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  • Dann sitzen wir nicht mehr zwischen den Stühlen.
    Quotation

    Wir haben natürlich ein Recht der Selbstbestimmung auch als ganzes Völklein, aber wenn wir soweit wären, dann gute Nacht Südtirol. Dann würden alle Ausländer am Brenner oben blockiert, sie würden auch nicht mehr zurückfließen können nach Italien, sondern wir hätten sie dann alle hier und dann wären wir wahrscheinlich nicht in der Lage, diese Problematik zu bewältigen.

    Es ist ja das »Vaterland«, das den Brenner zumacht und nicht der ungeliebte italienische Staat, ich habe mit beiden Ländern kein Problem, ich fühle mich nicht als Italiener und nicht als Österreicher und nicht als Deutscher, sondern als Südtiroler und Europäer — noch.

    Südtirol hat nur die Chance eine Befriedung zu finden in der emotionalen Ebene, wenn die EU weiter wächst und erfolgreich wird. Dann sitzen wir nicht mehr zwischen den Stühlen emotional gesehen, dann sind wir Tiroler und Europäer.

    Reinhold Messner im Interview, Mittagsmagazin Rai Südtirol, 3. Mai 2016

    Wieder einmal hat jemand den Unterschied zwischen Selbstbestimmung, Unabhängigkeit und Eigenstaatlichkeit nicht verstanden.



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  • Die thematischen Workshops und die Schützen.

    In ihrer heutigen Ausgabe berichten die Dolomiten von einer »Schützenflut«, die sich über den Südtirolkonvent ergossen habe.

    Im Rahmen der Open Spaces hatten wir die zum Teil massive Anwesenheit der Schützen verteidigt, da es in der Natur dieser Veranstaltungen lag, dass kommen konnte, wer wollte und in welcher Anzahl es nötig erschien.

    Bei den thematischen Workshops, die sich an die »organisierte Zivilgesellschaft« richten, ist dies aus meiner Sicht grundlegend anders. Es gibt zum Beispiel eine offizielle Einschränkung, die vorsieht, dass jeder Verein jeweils eine/n VertreterIn zu insgesamt hochstens zwei Workshops entsenden darf.

    Wenn nun die Schützen jede Kompanie und darüberhinaus noch Marketenderinnen, Bund und Jugendleitung als eigene Vereine verstehen und zu mehreren Workshops anmelden, so entspricht dies nicht mehr dem Geist der Veranstaltungen.

    Doch spätestens wenn weitere Vereine, deren Interesse an den jeweiligen Themen äußerst zweifelhaft erscheint, weitere Schützenmitglieder entsenden, ist dies nach meiner Auffassung missbräuchlich und unredlich.

    Unsere Leute sind aber nicht dumm und haben auch ihre Vereine.

    — Barbara Klotz (STF), Dolomiten, 03.05.2016

    Klar: Jede Teilnehmerin der Open Spaces ist bei irgendeinem Verein (Kegeln, Fasching, Fußball) und hätte somit die theoretische Möglichkeit, sich an den Workshops zu beteiligen. Doch mit etwas Hausverstand sollte allen klar sein, dass dies nicht Zweck der Übung ist.

    Da reicht es auch nicht, darauf hinzuweisen, dass andere doch ebenfalls so agieren hätten können. Wenn Missbrauch allen offen steht, heißt das doch nicht, dass diejenigen »blöd« und »selber schuld« sind, die sich am Missbrauch nicht beteiligen.

    Dabei ist meiner Meinung nach gar nicht problematisch, dass die Workshops so nicht mehr »repräsentativ« seien, wie die Dolomiten schreiben. Repräsentativität ist weder Ziel noch Voraussetzung für diese Veranstaltungen — es geht nicht darum, sich zu zählen oder über etwas abzustimmen, sondern möglichst viele unterschiedliche Positionen einzubringen, zu diskutieren und auszuhandeln. Aber gerade diese unterschiedlichen Positionen, die in einen »demokratischen« Widerstreit treten könnten, werden nicht angemessen zum Ausdruck kommen, wenn zu viele dasselbe vertreten (weil sie ein und demselben Akteur zuzurechnen sind).

    Völlig unverständlich ist für mich, warum nicht die Organisation eingeschritten ist und wenigstens die offiziellen Schützen — die also auch als solche Auftreten — zu einem einzigen Verein zusammengefasst hat. Mit der Folge, dass sie sich für eine gemeinsame Vertreterin hätten entscheiden müssen. Darüberhinaus hätten die Vereine wenigstens erklären müssen, welches Interesse, welche Affinität und welche Expertise sie mit dem jeweiligen Thema verbindet.

    Ganz von der Hand zu weisen ist Schützenchef Elmar Thalers Bemerkung nicht, dass ohne die Überflutung durch seinen Verein an manchen Tischen ziemlich wenige Leute säßen. Dass man dem Tradtionsverein für seine Unterwanderung also quasi dankbar sein sollte, ist aber genau die falsche Schlussfolgerung — wenn nämlich genügend andere Akteure anwesend wären, könnte man die wundersame Vermehrung des Schützenbundes noch eher verkraften, als bei einem überschaubaren Angebot an alternativen Gesprächspartnerinnen.

    Zurückzuweisen ist schlussendlich klar und deutlich die Unterstellung von Barbara Klotz (STF), die Workshops seien im Nachhinein erfunden worden, um unliebsame Ergebnisse der Open Spaces zu verwässern — ihre Abhaltung war nämlich bereits beim Dialogabend am 14. Dezember angekündigt worden.

    Cëla enghe: 01 02



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  • iatz!ZEITUNGs-Interview.

    Unter dem Titel »Zukunftsweisende Ideen« ist in der diesjährigen Ausgabe der iatz!ZEITUNG, die anlässlich des iatz!-Fests 2016 gedruckt wurde, ein Interview mit mir erschienen, das ich an dieser Stelle wiedergebe.

    Die Links wurden nachträglich hinzugefügt.


    Herr Constantini, in dem von “Brennerbasisdemokratie” veröffentlichten Manifest wünschen Sie sich ein mehrsprachiges, nicht mehr ethnozentrisch ausgerichtetes Südtirol, das losgelöst von jeglichem Nationalstaat sein soll. Welche Vorteile versprechen Sie sich von diesem Zukunftsmodell im Vergleich zu einem weiteren Ausbau der Südtirol-Autonomie?

    Die Autonomie ist die bestmögliche Antwort auf ein falsches System. Und dieses falsche System ist der Nationalstaat, also ein Staat, der sich aufgrund einer vorherrschenden Sprache und Kultur definiert. Unserer Auffassung nach wäre es besser, das falsche System zu ändern, anstatt weiter an der Autonomie herumzubasteln.

    Minderheitenschutz in einem Nationalstaat macht Schutzmechanismen notwendig, die dem gesellschaftlichen Zusammenhalt, dem sogenannten Zusammenleben, im Weg stehen. Nachdem uns die Autonomie zusteht, weil wir “anders” sind, als die restliche “Nation”, werden wir dazu animiert, unsere Andersartigkeit immer und immer wieder zu betonen, anstatt die internen Widersprüche zu überwinden.

    Wenn wir uns jedoch aus freien Stücken als einschließendes und bewusst mehrsprachiges Gebilde konstituieren, würde dieser Unterscheidungsdruck wegfallen. Stattdessen könnten wir konstruktiv an einer den Bedürfnissen unseres mehrsprachigen Landes ausgerichteten Lösung arbeiten. Vorbilder könnten dann bereits existierende Staaten sein, die sich nicht “national” aufgrund einer einzigen Sprache definieren.

    Wäre da ein Anschluss an Österreich nicht einfacher und damit auch der historischen Tiroler Landeseinheit ein Stück weit Rechnung getragen?

    Auch Österreich hat viele Merkmale eines Nationalstaates, wie die bereits erwähnte Orientierung an einer Sprache und Kultur. So gesehen wäre ein Anschluss an Österreich, der aus historischer Sicht durchaus nicht abwegig wäre, lediglich die Umkehrung der heutigen Situation. Wir müssten dann Schutzmechanismen für die italienische und ladinische Sprachgruppe einführen, was wiederum dem gesellschaftlichen Miteinander im Wege stünde. Das Freistaatsmodell der Freiheitlichen folgt übrigens einer ähnlichen Umkehrlogik: So bliebe zum Beispiel der Proporz erhalten und der Nationalstaat Italien wäre die Schutzmacht der Südtiroler italienischer Muttersprache. Sie wollen also alles ändern, damit alles gleich bleibt.

    Die Umsetzung Ihres Projekts würde aber direkt in die Kleinstaaterei und zu einer Zersplitterung Europas führen…

    Das leugne ich keineswegs. Aber ich finde nicht, dass uns die Großstaaterei, gerade im Rahmen einer größeren Union, überhaupt Vorteile bringt. Es sind die großen Nationalstaaten Europas, die das weitere Zusammenwachsen und die bitter notwendige Demokratisierung der EU verhindern, weil sie glauben, es auch allein zu schaffen. Kleinere Einheiten, die zudem näher an den Menschen dran sind, haben ein wesentlich größeres Interesse an politischer Integration, weil ihnen bewusst ist, dass sie allein nicht so leicht überlebensfähig sind.

    In Europa sind es übrigens die kleinen Staaten, die im Durchschnitt in Rankings zu Lebensqualität, Bürokratie, Korruption oder Transparenz die besten Werte erzielen.

    Die Plattform “Brennerbasisdemokratie” ist weder eine Partei noch eine organisierte Bürgerbewegung. Wie sollen ihre Ziele und Ideen mehrheitsfähig und verwirklicht werden?

    Wir sehen uns in erster Linie als überparteiliche Denkfabrik, die ihre Ziele nicht unmittelbar selbst erreichen muss, sondern durch Meinungsbildung gesellschaftlichen Einfluss ausüben kann.

    Was die Verwirklichung betrifft, berufen wir uns nicht auf das ethnisch begründete “Selbstbestimmungsrecht der Völker” aus dem vergangenen Jahrhundert, sondern auf die Grundprinzipien der Demokratie, die es der Bevölkerung eines jeden Gebiets gestatten müssen, letztendlich auch über den Rahmen ihrer Selbstregierung frei zu befinden.

    Mittlerweile haben Sie auf ihrem Blog, zusammen mit einer kleinen Gruppe von Autoren, knapp 3.000 Artikel und Beiträge zur Eigenstaatlichkeit Südtirols veröffentlicht. Warum tun Sie sich das an?

    Das ist eine gute Frage… es ist vermutlich die Lust, gemeinsam mit anderen interessante und zukunftsweisende Ideen zu entwickeln. Und ein Stück weit auch die Einsicht, dass gewisse Positionen ohne unseren Blog in Südtirol unterrepräsentiert wären.


    Brennerbasisdemokratie ist nicht Teil des iatz!-Fests.



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  • Gemeindewahl in Bozen: Die Faschisten.

    Bei den letzten Gemeindewahlen schaffte in Bozen erstmals ein offizieller Vertreter der rechtsextremistischen CasaPound Italia (CPI) den Sprung ins Stadtparlament, einige weitere zogen in die Stadtviertelräte ein.

    Doch auch über CPI hinaus tummelt sich in der Landeshauptstadt ziemlich viel Schwarzbraunes auf den Wahllisten. Wenige Tage vor der vorgezogenen Neuwahl ein Versuch, ein bisschen Licht in dieses Schattenreich zu bringen:

    • CasaPound Italia, gewaltbereit, rechtsextremistisch und offen rassistisch, tritt diesmal mit einem eigenen Bürgermeisterkandidaten (dem Immobilienmakler Maurizio Puglisi Ghizzi) an. Mit dem Ergebnis vom letzten Jahr säße man diesmal nicht mehr im Gemeinderat, doch die neue Hürde von 3% scheint für die Faschisten des dritten Jahrtausends nicht unerreichbar. Die Bewegung ist in Bozen allgemein auf Expansionskurs.
    • Giorgio Holzmanns Wahlbündnis Alleanza per Bolzano (AxB) ist eine wahltaktische Verbindung mit CasaPound Italia eingegangen. Wer also AxB wählt, dessen Stimme wird zur Ermittlung von Restmandaten mit denen von CPI summiert.
      Auf der Liste von AxB kandidiert aber auch Giovanni Ivan Benussi, der noch im vorigen Jahr als Bürgermeisterkandidat für die Benussi-Liste und CasaPound angetreten war. Er hatte die SüdtirolerInnen vor Jahren dazu aufgefordert, als Zeichen der Dankbarkeit Blumen vor dem Mussolini-Relief am Bozner Gerichtsplatz niederzulegen.
      Zudem umfasst Holzmanns Wahlbündnis die rechtsradikale, homophobe Partei Fratelli d’Italia, deren Kandidat Francesco Bragadin auf seinem öffentlichen Facebook-Profil eine dem Faschismus huldigende Mitteilung veröffentlicht hatte. Es habe sich beim Mussolini-Regime nicht um eine Diktatur, sondern um eine »Volksdemokratie« gehandelt, so eine der darin enthaltenen Aussagen.
    • Il Centrodestra – Uniti per Bolzano (UxB) ist eine weitere rechte Wahlallianz, deren Bürgermeisterkandidat Mario Tagnin heißt. Teil dieses Zusammenschlusses ist unter anderem die neofaschistische Unitalia, deren Gemeinderäte Piccolin und Schiatti 2010 den Widerstandskämpfer Franz Thaler im als »Deserteur« beleidigt hatten. Neben Piccolin tritt auch diesemal wieder CasaPound-Mitglied Marco Caruso, der es schon im letzten Jahr ins Stadtparlament geschafft hatte, für Unitalia an. Mit dabei erstmals auch seine Schwester Maria Caruso, die Lebensgefährtin von Andreas Perugini; sie soll einst den Kontakt zwischen den Faschisten und 5SB hergestellt haben, um die Streichung von CasaItalia aus der Liste der förderungswürdigen Vereine zu verhindern.
    • Tagnin wird außerdem von der fremdenfeindlichen, islamophoben, homophoben Lega Nord unterstützt, auf der deren Liste auch Rosa Lamprecht, Ehefrau des freiheitlichen Parteiobmanns Walter Blaas, kandidiert.

    Ergänzungen erwünscht!

    Cëla enghe: 01 02 03 04 05 06 07



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  • Astat-Datenbank: Quellcode national.

    Auf der Suche nach Verkehrsstatistiken bin ich auf die Datenbank Verkehr des Landesstatistikinstitutes (Astat) gestoßen, die ein wunderbares — oder vielmehr: schreckliches — Beispiel für den »nationalen« Quellcode darstellt, der längst auch in der »autonomen« Verwaltung Einzug gehalten hat.

    Dabei ist die deutschsprachige (!) Version des Datenbankbrowsers so deutschsprachig, dass sie ohne Italienischkenntnisse faktisch unbrauchbar ist. Nicht nur die Bezeichnung des Landesstatistikinstitutes bleibt unübersetzt, sondern auch wesentliche Bestandteile der Tabellen.

    Astat Datenbank Verkehr.

    Über die grafische Gestaltung und die Benutzerfreundlichkeit im allgemeinen sei ein Schleier des Mitleids gebreitet. Doch während in der italienischen Version die Texte wenigstens in die jeweiligen Schaltflächen passen, ist dies in der deutschen Fassung nicht der Fall. Die Beschriftungen (»Zusammenfassung Tabellen« und »Zusammenfassung Grafiken«) fallen aus dem vorgegebenen Bereich und sind dadurch nur schwer lesbar.

    Amt für...?

    Ähnlich verhält es sich mit dem Logo des »Amtes für Raumbezogene [sic] und statistische [Informatik]«, wo im Gegensatz zur italienischen Fassung ebenfalls nicht darauf geachtet wurde, dass der ganze Text Platz findet.

    In collaborazione con:

    Beschämend und rücksichtslos.

    Cëla enghe: 01 02 03 04 05 06 07 08 || 01



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  • Euregio: Verkehrstotenstatistik.

    Verkehrstote Euregio Tirol 2014.

    Die aktuellsten Eurostat-Daten zu den Verkehrstoten (je 1 Million Einwohnerinnen) sprechen eine deutliche Sprache: In Südtirol starben 2014 anteilsmäßig rund 50 Prozent mehr Menschen im Straßenverkehr als in Nord-/Osttirol. Und rund 20 Prozent mehr als im Trentino.

    Damit befindet sich Südtirol auch im direkten Vergleich mit den übrigen angrenzenden Regionen im wenig ruhmreichen Spitzenfeld. Weitaus am wenigsten Menschen mussten (anteilsmäßig) im Kanton Tessin ihr Leben lassen, die meisten in Friaul-Julien.

    Überhaupt scheint die Schweiz mit ihren strengen Verkehrsgesetzen und Strafen, die sich nach dem Einkommen richten, den richtigen Weg eingeschlagen zu haben — ist doch die in diesem Vergleich an vorletzter Stelle rangierende Ostschweiz gleichzeitig die eidgenössische Region mit den weitaus höchsten Verkehrstotenzahlen.

    Wäre es mit einer ähnlichen Strategie auch hierzulande möglich, die Todesopfer um bis zu zwei Drittel zu senken?

    Cëla enghe: 01 02 03 04 05 06 || 01 02



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  • Bezugspunkte.
    Quotation

    Im Italien-Vergleich ist Südtirols Wirtschaft eindeutig Spitze. Das spricht für Südtirols Wirtschaft — und auch für dessen Politik. Allerdings versperrt dieser Vergleich die Sicht auf die Realität. Wenn Südtirol auf Dauer eine der reichsten Regionen Europas bleiben will, tut es gut daran, sich nicht vom »Italienmeistertitel« blenden zu lassen, sondern sich auf europäischer Ebene zu messen. Von Italiens 20 Regionen scheinen nämlich fünf auf den 15 hintersten Rängen im Europa-Vergleich der BIP-Entwicklung 2009-2014 auf. Für Südtirol darf das kein Bezugspunkt sein.

    Aus dem Artikel »Südtirol aus der Puste« von Christian Pfeifer in der dieswöchigen Südtiroler Wirtschaftszeitung Nr. 17/16.

    Diese Zahlen zeigen, dass Südtirol nicht der Nabel der Welt ist, wie es gerne dargestellt wird und noch viel Arbeit vor uns liegt. Unser Anspruch muss es sein, uns europaweit mit den Besten [sic] Regionen zu vergleichen und nicht, wie es in der Vergangenheit üblich war, Vergleiche mit den schwächsten Regionen zu ziehen, um in der Öffentlichkeit gut dazustehen.

    Aus einer Pressemitteilung der ASGB-Jugend vom September 2015 über den statistischen Euregio-Vergleich des Astat.



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  • Euregio: Erwerbslosigkeit 2015.

    Das europäische Statistikinstitut Eurostat hat die neuen regionalen Erwerbslosenzahlen veröffentlicht. Hier die Situation in der Europaregion Tirol, in den angrenzenden Gebieten und im Tessin.

    Erwerbslose Euregio Tirol 2015.

    In allen Landesteilen sank die Erwerbslosenquote im Vergleich zum Vorjahr, wobei Nord-/Osttirol (mit nur noch 3,0%) weiterhin am besten dastand. Am deutlichsten schrumpfte die Quote in Südtirol — um 0,6 Prozentpunkte von 4,4% auf nunmehr 3,8%.

    In der historischen Eurostat-Datenbank wurden offenbar einige Datensatzkorrekturen vorgenommen. Dies erklärt mehrere Abweichungen dieses Diagramms im Vergleich zu dem im Vorjahr publizierten.

    Von den angrenzenden Regionen wies Friaul-Julien mit 8,0% die höchste Erwerbslosenquote auf, Oberbayern mit 2,7% nach wie vor die niedrigste. Nur in der Ostschweiz und in Vorarlberg verschlechterte sich die Situation im Vergleich zum Vorjahr.

    Die Jugendarbeitslosigkeit verringerte sich in Südtirol von 12,4% (2014) auf 11,9%, blieb damit aber weiterhin hoch.

    Cëla enghe: 01



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