Und jetzt: Nazi-Benennungen weg!

Bis zum Jahr 2000 war das Bozner Realgymnasium nach Raimund von Klebelsberg, einem mit dem Nazi-Regime verstrickten Geologen aus Brixen benannt. Als Vorsitzender des DÖAV war er für den Ausschluss von Juden verantwortlich, als Rektor der Uni Innsbruck unter anderem für die Ächtung eines Medizinstudenten, nachdem (!) dieser als Mitglied der »Weißen Rose« bereits aufgeflogen und hingerichtet worden war.

Erst mehrere Jahre nachdem Leopold Steurer, der an jener Schule Geschichte lehrte, auf diese Zusammenhänge aufmerksam gemacht hatte, wurde die Benennung im wiederholten Anlauf und unter entscheidender Mitwirkung der Schüler zurückgenommen.

Die neuliche Aufregung um ein antisemitisches Kaiserjägerdenkmal im Sarntal hat mich — kein Schaden kommt umsonst — jetzt aber wieder daran erinnert, dass es da doch noch andere Fälle gab, auf die Steurer hingewiesen hatte. Und tatsächlich, drei weitere Bildungseinrichtungen in Südtirol sind nach wie vor nach Persönlichkeiten benannt, deren dunkle oder braune Vergangenheit der Historiker ebenfalls schon vor Jahren aufgedeckt hatte:

  • Nach Josef Wenter ist eine Meraner Mittelschule benannt. Der Schriftsteller war nicht nur NSDAP-Mitglied, sondern schrieb auch für das NS-Parteiorgan, den Völkischer Beobachter. Zudem war er am »Bekenntnisbuch österreichischer Dichter« beteiligt, mit dem diese den Anschluss an das Dritte Reich feierten.
  • Eine Bozner Mittelschule trägt hingegen den Namen des ehemaligen SS-Leutnants Josef von Aufschnaiter, weil der sich nach dem Zweiten Weltkrieg für die deutschen Schulen in Südtirol eingesetzt hatte.
  • Bruder Willram (Pseudonym des Brunecker Schriftstellers Anton Müller) sind in seiner Heimatstadt ein öffentlicher Kindergarten und eine Straße gewidmet. Über die Blutbesessenheit des geistlichen Lyrikers schrieb schon Karl Kraus (Die Fackel Nr. 531-43):

Blut ist ihm ein »rotes Blühen«, […] Blut »betaut« ihm den Fels, daß »duftend« Edelweiß wächst, ihm wandern »ruhig die Sterne weiter«, wenn auch »lautlos brach ein Herz entzwei«. Er ruft: »Auf, zu starken deutschen Hieben!« »Drauf und dran mit lautem Halloh!« Er bittet den Herrn, zu »segnen […] daß selbst dem Teufel graust, wenn wir uns baden im Blute«. Den Teufel schon aber nicht dem Priester.

Zwar war Anton Müller kein Nazi, aber er gehörte — wie Steurer es formuliert — »während des Ersten Weltkriegs zu den schlimmsten Kriegsdichtern in Tirol […] und [predigte] den Geist des Militarismus, des Völkerhasses und des Rassismus […].«

Diese Benennungen sind umso unerträglicher, da sie Schulen und Kindergärten betreffen: Die Namensgeber ihrer Bildungsstätten werden den Kindern also direkt oder indirekt auch noch als Vorbilder vorgesetzt.

Selbst wenn all diese Menschen durchaus auch unabhängig von ihrer Nazi-Vergangenheit Verdienste vorweisen können, ist es eine unerhörte Scham und Schande, dass ihnen in unserem Land durch Widmungen Ehre erwiesen wird.

fordert daher eine sofortige Wiederaufnahme der öffentlichen Debatte, die endlich zur Zurücknahme dieser Bezeichnungen führen muss!

ACN treibt die Catalan News Agency voran.

Ziel ist die internationale Vermittlung eines »katalanischen Blickwinkels« durch die gezielte Bereitstellung von englischsprachigen Informationen für ausländische Medien.

Die vor allem in Madrid residierenden Auslandskorrespondenten haben seit heute Mittag Zugriff auf die Catalan News Agency (CNA), englische Ausgabe der Agència Catalana de Notà­cies (ACN). Die CNA will »die Stimme Kataloniens in der Welt sein, um der Welt zu vermitteln, was wir tun, wie wir sind und was wir denken. Die CNA will Katalonien im Ausland aus der katalanischen Perspektive darstellen, damit die internationale Presse sich nicht nur über zentralstaatlich gefilterte Medien informiert«, erklärt ACN-Direktor Saül Gordillo. Eine wichtige Eigenschaft des Dienstes ist, dass es sich nicht um eine Übersetzung der katalanischen Ausgabe von ACN handelt, sondern dass alle Informationen gezielt von Journalisten für die Bedürfnisse internationaler Medien aufbereitet werden. Falls nötig, werden zudem Hintergrundberichte geliefert, welche den katalanischen Kontext erklären. »Es gibt in Katalonien noch kein Medium, welches die Außenkommunikation zu seinem Kernbereich erklärt hat«, stellt Gordillo fest.

Die Nachrichtenagentur arbeitet auf drei Ebenen: Eine Onlinezeitung gibt die Hauptmeldungen des Tages wieder; im Meinungsblog Catalan Views veröffentlichen wichtige Persönlichkeiten des Landes Kommentare zu Spezialthemen [1] [2] [3]; im E-Bulletin schließlich, welches katalanischen Institutionen im Ausland zugeschickt wird, sind jeweils die wichtigsten Nachrichten der vorangegangenen zwei Wochen zusammengefasst.

Siehe auch: [4]
Quelle: cna.

Antisemitisches Kaiserjägerdenkmal.

Die grünen Landtagsabgeordneten Hans Heiss und Riccardo Dello Sbarba sind im Sarntal auf ein privates Kaiserjägerdenkmal gestoßen, welches eine Tafel mit folgendem rassistischen und antisemitischen Text ziert:

In ehrendem Gedenken
an die im 1. Weltkrieg für Gott, Kaiser und
Ein Tirol gefallenen Sarner Kaiserjäger.
R.I.P.
Sie starben als Opfer
des größten Verrates aller Zeiten,
begangen am 26. April 1915
vom italienischen König Viktor Emanuel III
und seinem Kumpan und Außenminister,
dem Juden Baron Luigi Sidney Sonnino.
A.I.I.I.A.

Brennerbasisdemokratie schließt sich der Forderung der grünen Landtagsfraktion an, für eine sofortige Entfernung dieser schändlichen Inschrift zu sorgen.

Gerade in einer Gemeinde, die den Nazi-Widerständler Franz Thaler ihren Sohn nennen darf, muss mit vollster Entschiedenheit gegen jede Art von Wiederbetätigung vorgegangen werden!

«Bi-nomismo» senza legittimità .

L’accordo Fitto-Durnwalder è un passo nella direzione giusta

di Thomas Benedikter*

L’accordo siglato mercoledì scorso tra Provincia e Governo, salvando la faccia ad entrambe le parti in causa, ha introdotto ragionamenti costruttivi, ma non potrà  essere l’effettiva soluzione del problema. Riguardo al metodo, l’accordo preso fra gli esecutivi esautora il Consiglio provinciale di una sua competenza primaria; riguardo al contenuto è scontato l’ostruzionismo della destra italiana nei confronti di una rinuncia parziale all’applicazione in toto del prontuario tolomeiano, e dei partiti patriottici sudtirolesi appunto perché rinuncia solo parziale. Non solo la destra italiana, ma anche gli assessori PD della Giunta provinciale non sembrano essersi resi conto che è stata la pretesa di perfetto bilinguismo nella segnaletica a provocare il conflitto ancora in corso, e che quindi non potrà  essere la sua soluzione. Anzi, aver riconosciuto il valore della denominazione originaria in lingua tedesca e ladina, cioè dei nomi storici, è il grande passo in avanti dell’accordo Fitto-Durnwalder. Il secondo elemento dirompente, cioè la necessità  del criterio dell’utilizzo diffuso dei toponimi, è però destinato a produrre più equivoci e discordia. Chissà  perché i due esecutivi non sono stati più precisi nella definizione del metodo di accertamento della diffusione dei nomi.

Certamente la diffusione di un nome tolomeiano non potrà  essere comprovato col semplice fatto di essere stato riprodotto sulle cartine Tabacco, come propone il CAI, né potrà  esserlo per nomi certamente diffusi, come «Vetta d’Italia», ma insopportabili per i sudtirolesi. L’SVP da anni ha pronto nel cassetto un disegno di legge provinciale che darebbe luogo ad un rilevamento oggettivo con metodi statistici della diffusione dei microtoponimi nella rispettiva zona. L’accordo invece passa la patata ad una commissione la cui stessa composizione prefigura grandi scogli per un’intesa. Essendo la toponomastica in questa provincia simbolicamente talmente caricata, sarebbe stato meglio incaricare una commissione di scienziati di rango internazionale, nominati dall’Italia e dall’Austria coinvolgendo gli esperti locali.

La seconda grande novità  è il criterio della «storicità » dei nomi. Fatto salvo che i termini aggiuntivi (lago, monte, malga ecc.) dovranno essere bilingui, per la prima volta con questo accordo si ammette ufficialmente che i nomi inventati da Tolomei non hanno legittimità , almeno se non «diffusamente utilizzati per i comuni e le località », per non parlare di accettanza fra la popolazione che in quelle contrade effettivamente ci vive. Sta qui il grande strappo del nuovo accordo: si riconosce che la microtoponomastica inventata da Tolomei e imposta da Mussolini non ha ragioni né politici né morali né storici per essere conservata in eterno. Non fu l’Alpenverein a condurre una «sapiente forzatura» con i suoi cartelli monolingui, come affermato ieri sull’Alto Adige da Francesco Palermo. La vera forzatura in tutti questi decenni fu l’insistenza della parte italiana, partendo da un’interpretazione stretta dello Statuto, nella completa applicazione dei toponimi del «prontuario», che sono frutto di un regime «del più forte». L’AVS con la sua opera non ha fatto altro che esprimere il disagio profondo provato dai sudtirolesi nei confronti del retaggio tolomeiano. Non essendoci modi di risolvere la questione a livello politico, l’AVS ha evidenziato il carattere culturale autentico del territorio. È qui che si nasconde uno dei maggiori malintesi fra i due gruppi linguistici in questo dibattito: il bilinguismo del territorio. Il ripristino di una segnaletica bilingue a tappeto, basata sui nomi di Tolomei, non potrà  mai essere la soluzione accettata da chi ci vive per il semplice motivo che il territorio in termini di nomi autenticamente cresciuti in maggior parte non è bilingue, e tantomeno trilingue nelle valli ladine. Ad eccezione delle aree urbane e forse della Bassa Atesina i toponimi sudtirolesi storici sono di una lingua sola come lo sono in ampie parti della Sardegna e della Valle d’Aosta, con la differenza che da quelle parti non furono stravolti per ordine del regime fascista. In questo senso lo Statuto di autonomia non avrebbe mai dovuto prevedere un bilinguismo perfetto per qualcosa che storicamente e nella memoria collettiva delle popolazioni locali non è bilingue. Avrebbe dovuto fare riferimento alla prassi di altre regioni e paesi, che, una volta liberati da dittature o regimi coloniali si sono affrancati anche dei nomi imposti con la pura forza.

Nonostante queste lacune la strada aperta dall’accordo Durnwalder-Fitto va nella direzione giusta. Resta il compito della rappresentanza politica provinciale di trovare una soluzione generale, democraticamente legittimata. Una soluzione accettata da tutti in questo caso è inimmaginabile, quindi i compromessi sono dovuti: «La convivenza val bene un nome storico» osserva saggiamente Francesco Palermo nel suo commento. Ma sbaglia chi presenta il compromesso ora raggiunto ai vertici come un grande sacrificio del gruppo italiano. Rinunciare ad applicare il prontuario tolomeiano a tappeto su tutti i sentieri ed il sostanziale ritorno ai nomi autentici, accettati dalla popolazione residente sul posto, starebbe a dimostrare che ha vinto lo spirito democratico, la consapevolezza storica, il rispetto delle culture locali e che è stata definitivamente superata l’ideologia che ha creato tutto questo problema.

*) Thomas Benedikter è ricercatore a Bolzano, autore di «Autonomien der Welt» (ATHESIA, Bolzano 2007) e «The World’s Working Regional Autonomies» (ANTHEM, Londra/Nuova Delhi 2007).

Grenzenlose Blauäugigkeit.

Nur meine absolute politische und wirtschaftliche Ignoranz konnten mich bereits vor Jahren dazu führen, in einem Südtiroler Onlineforum einen utopischen Vorschlag zu unterbreiten, wie man meiner Einschätzung nach die Ausbeutung der sogenannten »dritten Welt« beenden und deren Entwicklung ernsthaft ankurbeln könnte — nämlich indem man endlich das Interesse der sogenannten »ersten Welt« an einer derartigen Dynamik weckt. Es geht mir also gar nicht darum, Entwicklungsmethoden aufzuzeigen, sondern einen Mechanismus ausfindig zu machen, wie man die Staaten zu mehr Fairness und echter Solidarität bewegen könnte.

Nicht der Tatsache, dass mein absolut blauäugiger Vorschlag so gut ist, verdanke ich es, dass ihn mir bis heute niemand widerlegt hat, sondern dem gar nicht so großen Zufall, dass man in einem kleinen Forum nicht wirklich auf Experten in internationaler Politik oder auf Leute stößt, die sich seriös mit einem derart abstrusen Vorschlag befassen möchten. Dies hat dazu geführt, dass er bis heute irgendwo in meinem Hinterkopf geblieben ist, und dass ich ihn heute auch hier erneut der Diskussion stellen möchte.

Mir scheint evident zu sein, dass sich die Solidarität zwischen armen und reichen Regionen dieser Erde wortwörtlich in Grenzen hält, und dass dieser Umstand der ordnenden Wirkung der räumlichen, sozialen und politischen Abschottung geschuldet ist, sodass wir zwar einerseits von der Armut anderer Länder profitieren, indem wir sie ausbeuten, ohne jedoch andererseits jemals verpflichtet zu sein, dafür in irgendeiner Weise konkret geradezustehen.

Die einzige Perspektive — außer, dass einzelne Länder aus eigener Kraft und gegen den Widerstand des sogenannten »Westens« den Aufstieg in eine höhere Liga schaffen — ist, dass sich Wut und Frust von Milliarden Menschen über die Ausweglosigkeit ihrer Situation anstauen und irgendwann gewaltsam zu explodieren drohen. Die heutige Gegenüberstellung zwischen okzidentaler und islamischer Welt ist meines Erachtens auch in diesem Lichte zu sehen.

Mein damaliger Vorschlag, um dieser Lage Herr zu werden und die untragbare Weltlage drastisch zu verbessern, ist zugleich bestechend einfach und vermutlich fast unmöglich umzusetzen: Und zwar sollte eine internationale Organisation (eine Ad-Hoc-Institution, idealerweise aber die UNO) darauf hinarbeiten, die gesamte Staatengemeinschaft zur Verabschiedung einer rechtlich bindenden Vereinbarung zu bewegen, dass ihre Grenzen in absehbarer Zeit (zum Beispiel in 40 oder 50 Jahren) grundsätzlich für den Personenverkehr durchlässig gemacht werden.

Diese unaufschiebbare Perspektive — einschließlich der Gefahr eines riesigen Wirtschaftsflüchtlingsstroms — vor Augen, wäre das ernsthafte Interesse der »ersten Welt« an einer echten, nachhaltigen Entwicklung unterentwickelter Länder sicher. Mit Fairness, Verhandlungen auf Augenhöhe und interessierter Zusammenarbeit ließe sich bis zum Zeitpunkt der Grenzöffnungen ein derart diffuser weltweiter Wohlstand herstellen, dass der Wille der heute Armen gebremst wird, Europa, Nordamerika oder Japan in riesigen Massen zu »überfluten«. Ich bin der Überzeugung, dass bereits faire Bedingungen genügen — und gar nicht exakt gleicher wirtschaftlicher Wohlstand vonnöten ist — um die ganz große Mehrheit der Weltbevölkerung von einer neuen Völkerwanderung abzuhalten.

Die einzige (fast) unüberwindbare Schwierigkeit, die ich an diesem Vorschlag erkenne, ist, die Staatengemeinschaft geschlossen zur Unterzeichnung eines derartigen Abkommens zu bewegen, welches das Schicksal des gesamten Planeten verändern würde. Allein die wesentlich bescheideneren Klimaschutzverhandlungen führen uns den Vorrang kleinkarierter nationaler Interessen vor jenen der gesamten Erdbevölkerung regelmäßig vor Augen. Und trotzdem: Warum sollte man nicht zumindest den Versuch starten? Könnte die Gefahr globaler Konflikte aufgrund von Ressourcenknappheit und Ressourcenverteilung nicht als Katalysator für eine solche Entwicklung wirken?

Vor 100 Jahren hätte vermutlich auch niemand geglaubt, dass eine »Europäische Union« realisierbar wäre. Eine Union übrigens, die sich heute zwar nach innen solidarisch, aber nach außen abgeschottet und unnahbar gibt.

Il testo dell’accordo.

 

PROTOCOLLO D’INTESA

tra

Il Consiglio dei Ministri e per esso il Ministro per i Rapporti con le Regioni e per la Coesione Territoriale

e

la Giunta Provinciale della Provincia Autonoma di Bolzano e per essa il Presidente della Giunta

Oggetto: Installazione di cartelli segnaletici sui sentieri di montagna della Provincia di Bolzano

*

Le Parti

– facendo seguito ad incontri, contatti e corrispondenza intercorsi;

– nell’intento di addivenire ad una soluzione condivisa per superare i contrasti insorti in merito alla cartellonistica di cui in oggetto, nel rispetto degli accordi internazionali, dei principi costituzionali e statutari, nonché delle normative statali e provinciali in vigore;

– nel rispetto della storia del territorio con i suoi tre gruppi linguistici;

– nello spirito primario di consolidare la pacifica convivenza tra i gruppi linguistici in Alto Adige e di incentivare una proficua collaborazione tra Stato e Provincia;

VISTO

– il decreto legislativo del Capo provvisorio dello Stato 28 novembre 1947, n. 1430 con cui è stata data esecuzione all’Accordo del 5 settembre 1946, riportato come allegato IV del trattato di pace fra l’Italia e le Potenze alleate ed associate firmato a Parigi il 10 febbraio del 1947, che riconosce l’utilizzo paritario della lingua italiana e della lingua tedesca in Provincia di Bolzano;

– gli articoli 8, primo comma n. 2, 99 e 101 dello Statuto speciale per il Trentino – Alto Adige, approvato con decreto del Presidente della Repubblica il 31 agosto dei 1972, n° 670;

– la legge provinciale 7 giugno 1982, n. 22;

– l’articolo 15 della legge 7 agosto 1990, n. 241 e successive modificazioni, che contempla la possibilità  per le pubbliche amministrazioni di concludere tra loro accordi per disciplinare lo svolgimento in collaborazione di attività  di interesse comune;

CONSIDERATO

– che l’Alpenverein Südtirol AVS, nell’implementazione del progetto finalizzato alla digitalizzazione della rete dei sentieri montani e alpini siti sul territorio provinciale e all’operatività  di forme di orientamento supportate con tecnologie GPS ha programmato l’apposizione di circa 73.000 segnavia cartelli lungo i sentieri di montagna della Provincia di Bolzano;

– che quasi la metà  di tali cartelli è stata già  apposta per un numero pari a circa 36.000, mentre la parte restante deve ancora essere apposta per un numero pari a circa 37.000;

– che l’iniziativa dell’AVS è stata seguita dal confronto tra le Parti sul tema particolarmente sentito dalle comunità  locali;

– che l’Autorità  di Polizia Giudiziaria ha individuato Ca. 1.500 cartelli segnaletici contenenti indicazioni esclusivamente monolingui;

– che la questione interessa la tutela e salvaguardia delle caratteristiche etniche e culturali dei gruppi linguistici presenti sul territorio della Provincia Autonoma;

– che l’intesa lascia impregiudicata la competenza legislativa della Provincia di Bolzano in materia della toponomastica che non è oggetto dell’intesa;

– che la situazione venutasi a creare evidenzia difficoltà  oggettive, connesse all’attuazione del principio del bi- e, dove previsto, del tri-linguismo;

– che le Parti concordano sulla necessità  di individuare una soluzione condivisa del problema affinché, in tempi ristretti ma oggettivamente ragionevoli, venga disciplinata l’apposizione dei cartelli sui sentieri di montagna con l’individuazione di criteri oggettivi e chiari, nel rispetto dell’autonomia provinciale in materia di toponomastica;

tutto ciò premesso e considerato

si conviene quanto segue

Articolo 1

(Finalità  e obiettivi)

1.    Il presente Protocollo intende favorire, nel rispetto dei valori costituzionalmente e statutariamente tutelati, l’attuazione del principio del bilinguismo e del trilinguismo, ove previsto, in materia di cartellonistica sui sentieri di montagna, apposta con contributo pubblico.

Articolo 2

(Attuazione)

1.    Le Parti si avvalgono delle proprie strutture organizzative per l’attuazione del presente Protocollo e per l’attività  di verifica periodica dell’andamento dell’intesa. Il Consiglio dei Ministri si avvale, in particolare, del Commissario di Governo per la Provincia di Bolzano.

2.     Le parti o per esse i propri delegati entro quindici giorni nomineranno una commissione di esperti, composta da quattro  membri, pariteticamente costituita.

3.     La commissione dovrà  verificare, concordare e proporre alle parti le indicazioni segnaletiche da redigere in forma bilingue ovvero trilingue nell’ambito dei Ca. 1.500 casi individuati dall’Autorità  di Polizia Giudiziaria quali contenenti indicazioni monolingui.

4. Le determinazioni della commissione, anche per le parti non condivise, saranno rimesse alla valutazione congiunta delle parti, alle quali spetterà  ogni determinazione in merito nel rispetto di quanto previsto dall’articolo 5, entro termini oggettivamente ragionevoli e comunque in tempo utile da consentire la sostituzione della cartellonistica esistente entro la stagione alpinistica 2013.

Articolo 3

(Cartellonistica esistente)

1.    La Provincia Autonoma di Bolzano si adopererà  per far adeguare i cartelli, di cui all’art. 2, comma 3, già  apposti ed attualmente esistenti lungo i sentieri di montagna del territorio provinciale, come ai sensi e nei termini di quanto stabilito dall’art. 2, comma 4.

Articolo 4

(Nuova cartellonistica)

1      La Provincia Autonoma di Bolzano si adopererà  per far installare i restanti cartelli, rientranti nel progetto dell’AVS di cui in premessa, nel rispetto dei principi e criteri enunciati con il presente protocollo d’intesa.

Articolo 5

(Indicazioni bi trilingui da riportare sui cartelli)

1      I cartelli da apporre secondo le modalità  descritte agli articoli 2, 3 e 4 devono riportare la forma bilingue (o trilingue laddove prevista) nel rispetto dei seguenti criteri:

a) indicazione delle denominazioni diffusamente utilizzate per i comuni e per le località  nelle rispettive lingue e delle informazioni generali.

b) mantenimento, invece, nella loro dizione originaria, in lingua tedesca e/o ladina, dei nomi storici ferma restando in ogni caso la traduzione dei termini aggiuntivi come ad esempio ”malga”, ”lago”, ”montagna”, ”fiume”.

Articolo 6

(Collaborazione e vigilanza)

1      Le Parti, ciascuna per quanto di rispettiva competenza, si impegnano a collaborare per il raggiungimento degli obiettivi del presente Protocollo e per l’attuazione delle attività  da esso previste.

Bolzano, 22 settembre 2010

Il Presidente della Provincia autonoma di Bolzano

Il Ministro per i rapporti con le regioni e per la coesione territoriale

Luis Durnwalder                                       Raffaele Fitto

Unterstreichungen: Brennerbasisdemokratie.
Siehe auch: [1] [2]

Feudalherrschaft.

Seit einiger Zeit haben die Landesregierung und insbesondere der Landeshauptmann einen neuen, vordemokratischen Regierungsstil übernommen, der den Landtag als Ort demokratischer Entscheidungen (einschließlich seiner Kontrollfunktion) drastisch abwertet. Stattdessen wird der Staat als einzig würdiger Ansprechpartner anerkannt.
Begonnen hat diese unheilvolle Entwicklung mit einem Geheimabkommen zur Energie, welches dem Landtag bis heute nicht in vollem Umfang vorliegt. Cristina Kury (Grüne) mutmaßt seit langem, dass damit Eigentum der Südtiroler Bevölkerung an Großkonzerne verschenkt wurde.
Als zweiter Schritt wurde mit dem Finanzminister ein undurchsichtiges, dem Ort der Unterzeichnung nach als Mailänder Abkommen bekannt gewordenes Papier unterzeichnet, welches die Finanzierung der Autonomie sicherstellen soll. Die Wirkungslosigkeit dieses Abkommens ist bekannt.
Gestern nun hat der greise Feudalherr sogar eine Landeszuständigkeit eigenmächtig an den Staat verscherbelt. Der Inhalt des neuerlichen Abkommens soll heute der dankbaren und staunenden Bevölkerung bekanntgegeben werden.

Es ist höchste Zeit, Durnwalder endlich abzuservieren, bevor er der Demokratie und den Interessen dieses Landes noch größeren Schaden zufügt.