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  • Grüner Durchbruch gegen GVO.

    Wie Riccardo dello Sbarba in seinem Blog berichtet, ist den Grünen in der zuständigen Landtagskommission gelungen, Südtirol frei von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) zu halten. Mittels mehrerer Abänderungsanträge, welche die Zustimmung der Mehrheit gefunden haben, konnten einige Schlupflöcher im 13. Artikel des neuen Naturschutzgesetzes geschlossen werden. Mehrere schwammige Formulierungen hätten der Landesregierung andernfalls gestattet, den Anbau von GVO unter Auflagen zu ermöglichen.

    Das schon bisher gültige Verbot bleibt nun mindestens bis 2011 gültig. Bis dahin soll auf EU-Ebene die Einführung gentechnikfreier Regionen erreicht werden.

    gratuliert der grünen Landtagsfraktion zu diesem entscheidenden Beitrag für ein GVO-freies Südtirol.



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  • Unter Landesaugen.

    Abfahrten Klausen.

    Gestern wurde der neu renovierte Bahnhof Klausen mit großem Trara von der Landespolitik eingeweiht. Schienennetzbetreiber RFI (Staatsbahnen) hat diese nagelneue, »perfekt zweisprachige« Abfahrtstafel Partenzetafel dazuspendiert. Ob sie dem anwesenden Landeshauptmann — der wohl nicht den Zug benützt hat — aufgefallen ist?

    (Zusatzbemerkung: Als unsere Volksvertreter vor einigen Jahren die neue Methangastankstelle an der MeBo eröffnet haben, haben sie sich an der fehlenden Zweisprachigeit offensichtlich auch nicht gestört. Den Zustand haben sie nicht bemängelt oder gar zum Anlass genommen, sprachpolitische Kursänderungen einzuleiten. Im Gegenteil: Die offensichtlich »einsprachige« Tankstelle war auch noch Gegenstand eines pompösen, mit Fotos garnierten Artikels in der landeseigenen Werbebroschüre »Das Land Südtirol«.)

    Cëla enghe: 01 02 03 || 01



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  • «Giù le mani»?
    Ma i giornalisti locali della Rai farebbero meglio a battersi al grido di «Los von Trient»


    di Romano Viola

    C’era da scommetterci: alla notizia della possibile provincializzazione della Rai locale, i giornalisti italiani hanno subito gridato: «Giù le mani!». E’ dal 1992, anno della chiusura del Pacchetto, che noi italiani non facciamo che gridare: «Giù le mani!», ad ogni nuova competenza provinciale. Ricordate? Giù le mani dalla scuola! Giù le mani dai beni demaniali dello Stato! Giù le mani dalle strade dell’Anas! Giù le mani dalle centrali elettriche! Giù le mani dal Conservatorio! Ogni volta venivano ipotizzati rischi spaventosi. Ed ogni volta, dopo la provincializzazione, tutto poi funzionava molto meglio di prima.
    L’acme delle paure irrazionali fu raggiunto una dozzina di anni fa, con la provincializzazione della scuola. Ci furono strilli infiniti, a destra come a sinistra, al pensiero della libertà d’insegnamento minacciata dall’orrida Svp. Poi, come sappiamo, la libertà non è stata toccata e il temuto Orco-Provincia ha pagato gli insegnanti molto più che lo Stato: tanto strillare per nulla! Ciò premesso, qualcuno mi spiega perché mai una Provincia che lascia piena libertà agli insegnanti della scuola, del Conservatorio, dell’Università, dovrebbe toglierla proprio ai giornalisti della Rai?
    Non sono uno specialista dell’informazione. Eppure a me sembra che una Rai provincializzata potrebbe aprire ai giornalisti italiani opportunità professionali – nonché occupazionali – di notevole interesse. Fino ad oggi, dopo tutto, hanno sempre dovuto dividere a metà con la Rai di Trento i magri spazi disponibili per le trasmissioni radiotelevisive. Una Rai gestita della Provincia potrebbe garantire spazi molto maggiori. E i giornalisti potrebbero dare al gruppo linguistico italiano informazioni e servizi più ampi e ricchi di quelli attuali.
    Per finire, prendo il coraggio a due mani per un paio di domande un po’ provocatorie: i giornalisti italiani della Rai di Bolzano non si sentono professionalmente un po’ condizionati dal dover sempre lavorare in simbiosi, come gemelli siamesi, con la Rai di Trento? Non sarebbe forse allora molto più vantaggioso per loro (se mi si passa la battuta) lanciare un bel «Los von Trient!», più che il solito «Giù le mani dalla Rai!»?


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  • Rosenkranz — ein Warnsignal.

    [youtube]http://www.youtube.com/watch?v=dSTuon4p2mY[/youtube]

    Niemand sage, er habe nicht gewusst, von wem er sich da vor den Karren spannen lässt — wenn jetzt die FPÖ eine Kandidatin mit extrem rechten Positionen für die Bundespräsidentschaftswahl aufstellt. Eine, deren Ehemann eine Liste angeführt hat, die wegen NS-Wiederbetätigung verboten wurde. Und eine, die das NS-Verbotsgesetz für verfassungswidrig hält.


    Nachgereicht:

    [youtube]http://www.youtube.com/watch?v=U2Qa7LNMO30[/youtube]

    Nur eine Frage (ein Nachhaken um genau zu sein) fehlt mir in diesem Interview. Wer draufkommt welche, bekommt zwar keinen Kasten Bier wie bei Markus Lobis, darf sich aber der ehrlichen Bewunderung der -Leserschaft sicher sein.



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  • Sprachgesetz gerichtlich bestätigt.

    Dem katalanischen Unternehmer Manuel Nevot war 2006 von der Agència Catalana de Consum (ACC) eine Strafe in Höhe von 400 Euro ausgestellt worden, weil er die Aufschriften seines Immobilienbüros nicht »zumindest auf Katalanisch« angebracht hatte, wie es das dortige Sprachgesetz vorschreibt. Außerdem waren die amtlichen Beschwerdehefte* nur auf Spanisch verfügbar. ACC verfügte die sofortige Herstellung der Legalität.

    Der Unternehmer argumentierte jedoch, er habe beruflich vor allem mit Spanierinnen aus anderen Regionen zu tun und weigerte sich, der Aufforderung von ACC nachzukommen. Er ging gerichtlich gegen die Auflagen und gegen das Sprachgesetz insgesamt vor, welches seiner Auffassung nach »die Freiheit der physischen und juristischen Personen einschränkt, sich einer beliebigen Sprache zu bedienen«. Das Gericht jedoch bestätigte jetzt die Auflagen sowie das Sprachgesetz in allen Punkten, indem es ausdrücklich feststellte, dass »mit der Strafe nicht der Gebrauch der spanischen Sprache, sondern das Fehlen des Katalanischen sanktioniert wurde« und dass das Sprachgesetz »die freie Sprachwahl des Einzelnen nicht schwächt, sondern stärkt«. Mit dieser letzten Argumentation bestätigte das Gericht die Generalitat [w], welche die Sprachrechte der Bürger- und der Konsumentinnen stets über die der Unternehmen und Behörden stellt.

    Cëla enghe: 01 02 03 04

    *) In Spanien ist jeder Betrieb verpflichtet, fortlaufend nummerierte Beschwerdehefte zu führen, die in regelmäßigen Abständen den Behörden vorzuweisen sind. Darin können Konsumentinnen ihre Reklamationen eintragen.



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  • Integrationsdesaster.

    Gestern war Zuwandererstreik. Mit dieser Form des Protestes wollten zahlreiche Immigranten darauf aufmerksam machen, dass sie einen unersetzlichen Beitrag dazu leisten, dass unsere Gesellschaft — oder banaler ausgedrückt: unser Alltag — funktioniert. Diese Menschen dürfen nicht dauernd angefeindet, ausgegrenzt und unter Generalverdacht gestellt werden, sondern sind als Vollmitglieder unserer Gesellschaft zu integrieren!

    Zuwandererstreik.

    Leider war die Veranstaltung selbst ein deutliches Alarmsignal für die mangelhafte Einbindung dieser Menschen in unsere Gesellschaft. Am Bozner Musterplatz, wo ich Gelegenheit hatte, mir eine farbenfrohe Streikveranstaltung kurz näher anzusehen, bot sich das Bild einer ahnungslosen Parallelgesellschaft, die wir durch die Gleichgültigkeit der Institutionen, der Bevölkerung, ja selbst der NROs völlig selbstverschuldet »heranzüchten«. Nicht nur, dass kein einziges deutsches Wort zu vernehmen war; bei ihrer öffentlichen Präsentation stellten sich die Zuwanderer selbst als angeblich »gut integrierte Italiener« dar, die »des Italienischen mächtig« sind und »Italien lieben«. Nicht im mindesten Detail war feststellbar, dass sich jemand mit der mehrsprachigen und multikulturellen Realität dieses Landes auseinandergesetzt hatte — bzw. in irgendeiner Form damit konfrontiert wurde. Diese Menschen sind nicht in Südtirol angekommen, und das finde ich erschütternd. Das ist eine tickende Zeitbombe — nicht für die Mehrheit, die Minderheit, die Autonomie oder den Proporz, sondern für die Gesamtgesellschaft und imprimis für diese Menschen.

    Ich behaupte, dass gut integrierte (und nicht assimilierte!) Zuwanderer sogar für das Verhältnis zwischen Deutschen, Italienern und Ladinern ein Mehrwert und ein Entspannungsfaktor sein könnten, und dass dies mit relativ geringen finanziellen Mitteln möglich wäre. So wie die Situation gehandhabt wird, handeln wir uns jedoch in absehbarer Zeit eine vierte Gruppe mit enormer sozialer Sprengkraft ein.

    Cëla enghe: 01



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  • Fortwährende Beschneidung.
    Umwelt

    Und wieder zieht die Vorzeigeautonomie den Kürzeren: Wie das Verfassungsgericht bescheinigt, liegt die Zuständigkeit in Sachen Umweltschutz beim Staat — und der hatte verordnet, dass Abfälle nur von zugelassenen Unternehmen zu einem Recyclinghof transportiert werden dürfen. Das ist eine Norm, die in Regionen mit massiven Mafiaproblemen durchaus sinnvoll sein kann. In Südtirol jedoch entbehrt sie jeder Logik und stellt eine überflüssige bürokratische und organisatorische Hürde dar.

    Gerade weil das kein lebenswichtiger Bereich ist, zeigt das Beispiel, wie abhängig wir noch bis in’s letzte Detail davon sind, was in Rom entschieden wird.


    Erst kürzlich wurde im erheblich relevanteren Bereich der öffentlichen Ausschreibungen ebenfalls das Landesgesetz gekippt. Obwohl beruflich selbst davon betroffen, muss ich gestehen, noch keinen Durchblick über Art und Tragweite der Änderungen erlangt zu haben. Nur soviel: Landesrat Mussner hat die hastige und völlig chaotische Angleichung an die staatliche Gesetzeslage auch noch als Vorteil verkauft — weil Südtiroler Unternehmen dann staatsweit zu gleichen Bedingungen arbeiten könnten. Wenn wir diese Auffassung zu Ende denken, sollte der Landesrat vielleicht die Abschaffung der Autonomie fordern!



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