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  • ›Aquarius‹ auf dem Weg nach València.
    Der Bürgermeister der Metropole bot Hilfe an

    Nachdem der italienische Innenminister Matteo Salvini (Lega) am Wochenende entschieden hatte, dem Rettungsschiff Aquarius — mit 629 Migrantinnen an Bord, darunter 123 Minderjährige und sieben schwangere Frauen — die Nutzung italienischer Häfen zu untersagen, hat die neue spanische Regierung von Pedro Sánchez (PSOE) heute den Hafen von València zur Verfügung gestellt. Das Schiff von Ärzte ohne Grenzen und SOS Mediterranée befindet sich bereits auf dem Weg dorthin.

    Vorangegangen war dem Angebot der spanischen Regierung eine entsprechende Aufforderung des Bürgermeisters von València, Joan Ribó, der der linken provalencianischen Koalition Compromís pel País Valencià (CPV) angehört. Die Vizepräsidentin der Generalitat Valenciana, Monica Oltra (ebenfalls CPV) hatte sich Ribó angeschlossen und die Unterstützung der Regionalregierung zugesichert.

    Auch Bürgermeisterinnen italienischer Hafenstädte hatten sich in den letzten Stunden dazu bereit erklärt, das Rettungsschiff im offenen Dissens zur Lega-5SB-Regierung einlaufen zu lassen.

    Nachtrag (1): Analog zu Ribó und Oltra hatten sich auch die Bürgermeisterin von Barcelona, Ada Colau (BenC), und der katalanische Präsident Quim Torra (JxC) um die Aufnahme der Migrantinnen beworben.

    Nachtrag (2): Auch das von autonomistischen und separatistischen Kräften regierte Korsika bot an, die Insassinnen der Aquarius aufzunehmen.

    Cëla enghe: 01 02 03 04 05 06 07



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  • Wo ist die Empörung?
    Quotation

    Weite Teile der Gesellschaft sind dem Unrecht gegenüber apat[h]isch. Und das ist für mich eine schreckliche Entwicklung. Weil damit zentrale Werte, die eine Gesellschaft zusammenhalten und die die Grundlage der Demokratie bilden, abgehobelt werden. Das Wort Solidarität ist aus dem gesellschaftlichen Vokabular gestrichen worden. Und wir nehmen das ohne schlechtes Gewissen hin. Wie es der Schriftsteller Michael Köhlmeier unlängst gesagt hat: Uns ist die Empörung abhanden gekommen.

    Prof. Günther Pallaver, Politologe, im Salto–Interview.



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  • Buongiorno, ‘À Punt’.

    Evento ormai più unico che raro, alle 14.30 di oggi al termine di un conto alla rovescia (vedi la diretta) di varie ore vedrà la luce una nuova emittente pubblica:

    Con À Punt — vari anni dopo la chiusura di Canal 9 da parte del PP — il País Valencià riavrà una TV e una radio pubbliche (con quasi 500 collaboratrici) in lingua valenciana, una variante del catalano.

    La rifondazione di un’emittente in lingua propria era una delle priorità assolute della coalizione progressista che ha vinto le ultime elezioni.

    Cëla enghe: 01 02 03



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  • Government.
    Quotation

    No man is good enough to govern another man without that other’s consent.

    – Abraham Lincoln

    See also: 01 || 01



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  • Il ministro che coprì la tortura.
    Censurato sei volte dalla corte di Strasburgo

    Dopo il sorprendente successo della sfiducia a Mariano Rajoy (PP), in pochi giorni il nuovo primo ministro Pedro Sánchez (PSOE) ha formato il suo governo, il più femminile d’Europa. 11 donne e 7 uomini. Vanno comunque segnalate varie note stonate, fra cui, oltre al catalano Josep Borrell* agli esteri, svetta la figura di Fernando Grande-Marlaska agli interni.

    Giudice di origini basche in quota PP, impegnato contro l’ETA, è stato spesso al centro di polemiche e scandali.

    • Fautore dell’allontanamento dalla loro terra e quindi dalle loro famiglie degli incarcerati appartenenti alla banda armata basca (la contestatissima «dottrina Parot»), nel 2006 condusse una polemica operazione di polizia che fece saltare il processo di pace iniziato fra ETA e governo Zapatero (PSOE).
    • Nel corso delle indagini sul cosiddetto caso Gürtel, che ha evidenziato la sistematica corruzione all’interno del PP — e il cui esito sta alla base della sfiducia a Mariano Rajoy — si oppose alla ricusazione di due magistrati vicini al PP, in evidente conflitto di interesse.
    • Soprattutto però su nove casi in cui la Spagna dal 2004 a oggi è stata condannata dalla Corte Europea dei Diritti dell’Uomo (CEDU) di Strasburgo per aver omesso di indagare casi di tortura, ben sei volte il giudice responsabile si chiamava Grande-Marlaska.

    Cëla enghe: 01 02

    *) di cui forse ci occuperemo in un’altra occasione



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  • Der Nationalismus- und Intoleranz-Index.

    Das Pew Research Center, ein unparteiischer Fact Tank mit Sitz in Washington D.C., hat Ende Mai die Studie Being Christian in Western Europe veröffentlicht, in deren Rahmen auf der Grundlage von 22 relevanten Fragen auch ein 15 Westeuropäische Länder umfassender Nationalismus- und Intoleranzindex erstellt wurde. Dieser sogenannte NIM-Score (mit Werten von 0 bis 10) umfasst dabei den Nationalismus sowie die Feindseligkeit gegenüber Immigration und religiösen Minderheiten.

    Südtirol befindet sich dabei am Schnittpunkt zweier Staaten, deren Bevölkerung in Westeuropa besonders schlecht abschneidet: Fast vier von zehn Italienerinnen und — mit einigem Abstand — knapp drei von zehn Österreicherinnen erzielen einen kombinierten NIM-Wert von über fünf von zehn Punkten.

    Einen ähnlich großen Sprung wie zwischen dem erstplatzierten Italien und dem zweitplatzierten Österreich (neun Prozentpunkte) finden wir nur am Ende der Skala noch einmal, zwischen dem besonders toleranten Schweden und den Niederlanden (acht Prozentpunkte).

    Betrachten wir den Medianwert (0-10), fallen einige signifikante Unterschiede auf: Während es etwa in der portugiesischen Bevölkerung relativ wenige »intolerante Nationalistinnen« (mit mehr als fünf Punkten) gibt, liegt Portugal (3,5) hier hinter Italien (4,1) an zweiter Stelle.

    Zu einigen speziellen Fragestellungen*:

    • 93% der Portugiesinnen (AT: 85% – IT: 84% – CH: 84% – ES: 79% – DE: 78%) sind stolze Mitglieder ihrer Nation.
    • 87% der Finninnen (AT: 69% – DE: 66% – IT: 64% – CH: 64% – UK: 62%) sind stolz, Europäerinnen zu sein.
    • 93% der Christinnen in Portugal (IT: 78% – AT: 66% – CH: 64% – DE: 62% – UK: 61%) sind stolz, Christinnen zu sein.
    • 12% der Italienerinnen (AT: 8% – DE: 8% – CH: 8% – NL: 1%) würden keine jüdischen Nachbarinnen akzeptieren.
    • 21% der Italienerinnen (AT: 13% – DE: 13% – CH: 13% – NL: 3%) würden keine muslimischen Nachbarinnen akzeptieren.
    • 62% der Finninnen (IT: 53% – AT: 48% – DE: 44% – CH: 42% – PT: 31%) glauben, dass der Islam mit der Kultur und den Werten ihres Landes fundamental inkompatibel sei.
    • 30% der Italienerinnen (AT: 24% – DE: 24% – CH: 23% – PT: 12%) sagen, muslimische Frauen sollten gar keine religiöse Kleidung tragen dürfen.
    • 26% der Italienerinnen (AT: 23% – CH: 21% – DE: 17% – SE: 8%) sagen, dass die Lehren mancher Religionen Gewalt fördern.
    • 37% der Belgierinnen (IT: 32% – AT: 25% – DE: 25% – CH: 23% – FI: 8%) fühlen sich aufgrund der Anzahl an Musliminnen wie Fremde im eigenen Land.
    • 36% der Portugiesinnen (IT: 31% – CH: 24% – AT: 22% – DE: 19% – SE: 13%) stimmen der Aussage zu, dass Jüdinnen immer ihre eigenen Interessen und nicht jene des Landes, in dem sie leben, verfolgen.
    • 36% der Italienerinnen (AT: 22% – CH: 21% – DE: 18% – SE: 11%) stimmen der Aussage zu, dass die Jüdinnen ihr historisches Leid überschätzen.

    Interessant ist abschließend, dass bei Christinnen (praktizierend oder nicht) in allen Ländern** die Wahrscheinlichkeit teils deutlich höher ist, einen kombinierten NIM-Wert von über fünf (von zehn) zu erreichen, als bei Menschen, die sich religiös nicht zuordnen.

    Cëla enghe: 01 02 03 || 01

    *) nicht alle fließen in den NIM-Score ein
    **) eine Ausnahme bilden praktizierende Christinnen in Norwegen



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  • Die Flat-Tax-Gefahr und die Steuerhoheit.

    Sollte die sozial ungerechte, weil von unten nach oben umverteilende Flat Tax* wirklich kommen, könnte das für Südtirol dramatische Folgen haben. Kaum jemand wird verneinen, dass eine drastische Vereinfachung des italienischen Steuersystems und auch — allerdings gezielte und sozial gerechte — Entlastungen dringend nötig sind. Da in Vergangenheit versäumt wurde, dem Land eine nennenswerte Steuerautonomie — geschweige denn die Steuerhoheit — zu sichern, kann die Landesregierung jedoch nur reagieren und nicht gestalten.

    Wie schon verschiedentlich festgestellt wurde, könnte eine tiefgreifende Reform des Steuersystems durch die neue römische Regierung unserem Landeshaushalt empfindliche Verluste zufügen, da die Einnahmen des Landes großteils Anteile am Steueraufkommen sind, das der italienische Staat in Südtirol erzielt.

    Da große Teile des Landeshaushalts fix verplant sind, könnte eine von außen induzierte Schrumpfung zu Engpässen und Schwierigkeiten führen, die sich unmittelbar auf Qualität und Ausmaß der öffentlichen Dienstleistungen auswirken, auch wenn diese in den alleinigen Zuständigkeitsbereich des Landes fallen. Somit würde das Ungleichgewicht ersichtlich, das sich daraus ergibt, dass das Land zwar Steuermittel planen und ausgeben, nicht aber die Einnahmen gestalten kann.

    Zusätzliche Schwierigkeiten könnte dann übrigens auch der sogenannte Sicherungspakt (Finanzabkommen) bereiten, da der Beitrag von mehreren hundert Millionen jährlich, den Südtirol zur Abtragung der Staatsschulden leistet, nicht an der Höhe des Landeshaushalts bemessen wird. Wir wären dann hypothetisch dazu gezwungen, trotz geringerer öffentlicher Geldmittel Summen in gleichbleibender Höhe nach Rom zu überweisen.

    Noch gar nicht berücksichtigt ist dabei, dass ein etwaiges Scheitern des Flat-Tax-Experiments, das zu einer Verschlechterung der italienischen Haushaltslage führen würde, auch noch die Aktivierung von Zusatzklauseln aus dem Finanzabkommen zur Folge haben könnte, die eine zusätzliche Erhöhung des Südtiroler Beitrags zur Sanierung der Staatsfinanzen bedeuten.

    Dieses — im Augenblick rein spekulative — Szenario macht deutlich, dass die angebliche Vorzeigeautonomie in Ermangelung eines ernstzunehmenden Handlunsspielraums auf der Einnahmenseite Gefahr läuft, in eine finanzielle Abwärtsspirale zu geraten. Es sollte deshalb wohl eine absolute Priorität sein, schon vor der etwaigen Umsetzung der Flat Tax auf eine weitere Eigenschaft der neuen Regierung zu nutzen, die da die zu erwartende Autonomiefreundlichkeit wäre, und die Gewährung der Steuerhoheit zu verlangen.

    Das würde nicht nur die Planungsfähigkeit des Landes deutlich erhöhen, sondern auch die Umsetzung eines sozial gerechteren Steuersystems gestatten, als es 5SB und Lega vorschwebt. Sollte die Regierung Conte eine finanzpolitische Bauchlandung hinlegen, wäre es zudem wohl auch ein entscheidender Vorteil, steuerpolitisch auf eigenen Beinen zu stehen.

    Cëla enghe: 01 02 03 04 || 01 02 03

    *) nennen wir sie mal so, obwohl das, was das Regierungsprogramm von 5SB und Lega beinhaltet, keine richtige Flat Tax ist



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