Für Freunde des Wintersports gibt es gute Nachrichten. Eine längst überfällige Euregio-Maßnahme soll laut der ORF-Sendung Tirol Heute vom 5. Dezember 2016 ab dem Winter 2017/18 Realität werden: der euregioweite Lawinenwarndienst und somit ein einheitlicher Lawinenlagebericht für den gesamten Tiroler Alpenhauptkamm. 800.000 Euro stehen für dieses wichtige — weil potentiell lebensrettende — Projekt zur Verfügung. Wind und Wetter halten sich bekanntlich nicht an irgendwelche Verwaltungsgrenzen. Für Skifahrer und Snowboarder, die entlang des Alpenhauptkammes unterwegs sind, sollte es dann ab dem kommenden Jahr egal sein, ob sie nördlich oder südlich abfahren — sie erhalten einheitliche, professionelle Informationen über das Risiko aus einer Hand. Es soll eine gemeinsame, dreisprachige Webseite (Deutsch, Italienisch und Englisch) geben und auch die Wetterberichte der drei Länder Trentino, Südtirol und Bundesland Tirol werden auf die gesamte Euregio ausgedehnt.
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Lawinen kennen keine Grenzen.
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Ladinität aberkannt.
QuotationSollte es so ausschauen, dass sich etwas ändert, dann werden wir, als Ladiner die für Grödnerisch und Gadertalisch da sind, auch eventuell ein Referendum [über die ladinische Schriftsprache] in die Wege leiten, um das zu bestätigen, was wir eigentlich immer gehabt haben, auf der kulturellen Seite. Die Sprache ist unsere [sic] Fundament. Aber noch ganz kurz zurück zum Referendum: Da muss ich sagen, da wäre eigentlich vorgesehen, dass alle mitmachen könnten — die Belluneser, die Trentiner und die Südtiroler Ladiner. Nein, wir sind der Meinung, dass dort nur ein Referendum eventuell für die Südtiroler Ladiner sein [sollte], weil eigentlich das richtige Ladinisch ist immer nur der [sic], der im Gadertal und im Grödental gesprochen wird.
— Landesrat Florian Mussner (SVP), für ladinische Kultur zuständig, spricht am 1. Dezember im Landtag Souramont und Fascia die Ladinität ab.
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Österreich, Italien: O’gstimmt is.
Gestern war aus meiner Sicht ein (ziemlich) guter Wahl- und Abstimmungssonntag.
Weil in Österreich mit Alexander Van der Bellen eine Person zum Bundespräsidenten gewählt wurde, der an Vielfalt und Toleranz mehr gelegen ist, als an »Österreich beschützen«.
Und weil in Italien eine unausgegorene, zentralistische, unter Umständen demokratiegefährdende Verfassungsreform mit klarer Mehrheit abgewiesen wurde.
Wermutstropfen sind:
- dass in Österreich ein rechtsradikaler und deutschnationaler Kandidat fast die Hälfte der WählerInnen für sich gewinnen konnte;
- dass die Südtirolerinnen die italienische Verfassungsreform mit großer Mehrheit angenommen haben.
Kein anderes autonomes Gebiet in Italien hat der Reform zugestimmt; und in keiner italienischen Provinz war das Ja so stark, wie hierzulande. Dies bedeutet wohl, dass die SVP — die für das Ja geworben hatte —bei den Menschen zumindest in Autonomiefragen nach wie vor große Glaubwürdigkeit genießt.
Trotzdem steht nun auch die Sammelpartei vor einem Scherbenhaufen: Das Pferd, auf das sie gesetzt hatte, ist weg.
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K33: Erste Ergebnisse.
Die Sitzung des Konvents der 33 vom 2. Dezember erzielte, nachdem es zwei Arbeitsgruppensitzungen gegeben hatte, im Plenum erste wichtige Ergebnisse:
Es wurde im Konsens vereinbart, dass sämtliche Kompetenzen in exklusive umgewandelt werden sollen. Die Wortwahl ist wichtig, da explizit nicht auf primäre, sekundäre und tertiäre Kompetenzen Bezug genommen wird, sondern einfach alle Kompetenzen gleichrangig exklusiv werden sollen.
Das zweite Ergebnis wurde erst nach langwierigen Diskussionen und nicht im Konsens erzielt. Der überwiegende Teil der Teilnehmer sprach sich für folgenden Rahmen, der unsere Kompetenzen einschränkt, aus:
- die Einhaltung internationaler Verträge bzw. Verpflichtungen;
- das EU-Recht;
- und die grundlegenden Prinzipien der Verfassungsordnung.
Laura Senesi, Roberto Bizzo, Olfa Sassi und Laura Polonioli hingegen bestanden auf folgender Formulierung:
- die Einhaltung internationaler Verträge bzw. Verpflichtungen;
- das EU-Recht;
- und die italienische Verfassung.
Die endgültigen Formulierungen werden uns noch übermittelt, deshalb kann es zu leichten sprachlichen Abweichungen kommen. Die beiden Formulierungen werden Eingang in das Abschlussdokument finden.
Die Sitzung war vor allem die Sternstunde der Juristen, Andreas Widmann, Florian von Ach, Esther Happacher, Renate von Guggenberg und Roberto Toniatti brachten sich vorrangig in die Sitzung ein. Für alle Nicht-Juristen war es schwierig, den Feinheiten der Formulierungen zu folgen.
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Abgehängte Jugend.
Der letzte Bericht zur sozialen Lage der Nation des Forschungsinstitutes Censis offenbart eine grundlegende Malaise, in welcher das Land steckt. Es gibt sicherlich viele Faktoren, die den Zustand einer Gesellschaft beschreiben können; nur ein Gesamtbild ist meist objektiv, aber trotzdem sind die neuesten Ergebnisse laut dem jährlichen Bericht geradezu erschreckend:
- Im Vergleich zur Jugend vor 25 Jahren haben die heutigen italienischen Jugendlichen ein um 26,5% geringeres Einkommen, während die ältere Generation (65+) im Vergleich ihr Einkommen um 24,3% steigern konnte.
- Zum Durchschnitt der Bevölkerung haben die Haushalte mit weniger als 35 Jahren ein um 15,1% geringeres Einkommen und ihr Vermögen (“ricchezza”) ist um 41,1% geringer. Vor 25 Jahren waren die Einkommen der Jugend im Vergleich zur Gesamtbevölkerung um 5,9% höher.
- Der Anteil der NEET (Not in Education, Employment or Training) ist mit 24,2% die höchste in ganz Europa.
- 61,4% der Bevölkerung glauben, dass ihr Einkommen in den nächsten Jahren nicht steigen wird, ebenso sind 57% der Bevölkerung der Meinung, dass ihre Kinder und Kindeskinder schlechter leben werden als sie heute.
- Gleichzeitig erleben die sogenannten Voucher einen Boom, in den Jahren 2008-bis 2015 wurden 277 Mio. davon ausgegeben. Im heurigen Jahr wurden bisher allein 70 Mio. Voucher für zeitlich befristete bzw. unregelmäßige Tätigkeiten registriert. Ein Zeichen, dass vor allem “lavoretti” boomen.
- In diesem Zusammenhang ist es nicht verwunderlich, dass die Zahl der Geburten im Jahre 2015 mit 485.000 einen neuen Tiefstand erreicht hat. Die Zahl der Kinder pro Frau ist auf 1,35 gesunken, notwendig wären 2,1 um eine Bevölkerung zu erhalten. Der Anteil der Älteren (65+) ist mit 22% höher als jene der Jungen (0-18 Jahre: 16,5%).
Für mich sind diese Ergebnisse geradezu erschreckend. Der Trend der letzten Jahre hat sich verfestigt. Ein Gemeinwesen, welches nicht in der Lage ist, Zukunftsperspektiven für die eigene Jugend zu bieten, kann als gescheitert angesehen werden. Wenn jemand keine Aussicht auf eine geregelte und angemessen bezahlte Arbeit hat, dann wird er sicherlich nicht eine Wohnung kaufen und eine Familie gründen. Dieser Teufelskreis wirkt sich gesamtgesellschaftlich und gesamtwirtschaftlich immer stärker aus. Nicht geborene Kinder werden auch in Zukunft keine Nachfrage generieren und die ungeborenen Kinder ihrerseits wiederum keine Kinder bekommen — letztlich ein sich selbst verstärkender Prozess, der unweigerlich in eine immer tiefere Krise führen wird. Vor diesem Hintergrund ist das anstehende Verfassungsreferendum geradezu ein Witz. Wie soll dieses Land angesichts der Dynamik, wie sich eine Vielzahl an Indikatoren entwickeln, je wieder auf die Beine kommen? Vor allem ist es aber ein Verrat an unseren Kindern; diese himmelschreiende Ungerechtigkeit, dass die ältere Generation geradezu auf Kosten der jüngeren Generation lebt, wird uns noch alle teuer zu stehen kommen.
Bildung/ Scola/ Solidarieté/ Soziales/ Statistik/ Wirtschaft+Finanzen/ Zentralismus/ · · · · Italy/ · · Deutsch/Einen Fehler gefunden? Teilen Sie es uns mit. | Hai trovato un errore? Comunicacelo. -
Potere di veto?
QuotationLa clausola di salvaguardia non è scritta in Costituzione, come invece si era ottenuto per la riforma del 2006, poi bocciata al referendum, ma nelle norme transitorie – spiega – inoltre, sempre a differenza del 2006 la procedura qui non è definita e non sappiamo perciò se le regioni avranno il potere di veto di fronte alle richieste dello Stato.
Dino Viérin, ex presidente della Vallée d’Aoste, citato da AostaSera.
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Löwe und Wölfin, Antrag abgelehnt.
Im Südtiroler Landtag wurde gestern in namentlicher Abstimmung ein Beschlussantrag der Süd-Tiroler Freiheit abgewiesen, mit dem die ablehnende Haltung zur Wiederanbringung des venezianischen Markuslöwen und der römischen Wölfin am Bozner Siegesplatz hätte zum Ausdruck gebracht werden sollen.
Der beschließende Teil des bereits am 14. November eingebrachten Antrags bestand aus folgendem Satz
Der Südtiroler Landtag spricht sich entschieden dagegen aus, dass der Markuslöwe und die römischen [sic] Wölfin vor dem faschistischen Siegesdenkmal in Bozen wieder aufgestellt werden.
und aus einer Aufforderung, die Stadt Bozen über die Haltung des Landtages zu informieren.
Löwe und Wölfin waren im Faschismus angebracht worden, um die Zugehörigkeit Südtirols zur erfundenen Region der »drei Venetien« (Markuslöwe) und zu Italien (Wölfin) zu unterstreichen. Sie mussten kürzlich aufgrund ihres schlechten Erhaltungszustands abgenommen und restauriert werden. Nicht mehr die Originale, sondern (rund 50.000 Euro teure) originalgetreue Kopien der beiden Werke von Ignaz Gabloner sollen nun wieder an Ort und Stelle angebracht werden, worauf insbesondere italienische Rechtsparteien gepocht hatten.
Gegen den Antrag, der mit 9 Ja- und 21 Neinstimmen abgelehnt wurde, sprachen sich unter anderem die SVP, die Grünen und Paul Köllensperger (5SB) aus.
Cëla enghe:
010203040506070809||01Democrazia/ Faschismen/ Politik/ · Faschistische Relikte/ Geschichtsaufarbeitung/ Zitać/ · Paul Köllensperger/ · · Venetien-Vèneto/ · 5SB-M5S/ STF/ Südtiroler Landtag/ SVP/ Vërc/ · Deutsch/Einen Fehler gefunden? Teilen Sie es uns mit. | Hai trovato un errore? Comunicacelo. -
Unsere Grünen in Schottland.
Die Tageszeitung (TAZ) berichtet in ihrer heutigen Ausgabe, dass die Südtiroler Grünen Ende dieser Woche in Glasgow sein werden, wo sie sich bei einer Ratssitzung der Europäischen Grünen um eine Aufnahme in das internationale Parteibündnis bemühen wollen.
Zum Thema Sezession befragt, wird die Landtagsabgeordnete Brigitte Foppa folgendermaßen zitiert:
Von einer allgemeinen Sezessionsfreudigkeit der Europäischen Grünen [kann] also keine Rede sein, okay ist es, Stichwort Schottland, nur in Ausnahmefällen.
– Brigitte Foppa
Wäre interessant in Erfahrung zu bringen, worin ein solcher Ausnahmefall besteht. Um »kulturelle Unterdrückung sowie Verletzungen der Menschenrechte«, wie von Foppa vor einiger Zeit selbst postuliert, kann es sich kaum handeln. Um den Brexit auch nicht, denn die Scottish Greens waren schon 2014 für die Unabhängigkeit.
Bei der Ratssitzung in Glasgow wird (laut TAZ) auch die sezessionistische schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon (SNP) zu Gast sein, deren Exekutive von den schottischen Grünen unterstützt wird.
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