Wenn Olfa Sassi, Kandidatin der Grünen bei den vergangenen Landtagswahlen und Mitglied im Konvent der 33, auf dem öffentlichen Facebook-Profil von Rechtsaußen Alessandro Urzì zum Eintrag “+++ SECESSIONE, I CONTRIBUENTI ITALIANI PAGANO IL GRUPPO DI LAVORO CHE PER LA PRIMA VOLTA TEORIZZA LO STRAPPO CON REFERENDUM DALL’ITALIA – È TEMPO DI REAGIRE +++” postet, dann tut man sich bisweilen schwer, die ethnozentristische Position der Turbonationalisten von jener der “Interethnischen” zu unterscheiden.
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Journalistinnen kritisieren Haltung der EU.
Sie sehen in Katalonien das Recht auf freie Meinungsäußerung in GefahrMehrere internationale Journalistinnen trieben Margaritis Schinas, Sprecher der Europäischen Kommission (EUK), in die Enge, als dieser gestern in einer Pressekonferenz die Position der EUK zum Ausdruck brachte, dass die Schließung auch privater Webseiten in Spanien wegen des geplanten Unabhängigkeitsreferendums eine interne Angelegenheit sei. Die Kommission vertraue der spanischen Verfassungsordnung und dem spanischen Recht, so Schinas, der auch darauf verwies, dass die Europäische Union keine Zuständigkeiten habe, die eine Einmischung zuließen.
Lorenzo Consoli von Askanews zweifelte an, dass die Einschränkung des Rechts auf freie Meinungsäußerung auf die spanische Verfassung eingegrenzt werden kann und kritisierte, dass die EUK dazu nichts zu sagen habe. Er stellte eine Parallele zur Situation in der Türkei her.
Schinas’ Antwort, dass es immerhin Richter seien, die die Maßnahmen verordnen, konterte Georgi Gotev (Euractiv) mit der Feststellung, dass dies auch in der Türkei der Fall sei, während David Carretta (Radio Radicale) darauf hinwies, dass er hier nicht um Interpretationen, sondern um Fakten gehe. Er fragte, warum die Kommission die Schließung von Cambodia Daily in Kambodscha verurteilt hat, während sie zu Katalonien schweigt.
Ivo Caizzi (Corriere della Sera) bezichtigte die EUK, zweierlei Maß (double standards) walten zu lassen. Er warf Schinas vor, dass die EU die Türkei oder Ungarn anders behandle, als Spanien im Umgang mit Katalonien. Außerdem habe sich die Kommission beim griechischen Referendum [während der Schuldenkrise] sehr wohl in interne Angelegenheiten eingemischt — was Schinas jedoch verneinte.
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Mossos: Öffentliche Sicherheit gefährdet.
Maßnahmen laut Landespolizeichef kontraproduktivAutor:a
ai
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Die katalanische Landespolizei Mossos d’Esquadra hat von der Staatsanwaltschaft die Order bekommen, von der katalanischen Regierung als Stimmlokal bekanntgegebene Örtlichkeiten zu identifizieren und — unter Umständen weiträumig — abzusperren. Außerdem sollen die Verantwortlichen, im Fall von Schulen etwa die jeweiligen Direktorinnen, befragt und mit der Abstimmung in Zusammenhang stehendes Material beschlagnahmt werden.
Wie katalanische Medien übereinstimmend berichten, sollen die Mossos zwar damit begonnen haben, mögliche Stimmlokale ausfindig zu machen und aufzusuchen. Allerdings soll Landespolizeichef Josep Lluís Trapero über die Absperrung wenig begeistert sein. In Berufung auf Polizeimitarbeiter heißt es, Trapero habe in einer internen Koordinierungssitzung die Befürchtung geäußert, dass die angeordneten Maßnahmen hinsichtlich der öffentlichen Sicherheit kontraproduktiv sein und größeren Schaden hervorrufen könnten, als ihre Unterlassung. Er wolle der Staatsanwaltschaft seine Position persönlich zur Kenntnis bringen.
Cëla enghe:
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Bürgermeister von Dublin kritisiert Repression.
Der Bürgermeister der irischen Hauptstadt Dublin, Micheàl Mac Donncha, hat sich in einem Brief an den spanischen Premierminister Mariano Rajoy (PP) gewandt. Darin bringt er seine Sorge und sein Unverständnis für das Vorgehen gegen die katalanischen Bürgermeisterinnen in Zusammenhang mit dem geplanten Selbstbestimmungsreferendum vom 1. Oktober zum Ausdruck und plädiert für die sofortige Einstellung jeglicher Bedrohung. Demokratische Forderungen sollten stets im Rahmen demokratischer Werte und politischen Dialogs gelöst werden, nicht mit Drohungen und Gerichtsverfahren gegen Bürgerinnen und Amtspersonen, so Mac Donncha.
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Britische Allparteiengruppe für katalanisches Referendum.
Neben mehreren dänischen Abgeordneten zum Folketinget und knapp 50 Europaabgeordneten sandten auch Mitglieder und Unterstützerinnen des All-Party Parliamentary Group on Catalonia des Parlaments von Wesminster einen Brief an den spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy (PP). Sie fordern darin, das Referendum vom 1. Oktober nicht weiter zu behindern. Die bisher von Madrid ergriffenen Maßnahmen bezeichnen sie als »Affront gegen die Demokratie«.
Letter From Members and Supporters of the APPG Catalonia on the Current Situation in Catalonia
c/o Hywel Williams MP
Houses of Parliament
Westminster
London
SW1A 0AAE-mail: info@appgcatalonia.org.uk
We, the undersigned, have a range of opinions on whether Catalonia should be independent or remain part of Spain. However, we all agree that the issue should be decided by the people of Catalonia in a democratic and peaceful way.
Consequently we are extremely disturbed by the measures taken by the Spanish Government to prevent the referendum, agreed to by the Catalan Parliament, taking place on 1 October.
These measures include: taking to court 700 Catalan mayors for allowing preparations for the vote to go ahead, seizing campaign material and ballot papers, threatening to cut off power to polling stations, arresting and charging a newspaper editor accused of aiding the preparations for the referendum and banning a public meeting called in Madrid to discuss the issue. The Spanish government are taking further steps daily and have now sent in the Civil Guards to occupy government buildings, with ministers and officials arrested, and the Spanish Government has taken control of the Catalan Government’s finances.
Both King Felipe VI and the Prime Minister of Spain, Mariano Rajoy, have publicly called on Catalans not to vote. We believe, however, that the democratic way to proceed would for opponents of Catalan independence to campaign for their position in the referendum. That was the stance of the UK government in respect of the Scottish independence referendum in September 2014.
This referendum was democratically agreed to by the Catalan Parliament. To attempt to impede or stop it through sanctions, criminal charges and direct action by the Spanish state is an affront to democracy and threatens to embitter relations between Catalonia and the rest of Spain.
We call on the Spanish Government to allow this democratic test of Catalan opinion to go ahead on 1 October without further hindrance.
Hywel Williams MP, Chair of the All Party Parliamentary Group on Catalonia
Lord Berkeley, Deidre Brock MP, Douglas Chapman MP, Joanna Cherry MP, Ronnie Cowan MP, Martin Docherty-Hughes MP, Patricia Gibson MP, Neil Gray MP, Drew Henry MP, Ben Lake MP, Chris Law MP, Stewart McDonald MP, Angus B. MacNeil MP, Carol Monaghan MP, Gavin Newlands MP, Lord Rennard, Andrew Rosindell MP, Tommy Sheppard MP, Chris Stephens MP, Martin Vickers MP, Lord Wigley
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EU-Abgeordnete schreiben Rajoy.
Nach den Abgeordneten zum dänischen Folketinget schrieben nun 48 Mitglieder des Europaparlaments (aus 19 Ländern und sechs Fraktionen) dem spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy (PP) einen Brief, um gegen die Repression in Katalonien zu protestieren. Der verdeckte Ausnahmezustand in der Region widerspreche den EU-Verträgen und der Grundrechtecharta. Die Abgeordneten kritisieren die Judizialisierung der Selbstbestimmung und fordern Spanien zu einem konstruktiven Umgang mit der »legitimen Forderung« nach einem Referendum auf.
Herbert Dorfmann (SVP) hat den Brief genausowenig unterzeichnet wie andere Mitglieder der EVP-Fraktion.
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Mr. Mariano Rajoy Brey,
President of the Government of Spain
As elected Members of the European Parliament, we would like to express our deep concern regarding the situation in Catalonia, which has reached a critical point.
The repressive actions and threats carried out by the Spanish authorities, mainly the Spanish police, against civil servants, MPs, mayors, media, companies and citizens during these last few days are not only a violation of basic fundamental rights but a wrong approach to handle a political question.
We are aware that 14 high-ranking government officials have been arrested by the Guardia Civil, and 5 Ministries of the Catalan Government have been raided, de facto Catalonia lives under an undeclared état de siege that goes against the EU Treaties and the EU Charter of Fundamental Rights.
These actions are unacceptable and we demand you to backtrack immediately.
The separation of powers is the cornerstone of any democratic society and the use of judiciary and legal action to deal with a matter of a political nature is a mistake and an abuse and misuse of power.
Politicians, not judges or police forces, should primarily deal with political disagreements in any European democratic country.
The debates in the Catalan Parliament to call a referendum on independence that has a wide support from the Catalan population cannot lead to a court case being brought by the Spanish government against its President and bureau. Thus, these breaches of freedom of expression and freedom of assembly are not acceptable in the European Union democratic standards, so it is our duty, as Members of the European Parliament, representing European citizens, to condemn these disproportionate reactions from the Spanish authorities to the political legitimate claim of Catalan society for a self-determination referendum. We call the Spanish government to stop its repressive actions immediately, stop violating civil rights and play a constructive role and engage, immediately, in a political dialogue with the Catalan authorities.
Yours sincerely,
MEP Jordi Solé (Greens/EFA), MEP Josep-Maria Terricabras (Greens/EFA), MEP Ramon Tremosa (ALDE), Monika Vana (Greens/EFA), Mark Demesmaeker (ECR), Sander Loones (ECR), Helga Stevens (ECR), Bart Staes (Greens/EFA), Ernest Urtasun (Greens/EFA), Helmut Scholz (GUE/NGL), Barbara Lochbihler (Greens/EFA), Fabio de Masi (GUE/NGL), Maria Heubuch (Greens/EFA), Rina Ronja Kari (GUE/NGL), Margrete Auken (Greens/EFA), Indrek Tarand (Greens/EFA), Izaskun Bilbao (ALDE), Lídia Senra Rodríguez (GUE/NGL), Tania González Peñas (GUE/NGL), Miguel Urban Crespo (GUE/NGL), Estefanía Torres Martínez (GUE/NGL), Xabier Benito Ziluaga (GUE/NGL), María Dolores Sánchez Caldentey (GUE/NGL), Josu Juaristi (GUE/NGL), Merja Kyllönen (GUE/NGL), Jussi Halla-Aho (ECR), José Bové (Greens/EFA), Pascal Durand (Greens/EFA), Hans-Olaf Henkel (ECR), Benedek Jávor (Greens/ALE), Matt Carthy (GUE/NGL), Martina Anderson (GUE/NGL), Liadh Ni Riada (GUE/NGL), Lynn Boylan (GUE/NGL), Barbara Spinelli (GUE/NGL), David Borrelli (EFDD), Petras Austrevicius (ALDE), Tatjana Zdanoka (Greens/EFA), Ana Gomes (S&D), Renate Weber (ALDE), Bodil Valero (Greens/EFA), Ivo Vajgl (ALDE), Igor Soltes (Greens/EFA), Jill Evans (Greens/EFA), Molly Scott (Greens/EFA), Jean Lambert (Greens/EFA), Ulrike Müller (ALDE)
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