Indipendenza. Dalla storia.

In risposta ai commenti di Florian Kronbichler e Riccardo Dello Sbarba, sul Corriere di oggi è apparsa un’ottima lettera-analisi di Valentino Liberto.

Un Sudtirolo indipendente dalla storia.

Egregio Direttore, desidero esprimere alcune perplessità riguardo all’editoriale di Florian Kronbichler nel quale il giornalista si rivolge al capogruppo verde nel Landtag, Riccardo Dello Sbarba, quasi fosse l’unico interlocutore legittimato a rispondere sul caso Selbstbestimmung dal punto di vista dei Verdi. Sbaglia Kronbichler a vedere nei Consiglieri i soli responsabili della linea assunta dal dibattito interno. È una questione di metodo: i partiti moderni discutono in base alle istanze che salgono dalla base. Allinearsi al pensiero dominante significa rallentare, se non compromettere, i progressi in atto. Tornando all’oggetto del contenzioso, duole constatare che l’equivoco di fondo – capace di renderci prigionieri un po’ ottusi dei vocaboli – è di là dall’essere superato. L’inerzia collettiva ha privato il termine “autodeterminazione” di un sinonimo meno saturo di riferimenti, ma il suo contrario non è “autonomia”. Entrambe vengono celebrate come valori in sé, entrambe fanno parte di un linguaggio storicizzato che ne determina il significato. Gli interetnici, fautori di un lessico alternativo al vocabolario autonomista, si sono arresi di fronte all’equivoco. E’ stato proprio il timore di invadere il campo semantico altrui a condannare l’autodecisione al declassamento nel gergo del conflitto etnico »ben temperato« e i Verdi a prenderne le distanze.«

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Wie die Bayern.

Es ist geradezu beängstigend, mit welcher Laienhaftigkeit wir es auch in den Reihen der Regierungspartei beim Thema Selbstbestimmung zu tun haben. So spricht sich Thomas Widmann, im Doppelpack mit Richard Theiner Obmannkandidat der SVP, im heutigen TAZ-Gespräch für eine Selbstbestimmungslösung nach bayrischem Vorbild aus. Der Landesrat hat offensichtlich keine Ahnung, dass »Freistaat« in Deutschland nicht mehr ist, als eine folkloristische Bezeichnung, die das Selbstverständnis eines Bundeslandes beschreibt. Ansonsten hat Bayern keine Zuständigkeiten oder Vorrechte, die nicht jedes andere deutsche Bundesland auch hätte. Wenn sich das Duo Theiner-Widmann auf Bayern beruft, dann ist dies nicht nur keine Verbesserung, sondern unter Umständen die Vorlage zur Abschaffung der Südtirol-Autonomie. Eine erschreckende Ignoranz.

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Selbstbestimmungsrenaissance.

Die Ereignisse überschlagen sich weiterhin. Im heutigen Tageszeitungsinterview bestätigt Richard Theiner, Landesrat und SVP-Obmannkandidat, sich mit dem Thema Selbstbestimmung beschäftigen zu wollen. Erneut nimmt er dafür den Vorstoß der Jungen Grünen zum Anlass, was unterstreicht, wie befreiend deren Enttabuisierung für die gesamte politische Landschaft war. Gleichzeitig sind Theiners Ansichten zum Thema nach wie vor nebulös, wenn er sich zum Beispiel auf die Lega beruft oder eine Rückkehr zu Österreich nicht ausschließt.

Und dennoch fällt auf, dass sich auch Theiner Argumente zueigen macht, die diese Plattform in dieser Form zum ersten Mal vertreten hat, und die noch vor wenigen Monaten beinahe unerhört waren. Ob es tatsächlich einen Zusammenhang zu gibt, sei dahin gestellt, doch man kann feststellen dass Theiner bereits viel sinnvoller argumentiert, als die Südtiroler Rechtsparteien — was gar nicht so schwierig ist. Zum Beispiel spricht er — wie Zeller vor ihm in der ff – von einem gemeinsamen Weg aller Südtiroler, ungeachtet ihrer Muttersprache.

Wenn es sich nicht mehr um ethnische Grabenkämpfe handelt, Deutsche gegen Italiener, sondern wenn man sich gemeinsam Gedanken über die Gestaltung der Zukunft macht.

Richard Theiner im TAZ-Interview

Die logische Konsequenz dieser positiven Sichtweise wäre wohl was bereits niwo in diesem Blog gefordert hatte: Dass die SVP zunächst ein klares Ziel definiert und sich dann sämtlichen Mitbürgern, auch ItalienerInnen und neuen SüdtirolerInnen öffnet, sofern sie die Erlangung dieses Zieles mittragen. Das wäre dann eine sofortige Vorwegnahme der positiven Auswirkungen der Eigenstaatlichkeit auf Parteiebene, und insofern ganz im Sinne von . Wie will die SVP auch sonst die Selbstbestimmung gemeinsam mit den »ItalienerInnen« anstreben?

Natürlich ist dies alles Zukunftsmusik, und selbstverständlich ist es zu früh für eine objektive Einschätzung. Doch ich konstatiere, dass es neben den fürchterlichen Angriffen der SVP/Dolomiten auch gemäßigtere Töne gibt. Allein die Tatsache, dass sich die Volkspartei an den Grünen orientiert, und dies sogar öffentlich kundtut, war bis vor kurzem unvorstellbar.

Diese Plattform wird an der Sache dranbleiben und kritisch beobachten, wie sich der Politkoloss Sammelpartei in dieser Hinsicht bewegt. Die plötzliche Kurskorrektur und die zum Teil unausgegorenen Positionen geben Anlass zur Vorsicht.

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Cattive compagnie.

Im Corriere dell’A. Adige vom Sonntag hat sich Florian Kronbichler sehr kritisch mit der vorsichtigen Öffnung der Grünen in Sachen Selbstbestimmung befasst. Ich gebe seine Einschätzung — vorerst unkommentiert — wieder:

Oggi mi devo far violenza. Per principio trovo repellente occuparmi di Selbstbe­stimmung, concetto di cui «autodeter­minazione» è una traduzione eufemi­stica. Parlarne mi riporta in mente il monito di Karl Kraus a proposito delle barzellette antigiu­daiche: «Chi ride è già d’accordo». Chi eleva la «Selbstbestimmung» a oggetto del dibattito poli­tico dev’essere consapevole di essere identificato o almeno messo in compagnia con chi del tema è titolare, ossia la destra sudtirolese, pantirolese e fondamentalmente antiautonomista. Condivido in pieno l’analisi di Toni Visentini (sul Corriere dell’Alto Adige, ndr) sulla nostal­gia di Selbstbestimmung in atto.

Allora, perché ci ritorno sopra? È vero, è già stato detto tutto, ma non su tutti. Mi rivolgo ai so­gnatori della Selbstbestimmung dell’ultima ora, i Verdi. Proprio in quella parte dell’universo politico – che meno si riteneva esposta al rischio di contagio – ora divampa la discussione, e se ne discute in modo non onesto. I Verdi, con un comunicato dal loro quartiere generale, si sono dissociati da una presa di posizione fondamentalmente pro-Selbstbestimmung della propria organizzazione giovanile. È un atto ipocrita oltre che ingeneroso. I giovani Verdi sono un fantasma, non esistono, e dissociarsi da essi è come bastonare il sacco quando si intende l’asino. I Verdi, se vogliono essere credibili, si devono confrontare con il loro capogruppo in Consiglio provinciale, Riccardo Dello Sbarba, cioè con se stessi.

È l’ex-presidente dell’Aula che in dibattiti e sul proprio sito-intemet cova il tema, proponendo soluzioni quali la doppia cittadinanza (italo-austriaca) ed esercitandosi in acrobazie semantiche sul concetto di Selbstbestimmung. Chiedo più chiarezza: i Verdi devono dire come la pensano in proposito. II loro comportamento – vago – lascia sospettare in essi le peggiori attitudini del radicalismo vecchio stampo. Si è per principio contro-sistema. II sistema è l’autonomia che a sua volta è governata dall’avversario politico (mo­derato) contro cui non c’è chance di reggere, quindi si vuol cambiare sistema e – non dichia­ratamente, ma nei fatti – ci si allea con chiun­que ci sta.

Riccardo Dello Sbarba è un ingenuo quando si inebria del plauso di nostalgici della Selbstbe­stimmung (come successo due mesi fa alla Cusanus di Bressanone). Ipotizza orizzonti da Stato ideale e pace eterna senza accorgersi che la pla­tea lo comprende solo in quanto testa di ponte alla Selbstbestimmung così come essa la concepisce: via da questo Stato! Ed è, da un politico di sinistra e verde, un comportamento irresponsabi­le.

Si è stufato dell’autonomia così com’è. Finisce per considerare un alleato il falco Karl Zeller che sentenzia che «l’autonomia dinamica è arrivata al capolinea». Compagnia da opposti estremi­smi. E mi dispiace.

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Sammelpanik.

Wie der Corriere dell’Alto Adige in seiner heutigen Ausgabe berichtet, plädiert nun auch Richard Theiner, Obmannkandidat der Südtiroler Volkspartei, für eine Wiederbelebung der Selbstbestimmungsfrage. Wenn selbst die Grünen davon sprächen, so seine Argumentation, dann müsse sich auch die Sammelpartei damit befassen. Nach besonnener Strategie klingt das nicht.

Einerseits kann es uns nur freuen, wenn immer breitere Teile der Südtiroler Politik Diskussionsbereitschaft signalisieren; andererseits muss genau diese Bereitschaft kritisch hinterfragt werden. Denn wie es aussieht handelt es sich bei der Volkspartei vor allem um kurzfristiges parteipolitisches Kalkül, damit die Zügel der Landespolitik auch weiterhin fest in ihrer Hand bleiben — und nicht um den Wunsch nach konstruktivem Dialog.

In diesem Sinne hat Parteisoldat Günther Heidegger aus seinem Schützengraben im Tagblatt sogleich klargestellt, was von der Öffnung der (Jungen) Grünen zu halten sei:

Kein Staat zu machen.
Ausschnitt aus den Dolomiten vom 20.03.2009

Das ist Fortführung der Politik unter der Gürtellinie. Wie demagogisch dabei vorgegangen wird, ist unschwer nachzuweisen. Da heißt es:

Plötzlich machen sich Leute für die Ausübung unseres Selbstbestimmungsrechts stark, die bislang höchstens ein abfälliges Grinsen oder ein verächtliches Kopfschütteln dafür übrig hatten. Und die Verfechter einer Volksabstimmung über die Zukunft des Landes als verkalkte Nostalgiker und nationalistische Wolkenschieber abgetan haben. […] Da drehn sich die Fähnchen im Wind.

Genau diese Vorwürfe treffen aber die Volkspartei mindestens genauso hart wie die Grünen, die sich ja niemals mit dem Istzustand begnügt haben.

Karl Zeller, bis vor wenigen Monaten auch bei einschlägigen Podiumsdiskussionen stets letztes Bollwerk der dynamischen Autonomie, zeigt gegenüber dem Wochenmagazin ff keine Bedenken, ebendiese Autonomie über Bord zu werfen, um eine neue Phase der Selbstbestimmung einzuläuten. Bei so viel Kohärenz bleibt einem die Puste weg. Obwohl auch er sich jetzt der typischen -Forderung nach einer sprachgruppenübergreifenden Lösung nicht mehr entziehen kann, scheint allzu eindeutig, dass diese letzte Windung der Sammelpartei nicht einem klar definierten Projekt entspringt, sondern der Angst, ihre historische Rolle einzubüßen, sowie der Notwendigkeit, parteiinterne Machtkämpfe auszutragen. Nach den schallenden Ohrfeigen der letzten Urnengänge macht die VP ohnehin bei vielem mit, was gerade en vogue ist und Wählerstimmen verspricht.

Genau jetzt, wo unser unermüdliches Engagement — der stete Tropfen höhlt den Stein! — seine ersten realen Früchte hervorbringt, gilt es größte Wachsamkeit, Nüchternheit und Distanz zu bewahren. Mehr denn je muss unsere Rolle eine prüfende und eine mahnende sein, um die hässlichen Fratzen völkischer und opportunistischer Verirrungen zu entlarven.

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Zurück in eine wundervolle Zukunft.

Italien wagt den Wiedereinstieg in die Atomkraft, eine sichere, günstige und umweltfreundliche Energiequelle. Endlich! Dazu einige Berichte des ZDF-Magazins Frontal 21, das sich wiederholt mit der Thematik befasst hat:

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=jYyXLlEjb6Q[/youtube]

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=O1_hMPyxe4A[/youtube]

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=YM5LqZLHNOo[/youtube]

Mihama, Barsebäck, Shearon Harris — Stör- und Unfälle in Atomkraftwerken passieren jedes Jahr, durch technisches und menschliches Versagen. Dieses Video der deutschen Grünen zeigt eine Auswahl von 1988 bis 2006:

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=HxpZWqDTlwM[/youtube]

Macht das nicht Lust auf mehr? Ich jedenfalls freue mich schon richtig auf eine strahlende Zukunft. Vielleicht beschließt ja die Regierung in Rom, auch bei uns ein schönes Kraftwerk anzusiedeln. Was wäre das ein riesiger Standortvorteil für unser Land!

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