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  • Der Nationalismus- und Intoleranz-Index.

    Das Pew Research Center, ein unparteiischer Fact Tank mit Sitz in Washington D.C., hat Ende Mai die Studie Being Christian in Western Europe veröffentlicht, in deren Rahmen auf der Grundlage von 22 relevanten Fragen auch ein 15 Westeuropäische Länder umfassender Nationalismus- und Intoleranzindex erstellt wurde. Dieser sogenannte NIM-Score (mit Werten von 0 bis 10) umfasst dabei den Nationalismus sowie die Feindseligkeit gegenüber Immigration und religiösen Minderheiten.

    Südtirol befindet sich dabei am Schnittpunkt zweier Staaten, deren Bevölkerung in Westeuropa besonders schlecht abschneidet: Fast vier von zehn Italienerinnen und — mit einigem Abstand — knapp drei von zehn Österreicherinnen erzielen einen kombinierten NIM-Wert von über fünf von zehn Punkten.

    Einen ähnlich großen Sprung wie zwischen dem erstplatzierten Italien und dem zweitplatzierten Österreich (neun Prozentpunkte) finden wir nur am Ende der Skala noch einmal, zwischen dem besonders toleranten Schweden und den Niederlanden (acht Prozentpunkte).

    Betrachten wir den Medianwert (0-10), fallen einige signifikante Unterschiede auf: Während es etwa in der portugiesischen Bevölkerung relativ wenige »intolerante Nationalistinnen« (mit mehr als fünf Punkten) gibt, liegt Portugal (3,5) hier hinter Italien (4,1) an zweiter Stelle.

    Zu einigen speziellen Fragestellungen*:

    • 93% der Portugiesinnen (AT: 85% – IT: 84% – CH: 84% – ES: 79% – DE: 78%) sind stolze Mitglieder ihrer Nation.
    • 87% der Finninnen (AT: 69% – DE: 66% – IT: 64% – CH: 64% – UK: 62%) sind stolz, Europäerinnen zu sein.
    • 93% der Christinnen in Portugal (IT: 78% – AT: 66% – CH: 64% – DE: 62% – UK: 61%) sind stolz, Christinnen zu sein.
    • 12% der Italienerinnen (AT: 8% – DE: 8% – CH: 8% – NL: 1%) würden keine jüdischen Nachbarinnen akzeptieren.
    • 21% der Italienerinnen (AT: 13% – DE: 13% – CH: 13% – NL: 3%) würden keine muslimischen Nachbarinnen akzeptieren.
    • 62% der Finninnen (IT: 53% – AT: 48% – DE: 44% – CH: 42% – PT: 31%) glauben, dass der Islam mit der Kultur und den Werten ihres Landes fundamental inkompatibel sei.
    • 30% der Italienerinnen (AT: 24% – DE: 24% – CH: 23% – PT: 12%) sagen, muslimische Frauen sollten gar keine religiöse Kleidung tragen dürfen.
    • 26% der Italienerinnen (AT: 23% – CH: 21% – DE: 17% – SE: 8%) sagen, dass die Lehren mancher Religionen Gewalt fördern.
    • 37% der Belgierinnen (IT: 32% – AT: 25% – DE: 25% – CH: 23% – FI: 8%) fühlen sich aufgrund der Anzahl an Musliminnen wie Fremde im eigenen Land.
    • 36% der Portugiesinnen (IT: 31% – CH: 24% – AT: 22% – DE: 19% – SE: 13%) stimmen der Aussage zu, dass Jüdinnen immer ihre eigenen Interessen und nicht jene des Landes, in dem sie leben, verfolgen.
    • 36% der Italienerinnen (AT: 22% – CH: 21% – DE: 18% – SE: 11%) stimmen der Aussage zu, dass die Jüdinnen ihr historisches Leid überschätzen.

    Interessant ist abschließend, dass bei Christinnen (praktizierend oder nicht) in allen Ländern** die Wahrscheinlichkeit teils deutlich höher ist, einen kombinierten NIM-Wert von über fünf (von zehn) zu erreichen, als bei Menschen, die sich religiös nicht zuordnen.

    Cëla enghe: 01 02 03 || 01

    *) nicht alle fließen in den NIM-Score ein
    **) eine Ausnahme bilden praktizierende Christinnen in Norwegen



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  • Die Flat-Tax-Gefahr und die Steuerhoheit.

    Sollte die sozial ungerechte, weil von unten nach oben umverteilende Flat Tax* wirklich kommen, könnte das für Südtirol dramatische Folgen haben. Kaum jemand wird verneinen, dass eine drastische Vereinfachung des italienischen Steuersystems und auch — allerdings gezielte und sozial gerechte — Entlastungen dringend nötig sind. Da in Vergangenheit versäumt wurde, dem Land eine nennenswerte Steuerautonomie — geschweige denn die Steuerhoheit — zu sichern, kann die Landesregierung jedoch nur reagieren und nicht gestalten.

    Wie schon verschiedentlich festgestellt wurde, könnte eine tiefgreifende Reform des Steuersystems durch die neue römische Regierung unserem Landeshaushalt empfindliche Verluste zufügen, da die Einnahmen des Landes großteils Anteile am Steueraufkommen sind, das der italienische Staat in Südtirol erzielt.

    Da große Teile des Landeshaushalts fix verplant sind, könnte eine von außen induzierte Schrumpfung zu Engpässen und Schwierigkeiten führen, die sich unmittelbar auf Qualität und Ausmaß der öffentlichen Dienstleistungen auswirken, auch wenn diese in den alleinigen Zuständigkeitsbereich des Landes fallen. Somit würde das Ungleichgewicht ersichtlich, das sich daraus ergibt, dass das Land zwar Steuermittel planen und ausgeben, nicht aber die Einnahmen gestalten kann.

    Zusätzliche Schwierigkeiten könnte dann übrigens auch der sogenannte Sicherungspakt (Finanzabkommen) bereiten, da der Beitrag von mehreren hundert Millionen jährlich, den Südtirol zur Abtragung der Staatsschulden leistet, nicht an der Höhe des Landeshaushalts bemessen wird. Wir wären dann hypothetisch dazu gezwungen, trotz geringerer öffentlicher Geldmittel Summen in gleichbleibender Höhe nach Rom zu überweisen.

    Noch gar nicht berücksichtigt ist dabei, dass ein etwaiges Scheitern des Flat-Tax-Experiments, das zu einer Verschlechterung der italienischen Haushaltslage führen würde, auch noch die Aktivierung von Zusatzklauseln aus dem Finanzabkommen zur Folge haben könnte, die eine zusätzliche Erhöhung des Südtiroler Beitrags zur Sanierung der Staatsfinanzen bedeuten.

    Dieses — im Augenblick rein spekulative — Szenario macht deutlich, dass die angebliche Vorzeigeautonomie in Ermangelung eines ernstzunehmenden Handlunsspielraums auf der Einnahmenseite Gefahr läuft, in eine finanzielle Abwärtsspirale zu geraten. Es sollte deshalb wohl eine absolute Priorität sein, schon vor der etwaigen Umsetzung der Flat Tax auf eine weitere Eigenschaft der neuen Regierung zu nutzen, die da die zu erwartende Autonomiefreundlichkeit wäre, und die Gewährung der Steuerhoheit zu verlangen.

    Das würde nicht nur die Planungsfähigkeit des Landes deutlich erhöhen, sondern auch die Umsetzung eines sozial gerechteren Steuersystems gestatten, als es 5SB und Lega vorschwebt. Sollte die Regierung Conte eine finanzpolitische Bauchlandung hinlegen, wäre es zudem wohl auch ein entscheidender Vorteil, steuerpolitisch auf eigenen Beinen zu stehen.

    Cëla enghe: 01 02 03 04 || 01 02 03

    *) nennen wir sie mal so, obwohl das, was das Regierungsprogramm von 5SB und Lega beinhaltet, keine richtige Flat Tax ist



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  • Rajoy, Sánchez, Torra. Und Altsasu.
    Iberisches Update nach einer stürmischen Woche

    Zum ersten Mal überhaupt in der spanischen Demokratie wurde am Freitag dieser Woche — äußerst knapp — ein Misstrauensantrag gegen den Regierungschef angenommen. Seitdem ist der Vorsitzende der Sozialistischen Arbeiterpartei (PSOE), Pedro Sánchez, statt Mariano Rajoy von der rechten Volkspartei (PP) neuer spanischer Premierminister. Dabei war der Ausgang des konstruktiven Misstrauensvotums bis zuletzt ungewiss, da die wirtschaftsliberalen Ciudadanos (Cs) Rajoy die Stange hielten. Erst mit dem Versprechen, von der PP in Aussicht gestellte Vergünstigungen für das Baskenland nicht mehr in Frage stellen zu wollen, überzeugte Pedro Sánchez wenigstens die baskische Zentrumspartei EAJ, Rajoy fallenzulassen.

    Vorausgegangen waren Gerichtsurteile in der sogenannten Causa Gürtel, die die PP als durch und durch korrupte Organisation dastehen ließen. Dem nur als Zeugen vorgeladenen Rajoy bescheinigte das Gericht dabei, bei seiner Aussage gelogen zu haben.

    Sánchez will nun eine rein sozialistische Minderheitsregierung bilden. Ein Koalitionsangebot von Podemos lehnte er ab. Dennoch wird er auf die Duldung mehrerer Parteien im spanischen Kongress angewiesen sein, da die PSOE nur 84 von 350 Sitzen innehat. Das macht auch Sánchez’ Umgang mit den katalanischen Unabhängigkeitsbestrebungen spannend: Während die Sozialistische Arbeiterpartei letztes Jahr Mariano Rajoys Gleichschaltung der Generalitat unterstützt hatte, ist er nun auf die passive Unterstützung von Podemos, ERC, PDeCAT und EAJ angewiesen, die allesamt die Durchführung eines verbindlichen Unabhängigkeitsreferendums in Katalonien befürworten.

    Nur eine unerwartete und derzeit noch unwahrscheinliche Einigung mit Cs könnte Sánchez von diesem Dilemma befreien.

    Fast zeitgleich mit dem Regierungswechsel in Madrid fand gestern — im Beisein von Angehörigen der politischen Gefangenen und der Exilpolitikerinnen — die Angelobung der neuen katalanischen Regierung um Präsident Quim Torra (JxC) statt. Der bestätigte, dass er an der Gründung einer Republik festhalten wolle und forderte den neuen spanischen Regierungschef zum Dialog auf.

    Am Freitag waren übrigens die Urteile im Fall von Altsasu gefallen. Dort — in Altsasu, Nafarroa — war es 2016 zu einer Gasthausrangelei zwischen mehreren Jugendlichen und zwei Guardia-Civil-Beamten mit ihren Freundinnen gekommen. Das spanische Zentralgericht Audiencia Nacional, Nachfolger des franquistischen Ordnungsgerichts, wies zwar den Terrorismusvorwurf* für die acht angeklagten Jugendlichen ab, verdonnerte sie aber wegen Körperverletzung, öffentlicher Unruhestiftung und  Drohungen zu drakonischen Haftstrafen: einen zu zwei Jahren, drei zu neun Jahren, zwei zu zwölf und weitere zwei Jugendliche zu 13 Jahren Gefängnis.

    Cëla enghe: 01 02 03 04 || 01

    *) die Staatsanwaltschaft hatte bis zu 62,5 Jahre Freiheitsentzug (375 Jahre insgesamt) gefordert



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  • Ich habe fast nichts zu befürchten.

    Solange ich nicht verarme oder tödlich erkranke habe ich als Weißer, Heterosexueller, Mann mit italienischer Staatsbürgerschaft von der neuen italienischen Regierung — speziell vom neuen Minister für Familie und Beeinträchtigte — wenig zu befürchten. Als Linker und als Mitglied einer sprachlichen Minderheit: wer weiß.

    Alle anderen sollten sich vielleicht schon mal warm anziehen und auf die mäßigende Wirkung der 5SB hoffen. Die aber kein Problem damit hatte, mit der rechtsradikalen Lega zu koalieren; genauso wie der italienische Staatspräsident — von dem sich etwa unsere Grünen beruhigt fühlen — und die EU zwar mit dem Euroskeptiker Savona Schwierigkeiten hatten, nicht aber mit einem fremdenfeindlichen Innenminister.

    Auf Gemeindeebene kann, wie in Leifers*, eine »unpolitische« Koalition auf Grundlage einer heterogenen Punkteliste vielleicht noch funktionieren, auf höheren Ebenen halte ich das aber für eher unwahrscheinlich und potenziell gefährlich.

    Von wegen »rechts und links sind überholte Kategorien«.

    Cëla enghe: 01 02 || 01

    *) wo italienische Rechte, 5SB und SVP gemeinsam verwalten



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  • Professionelle Imagepflege.

    Ich musste heute unfreiwillig an den uralten und nur bedingt lustigen Witz mit dem Mann denken, der zwei schwere Eisenstangen mit in die Savanne nimmt. Wenn er einen Löwen sieht, glaubt er, kann er die Stangen wegwerfen und dadurch schneller laufen.

    Ähnlich macht es das Land Südtirol mit seinem — also unserem — Ruf: Es engagiert zur Imagepflege eine Marketingexpertin, die italienweit sofort ins Kreuzfeuer der Kritik gerät. Jetzt reicht es, sich ihrer wieder zu entledigen, um eine erhebliche Imageverbesserung zu erzielen.



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  • Die Angelobung und die Eidesformeln.

    Nach der heutigen Vereidigung der neuen italienischen Regierung (5SB/Lega) habe ich kurz recherchiert, welche Eidesformeln in anderen Staaten üblich sind. Grund ist, dass ich den italienischen Text — wiewohl man die Prozedur vielleicht nicht überbewerten sollte — problematisch finde:

    Giuro di essere fedele alla Repubblica, di osservarne lealmente la Costituzione e le leggi e di esercitare le mie funzioni nell’interesse esclusivo della Nazione.

    Speziell wenn man die Einbindung Italiens in die Europäische Union bedenkt, ist es doch zumindest merkwürdig, wenn von den Regierungsmitgliedern verlangt wird, ihr Amt im ausschließlichen Interesse der Nation (!) auszuüben.

    Auch die in der BRD gebräuchliche Eidesformel ist mit ihrem Verweis auf das »deutsche Volk« altbacken, aber nicht so ausdrücklich exkludierend wie die italienische. Bundeskanzlerin und Ministerinnen sagen bei der Angelobung:

    Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. [So wahr mir Gott helfe.]

    Der religiöse Zusatz ist freiwillig. In der Schweiz können die Bundesrätinnen zwischen einem religiösen »Eid« und einem weltlichen »Gelübde« wählen:

    Ich schwöre vor Gott dem Allmächtigen, die Verfassung und die Gesetze zu beachten und die Pflichten meines Amtes gewissenhaft zu erfüllen.

    Ich gelobe, die Verfassung und die Gesetze zu beachten und die Pflichten meines Amtes gewissenhaft zu erfüllen.

    In Österreich schließlich lautet die Eidesformel für sämtliche Regierungsmitglieder wie folgt:

    Ich Gelobe, dass ich die Verfassung und alle Gesetze der Republik getreulich beobachten und meine Pflicht nach bestem Wissen und Gewissen erfüllen werde.

    Die Schlüsse überlasse ich den Leser- und Kommentatorinnen.

    Cëla enghe: 01 02 03



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  • Freiheit der Kunst: EU kein Vorbild.
    Sorgenkinder Spanien, Polen und Frankreich

    Freemuse/Artsfreedom ist eine internationale Organisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Freiheit der Kunst zu verteidigen. In diesem Bestreben hat sie kürzlich zum ersten Mal den State of Artistic Freedom Report (2018) veröffentlicht, in dem die weltweite Situation analysiert und Missstände angeprangert werden.

    Dabei sticht in der EU vor allem ein Land negativ hervor: Spanien. Von 48 Künstlerinnen, die 2017 weltweit im Gefängnis saßen, waren 13 in Spanien, 12 in China, 9 im Iran hinter Gittern. Damit steht das EU-Land allein — aber auch die sogenannte europäische »Wertegemeinschaft« als Ganzes — statistisch schlechter da, als die fernöstliche Diktatur.

    In der besonderen Wertung der Freiheit in der Musik liegt Spanien (diesmal vor Ägypten und China) ebenfalls an erster Stelle. Valtònyc und Pablo Hasél sind keine Einzelfälle, denn alle 13 spanischen Inhaftierten sind Rapperinnen, die auf Grundlage verschärfter Antiterrorgesetze verurteilt wurden.

    Mit Frankreich nimmt aber noch ein weiteres EU-Mitglied eine unrühmliche Position ein: Zwar nicht beim Freiheitsentzug, aber bei der Zensur von Kunstwerken und der Sperrung von Künstlerinnen liegt die Republik von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit (140 Zensurfälle) hinter Usbekistan (225) weltweit an zweiter Stelle. China liegt hier abgeschlagen (67) auf dem vierten Platz.

    Spanien und Polen ist als zwei von zehn »Watchlist-Countries« je ein eigenes Kapitel in dem Bericht gewidmet. In manchen Grafiken — etwa über die Unterdrückung von Minderheitenstimmen (S. 16) oder zur Freiheit der Theaterkunst (S. 23) — wird auch Deutschland erwähnt, wobei hier keine näheren Angaben gemacht werden.

    Nach Österreich, der Schweiz und Italien sucht man im Bericht vergeblich. Ob das daran liegt, dass für diesen ersten Bericht noch nicht genügend Informationen aus diesen Ländern vorlagen, oder daran, dass es hier nichts zu beanstanden gibt, konnte ich nicht eruieren.

    Cëla enghe: 01 02 03 || 01



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  • Expertin mit Beigeschmack.

    Übereinstimmenden Medienberichten zufolge hat das Land der ehemaligen PD-Senatorin Francesca Puglisi den Auftrag erteilt, einen Beitrag zum Abbau der italienischen Vorurteile gegenüber Südtirol zu leisten. Eine Anstellung der Marketingexpertin sei nicht möglich, da sie nicht über den Zweisprachigkeitsnachweis A verfüge. Sie soll daher einen auf 2018 befristeten — verlängerbaren — und mit insgesamt 73.000 Euro dotierten Vetrag erhalten. Arbeitssitz sei die Außenstelle des Landes in Rom.

    Ob die Dame überhaupt ein paar Brocken Deutsch beherrscht, wird in den Berichten nicht erwähnt.

    Warum eine neue Marketingexpertin angestellt werden musste, nachdem zu diesem Zweck schon Marco Pappalardo ins Boot des Landespresseamtes geholt wurde, ist mir übrigens nicht ganz klar. Aber ich halte das gesamte Unterfangen ohnehin für vergebliche Liebesmüh.

    Dass es sich bei der Senatorin a. D. um die Lebensgefährtin von PD-SVP-Senator Gianclaudio Bressa handelt, hat jedoch — selbst wenn rechtlich alles in Ordnung ist — ein Gschmäckle.

    Cëla enghe: 01 02 03 || 01



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