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  • Wahre Unwahrheit II.
    Quotation

    Was ist denn das Problem mit den Südtirolern?
    Die Denkweise des typischen Älplers. Er ist stark geprägt von seiner Vergangenheit, ihn kennzeichnet eine sehr enge Sichtweise, die er aber gerne zur allgemeinen Regel macht.

    Was würde den Südtirolern guttun?
    Mehr Offenheit. Sie behaupten zwar, offen zu sein, aber sie sind es nicht.

    Der Künstler, Architekt, Designer und Musiker Benno Simma im ff-Interview

    Die wohl untrügerischsten Zeichen für die von Simma beschriebenen engstirnigen und ewiggestrigen Hinterwäldler sind, dass sie in Stereotypen verhaftet bleiben, dass sie eine generalisierende, auf Bauchgefühlen basierende Meinung über ganze Gruppen von Menschen haben, die auch durch ständige Wiederholung nicht wahrer wird und dass sie auf dieser Meinung entgegen anderslautender Indizien und Fakten beharren. Meist aus Sturheit oder aus einem “weil-es-schon-immer-so-war” bzw. “weil-es-nicht-anders-sein-kann”-Denken heraus. Paradox, dass auf Simmas Aussagen all diese Zeichen zutreffen.

    Wie meinte der österreichische Schriftsteller Karl-Markus Gauß doch so schön:

    Tief ist die Provinz dort, wo Provinzler Provinzler verächtlich beschuldigen, Provinzler zu sein; den wahren Provinzler bestimmt nichts so sehr wie seine panische Furcht, womöglich für einen gehalten zu werden.

    – Karl-Markus Gauß

    Cëla enghe: 01 02 03 || 01 02 03



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  • Wahre Unwahrheit.
    Quotation

    Und dass die Deutschen auch immer weniger Italienisch können, ist auch eine Wahrheit, die man nicht vertuschen darf.

    Chefredakteur Arnold Tribus im TAZ-Leitartikel »Sprachpolizei« vom 16. Juli 2016

    Die wohl einzige Wahrheit, die hier offenbart wird, ist die über das Niveau heimischer Medien — die sich nicht der Verbreitung von Informationen, der Objektivität, den Fakten… kurzum: der Aufklärung ihrer Leserinnen verpflichtet fühlen, sondern Falsches so lange wiederholen, bis es möglichst viele glauben.

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  • Freilich alles Einzelfälle.

    In Österreich hat der FPÖ-Präsidentschaftskandidat Norbert Hofer ein Saubermann-Image – zumindest im Vergleich zu vielen seiner Parteikollegen, die wegen Verhetzung, Wiederbetätigung und dergleichen verurteilt wurden. Laut Medienberichten wollte Hofer dieses Image nun auch nach Deutschland tragen und gab unter anderem der Bild-Zeitung am 12. Juli ein Interview.

    Die Bild-Redakteure konfrontierten Hofer dabei jedoch mit einem Foto aus dem Jahre 1987, das Hofers Büroleiter im Parlament, René Schimanek, bei einer Neonazi-Demo in Wien zeigt. Schimanek (im Bild 4. v. r.), dessen Bruder Hans Jörg (im Bild 2. v. r.) wegen nationalsozialistischer Wiederbetätigung in der Volkstreuen außerparlamentarischen Opposition (VAPO) und als Führer der “Kameradschaft Langenlois” zu 15 Jahren (vom OGH reduziert auf acht Jahre) Haft verurteilt wurde, marschiert dabei in Springerstiefeln und mit Schlagstock bewaffnet hinter VAPO-Gründer Gottfried Küssel (im Bild 1. v. r.) her, der als Schlüsselfigur der österreichischen Neonazi-Szene gilt. Letzter sitzt gerade zum wiederholten Male wegen NS-Wiederbetätigung für sieben Jahre und neun Monate im Gefängnis. Küssel spielt auch in der so genannten “Paintball-Affäre” eine Rolle, im Zuge derer Fotos von FPÖ-Chef H.C. Strache aufgetaucht sind, die ihn mit einschlägig bekannten Neonazis bei von Küssel organisierten “Wehrsportübungen” zeigen.

    Quelle: http://images.derstandard.at/2016/07/19/schimanekArtikelbild.jpg

    Quelle: http://images.derstandard.at/2016/07/19/schimanekArtikelbild.jpg

    Wie es der Zufall wollte, war es ausgerechnet René Schimanek, der Hofer bei seinem Besuch in der Bild-Redaktion begleitete. Hofers Reaktion: Schimanek sei nie angeklagt oder verurteilt worden (Anm.: wie beruhigend, dann ist ja alles in Ordnung) und man könne ihm daher “keinen Strick drehen”.

    Mag sein, dass das alles lange her und Schimanek mittlerweile geläutert ist. Dieser und dutzende andere “Einzelfälle” zeigen jedoch in erschreckendem Maße auf, in welch tiefbrauner ideologischen Jauche zahlreiche der heutigen FPÖ-Politiker und Funktionäre sozialisiert wurden.

    Es ist anzunehmen, dass bei einer Wahl Hofers bzw. einem Sieg der FPÖ bei den kommenden Nationalratswahlen auch Schimanek – und mit ihm viele andere mit ähnlicher Biografie – in prominente Positionen im Staat gehievt werden. Für die österreichische Demokratie und für das internationale Ansehen das Landes eine Katastrophe.

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  • ›Roadmap for Linguistic Diversity.‹

    Das Network to Promote Linguistic Diversity (NPLD), das unter dem Motto »Unsere Sprachen in Europa« agiert, ist ein Zusammenschluss europäischer Regionen, Vereine und Institutionen, die sich der Förderung von Sprachenvielfalt, Regional- und Kleinsprachen auf unserem Kontinent verschrieben haben. Ziele sind vor allem der Erfahrungsaustausch, um Best Practices zu etablieren, sowie die Zusammenarbeit auf internationaler Ebene, speziell mit der EU, um die Interessen mehrsprachiger Gebiete und kleiner Sprachgemeinschaften zu vertreten.

    Vor wenigen Tagen trafen NPLD-Präsident Patxi Baztarrika und seine Stellvertreterinnen, Sabrina Rasom und Alex Riemersma, mit dem Europäischen Kommissär für Bildung, Kultur, Jugend und Sport, Tibor Navracsics, zusammen, um ihm die von dem Netzwerk ausgearbeitete Roadmap for Linguistic Diversity vorzustellen und das Dokument mit ihm zu besprechen. Alle 36 NPLD-Mitglieder (14 regionale und staatliche Regierungen und 22 Organisationen und Universitäten) hatten die Roadmap zuvor verabschiedet.

    Navracsics betonte, dass das Dokument den Leitlinien und dem Programm der EU-Kommission entspreche. »Wir können euch helfen, die Roadmap umzusetzen und Wege für eine Zusammenarbeit finden«, sagte der Kommissär.

    Baztarrika forderte die EU dazu auf, in Anbetracht der schwindenden Identifikation der Europäerinnen mit dem Einigungsprozess endlich stärker auf »einschließende Sprachpolitik« zu setzen, um allen Menschen in Europa eine gleichwertige Teilhabe an der Union zu gestatten.

    Während neben Finnlandschwedinnen, Katalaninnen, Baskinnen und Korsinnen auch die Ladinerinnen des Fassatals (und somit nur jene des Trentino) zu den Mitgliedern der NPLD gehören, sucht man Südtirol — sowohl die Landesregierung, als auch die Euregio, die Uni Bozen oder die Eurac — vergeblich.

    Man kann sich des Eindrucks nur schwer erwehren, dass man es hierzulande nicht für nötig hält, internationales Lobbying zu betreiben oder gar von anderen zu lernen, wenn es um die Entwicklung und Umsetzung von Zwei- und Mehrsprachigkeitsstrategien geht. Statt den Blick über den Tellerrand zu wagen, wird mittlerweile immer öfter in weitgehender Selbstbezogenheit auf einem inakzteptabel niedrigen Niveau gearbeitet.

    Cëla enghe: 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11



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  • Antifa-Kundgebung am Samstag in Bozen.

    Wie die Antifa Meran und Bolzano Antifascista bekanntgeben, soll am Samstag, den 23. Juli 2016 in Bozen eine antifaschistische Demo stattfinden. Aktueller Anlass sind die wiederkehrenden Übergriffe der neofaschistischen Bewegung CasaPound auf Andersdenkende und Unbeteiligte.

    Banner der Antifa Meran.

    Banner der Antifa Meran

    Die Kundgebung wird ab 16.00 Uhr am Bahnhofspark stattfinden.

    ruft zur zahlreichen Teilnahme auf, um den FaschistInnen die Ablehnung ihrer gewaltverherrlichenden und menschenverachtenden Ideologie durch große Teile der Zivilgesellschaft zu demonstrieren.

    Cëla enghe: 01 02 03 04



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  • Muss das sein?

    Autor:a

    ai

    |

    4 Comentârs → on Muss das sein?
    Beschriftung am Rolltstuhlstellplatz in Trenitalia-Zügen
    Beschriftung am Rollstuhlstellplatz in Trenitalia-Zügen

    Mittlerweile habe ich mich an einiges gewöhnt, trotzdem bin ich immer wieder erstaunt, welch dilettantische Übersetzungen vom Italienischen ins Deutsche wir ertragen müssen. Jüngst im Zug der Tränitalia am Rollstuhlstellplatz. Nicht einmal bei Billigimporten aus China findet man derart schlechte Übersetzungen.

    Cëla enghe: 01 02 03 04



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  • Far saltare in aria il «Valle de los Caí­dos»?

    L’influente giornalista, opinionista, ricercatore e autore americano Jon Lee Anderson (The New York Times, Le Monde, The Guardian…) ha scritto un articolo per la rubrica «Zona Crí­tica» del portale d’informazione eldiario.es, intitolato «Dinamitar el Valle de los Caí­dos» — che ha collezionato un numero notevole di adesioni da parte di intellettuali (oltre che di semplici cittadini) spagnoli.

    Il «Valle de los Caí­dos» (Valle dei Caduti), che Anderson propone di abbattere, è un monumento franchista posto nella Sierra de Guadarrama, poco distante da Madrid, che accoglie le spoglie di Francisco Franco e di José Antonio Primo de Rivera, fondatore del partito fascista «Falange Española». Inoltre, vi sono sepolti più di 30.000 combattenti di ambe le fazioni — franchista e repubblicana — caduti durante la guerra civile.

    L’immenso e monumentale complesso, alla cui realizzazione parteciparono numerosi artisti e che comprende anche un’abbazia benedettina, una basilica e la più grande croce del mondo cristiano (alta 150m), fu costruito con l’ausilio dei prigionieri politici repubblicani.

    La cosiddetta «Legge della Memoria Storica» (Ley de Memoria Histórica), emanata dal governo socialista di José Luis Rodríguez Zapatero nel 2007, contiene un articolo specifico (art. 16) per il «Valle de los Caídos». Ne dispone la spoliticizzazione, proibendovi qualsiasi atto politico, l’esaltazione della guerra civile, dei suoi protagonisti e del franchismo. Furono inoltre rimossi molti simboli e opere d’arte inneggianti al regime franchista.

    Ciononostante, com’è ovvio, il complesso monumentale continua ad attirare numerosi nostalgici franchisti, se non altro per la presenza della tomba del Caudillo.

    Jon Lee Anderson critica il fatto che in un paese democratico esista un luogo pubblico in cui lui (e quindi un normale cittadino) si senta un estraneo, mentre i seguaci di un sistema totalitario si possono sentire a casa loro, grazie a uno stato comunque «inspiegabilmente compiacente».

    [Durante una visita al «Valle»] sentivo di trovarmi in un posto maledetto, e che questo posto andava distrutto, che finché esistesse i fascisti […] potevano riunirvisi e sentirsi in qualche modo rivendicati nelle loro nefaste ideologie e perfino sognare la possibilità di un ritorno al potere.

    — Anderson

    Cëla enghe: 01 02 03 04 05 06 07



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  • Coprire i monumenti fascisti.

    In un’intervista concessa al quotidiano Tageszeitung Renzo Caramaschi, neo sindaco di Bolzano, propone di far coprire, per 15 giorni, i monumenti fascisti di Bolzano. La proposta fu avanzata per la prima volta da Süd-Tiroler Freiheit, come ricorda lo stesso Caramaschi.

    Al contempo, nonostante i nostalgici del fascismo abbiano ripreso a celebrare il significato originale dei monumenti, il primo cittadino del capoluogo sudtirolese si dice favorevole a mantenerli — quali simboli «di un decennio (sic) che non vorremmo rivivere».

    A mio modesto parere sarebbe comprensibile coprire i monumenti se si trattasse di una strategia definitiva, che ne evitasse l’abuso e ne permettesse la visita solo a determinate condizioni — ma a coprirli per pochi giorni si rischierebbe di ottenere l’effetto contrario, finendo per fare l’ennesimo favore ai «fascisti del terzo millennio», i quali, va ricordato, hanno già lodato la riapertura al pubblico del monumento alla vittoria, incluso il percorso museale nella parte interrata.

    Cëla enghe: 01



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