Titelseiten einiger Tageszeitungen von gestern, 21. September 2017 — dem Tag nach dem Überfall der Guardia Civil auf die katalanischen Institutionen:
Und hier die Titelblätter der Südtiroler Zeitungen — als ob nichts geschehen wäre:
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Titelseiten einiger Tageszeitungen von gestern, 21. September 2017 — dem Tag nach dem Überfall der Guardia Civil auf die katalanischen Institutionen:
Und hier die Titelblätter der Südtiroler Zeitungen — als ob nichts geschehen wäre:
Heute ab 14.00 Uhr werden im Südtiroler Landtag die Endergebnisse des Südtirolkonvents präsentiert:
Die Sitzung kann über die Webseite des Landtags live mitverfolgt werden.
Cëla enghe: 01
FCBARCELONA
COMMUNIQUÉ
In the wake of the events that have transpired in recent days and, especially, today, with regard to the current political situation in Catalonia, FC Barcelona, in remaining faithful to its historic commitment to the defense of the nation, to democracy, to freedom of speech, and to self-determination, condemns any act that may impede the free exercise of these rights.
Therefore, FC Barcelona publicly expresses its support for all people, entities, and institutions that work to guarantee these rights.
FC Barcelona, in holding the utmost respect for its diverse body of members, will continue to support the will of the majority of Catalan people, and will do so in a civil, peaceful and exemplary way.
Barcelona, 20 September 2017
The Fundació Joan Miró staff wishes to state its adherence to the defense of the Catalan institutions in response to the Spanish Civil Guard’s raids of several Catalan government buildings. This action is a direct attack on democracy, freedom and the rule of law. Without freedom there is no culture, and therefore we invite all workers in the sector to defend our rights and participate actively in the protest rallies that are being held.
Barcelona, 20 September 2017
Unser Landeshauptmann nimmt öffentlich zu Katalonien Stellung. Trotz der putschverdächtigen Vorgehensweise von Madrid ist aber seine Hauptsorge offenbar wie immer die, die Unvergleichbarkeit Südtirols mit der nach Unabhängigkeit strebenden Region zu unterstreichen. Dabei bricht er den Wunsch nach Selbstbestimmung auch noch auf eine vorwiegend wirtschaftliche Ebene herunter. Solidarität mit den Katalaninnen gibt es hingegen nur im Schlagwortformat.
Diese Kleingeistigkeit ist schon per se empörend. Dazu kommt noch die Lächerlichkeit einer völlig durchsichtigen Status-Quo-Erhaltungsstrategie.
Schon vor der Abstimmung in Schottland hieß es zunächst, London werde ein Referendum niemals zulassen. Als dann klar wurde, dass das eine Fehlprognose war, begann man damit, die Unterschiede zwischen Schottland und Südtirol in den Vordergrund zu stellen. Nicht nur: Man unterstrich, dass Südtirol wennschon mit Katalonien vergleichbar sei, da die spanische wie die italienische Verfassung eine Abspaltung definitiv ausschließe.
Jetzt wo katalanische Zivilgesellschaft und Politik beherzt gegen das undemokratische Einheitsgebot vorgehen, sind Südtirol und Katalonien — laut Arno Kompatscher — doch wieder nicht vergleichbar. Nicht, dass der beharrliche Veränderungswunsch noch auf Südtirol überschwappt.
Die Unvergleichbarkeit ist aber offenbar eine Einbahnstraße: Als die Schottinnen gegen die Separation stimmten, wurde das sehr wohl als Dämpfer für ähnliche Bestrebungen in Südtirol interpretiert. Und jetzt erhebt der Landeshauptmann unser Land, die internationale Verankerung unserer Autonomie und das angeblich so großartige Finanzabkommen mit Rom zum Vorbild für Katalonien.
Dieses Südtirol ist ein perfekter Schoßhund des Zentralstaats und eine Bremse für echte Transformation.
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