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  • Fascho wird Wobi-Vertrauensmann.

    Laut Tagblatt A. Adige (vom 1. Februar) hat das Wohnbauinstitut des Landes ein Mitglied der neofaschostischen CasaPound zur Wobi-Vertrauensperson für einen Wohnkomplex in der Bozner Baristraße ernannt. Solche Vertrauenspersonen sind als Bindeglied zwischen Mieterinnen und Institut gedacht und sind »Garant für das gute Zusammenleben im Gebäude« (Wobi Mieterinfo 80/2018). Laut Auskunft des italienischsprachigen Athesia-Blatts zeigt sich die betreffende Person unter anderem gern in Kleidung, die der SS-Division Charlemagne huldigt. Ganz wie der Chef.

    Zur empörenden Ernennung befragt, soll Wobi-Vertreter Werner Stuppner dem A. Adige geantwortet haben, dass die Kandidatinnen nicht nach politischer Gesinnung ausgewählt würden. Soweit er informiert sei, könnten sich auch SVP- oder PD-Mitglieder unter den Vertrauenspersonen befinden — was ja dann wohl exakt dasselbe wäre, wie ein Rechtsextremist!?

    Wie ein Menschenverachter zwischen Wobi und zum Beispiel Mieterinnen mit Migrationshintergrund »vermittelt«, will ich mir lieber gar nicht vorstellen. Dabei sollte das Institut die bevorzugten Methoden von CPI ganz genau kennen, nachdem die rechten Recken in Vergangenheit auch den Wobi-Sitz mehrmals zu Propagandazwecken besetzt hatten.

    Bei der SS hört selbst für den A. Adige der Spaß auf. Die gehören ganz klar nicht zum »guten Faschismus«, wie Spagnolli gesagt hätte.



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  • Minderheitensituation in Israel.
    Vortrag heute in Bozen

    Im Anschluss an die Generalversammlung der Südtiroler Gesellschaft für Politikwissenschaft | politika findet heute Freitag, 2. Februar 2019, ab 19.30 Uhr im Alten Rathaus in Bozen ein Vortrag von Cecilia Gialdini zu Bildungs- und Identitätspolitik von Minderheiten am Beispiel der Palästinenserinnen in Israel statt. Der Vortrag ist in italienischer Sprache.



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  • Gefängnisbesuch in Katalonien.
    Quotation

    “Aber die Katalanen …”, wird man einwenden. Doch deren Unabhängigkeit steht hier nicht zur Diskussion, es geht um Rechtsstaatlichkeit. Sie dient nicht zur Zierde, wenn alles glattläuft, sie ist Feuerwehr dort, wo es brennt, und dafür da, das Recht ebenjener zu schützen, über die wir sagen: “Aber die …”

    Wie kann man zulassen, dass Putin und Erdoğan auf diese Weise die Chance haben, zu sagen: “Sehen Sie, Dinge wie bei uns kommen auch in Europa vor”?

    Ich weiß nicht, ob Europa an einem Referendum über die katalanische Unabhängigkeit zerbrechen kann. Doch es wird zerbrechen, wenn es Rechte missachtet.

    aus der gestern in Zeit Online erschienenen Kolumne ‘Gefängnisbesuch in Katalonien’ von Can Dündar, Chefredakteur der Internetplattform Özgürüz

    Cëla enghe: 01 02 03 04 05 06



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  • Die Rasse der Schülerinnen.

    Der Südtiroler Gesundheitsbetrieb (Sabes) hat unter Lehrerinnen einen Fragebogen verteilt, in dem unter anderem die »Rasse« der zu beurteilenden Kinder abgefragt wird. Ich gestehe: im ersten Augenblick war auch ich ziemlich schockiert und habe gedacht, dass das bei der allgemeinen sprachlichen Schlamperei im Lande irgendwann ja so kommen musste. In Italien wurde der Fall zum Politikum ersten Ranges hochgespielt — offenbar hat sich aber auch wirklich niemand die Mühe gemacht, kurz nachzudenken und/oder zu recherchieren.

    Beim Fragebogen handelt es sich um die in den USA entwickelte Child Behavior Checklist (CBCL), die wiederum Teil des Achenbach System of Empirically Based Assessment (ASEBA) ist. Solche Checklisten wurden bereits in viele Sprachen — in diesem Fall über 90! — übersetzt und vor allem: sie sind standardisiert. Da wird und darf ein regionaler Gesundheitsbetrieb gar nix selbst übersetzen lassen. Eine fünfminütige Recherche im Netz bestätigt darüberhinaus: Das bereits verfügbare Formular in italienischer Sprache beinhaltet die Frage nach Ethnie bzw. Rasse. Gefunden habe ich das Faksimile auf der Seite des Istituto scientifico per la medicina della riabilitazione Eugenio Medea. Dass die höchst problematische Übersetzung nicht früher bemerkt wurde? Sehr sonderbar. Aber mit unserem Gesundheitsbetrieb hat das dann wohl eher wenig zu tun.

    Natürlich fragt man sich dann auch, warum eigentlich Lehrkräfte sowas über ihre Schülerinnen ausfüllen. Mich jedenfalls hat das skeptisch gestimmt. Allerdings besteht die CBCL aus drei Fragebögen: der Child Behavior Checklist (Parent Form), dem Teachers Report Form (Teacher Form) und dem Youth Self-Report (Youth Form). Somit dürfte die Vorgehensweise jedenfalls nichts Außerordentliches sein, wiewohl das niemanden davon abhalten soll, sie dennoch kritisch zu hinterfragen.



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  • Salvare la lingua normanna.

    Il presidente della Normandia, Hervé Morin, ha annunciato un piano regionale per la rivitalizzazione della lingua normanna. A tale scopo, innanzitutto, sarà realizzato uno studio sociolinguistico per conoscere la situazione reale dell’idioma — giudicato in serio pericolo di estinzione dall’Unesco e parlato da non più di 30.000-100.000 individui, secondo le stime più attendibili.

    Al contempo Morin, ex ministro del governo Fillon e capo del partito Les Centristes, intende avviare l’insegnamento del normanno nelle scuole dell’obbligo della sua regione.

    Queste le iniziative immediate, mentre farebbero parte del piano regionale anche l’introduzione di fondi per la segnaletica bilingue e la creazione di un’Accademia della lingua normanna, incaricata di portare avanti iniziative di normalizzazione e diffusione linguistica.

    L’opposizione socialista ha fatto sapere di non condividere la proposta del presidente Morin, in quanto vi sarebbero altre priorità, e più urgenti, per esempio sul piano sociale.

    Oggi il normanno ha status ufficiale solamente sull’isola autonoma di Jersey nel Canale della Manica.

    Cëla enghe: 01 02 03 || 01



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