU-Bürger, sie nicht) kennengelernt, das seit wenigen Jahren in Südtirol lebt und arbeitet. Beide hatten eine zeitlang in Deutschland gelebt, wo sie auch geheiratet haben, bevor zuerst er (selten genug: aufgrund eines interessanten Jobangebots) hierher gezogen ist. Seine Frau hatte noch eine Kündigungsfrist einzuhalten und ist dann nachgezogen.

    Nun haben sie mir erzählt, dass sie bei der Anmeldung in Südtirol auf einige sprachliche Schwierigkeiten gestoßen sind. Erstens bei der Staatspolizei, wo beim ersten Termin niemand Deutsch und auch niemand ausreichend Englisch verstanden hat, um den Vorgang abzuwickeln. Beim zweiten Versuch hatten sie sich jemanden zum Übersetzen mitgenommen, doch dann war plötzlich doch ein Beamter da, der der deutschen Sprache mächtig war.

    Und zweitens in ihrer neuen Eisacktaler Heimatgemeinde, wo beim Nachzug der Frau (übrigens nicht ‘Maria’) allen Ernstes verlangt wurde, dass ihre deutsche Heiratsurkunde ins Italienische übersetzt und vom zuständigen Konsulat in Mailand beglaubigt wird. Das bedeutet — wie sie mir erklärt haben — neben den Übersetzungskosten noch Beglaubigungsgebühren sowie zwei Fahrten in die Lombardei, da das nicht an einem Tag (und auch nicht per Post) möglich ist.

    Erst als sich herausstellte, dass der Mann EU-Bürger ist, löste sich das Problem in Luft auf und die deutsche Heiratsurkunde — genau dieselbe, die man sonst hätte übersetzen und beglaubigen lassen müssen! — war plötzlich völlig ausreichend. Warum das so war und ist, konnte mir das Paar nicht sagen, sie waren einfach froh, dass das für sie nochmal glimpflich ausgegangen ist. Nicht jedoch ohne (mir gegenüber) zu bemerken, dass sie die amtliche Zweisprachigkeit in Südtirol für eine Farce halten. Diese Einschätzung habe selbst ich, dem die groben Mängel mehr als bewusst sind, zurückgewiesen — doch das war der Eindruck, der bei ihnen entstanden ist.

    Der Vorfall zeigt aber auch, wie Zugewanderte hierzulande sprachlich noch mehr schikaniert und benachteiligt werden, als Südtirolerinnen. Den genauen Grund für die skandalöse Ungleichbehandlung von EU- und Nicht-EU-Bürgerinnen in diesem konkreten Fall kenne auch ich nicht. Doch ich möchte in diesem Zusammenhang auf den Versuch des italienischen Kassationsgerichts erinnern, Deutsch bei Gericht in Südtirol ausschließlich Südtirolerinnen (mit italienischer Staatsbürgerinnenschaft) vorzubehalten und somit die deutsche Sprache — dem Gleichstellungsgrundsatz von Artikel 99 des Autonomiestatuts zum Trotz — weiter zu marginalisieren. Erst der Europäische Gerichtshof widersprach dem römischen Urteil und öffnete die Wahl zwischen einem Verfahren in italienischer und einem in deutscher Sprache für alle EU-Bürgerinnen. Auch diesbezüglich sollten wir uns aber vor Augen halten, dass die immer zahlreicheren Nicht-EU-Bürgerinnen — selbst wenn sie es möchten, weil sie zum Beispiel besser Deutsch als Italienisch sprechen — nach wie vor kein Recht haben, zwischen den beiden gleichgestellten Amtssprachen zu wählen.

    Ähnlich dürfte es sich wohl auch bei der Anerkennung einer Heiratsurkunde verhalten — wenn eben nicht mindestens ein Partner die Staatsbürgerinnenschaft eines EU-Landes hat.

    Cëla enghe: 01 02 03 04 || 01



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  • Explaining Columbus.
    Quotation

    Rick Chavolla, the board chairman of the American Indian Community House in Manhattan, who had called for the Columbus statue’s removal, said that it was wrong to cast the dispute as one pitting Native Americans against Italian-Americans. “It’s between what’s morally right and what’s morally wrong,” he said. “Columbus is just morally wrong. He sold underage girls into sexual slavery. He forced people into labor until they died.”

    He called the mayor’s proposal [not to remove the statue] unimaginative. “He’s saying they’re going to put up a plaque. Really? There’s plaques all over the city and they don’t draw any attention.”

    New York Times

    See also: 01 02 03 04



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