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  • Bündner Parlament für Bahnverbindung Scuol-Mals.

    In seiner gestern zu Ende gegangenen Aprilsitzung hat der Grosse Rat, das Parlament des Kantons Graubünden, ein unmissverständliches Signal zugunsten der Bahnverbindung zwischen Scuol und Mals gesetzt: Mit 105 zu 0 Stimmen beauftragten die Abgeordneten am Montag die Regierung, bis Ende nächsten Jahres ein Konzept beim Bund einzureichen. Damit kann das fehlende Teilstück einer direkten Zugstrecke von Südtirol in die Schweiz in den Ausbauschritt (AS) 2040/45 aufgenommen werden. Die Jahreszahlen dieser Ausbauschritte geben jeweils das geplante Fertigstellungsdatum an — nicht den Baubeginn.

    Schon im Dezember hatte eine Mehrheit von 67 Abgeordneten dazu aufgefordert, dem Projekt eine höhere Priorität als bisher einzuräumen.

    Nicht nur für die internationale Anbindung Südtirols, sondern insgesamt für die Verbesserung der Ost-West-Erschließung im Alpenraum ist dieses relativ kurze Verbindungsstück von strategischer Bedeutung.

    Cëla enghe: 01 02



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  • Il Sudtirolo e la «saggezza» democristiana.
    Quotation

    Recentemente sul portale di destra l’Occidentale è apparso un commento sulla «questione catalana», dal quale estraggo il seguente stralcio, a mio avviso molto illuminante:

    Se possiamo permetterci un suggerimento, diremmo che per una volta la Spagna dovrebbe prendere a modello la bistrattata politica italiana. Dovrebbe ispirarsi alla antica saggezza democristiana secondo la quale il miglior modo per affrontare i problemi complicati è sopire, prendere tempo, avviare confronti, aprire tavoli, negoziare, fare concessioni con l’obiettivo di rompere la compattezza dell’avversario, di stancarlo e di riuscire a sopravvivere. Perché come insegnava il grande Giulio Andreotti “è meglio tirare a campare che tirare le cuoia!”.

    – l’Occidentale

    Certamente quella di annichilire qualsiasi velleità «troppo» autonomistica o, peggio, separatistica con i «vedremo», i «faremo», i «ci penseremo» è una specialità di cui la politica italiana — a partire dalla DC — ha fatto una vera e propria arte. Il Sudtirolo, forse, meglio di altri in alcune occasioni è riuscito a imporsi, ma anche nel nostro caso l’SVP e con lei una fetta consistente della popolazione, troppe volte si è arresa di fronte ai romanissimi muri di gomma.

    Si potrebbe sospettare che forse i sudtirolesi sono stati più duri da spezzare, ma che a medio-lungo termine anche qui la strategia del «tirare a campare» sta avendo successo. La secessione? Delegittimata. La Vollautonomie? Accantonata. Una riforma al rialzo dello Statuto? Assopita. Regione propria? Non pervenuta. Riunificazione con Souramont? In perenne attesa. Bi-/trilinguismo? Migliorerà.

    Cëla enghe: 01 02 03 04 05 || 01



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  • Català947, nuovo portale linguistico.

    A fine marzo la Direcció General de Política Lingüística della Generalitat de Catalunya ha reso disponibile #català947, un portale dedicato alla situazione della lingua catalana in ciascuno dei 947 comuni della Catalogna, oltre a quella della lingua occitana nei nove comuni della Val d’Aran.

    Tramite un’unica interfaccia è possibile cercare e filtrare tutte le informazioni e i dati statistici disponibili a livello comunale, per Comarca o Ambito territoriale. Ad ogni realtà corrisponde una sorta di perizia linguistica aggregata da un algoritmo, di 20-30 pagine, scaricabile e completa di analisi demografica e grafici illustrativi.

    Si tratta, ovviamente, di uno strumento molto potente per poter calibrare le misure di politica linguistica sulla situazione reale nelle varie località catalane. Inoltre, #català947 offre un’ottima sintesi dei dati disponibili ad uso di cittadini, associazioni, ricercatori e tutte le altre persone interessate alla situazione linguistica della Catalogna.

    In Sudtirolo non solo non esiste uno strumento paragonabile, ma c’è anche carenza di dati sulla situazione delle lingue tedesca e ladina. Solo dal 2004 l’istituto di statistica sudtirolese (Astat) pubblica un barometro linguistico, a cadenza decennale e senza informazioni dettagliate a livello comunale.

    Inoltre, l’adozione di uno strumento come quello catalano consumerebbe memoria — e come sappiamo, ultimamente il Governo sudtirolese ritiene di doverla risparmiare anche a scapito delle lingue.

    Cëla enghe: 01 02 03 || 01



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  • rbb: Neue sorbische App.

    Ab sofort gibt es vom Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) eine eigene App, die sämtliche Inhalte in sorbischer Sprache bündelt. Dies gab die öffentlich-rechtliche Anstalt gestern in einer Mitteilung bekannt. Unter dem Namen rbb serbski steht das Angebot sowohl für Apple- als auch für Android-Geräte zum Download bereit 01 02.

    Mit der App können die aktuellen Nachrichten sowie regelmäßig ausgestrahlte Fernseh- und Radiosendungen in sorbischer Sprache abgerufen werden. Daneben gibt es eine Audiothek mit Reportagen, Porträts und Konzertmitschnitten und es lassen sich sogar eigene Playlists mit aktueller sorbischer Musik zusammenstellen.

    Marion Stensel von der rbb-Redaktion Cottbus wird mit folgenden Worten zitiert:

    Die Medienlandschaft hat sich in den letzten Jahren rasant verändert. Gerade auch für nationale Minderheiten, für Sprachminderheiten, ist es deshalb enorm wichtig, in neuen Medien vertreten zu sein, immer und überall Zugang zu diesen zu haben, die Sprache aktiv zu jeder Zeit anzuwenden und damit Teil einer großen medialen Community zu sein.

    — Marion Stensel

    Im Zuständigkeitsbereich des rbb zählt die slawische Minderheit der Sorbinnen rund 12.000 Sprecherinnen. Das sind etwa 0,8% der Einwohnerinnen des Landes Brandenburg.

    Fast zeitgleich gab übrigens auch Rai Südtirol die Veröffentlichung einer eigenen App bekannt. Sie ist allerdings — zumindest vorerst — nur für Android-Geräte verfügbar.

    Cëla enghe: 01



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  • Sommerreifen wider die Vernunft.

    Der ÖAMTC gibt die aktuelle Empfehlung aus, nicht zu früh von Winter- auf Sommerreifen zu wechseln, denn »[die] Wetterlage ist wichtiger als das Datum«. Man solle

    immer ein Auge auf den Wetterbericht haben, denn nur, wenn es konstant warm ist und Schnee und Eis sich endgültig zurückgezogen haben, sollte man wirklich wechseln. Sommerreifen haben auf winterlichen Fahrbahnen, unabhängig vom Datum, nichts verloren.

    — ÖAMTC-Mitteilung

    Speziell wer einen Ausflug in die Berge plant, solle nicht voreilig wechseln.

    Klingt einleuchtend und logisch.

    Anders jedoch in Südtirol, denn hier gilt die — mit Verlaub — bescheuerte italienische Sommerreifenpflicht.1s. Hinweis am Ende dieses Beitrags Seit dem gestrigen 15. April haben Autofahrerinnen genau einen Monat Zeit, um den Reifenwechsel zu vollziehen, woran auch das Land in einer Aussendung erinnert.

    Obwohl wir hierzulande gar keinen »Ausflug in die Berge« planen müssen, um quasi immer wieder in gebirgigen Lagen unterwegs zu sein, gilt die Maxime, dass nur das Datum zählt und nicht die Wetterlage. Ob sich »Schnee und Eis endgültig zurückgezogen haben«, ist dem römischen Gesetzgeber wurscht. Und wenn »Sommerreifen auf winterlichen Fahrbahnen, unabhängig vom Datum, nichts verloren« haben, können wir frei entscheiden, ob wir lieber unsere Sicherheit gefährden oder den Geldbeutel: bei angedrohten 422 bis 1.682€ Strafe und möglichem Entzug des Fahrzeugscheins will dieser Schritt wohlüberlegt sein.

    Welchen Sinn und welche Berechtigung haben Gesetze, die ihrem eigentlichen Zweck — der Verkehrssicherheit — so krass zuwiderlaufen?

    Hinweis: Mir ist bekannt, dass die Regelung de iure keine Sommerreifenpflicht ist. Es ist aber de facto eine, da Winterreifen i. d. R. nicht den Eigenschaften entsprechen, die sie ab dem 15. Mai in Italien erfüllen müssten.

    Cëla enghe: 01 02

    • 1
      s. Hinweis am Ende dieses Beitrags ↩︎


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  • Periodenarmut Thema im Landtag.

    Gleich zwei Anträge zur sogenannten period poverty wurden heute im Landtag andiskutiert, dann jedoch aus Zeitmangel auf die Maisession vertagt. Die Vorlage der Grünen, die die Forderung enthielt, in allen Schulen und öffentlichen Gebäuden weibliche Hygieneartikel unentgeltlich zur Verfügung zu stellen, wurde so abgeändert, dass zunächst im Rahmen der Sexualerziehung ein entsprechendes Pilotprojekt an allen Mittelschulen durchgeführt werden soll. Der Antrag wurde von Jasmin Ladurner (SVP), Sandro Repetto (PD), Magdalena Amhof (SVP) und Maria Elisabeth Rieder (TK) mitunterzeichnet.

    Ein zweites Dokument war von Sandro Repetto eingereicht worden und enthielt die Forderungen

    • den Mehrwertsteuersatz auf weibliche Hygieneartikel zu senken;
    • eine Studie über die Periodenarmut in Südtirol durchzuführen und
    • in den Schulen Spender für kostenlose Damenbinden aufzustellen sowie Bildungsprojekte ins Leben zu rufen, um die Stigmatisierung der Menstruation sowie das darauf beruhende Mobbing zu bekämpfen.

    Dieser Beschlussantrag wurde in einen Begehrensantrag umgewandelt, mit dem die Zentralregierung und das Parlament nur noch dazu aufgefordert werden sollen, die Mehrwertsteuer vom derzeit geltenden Regelsatz (22%) auf 4% zu senken. Diesen Vorstoß unterzeichneten Jasmin Ladurner (SVP), Brigitte Foppa (Grüne), Magdalena Amhof (SVP) und Maria Elisabeth Rieder (TK) mit.

    Ob wenigstens diese abgeschwächten Fassungen der Anträge eine Mehrheit finden, wird sich nun also in einigen Wochen zeigen.

    Cëla enghe: 01 02 || 01



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  • Italien schafft Filmzensur ab.

    Der italienische Kulturminister, Dario Franceschini (PD), hat endlich die seit 1914 bestehende Filmzensur in Italien abgeschafft und stattdessen eine Klassifizierungskommission eingesetzt, die über die Altersfreigaben befinden wird. Der Zensur waren in Vergangenheit Streifen so renommierter Regisseure wie Werner Fassbinder, Pier Paolo Pasolini, Alfred Hitchcock oder Stanley Kubrick zum Opfer gefallen.

    In Berufung auf Filmclub-Gründer Martin Kaufmann berichtet Rai Südtirol, dass früher deutschsprachige Filme in Südtirol ebenfalls einer Kommission vorgelegt werden mussten. Diese Praxis habe Staatsanwalt Cuno Tarfusser schon vor längerer Zeit beendet.

    In diesem Kontext ist auch interessant, was Maurizio Ferrandi im Februar auf Salto zu berichten wusste: Um Filmen, die bereits durch die Zensur gekommen waren, wenigstens nachträglich vor einer Beschlagnahme zu schützen, ließen italienische Verteiler »riskante« Produktionen in den 70er Jahren häufig in Südtirol erstaufführen, da dann im Falle von Beanstandungen die hiesigen Richter zuständig gewesen wären. Diese galten als besonders liberal im Umgang mit Kinofilmen — nicht etwa jene in irgendeiner Metropole, sondern die in unserer ach so hinterwäldlerischen Bergregion.

    Bezüglich der nun von Franceschini eingesetzten Klassifizierungskommission wurde indes aus Fachkreisen schon Kritik laut: von immerhin 49 Mitgliedern sind nur vier Filmfachleute.



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