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  • Fünf Sterne wollen Autobahn zentralisieren.

    Auf offiziellem Briefapier des Ministeriums für Infrastruktur und Verkehr hat sich Danilo Toninelli (5SB) — bzw. sein Sekretariat — an »Filippo, Alex und Diego« gewandt, um sich für deren Hinweise und Forderungen zu bedanken. Gemeint sind die Landtagsabgeordneten Filippo Degasperi, Alex Marini (Trentino) und Diego Nicolini (Südtirol), drei Parteikollegen des Ministers, die ihm kürzlich einen Appell zur Brennerautobahn A22 geschickt hatten.

    Im Schrieb aus Rom wird unter anderem behauptet, es gehe bei der anstehenden Neuvergabe der Autobahnkonzession — als erste von drei Prioritäten — darum, die lokale Klientelpolitik einzudämmen. Die starke Vertretung des Staates im paritätischen Komitee solle verhindern, dass die Verwaltung der Autobahninfrastruktur zu einem Werkzeug der (partei-)politischen Machtausübung werden könnte.

    Auch die als große Föderalistinnen angetretenen Grillini kennen also, wenn es zur Sache geht, nur eine Zauberformel für wie auch immer geartete Probleme: mehr Zentralismus. Als ob Rom nicht für einen schier unaustrockenbaren Korruptionssumpf stünde, sondern für Zucht und Transparenz. Den Teufel mit dem Beelzebub…

    Minsterkollege Riccardo Fraccaro (Beziehungen zum Parlament und direkte Demokratie) setzte in der Sendung Agorà von Rai3 noch eins drauf, indem er die Neuvergabe der Autobahnkonzession — die bis 2100 laufen wird — als ersten Schritt zur vollständigen Nationalisierung der Autobahnen bezeichnete.

    Nichts dagegen, öffentliche Infrastruktur unter die direkte Kontrolle der öffentlichen Hand zu bringen. Doch ein immer stärker werdender Einfluss des Zentralstaats zu Lasten der Lokalkörperschaften ist nicht als Verstaatlichung, sondern als Verschiebung zu verstehen, die die Autobahn noch weiter vom Einfluss der betroffenen Bevölkerung entfernt.

    Cëla enghe: 01 02 03 04



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  • Euregio-Lawinenbericht ist da.

    Pünktlich zum Start der neuen Wintersaison ist unter der Internetadresse www.avalanche.report der schon länger angekündigte gemeinsame Lawinenwarndienst der Euregio Tirol gestartet. Auf Deutsch, Italienisch und Englisch — aber leider nicht auf Ladinisch — sind dort für Nord-/Süd-/Osttirol und Trentino Lawinenvorhersagen, Schnee- und Wetterkarten (mit Informationen zur aktuellen Schneehöhe, Neuschneeprognose, Schneehöhendifferenz, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Wind) sowie Wissenswertes zu Prävention und Ausbildung abrufbar.

    Erstellt wurde das Service in Zusammenarbeit der Lawinenwarndienste des Bundeslandes Tirol, des Landes Südtirol und des Trentino sowie der Universität Wien, Institut für Geographie und Regionalforschung. Die jeweiligen Sprachversionen sind auch unter www.lawinen.report und www.valanghe.report erreichbar.



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  • bu,press: Gleichgewicht der Sprachen verbessert.

    Im April 2012 hatte ich eine Statistik über die beim Bozner Universitätsverlag bu,press verfügbaren Publikationen* nach Sprachen veröffentlicht. Anlass war ein von mir besuchter Vortrag mit Buchvorstellung an der Uni Bozen — bei dem mir aufgefallen war, dass nur ganz wenige Bücher (auch) auf Deutsch oder Ladinisch verfügbar waren. Das Ergebnis meiner Zählung war denn auch ernüchternd.

    Wie eine erneute Überprüfung ergeben hat, scheint sich aber inzwischen etwas getan zu haben. Das Ungleichgewicht ist deutlich geschrumpft.

    Zwar sind noch immer am meisten Publikationen1ohne Zeitschrift »Zona« in italienischer Sprache (35) verfügbar, jene in deutscher (31) und ladinischer (25) Sprache konnten jedoch aufholen. Inzwischen sind sogar 24 rein ladinische Bücher verfügbar — 2012 war es kein einziges.

    Cëla enghe: 01 02

    • 1
      ohne Zeitschrift »Zona«


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  • Diplocat-Vertreter Martí Estruch an der Eurac.
    Veranstaltungshinweis

    Am kommenden Mittwoch findet an der Eurac ein Gespräch mit dem ehemaligen Leiter (2008-2012) der katalanischen Vertretung in Berlin, Martí Estruch i Axmacher, statt. Der freie Journalist arbeitete von 2014 bis zur Schließung durch die spanische Zentralregierung als Mitarbeiter des Diplocat — Public Diplomacy Council of Catalonia.

    Ziel der Veranstaltung ist die Analyse der zukünftigen Aussichten für Katalonien und eine Bilanz über das vergangene ereignisreiche Jahr mit dem Unabhängigkeitsreferendum vom 1. Oktober 2017.

    Mittwoch, den 21. November, 18.00 Uhr – Eurac Research, Drususallee 1, Conference Hall. Die Moderation führt Marc Röggla vom Institut für Minderheitenrecht, die Veranstaltung findet in deutscher Sprache statt.

    Cëla enghe: 01 02 03



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  • Harvie: Time has come for a second indyref.
    Quotation

    The case for Scotland choosing its own future grows stronger with each day. The Brexit calamity gives the issue greater immediacy but, frankly, even if Brexit is killed off the past two years have proved beyond doubt the level of contempt Scotland is shown inside the UK.

    This has been a period of such confusion and chaos, but one thing is as clear now as it has ever been. Scotland will only get the strong future relationship we want with Europe – as the overwhelming majority voted for – if we’re a full, independent member of the European Union.

    I’m reminded of what the former Daily Record editor, Murray Foote, said when he came out in support of independence earlier this year: “For me, independence is about autonomy, allowing Scotland to meet success and failure on its own merit and not point an embittered finger of blame at anyone else.”

    Let’s not go down with them. It’s time we charted our own course, and offered the people of Scotland not impossible promises but a secure future as a member of our European family. It’s time – once again – to say Yes.

    Patrick Harvie, co-convener of the Scottish Green Party (here)

    See also: 01 02 03 04 05 || 01



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  • Brexit-Minister zurückgetreten.
    Abspaltung Nordirlands befürchtet

    Dominic Raab ist heute als britischer Minister für den Austritt aus der Europäischen Union zurückgetreten. Er ist damit nicht das einzige, aber wohl das bislang signifikanteste Mitglied der Regierung von Theresa May, das im Zusammenhang mit dem bekannt gewordenen Vorvertrag zwischen Vereinigtem Königreich und EU zum Brexit den Hut genommen hat. Signifikant auch deshalb, weil der EU-Austritt sein ureigenster Kernbereich war. Das Rücktrittschreiben an die Premierministerin machte Raab persönlich in den sozialen Netzwerken publik, und darin werden zwei Hauptgründe für seine Entscheidung genannt. Der erste und wichtigste ist, dass der nunmehrige Ex-Minister um die Einheit des Königreichs fürchtet: Der in der Einigung enthaltene Lösungsansatz für das künftige Verhältnis zwischen Belfast und Dublin sei eine reale Gefahr für die territoriale Integrität.

    Anders als Schottland oder Wales hat Nordirland in dieser Frage eine starke Verbündete: die Geographie.

    Cëla enghe: 01 02 03 04



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