→→ Archif di cuntribuć esterns →→

  • Olympia: Abstimmung mit den Betten.

    Dem Vernehmen nach könnte die Olympiakandidatur von Mailand und Anpezo, der sich Südtirol angehängt hat, an den Gästebetten für Athletinnen, Mitarbeitende und Medien scheitern. In Südtirol etwa habe die Hotellerie erst Zusagen in der Höhe von 20% der nötigen Unterkünfte gegeben, und das einen Tag vor dem offiziellen Abgabetermin für die Kandidaturen.

    Selbst wenn den Organisatorinnen im letzten Moment gelingen sollte, die erforderliche Bettenzahl zusammenzukratzen, sollte uns das doch zu verstehen geben, wie kaputt Olympia inzwischen ist. Wenn die Bewerbung schon an denen zu scheitern droht, die noch am ehesten ein (wirtschaftliches) Interesse an der Austragung des Großereignisses haben sollten, stimmt etwas ganz und gar nicht. Da kann unser Landesolympionik noch so sehr die Traumhaftigkeit der Bewerbung beschwören.

    Die anderen Südtirolerinnen wurden ja erst gar nicht gefragt, doch die Hotelièren haben schon mal abgestimmt. Auf ihre Art.



    Einen Fehler gefunden? Teilen Sie es uns mit. | Hai trovato un errore? Comunicacelo.
  • Notruf für nicht dringende Hilfe.

    Vor wenigen Jahren wurde in Belgien damit begonnen, eine zentrale Notrufnummer (1733) für den Bereitschaftsdienst der Ärztinnen einzuführen, an die sich Bürgerinnen abends, nachts oder an Wochenenden wenden können, wenn sie nicht dringende Hilfe benötigen. Der Anruf wird an einen Telefondispatcher weitergeleitet, der eine erste medizinische Triage (Einstufung) vornimmt und Patientinnen dann zum Beispiel an diensthabende Hausärztinnen weiterleitet. Er kann aber auch jemanden nach Hause schicken oder im Notfall die Rettung verständigen.

    Mit dieser einfachen Maßnahme hat man es geschafft, Druck von den Notaufnahmen der Krankenhäuser zu nehmen und Bürgerinnen gleichzeitig einen besseren Dienst anzubieten. Durch die telefonische Vorarbeit lastet auf den diensthabenden Ärztinnen auch ein geringerer bürokratischer Aufwand.

    Für die rund 77.000 Mitglieder der deutschsprachigen Gemeinschaft in Ostbelgien ist der staatliche Dienst natürlich auch auf Deutsch verfügbar.

    Cëla enghe: 01 02 03 04



    Einen Fehler gefunden? Teilen Sie es uns mit. | Hai trovato un errore? Comunicacelo.
  • Grenzenlos.
    Wie unsichtbar können Grenzen sein?


    In der EU gibt es keine Grenzen mehr, sagt man uns seit vielen Jahren. Vor allem die Öffnung des Brenners im Jahr 1995 wurde hier in Tirol groß gefeiert und als Überwindung sicht- und fühlbarer Grenzen gefeiert. Ich betone »sichtbar« und »fühlbar«, denn verwaltungsmäßig bleibt der Brenner weiter eine deutliche Grenze. In den Staaten, die er trennt (oder vereint?) herrschen verschiedene Gesetze: Steuern, Sozialsysteme, Wahlrecht, Wirtschaftsrecht, Umwelt und Verkehr werden recht unterschiedlich gehandhabt. Vor allem aber das Sichtbare der Grenze ist stark erhalten geblieben: Auf beiden Seiten des Brenners verabschieden bzw. begrüßen die Reisenden Schilder zur jeweiligen Region und Hoheitszeichen der beiden Staaten. Auf der Reise nach Süden kommt zuerst das ITALIA-Schild, dann das Schild der Region Trentino-Südtirol und schließlich das Werbeschild des Tourismuslandes Südtirol. Die Reisenden werden also durchaus bewusst und massiv auf die Tatsache hingewiesen, dass sie jetzt in ein anderes Land, in einen anderen Staat fahren.

    Warum schreibe ich das?

    Ich war gerade in Irland und habe zum ersten Mal im Leben auch Nordirland besucht! Beim Hineinfahren habe ich die Staatsstraße N3 von Cavan nach Enniskillen benutzt, die in Nordirland zur A509 wird. Ich habe mich darauf vorbereitet und wollte den Grenzübergang erkennen, ich war sehr neugierig, wie der sich wohl darstellt. Wir fuhren die Straße entlang, nicht zu schnell, um nur ja nicht diesen Grenzpunkt zu versäumen. Ich hielt mich auch an alle Geschwindigkeitsbegrenzungen und wunderte mich über die 30 km/h in einem Dorf, dachte, aha, die wollen auch den Durchzugsverkehr bremsen, recht haben sie! Aber die anderen Autos überholten mich skrupellos. Und da kam es mir geschossen: Wir sind schon längst im Vereinigten Königreich und die Geschwindigkeiten werden in mls/h angegeben und nicht in km/h! Das hieß im Umkehrschluss: Wir haben die Grenze nicht wahrgenommen! Trotz erhöhter Aufmerksamkeit von drei Passagieren im Auto!! Die Grenze war UNSICHTBAR! Kein „good-bye“-Schild, kein Regionalschild, nichts: Nicht die Spur von einem Hoheitszeichen! Ich, wir, waren baff! So etwas habe ich in meinem ganzen Leben noch nie gesehen, dass der Übergang zwischen zwei Staaten durch absolut GAR KEIN Zeichen dargestellt wird! Unglaublich! Wir sind dann die Runde durch Nordirland weiter gefahren, haben die leidgeprüfte Stadt Derry besucht, den prachtvollen Giant’s Causeway und Torr-Head, jenen Punkt, wo Irland der Britischen Hauptinsel am nächsten liegt, gegenüber vom Mull of Kintyre, das Paul McCartney in einem seiner Songs besingt und von wo eine meiner Urgroßmütter stammt, aber das ist eine andere Geschichte.

    Wir nahmen uns vor, auf der Rückreise ebenso aufmerksam nach Zeichen der Grenze Ausschau zu halten! Wir nahmen die nordirische A1 von Newry nach Süden, wo sie in der Republik Irland zur N1 wird. Beides sind Autobahnen. Ich wusste, wo die Grenze kommen würde und bat die Kinder, ebenfalls ganz genau hinzuschauen, denn ich konnte mir nicht vorstellen, dass an einer großen Autobahn gar kein Hoheitszeichen angebracht sein würde. Wir fuhren also wieder verlangsamt der Route entlang und sahen — nichts! Denn wieder war es nur die Geschwindigkeitsbegrenzung von 120, die mir klar machte: das können nicht Meilen sein!! Wir waren zum zweiten Mal über eine komplett unsichtbare Grenze gefahren!

    Was nehme ich aus diesem Erlebnis mit? Erstens, dass unsere schöne Brennergrenze gar nicht so unsichtbar und unfühlbar ist, wie uns von vielen verkauft wird. Und zweitens verstehe ich jetzt viel besser, warum diese Grenze dermaßen stark auf den Brexit einwirkt! An ihr wollen beide Seiten wirklich aus ihrer gemeinsamen, oft sehr bitteren Geschichte heraustreten und einen Neubeginn leben! Und deswegen tut es offensichtlich beiden Seiten so weh, wenn diese Grenze nicht nur wieder sichtbar wird, sondern sogar zur EU-Außengrenze werden soll! Ich habe keinen Menschen getroffen, der mit dem Brexit glücklich gewesen wäre! Weder in der Rebublik Irland, noch in Ulster, der UK-Provinz. Wieder wird eine relativ kurze Grenze zum gordischen Knoten auf diesem Kontinent! Was bleibt, ist eine große Nachdenklichkeit und ein noch größeres Unverständnis über den Brexit. Europa hat schon sehr viele gute Taten hinter sich und verdient es nicht, von ein paar egoistischen Politbewegungen auseinandergenommen zu werden.

    Am 26. Mai haben wir die Gelegenheit, dies zu bedenken!


    I cuntribuc esterns ne spidlea nia for la minonga o la posizion de BBD, nsci coche i/la autëures ne sustën nia for i fins de BBD. · Autor:innen- und Gastbeiträge widerspiegeln nicht notwendigerweise die Meinung oder die Position von BBD, so wie die jeweiligen Verfasser:innen nicht notwendigerweise die Ziele von BBD unterstützen. · I contributi esterni non necessariamente riflettono le opinioni o la posizione di BBD, come a loro volta le autrici/gli autori non necessariamente condividono gli obiettivi di BBD. — ©


    Einen Fehler gefunden? Teilen Sie es uns mit. | Hai trovato un errore? Comunicacelo.
  • Josep Borrell in der Konfliktzone.

    Der Katalane Josep Borrell, Unionist und Außenminister der spanischen Regierung von Pedro Sánchez (PSOE) verliert in diesem Interview mit der Deutschen Welle gleich mehrfach die Contenance:

    Kritikfähigkeit scheint nicht zu seinen Stärken zu zählen. Aus der Fassung bringen ihn die unnachgiebigen Nachfragen von Tim Sebastian zu Katalonien, Menschenrechten, Waffenexporten und den spanischen Ansprüchen auf Gibraltar.

    Cëla enghe: 01 02 03 04 || 01



    Einen Fehler gefunden? Teilen Sie es uns mit. | Hai trovato un errore? Comunicacelo.
  • Bozen: Faschistinnen im Festsaal.

    Am morgigen 28. März findet um 20.30 Uhr im Festsaal der Gemeinde Bozen (Gumergasse 7) ein Vortrag der Autorin Francesca Totolo statt. Zuvor wird sie (ab 18.30 Uhr) in der kürzlich am Siegesplatz eröffneten Buchhandlung des CasaPound-Verlags Altaforte ihr dort erschienenes Buch Inferno SpA – Viaggio tra i protagonisti del business dell’accoglienza vorstellen.

    Totolo schreibt auch für das neofaschistische Kampfblatt Il Primato Nazionale.

    Die Landeshauptstadt unternimmt nicht bloß zu wenig, um den Faschistinnen Einhalt zu gebieten, sie rollt ihnen auch noch den roten Teppich zum amtlichen Festsaal aus, wo sie ihre menschenverachtende Hetze unter dem Siegel des Bozner Stadtwappens verbreiten können.

    (In Meran wäre Derartiges nur noch schwer möglich.)

    Cëla enghe: 01 02 03 04 05 06 07 08 || 01



    Einen Fehler gefunden? Teilen Sie es uns mit. | Hai trovato un errore? Comunicacelo.
  • Bianca Wierer.

    Bella! Bianca! E italiana (perfino «troppo forse»)! Ecco i principali pregi che la rivista neofascista Il Primato Nazionale attribuisce all’atleta sudtirolese Dorothea Wierer — per contrapporla ad altre, dalla «pelle scura», che (secondo l’autrice dello schifoso pezzo) piacerebbero alle «buoniste». Altri punti di forza della biatleta di successo, cui piace esibire il proprio eccessivo nazionalismo tricolore? Non rivendicare diritti — né per le migranti, né per le donne, né per le minoranze — e praticare una disciplina (il biathlon, appunto) riconducibile alle popolazioni nordeuropee che

    cacciavano e si facevano la guerra sugli sci nelle grandi distese innevate.

    Semplicemente pazzesco.

    Cëla enghe: 01 02 03 04 || 01



    Einen Fehler gefunden? Teilen Sie es uns mit. | Hai trovato un errore? Comunicacelo.
  • Faschistische Plakate.

    Neben den anonymen (und illegalen) Plakaten, die mit faschistischer Symbolik das 100. Gründungsjubiläum der Faschistischen Kampfbünde zelebrieren und vor wenigen Tagen in Bozen und Leifers aufgetaucht waren, wurden in der Landeshauptstadt weitere — genauso illegale, aber nicht so anonyme — Plakate mit einem Spruch von Benito Mussolini entdeckt. Sie stammen von der Schüler- und Studentinnenorganisation von CasaPound, dem Blocco Studentesco, und verunzieren Wände in der Nähe eines Schulkomplexes in der Carduccistraße.

    Das Tagblatt A. Adige berichtet beinahe überrascht — und ohne eine eigene Verurteilung hinzuzufügen — dass manche Bürgerinnen »die Nase gerümpft« hätten. Es wäre aber endlich an der Zeit, den Faschistinnen das Handwerk zu legen. Was machen die staatlichen, aber auch die kommunalen Institutionen, um die Aktionen dieser Menschen- und Demokratiefeinde zu unterbinden? Bislang jedenfalls kaum etwas Wahrnehmbares, das ist eine Schande.

    Cëla enghe: 01 02 03 04 05 06 07 08 || 01



    Einen Fehler gefunden? Teilen Sie es uns mit. | Hai trovato un errore? Comunicacelo.
  • Europäischer Feiertag in Luxemburg.

    Das kleine Luxemburg hat beschlossen, den Europatag am 9. Mai zum gesetzlichen Feiertag zu erheben, um die Errungenschaften der europäischen Einigung zu feiern. Parallel soll auch die gesetzliche Mindestanzahl an Urlaubstagen um eine Einheit angehoben werden, damit der neue Feiertag nicht zu Lasten des Urlaubs ausfällt. Laufende Kollektivverträge sind aber nicht automatisch von der Anhebung betroffen.

    Der sozialistische Arbeitsminister des Landes, Dan Kersch, zeigte sich zuversichtlich, dass alle Hürden genommen werden können, um bereits den 9. Mai des laufenden Jahres arbeitsfrei zu gestalten.

    Luxemburg ist das erste Land, das den Europatag zum gesetzlichen Feiertag macht. Die Regierung beabsichtigt, den Tag zu nutzen, um sowohl ein großes Europafest, als auch Informationsveranstaltungen über die Europäische Union zu organisieren.

    Das Datum des EU-weiten Europatags geht auf den 9. Mai 1950 zurück, als der damalige französische Außenminister Robert Schuman erstmals die Gründung einer Kohle- und Stahlunion anregte. Daraus wurde zunächst die sogenannte Montanunion, die sich im Laufe der Jahrzehnte zur heutigen EU weiterentwickelte.

    Cëla enghe: 01 02 03 04 05



    Einen Fehler gefunden? Teilen Sie es uns mit. | Hai trovato un errore? Comunicacelo.

You are now leaving BBD

BBD provides links to web sites of other organizations in order to provide visitors with certain information. A link does not constitute an endorsement of content, viewpoint, policies, products or services of that web site. Once you link to another web site not maintained by BBD, you are subject to the terms and conditions of that web site, including but not limited to its privacy policy.

You will be redirected to

Click the link above to continue or CANCEL