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  • Ist das die neue neuseeländische Flagge?

    In einem »Flaggenreferendum« dürfen die Neuseeländerinnen vom 3. bis zum 24. März entscheiden, ob die oben abgebildete »Silberfarnflagge« die bisherige, unten abgebildete ersetzen soll. Damit endet ein Entscheidungsprozess, der 2014 mit der Zustimmung fast aller Parteien im neuseeländischen Parlament (6 von 7) angestoßen worden war: den Kiwis (so die Eigenbezeichnung der Landeseinwohnerinnen in Anlehnung an ein charakteristisches Tier) sollte die seit langem diskutierte Möglichkeit eröffnet werden, sich eines der dauerhaftesten Symbole der britischen Kolonialherrschaft zu entledigen.

    Vorbild war die Entwicklung in Kanada. Dort wurde die koloniale Flagge mit britischem Union Jack bereits 1965 entgültig abgelegt und durch die mittlerweile weltbekannte Maple Leaf (Ahornblattflagge) ersetzt, die aus tausenden Einsendungen ausgewählt wurde. In Neuseeland begann die Flaggendebatte 1973, als die Frage auf dem Labour-Parteitag aufgeworfen und zunächst wieder begraben wurde.

    Neuseeländische Flagge.

    Nun also durften die Neuseeländerinnen zunächst vom 20. November bis zum 11. Dezember in einem ersten Referendum auf die Frage

    If the New Zealand flag changes, which flag would you prefer?

    unter fünf Vorschlägen jenen auswählen, der im März gegen die aktuelle Flagge mit dem »kolonialen« Union Jack antreten soll. Die BürgerInnen hatten die Möglichkeit, die Vorschläge auf dem Stimmzettel entsprechend ihrer Präferenz zu reihen. Vier der zur Auswahl stehenden Entwürfe beinhalteten einen Silberfarn (bzw. Koru) und zwei das charakteristische Sternbild Stern des Südens, das die Lage Neuseelands im Südpazifik symbolisiert — und bereits auf der aktuellen Flagge präsent ist. Das siegreiche Design von Kyle Lockwood beinhaltet beide Elemente.

    The designer considers the silver fern a New Zealand icon which has been proudly worn by generations for over 160 years. The designer’s intent is that the multiple points of the fern leaf represent Aotearoa’s [New Zealand, Anm.] peaceful, multicultural society, a single fern spreading upwards representing one people growing onward into the future. The bright blue represents our clear skies and the Pacific Ocean, and the Southern Cross guided early settlers to our islands and represents our location in the South Pacific.

    — von der offiziellen NZflag-Homepage der neuseeländischen Regierung

    Was auch immer die Stimmberechtigten im März entscheiden werden, die — alte oder neue — neuseeländische Flagge wird dann das Siegel einer demokratischen und selbstbestimmten Auswahl erhalten.

    Cëla enghe: 01 02 03 04



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  • Urzì, la Convenzione e i secessionisti.

    In un’intervista concessa al quotidiano A. Adige, dov’è apparsa oggi, il consigliere Alessandro Urzì (AAnC) espone i propri timori nei confronti del processo partecipativo per la riforma dello statuto di autonomia. Secondo l’esponente neofascista la Convenzione Sudtirolese nasconderebbe il rischio di venir monopolizzata dai «secessionisti», che si starebbero già  organizzando in tal senso.

    Probabilmente Urzì non ha ben chiaro a cosa serva la Convenzione: non a contar voti e quindi a prendere decisioni, ma ad ascoltare la popolazione, principio sacrosanto in democrazia. In contrasto coi principi fondamentali di una tale iniziativa, il Landeshauptmann, anche lui in evidente difficoltà  d’ascolto, ha già  provveduto a comunicare che le idee della cittadinanza saranno poi «scremate» e suddivise in proposte buone e proposte cattive. Poi, l’ultima parola spetterà  comunque al parlamento romano. Nulla da temere.

    Trattandosi di un esercizio d’ascolto, si può dedurre che Urzì non abbia alcuna voglia di sentire quel che una parte consistente della popolazione — che gli piaccia o no — avrà  da dire: l’indipendentismo è un sentimento diffuso, se non maggioritario, e non avrebbe alcun senso continuare a mettergli il silenziatore. Piuttosto: in democrazia la volontà  del popolo sovrano andrebbe non solo ascoltata, ma anche applicata.

    L’Italia (non gli italiani, che sono un’altra cosa e in Tirolo ci sono sempre stati) cent’anni fa è venuta in questa terra con la guerra e con il sotterfugio. Ma, come nel medioevo, in un secolo la popolazione non ha mai potuto dire la sua, semplicemente non è mai stata ascoltata circa la propria appartenenza statuale.

    Se Urzì ha paura che gli indipendentisti si organizzino e monopolizzino la Convenzione, in democrazia c’è una sola soluzione: si attivi per permettere un referendum, in cui senza eccezioni e rischi di manipolazione a una persona equivale un voto. Fare lo struzzo e infilare la testa nella sabbia, no, non è un’opzione degna di una democrazia del ventunesimo secolo.



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  • Colauré tla convenziun de Südtirol.
    Südtirol mitdenken – Immaginare il Sudtirolo

    Am Samstag, den 16. Jänner wird der Südtirolkonvent im Landtag vorgestellt. Zu dieser Auftaktveranstaltung mit Beginn um 9.30 Uhr sind alle Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen.

    Dabei werden der Landeshauptmann, Landtagspräsident Thomas Widmann und MitarbeiterInnen der Eurac den Prozess und seine Ziele erläutern.

    Zeitgleich werden die Inhalte der Internetplattform www.convenziun.bz.it freigeschaltet, die den Konvent begleiten wird.


    Die anschließende Bürgerbeteiligungsphase beginnt am 23. Jänner und endet am 5. März. Alle Veranstaltungen dauern von 9.00 bis 16.30 Uhr, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Für Speis und Trank wird gesorgt.

    • 23. Jänner: Bozen – Eurac
    • 30. Jänner: Bruneck – Mittelschule Röd
    • 6. Februar: Meran – Fachoberschule Marie Curie
    • 13. Februar: Brixen – Berufsschule Tschuggmall
    • 20. Februar: Schlanders – Kulturhaus Karl Schönherr
    • 27. Februar: Neumarkt – Mittelschule
    • 27. Februar um 14.00 Uhr: Eurac (für junge Erwachsene)
    • 4. März: La Ila – Ciasa de cultura
    • 5. März: Bozen – Eurac

    Genauere Informationen zum Ablauf des Konvents gibt es hier.

    Bitte hingehen und mitbestimmen!



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  • Vernichtende Kritik an der Verfassungsreform.

    Florian Kronbichler (Vërc/italienische Linke), Abgeordneter zum italienischen Parlament, hat gegen die am Montag verabschiedete Verfassungsreform der Regierung Renzi gestimmt. In einem Beitrag auf seiner Homepage erhebt er schwerste Vorwürfe gegen den Ministerpräsidenten, die Südtiroler Volkspartei und den Inhalt der Reform.

    Der italienische Regierungschef habe sich selbst mit einer »unkontrollierbaren Machtfülle« ausgestattet, die es in keinem anderen demokratischen Land gebe. Das Parlament werde durch die Reform hingegen entscheidend geschwächt.

    Wir werden einen autoritären, zentralistischen, der demokratischen Kontrolle weitgehend entzogenen Staat haben.

    – Florian Kronbichler

    Die SVP erkläre ihre Zustimmung zu Renzis Verfassungsänderung mit der sogenannten »Schutzklausel« für autonome Regionen, die Kronbichler jedoch als eine »Stundung« bezeichnet: Über kurz oder lang werde sich die undemokratische, zentralistische und antiautonomistische Dynamik der Reform auch auf Südtirol auswirken.

    Es gibt für mich keine gute Landesautonomie innerhalb einer schlechten Staatsverfassung.

    – Florian Kronbichler

    Schon jetzt verweist der Abgeordnete auf das Referendum im Herbst, bei dem die Bürgerinnen und Bürger die Zurücknahme der Reform beschließen können.

    Cëla enghe: 01 02 03 04 05 06



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  • Visionen, Autonomie.
    Quotation

    Ohne die schöpferische Kraft von Visionen wird jede Politik kurzatmig wirken.

    Von einer vollen Autonomie sind wir noch weit entfernt, solange wichtige Zuständigkeiten wie etwa die Schule oder die Polizei fehlen.

    Auszüge aus dem Interview von Siegfried Kollmann mit Hans Benedikter, von 1972 bis 1992 Abgeordneter der SVP zum italienischen Parlament, ausgestrahlt im Rahmen des »Runden Tisches« von Rai Südtirol am 11. Jänner.

    Cëla enghe: 01 02 03 || 01



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  • N-VA für Anerkennung Kataloniens.

    Belgien könnte Katalonien nach einer etwaigen Unabhängigkeitserklärung zügig als eigenen Staat anerkennen. Entsprechenden Druck hat die »Neu-Flämische Allianz« (N-VA) nach der Wahl von Puigdemont (/Pudschdemont/) zum katalanischen Regierungschef aufgebaut, wie das Nachrichtenportal Mon.cat berichtet.

    Die Zentrumspartei N-VA, nicht mit dem rechtsgerichteten »Vlaams Belang« zu verwechseln, ist an der belgischen Regierung beteiligt, wo sie unter anderem den Posten des stellvertretenden Regierungschefs innehat.

    Eine Nichtanerkennung Kataloniens würde laut Mon.cat zu einer Aufkündigung der Koalition durch die N-VA führen und könnte das Land somit in eine erneute, mehrmonatige Regierungskrise stürzen. Die Anerkennung durch Belgien, das in seiner Hauptstadt die wichtigsten EU-Institutionen beherbergt, gilt als besonders symbolträchtig.



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  • Puigdemont: Postautonomia e preindipendenza.

    Ancora pochi giorni fa la situazione in Catalogna sembrava non avere vie d’uscita: la sinistra radicale delle cosidette candidature d’unità popolare (CUP) avevano espresso un veto nei confronti di Artur Mas, mentre Junts pel Sí­ (JxS), la coalizione elettorale degli indipendentisti (CDC, ERC, ANC, Òmnium Cultural ed altri), non sembrava avere alcuna intenzione di proporre un candidato alternativo per la presidenza del paese.

    Nonostante ciò le trattative fra CUP e JxS sono proseguite a ritmi serratissimi e oggi, un giorno prima dello scioglimento del parlament e l’indizione di ulteriori elezioni anticipate, la soluzione è stata trovata: il 130. president della Catalogna non si chiama Artur Mas, bensì Carles Puigdemont i Casamajó. Sindaco di Girona in quota CDC, di simpatie socialdemocratiche, indipendentista da sempre, è già stato eletto presidente oggi stesso con 70 voti favorevoli e 63 contrari a fronte di due astensioni in parlamento.

    Durante il discorso di investitura Puigdemont ha ringraziato il collega di partito Artur Mas per il suo «passo a lato» (ben diverso da un «passo indietro»), si è scusato con la popolazione catalana per lo show invero poco edificante di un’investitura all’ultimo minuto e ha annunciato una legislatura di «postautonomia e preindipendenza».

    Il nuovo president ha inoltre messo in chiaro che

    • il programma di governo sarà lo stesso presentato da Artur Mas in dicembre;
    • ovviamente metterà in atto la risoluzione indipendentista approvata dal parlamento e
    • sarà necessario portare a un nuovo livello il confronto — e la confrontazione — con la Spagna e con l’Unione Europea per il conseguimento dell’indipendenza.


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  • Tag der Trikolore.

    Am 7. Jänner begeht Italien den »Tag der Trikolore«. Der Südtiroler Schützenbund und die Rechtsparteien rebellieren. Der Landeshauptmann beschwichtigt: Alles halb so wild.

    So der Aufmacher von Südtirol Online am 6. Jänner.

    Wenn es um die nationalstaatliche Symbolik geht, gleichgültig ob es um die Trikolore oder um Südtiroler SportlerInnen im italienischen Nationalteam geht, ist immer alles halb so problematisch. Es wird relativiert und das Problem als unbedeutend dargestellt. Die Gefühle derjenigen SüdtirolerInnen, die mit der nationalstaatlichen Symbolik ein Problem haben, werden bagatellisiert oder lächerlich gemacht.

    Nicht so umgekehrt. Als vor etlichen Jahren einige Unterlandler Gemeinden die Andreas-Hofer-Hymne, die die offizielle Tiroler Landeshymne ist, zur Gemeindehymne erheben wollten, waren die Befindlichkeiten derjenigen SüdtirolerInnen, die damit ein Problem haben könnten, plötzlich von großer Bedeutung.

    Wobei man beide Symbole nicht einmal direkt vergleichen kann: Hier die italienische Trikolore als Symbol, das einen nationalstaatlichen Narrativ verkörpert, also für einen Teil der SüdtirolerInnen immer ausschließend wirkt; und dort die Tiroler Landeshymne, für die es sogar eine italienische Variante gibt und die somit zumindest vom historischen Kontext unser mehrsprachiges Land verkörpert, auch wenn zeitgemäßere Südtiroler Symbole durchaus wünschenswert wären.

    Wenn wir in den nationalstaatlichen Narrativen gefangen bleiben wollen, könnten wir ebensogut am 26. Oktober die österreichische Flagge auf allen öffentlichen Gebäuden hissen, da Österreich ja schließlich die Schutzmacht Südtirols ist; oder gar am 3. Oktober, wenn wir es ganz nationalstaatlich machen wollen, die deutsche Flagge, da Südtirol ja in bestimmter Weise Teil des deutschen Kultur- und Sprachraumes ist. Mal sehen, was da unsere Relativierer vom Dienst so von sich geben würden und ob da etwaige Befindlichkeiten auch bagatellisiert bzw. lächerlich gemacht würden.

    Das Online-Portal Salto hat zu diesem Thema etliche Bürgermeister befragt: Merans Bürgermeister Paul Rösch hätte, wäre er schon im Amt gewesen, die Trikolore sogar zum 100-jährigen Eintritt Italiens in den 1. Weltkrieg gehisst. Der Hoffnungsträger Rösch überspringt die sich bietenden Fettnäpfchen nur ungern.
    Ansonsten wird bei den drei befragten Bürgermeistern abgewiegelt: Man habe wichtigeres zu tun. Bleibt noch die Frage, wie das Regierungskommissariat, das die Gemeinden zum Trikolore-Hissen ja immer penibel auffordert, reagieren würde, wenn der eine oder andere Bürgermeister, da es ja anscheinend ein »problema di secondo piano« (Salto) ist, dem Hissen der Trikolore nicht nachkommen würde?
    Da wäre dann wohl Schluss mit lustig und die Carabinieri würden einschreiten, wie damals bei den Wanderschildern.

    Noch eine Frage: Wie gedenkt denn unser Landeshauptmann Fortschritte im Bereich Autonomie-Patriotismus zu erreichen, wenn im Zweifelsfall immer die nationalstaatlichen Symbole zum Zug kommen? Den Vorschlägen in Richtung Südtiroler Symbolik, wie z.B. eigenständige Südtiroler Sportmannschaften, erteilt die Autonomie-Patriotismuspartei ja immer eine Absage.



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