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  • Wahllokal: Die Ortsnamenfrage.
    Nur vier Parteien gegen flächendeckende Zwei-/Dreinamigkeit

    Im Rahmen des Wahllokals wurde auch die Position der einzelnen wahlwerbenden Parteien und Listen zum leidigen Thema der Ortsnamen abgefragt.

    Konkrete Fragestellung:

    Sollen die Ortsnamen in Südtirol alle zwei- bzw. dreisprachig bleiben?

    Bis auf die STF, die Freiheitlichen und die SVP (»sehr wichtig«) sowie die BürgerUnion (»wichtig«) — die in der zu Ende gehenden Legislatur gemeinsam 27 von 35 Abgeordneten stellten — beantworten diese Frage alle mit Ja.

    Nicht nur die klassischen italienischen Rechtsparteien (Forza Italia und AAnC/FdI) sprechen sich für die ausnahmslose Beibehaltung des Assimilierungswerks von Ettore Tolomei aus, sondern auch das Team Köllensperger (TK), die Vereinte Linke oder die Fünfsternebewegung (5SB).

    Interessant ist dieser Standpunkt nicht nur bei den Grünen (»sehr wichtig«), die sich in der zu Ende gehenden Legislaturperiode bei der Verabschiedung des Ortsnamensgesetzes im Landtag enthalten hatten, sondern umso mehr beim PD (ebenfalls »sehr wichtig«), der das Gesetz aktiv mitgetragen hatte.

    Es war dann der damalige PD-Mandatar Roberto Bizzo, der im Widerspruch zur eigenen Partei in der Sechserkommission eine Minimallösung boykottierte und im Anschluss — auch deshalb — Noi A. A. Südtirol gründete.

    Wie Noi spricht sich auch die angeblich autonomiefreundliche Lega (beide: »sehr wichtig«) gegen die Infragestellung des Prontuario aus.

    Die 5SB schränkt ihre Haltung immerhin ausdrücklich auf die »Makrotoponomastik« ein, während das TK eine bequeme Beobachterrolle wählt:

    Wenn die Vertreter der drei Sprachgruppen einen von der Bevölkerung mitgetragenen Kompromiss ausarbeiten, werden wir diesen gern unterstützen.

    Zum Thema: Die -Position zur Ortsnamenfrage geht unter anderem aus diesem und aus diesem Beitrag hervor.

    Cëla enghe: 01 02 03 04 | 05 06 07 08



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  • Québec: Indipendentismo in trasformazione.

    Lunedì scorso (1 ottobre) nella vasta provincia del Québec, attualmente facente parte del Canada, si sono tenute le 42. elezioni generali.

    Sembrano ormai lontani i tempi in cui il Parti Québécois (PQ), di area socialdemocratica, otteneva risultati oltre il 40%1nelle tornate elettorali del 1976, 1989, 1994, 1998, sfiorando addirittura il 50% nel 1981 e governava agevolmente, arrivando addirittura a organizzare due referendum sulla creazione di uno stato indipendente (nel 1980 e nel 1995).

    In questa tornata, per la prima volta in assoluto si è imposta Coalition avenir Québec (CAQ), unionista e di centrodestra, che si assicura ben 74 seggi su 125 — davanti al partito di governo uscente, il centrista Parti Libéral du Québec (PLQ – 24,8% e 32 seggi), anch’esso favorevole alla permanenza della provincia francofona in seno al Canada.

    Ma la CAQ, ottenendo il 37,4% dei voti, è anche il partito col minor sostegno ad aver mai raggiunto una maggioranza dei seggi nella storia del Québec.

    La vera sorpresa, pur non del tutto inaspettata, tuttavia è stata il significativo travaso di voti dal PQ verso un partito di sinistra radicale come Québec Solidaire (QS), anch’esso indipendentista, di recente fondazione (2006). Mentre infatti il PQ ha fatto segnare il suo peggior risultato storico, con un magrissimo 17,1% (-8,3 rispetto al 2014), QS ha stabilito il proprio record positivo con un notevole 16,1% (+8,5).

    È però il sistema uninominale secco a penalizzare fortemente questa divisione interna alla sfera indipendentista, che nonostante la sostanziale tenuta2in termini di voti le perdite del PQ infatti sono più che assorbite dall’aumento di consensi di QS passa dai non molti (30+3=) 33 seggi ai pochissimi (9+10=) 19. Si comprendono ancor meglio le proporzioni se si considera che il CAQ col 37,4% si aggiudica 74 seggi, mentre PQ e QS insieme, col 33,2% ne conquistano poco più di un quarto.

    Eppure sembra che più che a una vera e propria sconfitta si stia assistendo a un riassetto dell’indipendentismo, con uno spostamento dal centrosinistra verso la sinistra radicale.

    Aggiornamento (dell’11.10.2018): Alla fine dei riconteggi il CAQ ottiene 74 seggi, il PLQ 31 (-1), il PQ 10 (+1) e QS 10.

    Cëla enghe: 01 02 03 || 01

    • 1
      nelle tornate elettorali del 1976, 1989, 1994, 1998, sfiorando addirittura il 50% nel 1981 ↩︎
    • 2
      in termini di voti le perdite del PQ infatti sono più che assorbite dall’aumento di consensi di QS ↩︎


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  • Auch die digitale Unterschrift ist einsprachig.

    Vor wenigen Wochen habe ich mir aus beruflichen Gründen bei einer Außenstelle der Handelskammer eine sogenannte digitale Unterschrift besorgt. Es handelt sich dabei nicht um ein italienisches, sondern um ein gesamteuropäisches — von der EU definiertes und EU-weit gültiges — System. Dennoch wird es wie so oft national dekliniert.

    In Südtirol führt das wieder einmal dazu, dass man sich die Zwei- oder gar Dreisprachigkeit weitgehend auf den Hut stecken kann.

    Das Einzige, was es auch auf Deutsch gibt, sind der Antrag auf Erteilung der Nationalen Servicekarte mit Authentifizierungs- und Unterschriftszertifikat und eine Kurzanleitung (bestehend aus einer A4-Seite), die die Bedienung der einsprachig italienischen Software erläutert.

    Die Software für die Registrierung, das Infoheft mit der ausführlichen Anleitung, die Allgemeinen Vertragsbedingungen und eben auch die Software, mit der man Computerdateien digital signieren kann, gibt es ausschließlich in italienischer Sprache. Genauso wie übrigens das einschlägige Webportal, auf das in der Anleitung verwiesen wird.

    Selbst die Ortsnamen (Geburtsort, Wohnort, Ort der Vertragsunterzeichnung…) gibt es nur in der von Ettore Tolomei erfundenen (bzw. abgesegneten) Variante. Die scheinen dann in dieser Form auch auf dem deutschsprachigen Antrag auf, was einen Hauch von 1920er Jahren versprüht: Frau Soundso, geboren in Vipiteno und wohnhaft in Chiusa, beantragt am 20.10.2018 in Brunico einen Antrag auf Erteilung der Nationalen Servicekarte. Nachdem die digitale Signatur dann auch — ausschließlich — mit der »faschistischen« Wohnortsbezeichnung gekoppelt ist, geht mit der Digitalisierung eine erneute (Teil-)Abschaffung der historisch gewachsenen Ortsnamen einher. Frau Soundso aus Klausen scheint dann digital als Frau Soundso aus Chiusa auf.

    Vor einiger Zeit, so versicherte mir der freundliche Kammerangestellte, seien die Ortsbezeichnungen übrigens noch zweinamig gewesen, doch das habe sich mit der Übernahme des Dienstes durch die Firma Aruba leider geändert.

    Cëla enghe: 01 02 03 04 05 06 07 || 01 02 03



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  • Wer hat’s erfunden?
    Pöder macht einen auf Jörg

    Andreas Pöder, Chef der BürgerUnion für Südtirol, macht auf seinen Plakaten anlässlich der bevorstehenden Landtagswahl kein Hehl daraus, an wem er sich politisch orientiert. Pöder plakatiert nämlich ziemlich unverfroren die leichte Abwandlung eines Spruches, der in den 1990er-Jahren in Österreich allgegenwärtig war. Mit “Sie sind gegen ihn, weil er für euch ist” zog – wenn man so will – der Urvater des modernen Rechtspopulismus, Jörg Haider, 1994 in den Wahlkampf.

    Mit “Sie sind gegen ihn, weil er für euch kämpft” möchte Pöder 2018 punkten und ist dabei nicht einmal der erste, der Haiders Spruch abgekupfert hat.

    Denn bereits im Nationalratswahlkampf 2008 recycelte die FPÖ den Slogan und verband ihn pikanterweise mit dem Bild von H. C. Strache.

    Pikant deshalb, weil Haider sich zu diesem Zeitpunkt bereits mit der FPÖ zerstritten und sein BZÖ (Bündnis Zukunft Österreich) gegründet hatte. Haider selbst trat als dessen Spitzenkandidat zur Wahl an, obwohl er Landeshauptmann von Kärnten war und ein etwaiges Mandat – wie er selbst ankündigte – nicht antreten würde. Haider starb knapp zwei Wochen nach dem Urnengang (FPÖ 17,54 %, BZÖ 10,70 %) an den Folgen eines Verkehrsunfalles.

    Mr. “ordentliche Beschäftigungspolitik” und Mr. “Wehrsportübung und drei Bier” sind also offenbar jene Politiker, mit denen sich Pöder in einer Reihe sieht. Feine Gesellschaft.

    Cëla enghe: 01 02 03



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  • Zweisprachige Kontrollen für einsprachige Etiketten.

    Wie die SVP bekanntgibt, musste auf dem glorreichen Weg in die →Vollautonomie mal wieder eine am Wegesrand gepflückte Blume zurückgegeben werden. Voriges Jahr sei nämlich den Regionen und dem Land Südtirol die Zuständigkeit entzogen worden, Verwaltungsstrafen im Bereich der Lebensmitteletikettierung auszustellen. Stattdessen wurde diese Aufgabe an die Zentrale Aufsichtsbehörde ICQRF mit Sitz in Conegliano Veneto übertragen.

    Einen Durchbruch konnte nun Senator Meinhard Durnwalder verkünden: das zuständige Ministerium in Rom habe auch im Umgang mit dem ICQRF das Recht auf Verwendung der deutschen Sprache anerkannt. Bei einem Dienst, der bereits in Südtirol angesiedelt war, darf man nun also in Venetien von vorne mit dem Kampf um die Zweisprachigkeit beginnen.

    In der Aussendung wird Durnwalder abschließend mit den Worten zitiert, dass

    der Schutz der Zweisprachigkeit auf allen Ebenen […] ein Fixpunkt unserer parlamentarischen Arbeit [bleibt].

    Nun ja, gerade beim Thema Etiketten gäbe es dringenden Handlungsbedarf, um die deutsche der italienischen Sprache gleichzustellen. Doch dazu hat die SVP weder im Parlament noch im Landtag eine Lösung erzielt.

    Somit gibt es zwar bei den Kontrollen ein Recht auf Zweisprachigkeit, die Etiketten selbst müssen aber vor allem eins: auf Italienisch verfasst sein.

    Cëla enghe: 01 02 03 04 05



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  • Doppia cittadinanza e sudtirolesità.
    Una risposta a Andrea Carlà


    Che significa essere sudtirolese chiede Andrea Carlà in un commento sull’Alto Adige del 19 settembre e solleva tutta una serie di interrogativi legittimi e urgenti. Fra altro Carlà ricorda giustamente che il conferimento della cittadinanza austriaca solo a quei sudtirolesi dichiaratisi appartenenti al gruppo tedesco o ladino creerà una divisione fra chi vive su questo territorio. La divisione fra chi sarà “doppio cittadino” e chi non si sarà dotato della cittadinanza austriaca attraverserà anche il gruppo tedesco stesso, perché migliaia di sudtirolesi non vedranno nessuna necessità di procurarsi un altro passaporto. Aumenterà inoltre la distanza fra chi sarà sudtirolese DOCG (con doppia cittadinanza), sudtirolese DOC normale, altoatesino non interessato di un passaporto straniero e chi da immigrato non ha nessuna di queste cittadinanze tranne quella del suo paese di origine in cui non vive più. Si arriverà alla situazione paradossale che i sudtirolesi con doppia cittadinanza voteranno anche per il Parlamento a Vienna, pur non vivendo in Austria, e che gli immigrati, pur risiedendo in provincia di Bolzano da 15-20 anni, continueranno ad essere esclusi da elezioni di tutti i livelli.

    “Quali sono i fattori che accomunano le persone in questa ‘comunità immaginata’ dell’Alto Adige?” ci domanda Carlà. Se dopo un secolo dall’annessione e dopo 46 anni di autonomia seria, che ha saputo proteggere le minoranze linguistiche, riconosciamo che i fattori principali non devono essere quelli della madrelingua, le tradizioni tirolesi o il “sangue giusto”, resta solo l’ultimo fattore che Carlà annovera: vivere in questa provincia, sentirsi parte della comunità, rispettare la costruzione autonomistica, ancora imperfetta, che abbiamo saputo darci. Poi ci saranno tanti modi diversi di sentirsi sudtirolesi o altoatesini, ma effettivamente una doppia cittadinanza concepita solo su basi etniche-linguistiche limiterà questa varietà e inevitabilmente indebolirà quel “patriottismo dell’autonomia” invocato anche da Arno Kompatscher. Anziché creare varie categorie di cittadino la politica dovrebbe rafforzare legami comuni con questa provincia fra chi vive in questa terra. Ed è proprio l’autonomia il dispositivo che invita tutti i gruppi autoctoni ad autogovernarsi nella concordia senza il costante bisogno di dover chiamare in causa ognuno i rispettivi «agenti di scorta» nazionali: lo Stato centrale per gli italofoni; lo Stato austriaco per i sudtirolesi di lingua tedesca.

    Perciò alla provincia di Bolzano, terra pluriculturale e plurilingue, anziché l’elargizione selettiva e non indolore della doppia cittadinanza austriaca, servirebbe altro cioè rafforzare il concetto di una heimat comune, da porre al di sopra delle rispettive identità di gruppo che vanno comunque protette. Un’azione da svolgere contemporaneamente presso sudtirolesi, ladini ed altoatesini, nella consapevolezza che la «molteplicità» costituisce una ricchezza egualitaria. Perciò occorre pensare a forme di cittadinanza che promuovano l’integrazione di chi già oggi vive in Sudtirolo.

    Le Isole Aland, regione autonoma della Finlandia, ci propongono al riguardo un modello molto interessante. Qui, dove la gran parte della popolazione è di cultura e madrelingua svedese, è vigente una «cittadinanza regionale», definita Hembygdsrätt, ovvero «diritto alla Heimat». Essa viene riconosciuta a quei cittadini finlandesi che padroneggiano lo svedese e detengono un periodo di residenza minimo presso uno dei suoi sedici Comuni. Il «diritto alla Heimat», emesso dall’Amministrazione autonoma dell’arcipelago, assicura il diritto ad esercitare qualunque mestiere, ad acquistare immobili, nonché il diritto passivo e attivo di voto alle Elezioni comunali e regionali. La «cittadinanza regionale» delle Isole Aland non deve e non può essere riproposta sic et simpliciter in Alto Adige, benché sia perfettamente compatibile con il diritto comunitario. Ciò che conta è l’approccio di fondo: si tratta di rafforzare il legame delle persone con la propria regione, la propria Heimat comune, creando condizioni migliori per l’integrazione.

    Ne consegue che un’ipotetica “cittadinanza regionale sudtirolese” dev’essere accessibile a tutti coloro che intendano stabilirsi qui, perfino per chi è residente ma non ancora cittadino italiano. Analogamente a quella proposta dalle Isole Aland, essa sarebbe legata ad un periodo minimo di residenza e ad una conoscenza minima delle lingue locali. Come contropartita dovrà includere alcuni diritti forti come il diritto di voto nelle elezioni comunali e per il Consiglio provinciale. Così, oltre che a corroborare i vincoli reciproci tra i gruppi autoctoni, si aiuterebbero anche i «nuovi arrivati» – qualunque sia la loro provenienza – ad identificarsi con la loro nuova heimat e a costruirsi una prospettiva di lunga permanenza per sé e per i figli.

    Cëla enghe: 01 02 03 || 01


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