Fonte: A. Adige
Un vero successo elettorale: i cartelli dislessici di Michaela Biancofiore.
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Fonte: A. Adige
Un vero successo elettorale: i cartelli dislessici di Michaela Biancofiore.

Die Selbstbestimmung ist ein Thema, das in Südtirol zwar noch nicht ganz die Mitte des politischen Spektrums erreicht hat, sehr wohl aber die Mitte der Gesellschaft: Obwohl während der letzten Jahre versucht wurde, den Wunsch nach einer demokratischen Abstimmung kleinzureden, konnten die Parteien, die sich für die Selbstbestimmung starkmachen, noch einmal drei Sitze (oder 37,5%) dazugewinnen. Das Fazit kann nur sein: Diese Strategie ist fehlgeschlagen. Wenn inzwischen elf von 35 Abgeordneten dafür sind, die Südtiroler über die Zukunft ihres Landes entscheiden zu lassen, handelt es sich dabei wohl endgültig nicht mehr um ein marginales Thema. Natürlich, angesichts der Mehrheitsverhältnisse kann man es noch fünf weitere Jahre ignorieren, sollte sich dann aber nicht wundern, wenn die »klassischen« Unabhängigkeitsparteien weiter zulegen.
Die Alternative wäre, dass die Regierungsmehrheit die Realität zur Kenntnis nimmt und mit den Bügern in einen Dialog tritt, der nicht weiterhin auf grundsätzlicher Verweigerung und »Kriminalisierung« beruht, sondern auf Inhalten. Wiewohl
die Unabhängigkeit befürwortet, liegt es uns fern, den Unionisten einen inhaltlichen Schwenk nahezulegen. In einer Demokratie muss die Bevölkerung jedoch mittelfristig in die Lage versetzt werden, einen freien Entscheid herbeizuführen.
Der nächste Meilenstein muss also sein, vorurteilsfrei über Union oder Loslösung zu diskutieren — und nicht mehr darüber, ob wir in einer Demokratie eine demokratische Abstimmung abhalten dürfen. Wenn die Landtagsmehrheit diese Angelegenheit aussitzen und weiterhin breite Teile der Gesellschaft politisch marginalisieren will, sieht sie wohl einer weiteren Schrumpfung entgegen.
Nachtrag: Mehrjahrestrend.

Das Parlament von Québec verabschiedete vorgestern einstimmig einen Antrag, der das Recht des Landes auf Selbstbestimmung unterstreicht. Es handelt sich dabei um eine Reaktion auf die Ankündigung des konservativen kanadischen Regierungschefs, Stephen Harper, das »Gesetz 99« aus dem Jahr 2000 anzufechten, mit dem Québec die Ausübung des Selbstbestimmungsrechtes geregelt hatte.
Der Antrag, der festhält, dass die Selbstbestimmung den Bürgerinnen und Bürgern Québecs gehört und von keinem Parlament und von keiner Regierung eingeschränkt werden kann, wurde von allen 114 anwesenden Abgeordneten — Unionisten und Separatisten — gutgeheißen. Im Text heißt es ferner, dass bei einem etwaigen Referendum die absolute Mehrheit von 50 Prozent + 1 Stimme reicht, um eine Entscheidung herbeizuführen. Die Formulierung der Fragestellung stehe dem Parlament von Québec zu. Beides hatte die Bundesregierung in Ottawa letzthin in Frage gestellt.
Insgesamt wies das Landesparlament das Vorgehen der Bundesregierung als »Einmischung in die Demokratie Québecs« zurück.
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