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  • Inklusion von Geflüchteten auf Katalanisch.

    Am 5. April hat die katalanische Regierung beschlossen, die Mittel für die sprachliche Inklusion von Geflüchteten und Migrantinnen auf Katalanisch sofort um 500.000 Euro aufzustocken. Grund für diese Maßnahme ist die Ankunft zahlreicher ukrainischer Geflüchteter aufgrund des russischen Angriffskriegs.

    Vom Sekretariat für Sprachpolitik der Generalitat wurde zudem eine eigene Webseite auf Katalanisch und Ukrainisch zusammengestellt, auf der die Geflüchteten gebündelte Informationen und Ressourcen rund um die katalanische Sprache finden: ein Bilderwörterbuch zum Leben in Katalonien, eine Sammlung von zwölf Worttafeln zu unterschiedlichen Alltagssituationen, eine Übersicht über Präsenz- und Onlinesprachkurse, eine Videosammlung zum Erlernen der katalanischen Sprache, einen Onlinekurs zum Autonomen Sprachenlernen sowie Hinweise zu weiteren Diensten (beeidigte Übersetzerinnen, maschinelle Übersetzung etc.).

    Ausschnitt der Webseite

    Diese Übersicht ist direkt über die eigens für die Geflüchteten eingerichtete Webseite der Generalitat zu erreichen.

    Cëla enghe: 01 02 03 04 05 || 01 02 03 04



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  • Infopoint mobile hilft Geflüchteten nicht.

    Ende letzter Woche habe ich eine kleine Gruppe aus der Ukraine Geflüchteter zum Infopoint mobile des Verkehrsverbunds in Brixen begeleitet, um den SüdtirolPass zu beantragen. Dort wurde uns jedoch mitgeteilt, dass dies nur in Bozen möglich sei und wir uns bitte dorthin zu begeben hätten. Aufgrund meiner Ungläubigkeit bezüglich einer derart realitätsfremden Lösung hat die Dame am Schalter dann doch nochmal irgendwo angerufen (wo genau entzieht sich meiner Kenntnis) — woraufhin sie uns dann mitgeteilt hat, dass der Antrag in Präsenz auch in der Landeshauptstadt nicht gestellt werden könne. Die Prozedur müsse zwangsläufig online durchgeführt werden.

    Hätte ich nicht insistiert, wären wir — womöglich — alle umsonst nach Bozen gefahren.

    Die Onlineprozedur war dann zwar sehr einfach, aber halt auch nur für jemanden mit einem stabilen Internetzugang und Englischkenntnissen (das entsprechende Formular gibt es weder in einer Südtiroler Landessprache noch auf Ukrainisch oder Russisch). Auf der Homepage von Südtirolmobil ist der Zugang zur Prozedur auch keineswegs prominent platziert, sondern gut (in den News) versteckt.

    Dass Menschen, die erst in Südtirol angekommen sind, in den Infopoints nicht geholfen wird, verstehe ich nicht. Welche »Logik« steckt denn da schon wieder dahinter?

    Cëla enghe: 01 02 03 04 || 01



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  • ANED condanna, l’ANA festeggia.

    L’Associazione degli ex deportati nei campi nazisti (ANED) ha diffuso una dura nota di condanna nei confronti della nuova ricorrenza del 26 gennaio dedicata agli Alpini, definendone l’istituzione «un incredibile voto unanime a una legge che tradisce la Costituzione».

    [P]er onorare gli Alpini si è scelta la data culminante di una criminale campagna di aggressione del fascismo all’allora Unione Sovietica al fianco dell’esercito nazista; quello stesso esercito nazista che si macchiò in quei territori dei più orrendi delitti contro le popolazioni civili, contro gli ebrei, le donne i bambini, i vecchi e anche contro i prigionieri di guerra. Il tutto “per promuovere i valori della difesa della sovranità e dell’interesse nazionale”, che nel caso specifico, semmai, erano quelli che sostenevano allora lo sforzo dell’Armata Rossa, impegnata a difendere la propria terra dagli invasori tedeschi e italiani.

    C’è da chiedersi in quali faccende fossero affaccendati i parlamentari di tutti i gruppi quando hanno votato una simile grossolana operazione di mistificazione della guerra di aggressione fascista.

    – dal comunicato ANED

    Nel frattempo però l’Associazione degli Alpini (ANA) festeggia proprio il fatto che per la ricorrenza a loro dedicata sia stata scelta quella data:

    È un voto che ci riempie di un orgoglio più che legittimo – ha dichiarato Sebastiano Favero, Presidente dell’Associazione Nazionale Alpini – non solo per il consenso praticamente unanime con cui il Ddl è stato approvato, ma anche per la data individuata per la celebrazione, ovvero il 26 di gennaio, che coincide con l’anniversario della battaglia di Nikolajewka, il drammatico ed eroico episodio del 1943 assurto a simbolo del valore e dello spirito di sacrificio delle penne nere.

    – dal comunicato ANA

    Ma non chiamateli fascisti.

    Cëla enghe: 01 || 01



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  • Desinformation oder der Himmel ist grün.
    Quotation

    Es ist ein Missverständnis, dass Desinformation Menschen davon überzeugen soll, dass etwas [eine Lüge] stimmt. Viele Leute scheinen verwirrt zu sein, weil russische Desinformation so unerhört unglaublich klingt. Sollen wir wirklich glauben, dass die Ukraine Atomwaffen herstellen wollte? Nein, sollen wir nicht. Wenn Donald Trump in 2017 über die Größe der Menschenmenge bei seiner Amtseinführung log — eine Veranstaltung, die wir alle mit unseren eigenen Augen gesehen hatten — waren Journalist:innen ratlos, was er wohl bezwecken wollte. Damals habe ich eine Kolumne darüber verfasst, wie sehr mich das an einen typischen Propagandatrick aus der KGB-Trickkiste erinnerte. Steve Bannon nannte es »flooding the zone with shit«. Die Strategie ist, wahllos so viele unterschiedliche Lügen so laut zu erzählen, dass die Wahrheit untergeht. Ich habe es »der Himmel ist grün« genannt. Wie funktioniert es? Ich sage: »Der Himmel ist grün.« Sie sehen nach oben, prüfen und korrigieren mich verwirrt: »Nein, der Himmel ist blau.« Ich widerspreche: »Der Himmel ist grün.« Sie machen einen Faktencheck, legen mir Fotos sowie eine Analyse des Farbspektrums vor und beharren darauf: »Der Himmel ist blau.« Ich sage, ruhig: »Der Himmel ist grün.« Sie sind irritiert und schreien mich an: »ER IST BLAU, SIE DEPP!« Nun antworte ich: »Kein Grund mich deswegen anzupöbeln! Sie denken er ist blau, ich denke er ist grün, wir haben beide unsere Meinung, ich denke wir können nicht wissen, welche Farbe der Himmel hat.« Und das ist der Punkt. Nicht jemanden davon zu überzeugen, dass der Himmel grün ist, sondern dass die Wahrheit — falls es überhaupt eine gibt — nicht feststellbar ist. Nun, wenn die Wahrheit nicht in Erfahrung zu bringen ist, haben wir als demokratische Gesellschaft wenig, worüber wir reden könnten. Wir können uns nicht organisieren oder Entscheidungen treffen. Wenn es keine objektive Wahrheit gibt, die uns verbindet, brauchen wir eine Autorität, die [für uns] entscheidet, was die Wahrheit ist und wie damit umzugehen ist. Einen starken Mann, wenn Sie so wollen. Wenn Sie einen autoritären Staat errichten wollen — vernichten Sie zuerst die Wahrheit und alle, die dazu beitragen, sie zu verbreiten.

    aus der Rede von Marina Weisband (Grüne, ehemals Piratenpartei) bei der G7-Desinformationskonferenz 2022 – Übersetzung aus dem Englischen von mir

    Cëla enghe: 01 02 03 04 05 || 01



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  • Neuer faschistischer Alpinifeiertag.

    Mit 189 Stimmen zu null bei einer einzigen Enthaltung hat der italienische Senat gestern die Giornata Nazionale degli Alpini eingeführt, die fortan am 26 Jänner jedes Jahres begangen wird.

    Warum gerade am 26. Jänner? Offiziell und ausdrücklich im Gedenken an die Schlacht bei Nikolajewka (Sowjetunion) vom 26. Jänner 1943, als die italienischen Gebirgstruppen — im Dienste des Faschismus und an der Seite der Nazis einen brutalen Angriffskrieg kämpfend — angeblich besonderen Heldenmut bewiesen haben sollen.

    Der Zeitpunkt für die Einführung dieses neuen militaristischen Feiertags, während Russland in der Ukraine einen Angriffskrieg führt, ist genauso großartig wie der »Zufall«, dass Italien künftig die Heldentaten faschistischer Einheiten einen Tag vor dem Holocaustgedenktag feiern wird.

    Aber bitte sagt niemals, dass die Alpini sich nicht von ihrem faschistischem Erbe distanziert haben oder dass das Alpini-Denkmal in Bruneck ein »faschistisches Relikt« ist. Denn mit dem Faschismus haben die heutigen italienischen Gebirgstruppen natürlich gar nichts zu tun.


    Nachtrag vom 6. April 2022: Laut offiziellem Protokoll des italienischen Senats haben Meinhard Durnwalder, Dieter Steger und Julia Unterberger (alle SVP) für diese Sauerei gestimmt.

    Cëla enghe: 01 02 03 04 05 06 07 08 09 || 01 02 03 04 05



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  • Sprachkurs für Geflüchtete? Nur Italienisch.
    Brixen und Umgebung

    Die aus der Ukraine geflüchtete Frau, über deren Erfahrung ich hier berichte, hat ihre Kinder bereits in der (deutschen) Schule angemeldet, obschon der Unterrichtsbeginn ja leider frühestens nach Ostern stattfinden wird. Eine rasche Anmeldung wird von den zuständigen Stellen jedoch empfohlen, damit sich die Bildungseinrichtungen »organisieren« können.

    Gleichzeitig sucht die Mutter gemeinsam mit anderen eine Möglichkeit, Deutsch zu lernen, doch das ist in Brixen — der größten großmehrheitlich deutschsprachigen Stadt des Landes — ein Ding der Unmöglichkeit.

    Laut Webseite der Gemeinde Brixen wird derzeit unter den »Sprachkursen für UkrainerInnen in Deutsch [!] und Italienisch« nur ein Italienischkurs angeboten. Ein Anruf bestätigt: Deutschkurse für Anfängerinnen seien erst wieder im Juni geplant — im Juni! Dass gerade jetzt und nicht erst im Juni viele Menschen aus der Ukraine zu uns kommen, scheint die Behörden nicht zu interessieren.

    Ausschnitt Webseite der Gemeinde Brixen – Hervorhebungen von mir

    Dabei wären Deutschkenntnisse nicht nur für die Inklusion in der Dorfgemeinschaft wichtig, sondern auch, um die eigenen Kinder in der Schule besser begleiten zu können. An anderer Stelle will man Eltern ja sogar dazu verpflichten, die Schulsprache ihres Nachwuchses zu erlernen — konkret wird dann aber kaum was dafür getan, das auch nur ansatzweise zu ermöglichen.

    Vielmehr hat es den Anschein, dass Südtirol Zuwandernde bewusst italianisieren möchte. Den Nationalstaat brauchen wir dafür gar nicht mehr, das kriegen wir schon sehr gut selbst hin. Anders kann ich mir dieses Totalversagen gar nicht erklären.

    Cëla enghe: 01 02 03 04 05 06 07 08 || 01 02 03 04 05



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