→→ Archif di cuntribuć esterns →→

  • italia&biancofiore.

    Wer gedacht hatte, dass ein Laden mit dem Namen italia&amore in Bozen unpolitisch sein könnte, hat die Rechnung — mindestens — ohne Michaela Biancofiore gemacht. Die Weihnachtsfeier ihres rechten Splitterparteisplitters fand bei italia&amore statt, Weihnachtsfraukostüm und Schoßhund Puggy inklusive.

    Für die, die an Zufälle glauben, hat sie natürlich ausdrücklich betont, dass das Lokal ganz bewusst aufgrund des Namens gewählt wurde.

    Cëla enghe: 01



    Einen Fehler gefunden? Teilen Sie es uns mit. | Hai trovato un errore? Comunicacelo.
  • Doppelpass, Reinhold Messner bedroht.

    Bergsteigerlegende Reinhold Messner soll in der angeheizten Diskussion um den Doppelpass Gewalt angedroht worden sein — dies berichtet die Tageszeitung in Berufung auf den Standard. Er habe schon E-Mails bekommen, in denen stand, dass man ihn abstechen werde, so der ehemalige EU-Abgeordnete der Grünen.

    Mit Messners Argumenten bin ich zwar im großen und ganzen ebensowenig einverstanden, wie mit denen vieler anderer Gegner- und Befürworterinnen des Doppelpasses für Südtirolerinnen. Doch ich will ihm hiermit ausdrücklich meine vollste Solidarität aussprechen, denn eine Demokratie muss auch harte, kontroverse und angeheizte Diskussionen aushalten und friedlich austragen können. Nichts, aber auch wirklich gar nichts rechtfertigt Gewalt gegen Personen oder Sachen, und zwar ungeachtet, ob es sich um physische oder seelische Gewalt (bzw. deren Androhung) handelt. Wer zu solchen Mitteln greift, disqualifiziert sich selbst und schadet nicht nur der Sache, der sie zu dienen glaubt — sondern auch der Demokratie als ganzes.

    Dagegen gilt es ohne wenn und aber anzukämpfen.

    Cëla enghe: 01



    Einen Fehler gefunden? Teilen Sie es uns mit. | Hai trovato un errore? Comunicacelo.
  • Barcelona gegen Auflösung von Diplocat.

    Wie der stellvertretende Bürgermeister von Barcelona, Gerardo Pisarello (Barcelona en Comú), am Freitag mitteilte, hat die Gemeindeverwaltung der katalanischen Hauptstadt beschlossen, die Auflösung der katalanischen Auslandsvertretungen gerichtlich anzufechten. Über die zentralstaatliche Zwangsverwaltung der Generalitat hatte das Madrider Finanzministerium kürzlich beschlossen, bis auf jene in Brüssel sämtliche Vertretungen sofort zu schließen und das gesamte Diplocat — Public Diplomacy Council of Catalonia abzuwickeln. Alle Mitarbeiterinnen sollten bis Ende Dezember entweder versetzt oder entlassen werden.

    Das Vorhaben hat nichts mit der angeblich beabsichtigten Wiederherstellung der verfassungsmäßigen Ordnung zu tun, sondern kann als eine mehrerer Maßnahmen zur politischen Erniedrigung Kataloniens eingeordnet werden — die jedoch ihre einschüchternde Wirkung verfehlt haben.

    Wie die Gemeindeverwaltung von Barcelona nun argumentiert, war und ist die beabsichtigte Auflösung gesetzeswidrig, da die Auslandsvertretungen einem Konsortium unterliegen, in dem neben der Generalitat Dutzende weitere öffentliche Körperschaften vertreten sind. Zum Beispel auch die Stadtverwaltung von Barna. Die katalanische Regierung (und demnach die spanische Regierung, die sie vorläufig vertritt) habe also gar nicht das Recht, das Diplocat einseitig und ohne Einverständnis des Konsortiums abzuwickeln.

    Wie Pisarello unterstrich, habe Barcelona beschlossen, diesen Schritt zu setzen, um die Selbstverwaltung Kataloniens zu verteidigen, die auch die Selbstverwaltung Barcelonas sicherstelle.

    Cëla enghe: 01 02 03



    Einen Fehler gefunden? Teilen Sie es uns mit. | Hai trovato un errore? Comunicacelo.
  • Repression ohne Ende.

    Im Anschluss an die Wahl vom Sonntag hatte der katalanische Präsident Puigdemont dem spanischen Ministerpräsidenten Rajoy erneut ein Gesprächsangebot unterbreitet, das der einmal mehr ausschlug.

    Indes wurde ein Papier der Militärpolizei Guardia Civil bekannt, in dem die massiven Sezessionskundgebungen der letzten Jahre, an denen sich — jeweils zum katalanischen Feiertag — Millionen Menschen beteiligt hatten, als »Rebellion« eingestuft werden. Es handelt sich dabei um einen Straftatbestand, auf den in Spanien bis zu 30 Jahre Freiheitsentzug stehen.

    Und schließlich gab Richter Lamela vom Tribunal Supremo heute bekannt, dass er das gegen Mitglieder der katalanischen Regierung und die Jordis laufende Gerichtsverfahren auf Artur Mas, ERC-Generalsekretärin Marta Rovira, die scheidende CUP-Abgeordnete Anna Gabriel, PDeCAT-Koordinatorin Marta Pascal, die bisherige Fraktionssprecherin Mireia Boya (CUP) sowie die AMI-Präsidentin Neus Munté ausdehnt. Ihnen droht ebenfalls eine Anklage wegen Rebellion.

    An den Urnen unterlegen, fährt der Zentralstaat unbeirrt mit der Repression fort.

    Cëla enghe: 01 02 03



    Einen Fehler gefunden? Teilen Sie es uns mit. | Hai trovato un errore? Comunicacelo.
  • 3 Erkenntnisse.

    Autor:a

    ai

    |

    0 Comentârs → on 3 Erkenntnisse.

    Drei Beobachtungen zur gestrigen Wahl in Katalonien:

    • Die “schweigende Mehrheit“ scheint ein Mythos zu sein.
    • Mit Schlagstöcken und Inhaftierungen gewinnt man in einer Demokratie keine Sympathien.
    • Die Wahl ist über Manipulation — zumindest zugunsten der Unabhängigkeitsparteien — erhaben, da sie unter der Schirmherrschaft der Madrider Zentralverwaltung organisiert wurde.


    Einen Fehler gefunden? Teilen Sie es uns mit. | Hai trovato un errore? Comunicacelo.
  • 21D: Unionistische Städte, separatistisches Land?

    Zugleich haben allerdings auch die „spanientreuen“ Unionisten, besonders in den urbanen Zentren, ihre grundtiefe Ablehnung jeder Loslösung vom Gesamtstaat geschlossen behauptet.

    schreibt Lorenz Gallmetzer auf Salto

    Ist diese Interpretation der Wahlergebnisse von Fakten gedeckt? Ja, wenn damit gemeint ist, dass sich die Unionistinnen eher in den Städten konzentrieren. Nein, wenn suggeriert werden soll, dass die Stadtbevölkerung auch nur annähernd geschlossen gegen (und die Landbevölkerung geschlossen für) die Sezession ist.

    In Katalonien ist die Metropole Barcelona größenmäßig dominierend. Betrachten wir das Gemeindegebiet der Hauptstadt, sehen wir jedoch, dass hier — also im pulsierenden Zentrum der mehrere Gemeinden umfassenden Agglomeration — die ausdrücklichen Unabhängigkeitsgegnerinnen (Cs, PSC, PP) auf 43,5% und die sezessionistischen Kräfte (JxC, ERC, CUP) auf 45,8% der Stimmen kommen.

    In den Provinzhauptstädten Lleida (43,0% vs 50,4%) und Girona (32,3% vs 62,16%) fällt das Ergebnis noch viel deutlicher — mit absoluter Stimmenmehrheit für die Unabhängigkeitsparteien — aus. Lediglich Tarragona (55,2% vs 36,7%) tanzt hier traditionell aus der Reihe.

    Um das Wachstum von Ciutadans zu verstehen, muss man sich hingegen vor allem im sogenannten Cinturó, dem historisch in sozialistischer Hand befindlichen, im Laufe der Jahre weiter nach rechts gerückten einwohnerstarken Gürtel rund um Barcelona umsehen, wo besonders viele Einwandererinnen aus anderen spanischen Regionen leben.

    In Katalonien sind, anders als das Narrativ von einem angeblichen Stadt-Land-Gefälle nahelegen könnte, traditionell eher die besser Ausgebildeten, Akademikerinnen und Linken für die Abspaltung von Spanien.



    Einen Fehler gefunden? Teilen Sie es uns mit. | Hai trovato un errore? Comunicacelo.
  • 21D: Das Wahlergebnis.

    Katalonien hat heute ein neues Parlament gewählt.

    • Die massive Einschüchterung des Zentralstaats hat nicht gewirkt. Bei hoher Wahlbeteiligung (rund 82%) haben die Wählenden den sezessionistischen Kräften trotz widriger Verhältnisse den Rücken gestärkt.
    • Junts per Catalunya (JxCat – 21,7%), ERC (21,4%) und CUP (4,5%) kommen gemeinsam auf 70 von 135 Sitzen. Sie behalten somit die absolute Mehrheit im Parlament.
    • Entgegen jeglicher Prognose landete Puigdemonts JxCat mit voraussichtlich 34 Sitzen vor ERC (32). Eine starke Aufholjagd hatten die Umfragen der letzten Wochen aber schon aufgezeigt.
    • Die unionistische Ciutadans (Cs – 25,4%) ist mit voraussichtlich 36 Sitzen (2015: 25 Sitze) erste Kraft, was vor allem dem Austritt von ERC aus Junts pel Sí geschuldet ist. JxCat und ERC gemeinsam kommen auf 66 Sitze.
    • Die »155er Parteien« Cs, PSC (13,9%) und PP (4,2%) erringen laut vorläufigem Endergebnis gemeinsam nur 57 Sitze.
    • Der PP, der Katalonien seit Oktober unter Zwangsverwaltung von Madrid aus regiert hat, erlebt ein regelrechtes Debakel, hat fortan wohl nur noch vier Sitze (statt 11 wie bisher) und landet damit gleichauf mit der radikal linken, pro-sezessionistischen CUP (von 10 auf 4 Sitze).
    • Die selbstbestimmungsfreundliche Catalunya en Comù – Podem (7,5%) erringt acht Sitze (es waren 11). Parteien und Listen, die ein Referendum unterstützen, kommen somit auf 78 Sitze.

    Was nun, Europa? Was nun, Mariano Rajoy?

    Cëla enghe: 01 || 01 02 03



    Einen Fehler gefunden? Teilen Sie es uns mit. | Hai trovato un errore? Comunicacelo.

You are now leaving BBD

BBD provides links to web sites of other organizations in order to provide visitors with certain information. A link does not constitute an endorsement of content, viewpoint, policies, products or services of that web site. Once you link to another web site not maintained by BBD, you are subject to the terms and conditions of that web site, including but not limited to its privacy policy.

You will be redirected to

Click the link above to continue or CANCEL