→→ Autorinnen →→ Gastbeiträge →→

  • Québec: Indipendentismo in trasformazione.

    Lunedì scorso (1 ottobre) nella vasta provincia del Québec, attualmente facente parte del Canada, si sono tenute le 42. elezioni generali.

    Sembrano ormai lontani i tempi in cui il Parti Québécois (PQ), di area socialdemocratica, otteneva risultati oltre il 40%1nelle tornate elettorali del 1976, 1989, 1994, 1998, sfiorando addirittura il 50% nel 1981 e governava agevolmente, arrivando addirittura a organizzare due referendum sulla creazione di uno stato indipendente (nel 1980 e nel 1995).

    In questa tornata, per la prima volta in assoluto si è imposta Coalition avenir Québec (CAQ), unionista e di centrodestra, che si assicura ben 74 seggi su 125 — davanti al partito di governo uscente, il centrista Parti Libéral du Québec (PLQ – 24,8% e 32 seggi), anch’esso favorevole alla permanenza della provincia francofona in seno al Canada.

    Ma la CAQ, ottenendo il 37,4% dei voti, è anche il partito col minor sostegno ad aver mai raggiunto una maggioranza dei seggi nella storia del Québec.

    La vera sorpresa, pur non del tutto inaspettata, tuttavia è stata il significativo travaso di voti dal PQ verso un partito di sinistra radicale come Québec Solidaire (QS), anch’esso indipendentista, di recente fondazione (2006). Mentre infatti il PQ ha fatto segnare il suo peggior risultato storico, con un magrissimo 17,1% (-8,3 rispetto al 2014), QS ha stabilito il proprio record positivo con un notevole 16,1% (+8,5).

    È però il sistema uninominale secco a penalizzare fortemente questa divisione interna alla sfera indipendentista, che nonostante la sostanziale tenuta2in termini di voti le perdite del PQ infatti sono più che assorbite dall’aumento di consensi di QS passa dai non molti (30+3=) 33 seggi ai pochissimi (9+10=) 19. Si comprendono ancor meglio le proporzioni se si considera che il CAQ col 37,4% si aggiudica 74 seggi, mentre PQ e QS insieme, col 33,2% ne conquistano poco più di un quarto.

    Eppure sembra che più che a una vera e propria sconfitta si stia assistendo a un riassetto dell’indipendentismo, con uno spostamento dal centrosinistra verso la sinistra radicale.

    Aggiornamento (dell’11.10.2018): Alla fine dei riconteggi il CAQ ottiene 74 seggi, il PLQ 31 (-1), il PQ 10 (+1) e QS 10.

    Cëla enghe: 01 02 03 || 01

    • 1
      nelle tornate elettorali del 1976, 1989, 1994, 1998, sfiorando addirittura il 50% nel 1981
    • 2
      in termini di voti le perdite del PQ infatti sono più che assorbite dall’aumento di consensi di QS


    Einen Fehler gefunden? Teilen Sie es uns mit. | Hai trovato un errore? Comunicacelo.
  • Auch die digitale Unterschrift ist einsprachig.

    Vor wenigen Wochen habe ich mir aus beruflichen Gründen bei einer Außenstelle der Handelskammer eine sogenannte digitale Unterschrift besorgt. Es handelt sich dabei nicht um ein italienisches, sondern um ein gesamteuropäisches — von der EU definiertes und EU-weit gültiges — System. Dennoch wird es wie so oft national dekliniert.

    In Südtirol führt das wieder einmal dazu, dass man sich die Zwei- oder gar Dreisprachigkeit weitgehend auf den Hut stecken kann.

    Das Einzige, was es auch auf Deutsch gibt, sind der Antrag auf Erteilung der Nationalen Servicekarte mit Authentifizierungs- und Unterschriftszertifikat und eine Kurzanleitung (bestehend aus einer A4-Seite), die die Bedienung der einsprachig italienischen Software erläutert.

    Die Software für die Registrierung, das Infoheft mit der ausführlichen Anleitung, die Allgemeinen Vertragsbedingungen und eben auch die Software, mit der man Computerdateien digital signieren kann, gibt es ausschließlich in italienischer Sprache. Genauso wie übrigens das einschlägige Webportal, auf das in der Anleitung verwiesen wird.

    Selbst die Ortsnamen (Geburtsort, Wohnort, Ort der Vertragsunterzeichnung…) gibt es nur in der von Ettore Tolomei erfundenen (bzw. abgesegneten) Variante. Die scheinen dann in dieser Form auch auf dem deutschsprachigen Antrag auf, was einen Hauch von 1920er Jahren versprüht: Frau Soundso, geboren in Vipiteno und wohnhaft in Chiusa, beantragt am 20.10.2018 in Brunico einen Antrag auf Erteilung der Nationalen Servicekarte. Nachdem die digitale Signatur dann auch — ausschließlich — mit der »faschistischen« Wohnortsbezeichnung gekoppelt ist, geht mit der Digitalisierung eine erneute (Teil-)Abschaffung der historisch gewachsenen Ortsnamen einher. Frau Soundso aus Klausen scheint dann digital als Frau Soundso aus Chiusa auf.

    Vor einiger Zeit, so versicherte mir der freundliche Kammerangestellte, seien die Ortsbezeichnungen übrigens noch zweinamig gewesen, doch das habe sich mit der Übernahme des Dienstes durch die Firma Aruba leider geändert.

    Cëla enghe: 01 02 03 04 05 06 07 || 01 02 03



    Einen Fehler gefunden? Teilen Sie es uns mit. | Hai trovato un errore? Comunicacelo.
  • Wer hat’s erfunden?
    Pöder macht einen auf Jörg

    Andreas Pöder, Chef der BürgerUnion für Südtirol, macht auf seinen Plakaten anlässlich der bevorstehenden Landtagswahl kein Hehl daraus, an wem er sich politisch orientiert. Pöder plakatiert nämlich ziemlich unverfroren die leichte Abwandlung eines Spruches, der in den 1990er-Jahren in Österreich allgegenwärtig war. Mit “Sie sind gegen ihn, weil er für euch ist” zog – wenn man so will – der Urvater des modernen Rechtspopulismus, Jörg Haider, 1994 in den Wahlkampf.

    Mit “Sie sind gegen ihn, weil er für euch kämpft” möchte Pöder 2018 punkten und ist dabei nicht einmal der erste, der Haiders Spruch abgekupfert hat.

    Denn bereits im Nationalratswahlkampf 2008 recycelte die FPÖ den Slogan und verband ihn pikanterweise mit dem Bild von H. C. Strache.

    Pikant deshalb, weil Haider sich zu diesem Zeitpunkt bereits mit der FPÖ zerstritten und sein BZÖ (Bündnis Zukunft Österreich) gegründet hatte. Haider selbst trat als dessen Spitzenkandidat zur Wahl an, obwohl er Landeshauptmann von Kärnten war und ein etwaiges Mandat – wie er selbst ankündigte – nicht antreten würde. Haider starb knapp zwei Wochen nach dem Urnengang (FPÖ 17,54 %, BZÖ 10,70 %) an den Folgen eines Verkehrsunfalles.

    Mr. “ordentliche Beschäftigungspolitik” und Mr. “Wehrsportübung und drei Bier” sind also offenbar jene Politiker, mit denen sich Pöder in einer Reihe sieht. Feine Gesellschaft.

    Cëla enghe: 01 02 03



    Einen Fehler gefunden? Teilen Sie es uns mit. | Hai trovato un errore? Comunicacelo.
  • Zweisprachige Kontrollen für einsprachige Etiketten.

    Wie die SVP bekanntgibt, musste auf dem glorreichen Weg in die →Vollautonomie mal wieder eine am Wegesrand gepflückte Blume zurückgegeben werden. Voriges Jahr sei nämlich den Regionen und dem Land Südtirol die Zuständigkeit entzogen worden, Verwaltungsstrafen im Bereich der Lebensmitteletikettierung auszustellen. Stattdessen wurde diese Aufgabe an die Zentrale Aufsichtsbehörde ICQRF mit Sitz in Conegliano Veneto übertragen.

    Einen Durchbruch konnte nun Senator Meinhard Durnwalder verkünden: das zuständige Ministerium in Rom habe auch im Umgang mit dem ICQRF das Recht auf Verwendung der deutschen Sprache anerkannt. Bei einem Dienst, der bereits in Südtirol angesiedelt war, darf man nun also in Venetien von vorne mit dem Kampf um die Zweisprachigkeit beginnen.

    In der Aussendung wird Durnwalder abschließend mit den Worten zitiert, dass

    der Schutz der Zweisprachigkeit auf allen Ebenen […] ein Fixpunkt unserer parlamentarischen Arbeit [bleibt].

    Nun ja, gerade beim Thema Etiketten gäbe es dringenden Handlungsbedarf, um die deutsche der italienischen Sprache gleichzustellen. Doch dazu hat die SVP weder im Parlament noch im Landtag eine Lösung erzielt.

    Somit gibt es zwar bei den Kontrollen ein Recht auf Zweisprachigkeit, die Etiketten selbst müssen aber vor allem eins: auf Italienisch verfasst sein.

    Cëla enghe: 01 02 03 04 05



    Einen Fehler gefunden? Teilen Sie es uns mit. | Hai trovato un errore? Comunicacelo.
  • Problem Bär und Wolf im Wahllokal.

    Das (gefühlte) Problem der Stunde durfte im Fragenkatalog des Wahllokals natürlich nicht fehlen: der Umgang mit Problemwolf und -bär. Leider scheint bei der Formulierung etwas danebengegangen zu sein:

    [Soll] Südtirol “Problemwölfe” und “Problembären” abschießen können?

    Wobei das »soll« fehlt und mit »können« wahrscheinlich »dürfen« gemeint ist, im Italienischen aber genau dieses Wort (können/dürfen) wieder fehlt.1Im Italienischen lautet die Frage also, ob Südtirol Problemtiere abschießen soll.

    Mit »Ja« antworten Team Köllensperger (TK) und AAnC/FdI (»weniger wichtig«), Noi A. A. Südtirol und Lega Nord (»wichtig«) sowie STF, Freiheitliche, BürgerUnion und SVP (»sehr wichtig«).

    Dabei gibt die STF an, Südtirol solle »wolf- und bärenfrei« bleiben [sic]. TK und AAnC/FdI schränken ihre Zustimmung auf Fälle ein, in denen eine Gefährdung für den Menschen besteht.

    Gegen die Entnahme von Problemtieren durch das Land sprechen sich Forza Italia, Grüne, PD und 5SB (»weniger wichtig«) sowie die Vereinte Linke (»wichtig«) aus.

    Die 5SB gibt im Umgang mit problematischen Exemplaren eine zentralistische Linie vor: in Zusammenarbeit mit den Lokalkörperschaften solle hier der Staat agieren. Unverständlich hingegen die — lapidare — Antwort der Grünen:

    Südtirol hat dafür nicht die Zuständigkeit.

    Die Frage war doch gerade, ob Südtirol dafür zuständig sein soll.

    Ganz grundsätzlich bin ich der Meinung, dass wir uns darüber streiten können, ab wann wir einen Bären oder einen Wolf als »Problemtier« einstufen. Und wir können uns auch uneins sein, ob für einen allfälligen Abschuss das Land zuständig sein soll. Sobald wir uns aber einig sind, dass wir es mit einem Problembären oder -wolf zu tun haben — wovon in der Fragestellung ja ausgegangen wird —, sollte ein Abschuss doch immer eine Option (können/dürfen) sein. Daher kann ich ein einfaches »Nein« auf diese Frage — ohne nähere Ausführungen, wie etwa die von TK, AAnC/FdI oder 5SB — nicht nachvollziehen.

    Cëla enghe: 01 02 03 | 04 05

    • 1
      Im Italienischen lautet die Frage also, ob Südtirol Problemtiere abschießen soll.


    Einen Fehler gefunden? Teilen Sie es uns mit. | Hai trovato un errore? Comunicacelo.

You are now leaving BBD

BBD provides links to web sites of other organizations in order to provide visitors with certain information. A link does not constitute an endorsement of content, viewpoint, policies, products or services of that web site. Once you link to another web site not maintained by BBD, you are subject to the terms and conditions of that web site, including but not limited to its privacy policy.

You will be redirected to

Click the link above to continue or CANCEL