Eine Weltkarte, die das Land Utopia nicht enthielte, wäre es nicht wert, dass man einen Blick auf sie wirft, denn in ihr fehlt das einzige Land, in dem die Menschheit immer landet.
– Oscar Wilde
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Das Land Utopia.
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Zentralisierung der Geburten hat Nachteile.
Unter dem Titel Alleingelassen in der großen Klinik berichtete die Süddeutsche vorgestern in ihrer Onlineversion über eine aufsehenerregende Umfrage des gemeinnützigen Picker-Instituts unter 9.600 Wöchnerinnen.
Das Ergebnis ist eindeutig: Je größer die Geburtshilfe eines Krankenhauses (gemessen an der Anzahl an Entbindungen) ist, desto schlechter war die Erfahrung der Frauen. Thematisiert und abgefragt wurde unter anderem, ob die Hebammen da waren, wenn man sie gebraucht hätte, die Einbindung in Entscheidungsprozesse, das Vertrauen in die Hebammen und die Gelegenheit, über Ängste und Befürchtungen zu sprechen.
Die international angestrebte Zentralisierung von Geburten an größeren Stationen hat demzufolge negative Auswirkungen, gerade auch wenn man den in Sonntagsreden häufig beschworenen »ganzheitlichen Ansatz« in der medizinischen Versorgung berücksichtigt.
Kritisiert wird in dem Beitrag, dass Entbindungen immer häufiger rein medizinisch betrachtet würden, obschon eine Geburt »ein physiologischer Prozess mit absolut positiven Aspekten« und »erst einmal keine Krankheit« sei. Von der Erfahrung größerer Häuser hätte nur eine geringe Anzahl der Frauen etwas.
Auch führten längere Anfahrtswege zur Klinik nicht nur zu größerem Stress bei den Gebärenden, sondern auch dazu, dass sie besonders frühzeitig in die Klinik fahren. “Eine frühe Aufnahme führt aber nachweislich zu vermehrten geburtsmedizinischen Interventionen bis hin zum Kaiserschnitt, ohne dass die Ergebnisse dadurch insgesamt besser wären”, sagt Nadj-Kittler.
Unter römischem Druck wurden auch in Südtirol während der vergangenen Jahre kleinere Geburtsstationen — in Innichen und Sterzing — geschlossen. In angrenzenden Ländern (Schweiz und Österreich) mit ähnlicher Bevölkerungsstruktur und Geographie ist die Politik zum Teil eine andere.
Cëla enghe:
01020304050607||01Gesundheit/ Medien/ Politik/ Service Public/ Soziales/ Statistik/ Wissenschaft/ Zentralismus/ · Zitać/ · · SZ/ · Südtirol-o/ · · Deutsch/Einen Fehler gefunden? Teilen Sie es uns mit. | Hai trovato un errore? Comunicacelo. -
Haratellum.
Ich hätte da ein paar – nach dem Demokratieverständnis von PD, SVP, Forza Italia und Konsorten – natürlich völlig verrückte Ideen für ein italienisches Wahlgesetz:
- Kandidatinnen und Kandidaten dürfen jeweils nur in einem Wahlkreis zur Wahl antreten.
- Sie dürfen nur in jenem Wahlkreis kandidieren, wo sie ihren Lebensmittelpunkt respektive ihren Hauptwohnsitz haben.
- Listenwahl mit Vorzugsstimmen
- Verhältniswahlrecht mit einer staatsweiten Fünf-Prozent-Hürde, die nicht durch Bündnis- oder Koalitionsbildung umgangen werden kann
- Regionalparteien, die nicht staatsweit antreten, können durch das Überspringen einer Zwanzig-Prozent-Hürde in ihrer Provinz bzw. Region den Einzug ins Parlament schaffen.
Cëla enghe:
01Democrazia/ Föderal+Regional/ Politik/ Recht/ · Parlamentswahl 2018/ · · · · PD&Co/ PDL&Co/ SVP/ · Deutsch/Einen Fehler gefunden? Teilen Sie es uns mit. | Hai trovato un errore? Comunicacelo. -
Democracy Index 2017 veröffentlicht.
Italien eine unvollständige DemokratieAutor:a
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Seit 2006 erstellt The Economist Intelligence Unit (EIU) einen weltweiten Demokratieindex, der die untersuchten Staaten vier Kategorien zuordnet: vollständige und unvollständige Demokratien, Hybridregimes (Mischformen) und autoritäre Regimes.
Die Untersuchung beruht auf 60 Fragen, die von Expertinnen beantwortet und zu fünf Indikatoren (Wahlprozess und Pluralismus, Funktionsweise der Regierung, politische Teilhabe, politische Kultur und Bürgerinnenrechte) zusammengefasst werden.Der soeben veröffentlichte Bericht für 2017 konstatiert im Vergleich zu 2016 weltweit eine deutliche Verschlechterung. 89 Länder fielen zurück, aber nur 27 konnten ihren Wert verbessern.
Von den 167 untersuchten Staaten wurden nur 19 (Norwegen, Island, Schweden, Neuseeland, Dänemark, Irland, Kanada, Australien, Finnland, Schweiz, Niederlande, Luxemburg, Deutschland, UK, Österreich, Mauritius, Malta, Uruguay und Spanien) als vollständige, 57 (darunter USA, Italien, Frankreich, Zypern, Griechenland) hingegen als unvollständige Demokratien eingestuft.
Von den 19 vollen Demokratien sind 13 Kleinstaaten mit weniger als zehn Millionen (Island, Luxemburg und Malta gar weniger als eine Million) Einwohnerinnen.
Im Falle Spaniens wird im Bericht ausdrücklich festgehalten, dass die Vorfälle rund um den 1. Oktober 2017 den Status als vollständige Demokratie gefährden:
However, the national government’s attempt to stop by force Catalonia’s illegal referendum on independence on October 1st and its repressive treatment of pro-independence politicians have put it at risk of becoming a “flawed democracy ”. After a unilateral declaration of independence by the regional parliament, the national government temporarily suspended Catalan home rule. Several pro-independence leaders have been jailed on remand and face serious criminal charges and 30-year prison sentences if found guilty.
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Südtiroler Bildzeitung?
Der Vortrag von Prof. Heinrich Neisser im Rahmen der Generalversammlung der Südtiroler Gesellschaft für Politikwissenschaft | politika über “die Bedeutung der Staatsbürgerschaft im Rahmen der europäischen Integrationspolitik” muss aufgrund von Krankheit des Vortragenden abgesagt und auf unbestimmte Zeit verschoben werden.
Stattdessen wird im Anschluss an die Sitzung am 2. Februar 2018 im Josefsaal des Bozner Kolpinghauses Sabina Drescher ab 19.30 Uhr über “Boulevardisierungstendenzen der Tageszeitungen Dolomiten und Neue Südtiroler Tageszeitung” sprechen.
Nähere Informationen auf www.politika.bz.it
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Trump, Dastis und die Fake News.
Guardian nennt spanischen Minister in einem Atemzug mit AssadAutor:a
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Letzten Donnerstag (25. Jänner) ist im Guardian online ein Beitrag des Korrespondenten Adam Gabbatt erschienen, in dem dieser argumentiert, dass der inflationäre Gebrauch des Fake-News-Begriffs durch US-Präsident Donald Trump »autoritären Anführern« weltweit eine neue Waffe an die Hand gegeben habe.
Dadurch, dass Trump Meldungen, die ihm nicht passen, pauschal als Fake News bezeichne, ohne zu überprüfen, ob es sich tatsächlich um Falschmeldungen handelt — argumentiert Gabbatt —, hat eine Bedeutungsverschiebung stattgefunden, die es anderen Ländern ermöglicht habe, Gräuel ‘wegzulügen’.
Als Beispiele für Anführerinnen und Institutionen, die von dieser Strategie profitiert hätten, nennt Gabbatt beispielhaft den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro, den syrischen Diktator Assad, die Regierung von Myanmar (Burma), chinesische Staatsmedien, das russische Außenministerium und — quasi in einem Atemzug — den spanischen Außenminister Alfonso Dastis.
Dieser hatte die exzessive Polizeigewalt vom 1. Oktober 2017 gegen friedliche Wählerinnen in Katalonien drastisch heruntergespielt und großteils als Fake News bezeichnet. Dafür wurde er zwar kritisiert, aber weder offiziell gerügt noch zum Rücktritt gezwungen.
Democrazia/ Medien/ Politik/ Polizei/ Repression/ Selbstbestimmung/ · Referendum 1-O 2017/ · · BBC/ The Guardian/ · Catalunya/ · · Deutsch/ English/Einen Fehler gefunden? Teilen Sie es uns mit. | Hai trovato un errore? Comunicacelo. -
Recht in bedrohter Lage.
QuotationRecht kann man nur in bedrohten Lagen erkennen; wenn es da nicht gilt, taugt es nichts. Im Alltag, wo nichts vor sich geht, kann jeder ein Rechtsbewahrer sein.
Kurt Tucholsky, 8 Uhr abends – Licht aus!, in Die Weltbühne (1929)
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