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  • Autonomien der Welt.

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    Autonomie.

    Am kommenden Dienstag, den 09.10.07 wird an der Eurac das Buch »Autonomien der Welt – Eine Einführung in die Regionalautonomien der Welt mit vergleichender Analyse« von Thomas Benedikter vorgestellt. Beginn ist um 18.30 Uhr.

    Aus der offiziellen Einladung:

    Der Autor begibt sich auf eine “Reise durch die Welt der funktionierenden Autonomiesysteme”, die heute in allen Kontinenten bestehen. Es werden die Grundzüge von Territorialautonomie in ihrer praktischen Anwendung verglichen, typische Elemente herausgearbeitet, Erfolgsfaktoren abgeleitet und Entwicklungsperspektiven aufgezeigt. Eine umfassende Analyse,
    nicht nur für Fachleute.

    Das Buch:

    ISBN: 978-88-8266-479-4
    Preis: 24.90 Euro
    Verlage: Athesia, Bozen, und ANTHEM Press, London/Kalkutta



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  • Zusammenkunft II.

    Ich benötige keine anderen Worte als die von Werner, um unser kommendes Treffen anzukündigen:

    […]

    Wie einigen bereits per Mail mitgeteilt, findet am Abend des 5. Oktober ein Treffen in einem Bozner Gasthaus statt, das die Gewähr bietet, dass gerade der kulinarische Aspekt der Zusammenkunft nicht zu kurz kommt.

    Wenngleich es nicht das erste -Treffen ist, kommt diesem doch eine besondere Bedeutung zu. Nachdem die erste Zusammenkunft vom November 2006 noch dem zaghaften Abtasten gedient hat, werden bei dieser wohl sämtliche “Regeln der Zurückhaltung” fallen. Und endlich die zentrale Frage beantwortet werden: Wer wird zum Gourmet geadelt, wer muss als Gourmand weiterleben.

    Anmeldungen aus organisatorischen Gründen bitte bis Donnerstag, 13.00 Uhr an folgende Adresse: werpram[at]gmx.net.


    Interna/ Termin/ · · · · · · Deutsch/

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  • Beim TAR ricorso machen.

    Darf ich vorstellen? Bistro — das ist Südtirol. Südtirol — das ist Bistro.

    Seinem Selbstverständnis nach sollte Südtirol eine Vorreiterrolle bei Übersetzung und Vergleich internationaler Rechts-, Verwaltungs- und Wirtschaftssysteme einnehmen, wozu sowohl die inhaltliche als auch die sprachliche Komponente zählen. Die Wirklichkeit ist leider eine völlig andere: Über ehemalige Schulfreunde, die sich nun z.T. der Juristerei und ähnlichen Disziplinen widmen, bin ich mit einem furchtbaren Kauderwelsch (dem allseits verpönten Mischmasch) in Berührung geraten, dessen Ausmaße für einen Außenstehenden schlicht unvorstellbar sind.

    Der Eindruck ist, dass auch in diesem Bereich der sogenannte »Schnittpunkt der Kulturen« in der ihm zugedachten Rolle versagt hat — und eher eine Degeneration zweier nicht kommunizierender Systeme darstellt, als die Diamantspitze ihrer gegenseitigen Befruchtung.

    Die Eurac hat in diesem Bereich jedoch ein wichtiges Projekt umgesetzt, das unter dem Namen Bistro der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Vielleicht kann dieser Beitrag nützlich sein,

    • den Profis die Verfügbarkeit dieses Werkzeugs in Erinnerung zu rufen und sie dazu anzuspornen, die Fachterminologie korrekt anzuwenden;
    • auch Laien auf Bistro aufmerksam zu machen und ihnen so die Übersetzung komplexer Inhalte zu erleichtern.

    Cëla enghe: 01 02



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  • Die Marschroute des Lehendakari.

    Ikurriña.

    Der Lehendakari (amtliche Bezeichnung des baskischen Regierungschefs) Juan José Ibarretxe (lies: Ibarretsche) hat für den 28. Oktober 2008 – Jahrestag des Autonomiestatuts von Gernika – eine Volksbefragung angekündigt, um – wie er sagt – die Lösung des baskischen Konflikts zu kanalisieren. Ibarretxe will zuvor den spanischen Präsidenten von der Notwendigkeit überzeugen, einen bilateralen Prozess zur Erlangung der »politischen Normalisierung« Euskadis einzuleiten. Wenn sein Versuch bei der Zentralregierung keine Früchte tragen werde, wolle er seinen Weg trotzdem weitergehen und die Volksbefragung durchführen. Ibarretxe hat erklärt, dass »wir uns nicht vor einem juridischen Problem, sondern vor einer Frage des politischen Willens befinden«.

    Im baskischen Parlament findet derzeit eine breit angelegte Debatte zur Zukunft des Landes statt; dies hat große Erwartungen geweckt, dass der Lehendakari endlich ein Datum zur Durchführung der Volksbefragung nennen würde, die er bereits seit Anbeginn der Amtsperiode vorbereitet. Als der spanische Kongress vor wenigen Jahren den »Ibarretxe-Plan« – die Verfassung für ein selbständiges, mit Spanien lediglich assoziiertes Baskenland – abgelehnt hatte, begann der Präsident, andere Wege zur Erlangung der Souveränität seines Landes einzuschlagen. Die jetzt angekündigte Volksbefragung wurde Teil seines letzten Wahl- und Regierungsprogramms.

    Ursprünglich hatten verschiedene moderate Sektoren seiner Partei (EAJ-PNV), die hinter Josu Jon Imaz standen, vorgeschlagen, das Referendum an eine endgültige Waffenruhe der Untergrundorganisation ETA zu binden; der souveränistische Flügel der Partei unter Joseba Egibar lehte diese Haltung zusammen mit dem Lehendakari mit der Begründung ab, eine Terrororganisation dürfe die politische Agenda nicht beeinflussen. Es scheint also, dass Ibarretxe diese Ansicht innerhalb der Partei durchsetzen konnte, die nun auch von der gesamten baskischen Regierung und einigen Oppositionsparteien mitgetragen wird.

    Quelle: Racó Català

    Cëla enghe: 01



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  • Majoni partesc fora sies implorazions.

    CON N 4. JOLANTIN DESCUER L COMITÉ SIA MENTALITÉ Y SIE FIN: MIEC TALIANISAZION

    Depierpul che i comités enjigna ca les schedes informatives con n grum de informazions detaiedes – chisc dis él vegnù fora la 4. scheda sun l fabriché alesiré – méssei ence se festidié de derzé les dejinformazions spanudes fora dal comité con a cef Majoni via en Ampez. Chisc dis él vegnù fora sie 4. jolantin dal titul “Vorremmo che …”, bonamenter l piec che l grup à zumpré adum. Sce da una na pert él sfadious da respone a “poures” impede a argomenc, à chisc jolantins ence l merit de viventé la discuscion y de descorì la mentalité dla politica di neo-ladins tl Beluneis.

    Ernesto Majoni, enstes ampezan, é diretour dl istitut di neo-ladins a Bourcia de Ciadoura, y da n valgugn agn convertì al moviment di neo-ladins, da empruma encà en contraposizion con i ladins “storics” de Fodom, Ampez y Col. Sie fin “desnazionalisazion” y enlujiament dla ladinité ti trei comuns da souramont. Ladin: lingaz folclor – Talian: lingaz ofizial, chesta en curt sia impostazion de basa. A pert che l comité liej fora passajes dal contest storich per les adoré tendeziousamenter, rodósei ence sotissoura fac storics, canche al ti uega.

    Lijon empruma l test dl volantin:

    Vorremmo … che chi legge non ci vedesse come i paladini del no all’annessione al Sudtirolo, ma come cittadini che intendono portare un piccolo contributo ad un voto libero, obiettivo consapevole.

    Sies informazions endere é dagnora negatives y mai obietives con pro y contra. L grup entourn Majoni à samben l dert sciche vigni zitadin o lia de fé al savei sies preferenzes politiches, ence la oposizion a la adejion de Cortina respetivamenter a la Region Trentin-Sudtirol y a la provinzia de Bulsan, ma al podessa ence l dì empede nié.

    Vorremmo che …le nostre proposte non alzassero barriere fra gli abitanti di Ampezzo .. ma le eliminassero riunendoci tutti nel progettare coscientemente il nostro domani.

    Belavisa chest é endere sie fin: deslarié poures.

    Vorremmo che … non si dimenticasse che linguisticamente Ampezzo non è mai stato tirolese … ma si ricordasse che i nostri avi, dopo aver lungamente lottato, ottennero di poter usare la lingua italiana nell’amministrazione, nelle scuole, in Chiesa.

    Pruma gran baujia: al ne esisteia degun lingaz tiroleis. Tirol fova dal scomenciament inant plurilingh: todesch, talian (Trentin) y ladin. La chestion dla adoranza dl lingaz te scola, é sauteda fora empermò tl tert 19eisem secul tl temp de tenjions nazionalistiches anter todesc y talians, nia demé via en Ampez, ma ence tla Val Badia y te Gherdeina. L govern tiroleis à dé do. Condut che Ampez é sté 400 agn sot a Tirol ne é i ampezans nia vegnus todeschisés. Con net deguna rissa ne végnel recordé la ladinité de Ampez y la colaborazion politica y culturala di ampezans con i autri ladins dl Sela.
    L grup entourn a Majoni se erj depierpul a paladins dla “talianité o talianisazion” di ladins, element clef tla politica di neo-ladins, metan n gran azent sun l “talian”.

    Vorremmo … che l’elettore ragionasse sul fatto che Ampezzo non ha mai avuto, e non avrà mai una sua HEIMAT, come quella sudtirolese … ma potrebbe invece occupare il posto che gli spetta in Magnifica Comunità di Cadore, vuoto da quasi 500 anni.
    L storich ampezan Giuseppe Richebuono: “Canche dl 1815 ence l Venet y l Ciadoura fova vegnus liés al Imper Asburgich, à i burocrac pensé de confermé n valgunes inovazions napoleoniches, metan Ampez pro l Ciadoura y Fascia pro l Trentin. Ma i Ampezans se sentiva tiroleisc y i fac dl 1809 (veres de liberazion contra i franzeisc) ova ciamò engrandì l fossel che i despartiva bele da 300 agn dal Ciadoura; l ann 1815 à l comun mané na delegazion a Desproch y i argomenc cumpedés su tla petizion à fat fazion. Ampez é resté lié a les autres valedes ladines y al Tirol”. De chestes proves de se sentì “daciasa” (Heimat) pro Tirol en él sté n grumon tla storia sie da pert di ampezans che di fodoms.

    La storia dles dles Regoles de Ampez pòn lieje do sun l sit: http://www.regole.it/pages/pag06.html . I “privilegs” (prorprietés comunales, na arpejon langobarda perauter) de Ampez é vegnus reconescius y enfinamai ampliés sot a Tirol, bonamenter una dles rejons che an se à defata usé ite con i “patrons nuefs”, do les stritaries con la Serenissima (Aunejia).

    Vorremmo … che nessuno dimenticasse i 404 anni di storia tirolese che hanno segnato la parlata, le tradizioni, la cucina d’Ampezzo … ma non si scordassero neppure i 91 anni di storia veneziana e gli 89 anni di storia italiana che caraterizza il nostro paese oramai da 3 generazioni.

    La audianza politica pro Aunejia/Venezia y al Venet é storicamenter na spana curta. Cortina à fat pert denant secui alalongia, empruma dl patriarcat de Aquileia (plu die ciamò de gliejia: Aquileia fova pont de deraiazion dl lingaz de stamp ladin. Ence la senta vescovila de Jevun audiva dant l ann 1000 laprò), y do na curta parentesa aunejiana, enfin al 1918 dl Tirol. Di 91 agn de storia taliana ne se recorda i ampezans y fodoms dessegur nia con gran enchersciadum dl “Ventennio” fascist. Y ti temps plu nuefs nes desmostra i fac che l Venet ne à nia daidé pro cis al svilup no di trei comuns ladins no dles autres comunités a la mont te sie teritore, zenza ne fossa nia deplù comuns ruvés a la conclujion che al é miec damané n referendum teritorial. Ampez resta ence do l referendum ciamò tla Talia.

    Erschienen bei Noeles am 26.07.2007



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  • Grenzerfahrungen.

    Aus dem Ö1-Archiv.

    Trennen und verbinden

    Rund 40 Jahre lang hat eine undurchdringbare Grenze den Norden und Osten Österreichs geprägt. Die Nachbarstaaten Tschechoslowakei und Ungarn lagen hinter dem Eisernen Vorhang, praktisch unerreichbar für den überwiegenden Teil der Bevölkerung. Als der Eiserne Vorhang im Spätherbst des Jahres 1989 etwas durchlässig geworden war, war nicht abzusehen, dass rund 15 Jahre später die Nachbarländer des ehemaligen Ostblocks genauso wie Österreich zur Europäischen Union gehören werden.

    Die ersten markierten Grenzen

    Die staatlichen, territorialen Grenzen, wie wir sie heute kennen, waren über Jahrhunderte fließende Grenzen. Territoriale Grenzen wurden erst im Hochmittelalter als Hoheitsgebiete in Landkarten markiert. Für das Alltagsleben der Menschen hatten diese Grenzen häufig keine Bedeutung. Sofern es keine kriegerischen Grenzkonflikte gab, wurden die Grenzen auch nicht überwacht oder kontrolliert. Sie konnten an jeder Stelle problemlos überschritten werden.

    Befestigte Grenzen

    Dort, wo zwei große Machtblöcke sich feindlich gegenüber standen, dort wurden Grenzbefestigungen errichtet. Etwa an der Grenze zwischen der christlichen Habsburgermonarchie und dem muslimischen osmanischen Reich im westpannonischen Raum. Erst im Jahr 1699, nach dem Frieden von Karlowitz, wurde von einer bilateralen Grenzfestlegungskommission die genaue Grenze zwischen dem Habsburgerreich und dem osmanischen Reich festgelegt. Grenzbäume und Grenzsteine wurden als staatliche Herrschaftszeichen errichtet. Derartige Außengrenzen spielten aber für die Menschen innerhalb des Landes über lange Zeit eine nur unbedeutende Rolle.

    Staats- und Bezirkgrenzen

    Der europaweite Prozess der Staatenbildung bedeutete auch eine deutliche Veränderung der Rolle der Grenze. Die Binnengrenzen verloren zunehmend an Bedeutung, die Außengrenzen wurden zunehmend kontrolliert. 1775 wurden die Binnenzölle zwischen den österreichischen und den böhmischen Ländern aufgehoben, 1850 wurde die Zwischenzolllinie zu Ungarn abgeschafft. Administrative Grenzen wurden definiert, etwa Bezirks- oder Kreisgrenzen. Diese regelten die Reisen, die Arbeitskräftewanderung und den Zuzug in die großen Städte. So wurden der Bewegungsfreiheit der Menschen enge Grenzen gesetzt.

    Innerstaatliche Grenzen werden bedeutungslos

    Gegen Mitte des 19. Jahrhunderts war die wirtschaftliche Dynamik nicht mehr aufzuhalten. Die zahlreichen Kontrollen im Inneren des Landes waren für die Wirtschaft, aber auch für Individualreisende nicht mehr akzeptabel. Viele Beschränkungen im Reiseverkehr wurden aufgehoben, die Grenzen innerhalb der Monarchie waren für die Menschen und den Warenverkehr praktisch bedeutungslos geworden. Andererseits sind durch den aufkommenden Nationalismus in den verschiedenen Teilen der Monarchie neue Grenzen entstanden, nämlich die Grenzen der Sprachen, der Kulturräume, der Nationen. Diese haben schlussendlich in Form der Nationalstaaten das Europa der Nachkriegsordnung nach 1918 dargestellt.

    Vision des grenzenlosen Europas

    Als 1989 der Eiserne Vorhang zunehmend durchlässig wurde, waren schon bald euphorische Stimmen zu hören, die von einem grenzenlosen Europa sprachen. Andererseits vollzogen sich die Annäherungen zwischen den über Jahrzehnte getrennten Nachbarländern nur sehr langsam und zögerlich. Die Vorurteile gegenüber den Nachbarn waren groß und lagen tief. Und bis heute ist dort, wo der Eiserne Vorhang verlaufen ist, keineswegs ein Zusammenwachsen zu beobachten.

    Text: Wolfgang Lapansky

    Hör-Tipp
    Dimensionen, Dienstag, 25. September 2007, 19:05 Uhr

    Buch-Tipp
    Waltraud Heindl, Edith Saurer, “Grenze und Staat”, Böhlau, ISBN 9783205991991



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