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  • Vortrag von Anatol Stefanowitsch.
    Ankündigung

    Am heutigen Mittwoch findet im Innsbrucker Taxispalais – Kunsthalle Tirol ein Vortrag von Anatol Stefanowitsch zum Thema

    Politisch korrekte Sprache, Moral und Meinungsfreiheit

    statt:

    25.07.2018 – 18:30-19:30 Uhr – Vortrag Univ.-Prof. Dr. Anatol Stefanowitsch, Sprachwissenschaftler, Institut für Englische Philologie, Freie Universität Berlin

    „Politisch korrekte“ Sprache – also der Versuch, herabwürdigende Ausdrücke zu meiden – wird vor allem von Politiker_innen und Kommentator_innen aus dem konservativen Spektrum als „Zensur“, „Denkverbot“ und „Meinungsdiktatur“ dargestellt. In meinem Vortrag werde ich zeigen, dass diese Vorwürfe auf einem falschen Verständnis der Ziele „politisch korrekter“ Sprachpolitik beruhen: diese richtet sich nicht vorrangig auf den Inhalt, sondern auf die Form von Aussagen. Bezüglich dieser Form werde ich argumentieren, dass die sprachliche Political Correctness sich aus relativ unstrittigen moralischen Prinzipien ableiten lässt und dazu dient, strukturelle sprachliche Ungleichheiten abzubauen, um der derzeit zu beobachtenden Verrohung des öffent­lichen Redens einen sprachlichen Umgang entgegenzusetzen, der von gegenseitigem Respekt geprägt ist und in dem Meinungen – vor allem solche, die sich auf Wert und Rechte von Individuen und Gruppen beziehen – sachlich und ohne sprachlich herabwürdigende Ausdrücke geäußert werden, sodass Sprecher_innen für ihre Meinungen eine persönliche Verantwortung übernehmen müssen.



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  • Urzì cerca carro.

    Dalle pagine del Secolo d’Italia, ex organo ufficiale del MSI, il consigliere provinciale Alessandro Urzì (FdI) lancia una proposta sorprendente in vista delle prossime elezioni provinciali: la «lista unitaria del centrodestra per gli italiani». Idea sorprendente non tanto perché

    • di liste unitarie si è sempre straparlato, con l’unico effetto di stabilire, puntualmente, nuovi record di entropia;
    • anche questa volta in Sudtirolo le liste si stanno moltiplicando, con esponenti storici di destra (Enrico Lillo, Renato Stancher…) che si schierano con l’ex PD Roberto Bizzo;

    ma in prima linea per il destinatario della proposta: papà Matteo Salvini, ministro, segretario della Lega, custode dei 49 milioni. Secondo Urzì infatti la lista unitaria dovrebbe servire anche e soprattutto alla difesa

    • dagli attacchi austriaci, ovvero dalla doppia cittadinanza;
    • dal razzismo nei confronti delle italiane in Sudtirolo.

    E qui la cosa si fa veramente bizzarra, considerando che Matteo Salvini

    • ha sempre rifiutato di condannare l’idea del doppio passaporto e
    • di antirazzismo non è veramente un grande esperto. Anzi.

    E poi la Lega aveva proposto una convenzione sull’autodeterminazione in consiglio regionale.

    Sui temi come quelli dell’identità la posizione della Lega è molto più vicina a quella di Eva Klotz che a quella dei bolzanini.

    Alessandro Urzì in un video pubblicato in occasione della visita di Salvini in Sudtirolo nel 2015.

    Che Urzì allora sia solamente alla ricerca di un carro che lo riporti nel Landtag? Ma no, non sarà così opportunista.

    Cëla enghe: 01 02 03 04 05



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  • Die Dolomitesvives-Farce.
    Verkehrsbeschränkung durch Bürokratie und Einsprachigkeit

    Seit gestern läuft das insgesamt 30 Tage umfassende Dolomitesvives-Projekt zur angeblichen Verkehrsbeschränkung des Sellajochs, das jedoch weder an Wochenenden (Samstag/Sonntag), noch an Werktagen zwischen 16.00 und 9.00 Uhr gilt. Es gilt unter anderem auch nicht für Gäste der Beherbergungsbetriebe am Sellajoch, landwirtschaftliche Maschinen, Lieferverkehr, technische Dienstleisterinnen, Reisebusse (!) und E-Fahrzeuge. Außerdem frei sind Grundstücksbesitzer-, Eigentümer-, Pächterinnen, Mitarbeitende der Beherbergungsbetriebe, Taxis, Mietwagen mit Fahrerin sowie Pendlerinnen.

    Aber das wars noch nicht: Es reicht, sich — online oder offline — einen kontingentierten, aber kostenlosen Dolomitesvives-Pass zu sichern, um trotz angeblicher Beschränkung jederzeit mit dem privaten Pkw aufs Sellajoch zu gelangen. Doch natürlich dürfen Gäste, die vor 9.00 Uhr ‘oben’ waren, jederzeit ohne Pass herunterfahren — also auch im Zeitfenster zwischen 9.00 und 16.00 Uhr.

    All diese Informationen finden sich auf der eigens eingerichteten Homepage, die für ein Gebiet, das sich vollständig in der »Ladinia« befindet, nur auf Italienisch, Deutsch und Englisch — aber nicht auf Ladinisch! — verfügbar ist.

    Das Kalkül ist, dass eine (minimale) Verkehrsminderung nicht durch die Regulierung, sondern durch die Schikane der Pass-Beantragung erreicht werden kann. Das dürfte wenigstens bei Gästen gelingen, die der italienischen Sprache nicht mächtig sind, denn sowohl die Handy- als auch die Web-App sind neben Italienisch nur in der Variante »gebrochenes Deutsch« verfügbar und kennen außerdem weder ladinische noch deutsche, sondern nur die italienischen Ortsbezeichnungen (Selva di Valgardena, Passo Sella…). Das steht auch so im einschlägigen Leitfaden:

    Cëla enghe: 01 02 03 04 05 06 07 || 01 02



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  • 5S: Sintomatico passaporto.
    Tempora mutantur

    E così il doppio passaporto per le sudtirolesi si trasforma in cartina di tornasole per il governo italiano — e in particolare il M5S.

    La notizia di Tiroler Tageszeitung (TT) è che entro settembre l’esecutivo austriaco preparerà la bozza di legge in tema di doppia cittadinanza, ma che nulla si farà senza il consenso di Roma. Non si è fatta attendere la risposta del ministro alla democrazia diretta (sic), il trentino Riccardo Fraccaro, che parla di «atto ostile» da «respingere fermamente». Gli stessi pentastellati che hanno poco da eccepire sui continui attacchi di Salvini alla Tunisia o ai partner europei, sugli atti ostili nei confronti di migranti, rom, sinti, ONG, si allarmano quando l’Austria, bene o male che faccia, si accinge a dare alle sudtirolesi un trattamento simile a quello che l’Italia da alle italiane di Slovenia e Croazia. Tre pesi e tre misure espressione del solito nazionalismo cui ci hanno abituato sia le destre sia le sinistre romane — isteria ancor più incomprensibile se consideriamo, appunto, che l’Austria intende procedere d’intesa con l’Italia.

    Il «bello» però è che solo qualche mese addietro il consigliere 5S alla Dieta sudtirolese, Paul Köllensperger, aveva sottoscritto una petizione pro doppio passaporto, e che il M5S — in ossequio alla democrazia diretta — voleva perfino permettere un referendum sull’indipendenza.

    Adesso però, si sa, il barometro segna tempo di sovranismo.

    Cëla enghe: 01 02 03 04 || 01



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  • Giro giro Tundo.
    Fördern die Gemeinden Sozialdumping?

    Seit der Vergabe des Südtiroler Behindertentransports an die Firma Tundo aus Apulien war es immer wieder zu Beschwerden gekommen. Mehrmals war sogar von Verzögerungen bei der Auszahlung von Gehältern die Rede, was die Landesregierung im Februar bestätigte.

    Nun will zwar das Land die Neuausschreibung des Schülerdienstes so gestalten, dass dem Preis bei der Vergabe eine geringere Priorität zukommt — womit auch Südtiroler Betriebe und Vereine wieder eine Chance hätten. Berichten der TAZ zufolge gewinnt Tundo jedoch »der Reihe nach« die Ausschreibungen der Bezirksgemeinschaften: Bozen, Wipptal, Pustertal, Burggrafenamt, Vinschgau.

    Was daran besonders besorgniserregend ist: Tundo soll in allen Fällen alleinige Bieterin gewesen sein, weil Arbeitsgemeinschaft für Behinderte (AfB), Lebenshilfe und Konsortium der Südtiroler Mietwagenunternehmen (KSM) errechnet haben wollen, dass sie aufgrund der niedrigen Preisvorgaben nicht hätten kostendeckend arbeiten können.

    Wenn das stimmt, hieße das im Umkehrschluss, dass die Südtiroler Gemeinden nicht bereit sind, Preise zu zahlen, die den Südtiroler Lebenshaltungskosten entsprechen. Sozial- und Preisdumping »im Dienste« der Öffentlichkeit — das darf nicht sein.

    Cëla enghe: 01 02 03



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  • Der neue, ›liberale‹ PP-Chef.

    Nach dem Rücktritt von Mariano Rajoy von allen Parteiämtern infolge seiner Abwahl als Regierungschef wurde gestern Pablo Casado (Jahrgang 1981) zum neuen Parteivorsitzenden der PP gewählt. Seiner von ausländischen Medien gern nachgebeteten Selbstdarstellung als Liberalem zum Trotz, ist der Thatcher- und Aznar-Fan ein aggressiver Rechtsaußen, dessen Kandidatur nicht zufällig maßgeblich vom rechtsradikalen Parteiflügel »Hazte Oír« getragen wurde.

    Am Parteikongress setzte sich Casado am Samstag mit 57% gegen die eigentliche Favoritin, Rajoys Vizepremier Soraya Sáenz de Santamaría durch, die er nochmal weit rechts überholte. Er führt jetzt eine Partei an, die zwar nicht mehr die Regierung stellt, aber noch immer die stärkste Fraktion im spanischen Kongress.

    Casados Rhetorik ist extrem: Gegen Katalonien, für das Phantasiekonstrukt Tabarnia, gegen die Aufarbeitung franquistischer Verbrechen und natürlich gegen Geflüchtete.

    Wenige Tage nach dem Referendum vom 1. Oktober wünschte er Carles Puigdemont, wie der ehemalige katalanische Präsident Lluís Companys zu enden. Companys war vor dem Franquismus nach Frankreich geflohen, von der Gestapo an Spanien übergeben und schließlich erschossen worden. Die Abweisung des Rebellionsvorwurfs durch das OLG von Schleswig-Holstein quittierte Casado hingegen mit der Forderung, Spanien solle den Schengenraum verlassen.

    Unabhängigkeitsbefürworterinnen ruft er offen dazu auf, spanischen Boden zu verlassen. Einen Dialog mit ihnen lehnt er vehement ab.



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  • Färöer bei Olympia: Dänemark dafür.
    Regierung würde gleichberechtigte Aufnahme begrüßen

    Wie der färöische Sportverband (Ítróttasamband Føroya) mitteilt, hat der dänische Regierungschef Lars Løkke Rasmussen den Färöer-Inseln seine vollste Unterstützung zugesichert, wenn es darum geht, das autonome Gebiet vom Internationalen Olympischen Komitee (IOK) anerkennen zu lassen.

    Wie bekannt sein dürfte, sind die Färöer bereits unabhängiges UEFA- und FIFA-Mitglied. Außerdem treten sie bei internationalen Schwimm-, Hand- oder Volleyballmeisterschaften mit gesonderten Teams an.

    Bei Olympischen Spielen treten Sportlerinnen der 50.000 Einwohnerinnen zählenden Inselgruppe bislang aber — anders als bei Paralympics — unter dänischer Flagge an.

    Als Premier von Dänemark sichere ich den färingischen Anstrengungen, die Mitgliedschaft im Internationalen Olympischen Komitee zu erreichen, die volle Unterstützung meiner Regierung zu.

    Gemäß Selbstverwaltungsgesetz von 1948 sind die Färöer-Inseln eine Gemeinschaft mit Selbstverwaltung und einer weitreichenden Autonomie im Rahmen des Dänischen Reiches und der dänischen Verfassung. Diese Autonomie beinhaltet Gesetzgebungs- und Verwaltungszuständigkeiten in vielen Bereichen, einschließlich im kulturellen Bereich, der den Sport umfasst.

    Deshalb würde ich es für natürlich halten und begrüßen, wenn die Färöer-Inseln vom Internationalen Olympischen Komitee gleichberechtigt mit anderen Mitgliedern, die einen ähnlichen Status wie die Färöer haben, anerkannt würden.

    — Lars Løkke Rasmussen

    Übersetzung:

    Wie der färöische Sportverband mitteilt, folgt Rasmussens Unterstützung jener der Olympischen Komitees von Dänemark, Norwegen und Island.

    Ganz ähnlich würden natürlich die italienische Regierung und das italienische Olympische Komitee (CONI) reagieren, wenn sich die Südtiroler »Musterautonomie« um selbständige Anerkennung beim IOK bemühen würde.

    Cëla enghe: 01 02 03 04 05 || 01 02 03



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